Alternative zu An-Aus-Ventilen gesucht

#7403305
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Hallo,

ich will mir eine Bewässerungsanlage bauen. Ich habe dazu vier Stränge, die ich jeweils gesondert mit einem Ventil mit Wasser beaufschlagen will. Der Systemdruck beträgt 5bar. Ich habe mir ein 24V-Magnetventil gekauft, das bei 24V an ist und bei 0V aus - also geschlossen. Leider kennt es keine Zwischenstufen - z.B. 12V - halb offen. Das Problem sind die Druckstöße in den Leitungen. Ich möchte gerne ein Ventil, dass sich langsamer öffnet oder Zwischenstufen hat, damit die Zunahme vom Leitungsdruck etwas sanfter von Statten geht. Was für ein Ventil nimmt man da, das nicht nur an- und aus kennt?

Wichtig ist, dass es maximal 24V haben darf. Es darf nicht mehr Strom haben, da das Netzteil nur die 24V bereit stellt.

Vielen Dank im Voraus.

#7403332
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Oskar K. schrieb:

Würde eher vorschlagen einen Druckminderer einzubauen....

Der Schlag entsteht durch die Änderung der Fließgeschwindigkeit. Geringerer Wasserdruck -> geringere Fließgeschwindigkeit.

Gegen Wasserschlag gibt es Wasserschlagdämpfer

Johannes schrieb:

Ich möchte gerne ein Ventil, dass sich langsamer öffnet oder Zwischenstufen hat, damit die Zunahme vom Leitungsdruck etwas sanfter von Statten geht.

Proportionalventil, Kugelhahn mit Stellmotor - da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Ansteuerung sieht dann vermutlich anders aus, als bei deinen bisherigen Ventilen. Die Hahnversteller der Fa. Belimo decken sich allerdings möglicherweise nicht mit deinen Preisvorstellungen ;-)

#7403368
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Moin,

Es gibt von Firmen wie z.B. Gardina, batteriegespeiste programmierbare Timer Kugelventilsteuerungen für die automatische Gartenbewässerung. Vor Jahren kaufte ich mir so ein Ding für ein paar Dollar in einem Gebrauchtwarengeschäft nur zum herumspielen. Neugierig wie ich nun mal bin, schraubte ich das Teil gleich auf. Sofort auffallend war ein robustes Zahnradgetriebe das ein Kugelventil mit optischen End-Gabbellichtschranken drehte. Der Vorgang der Ventilbewegung dauert wegen der großen Übersetzung zwischen Motor und Getriebe einige zehn Sekunden. Über ein H-Brücke geht die Motoransteuerung bequem. Nicht einmal PWM ist Dank dem Getriebe notwendig.

Ein Wasserhammereffekt sollte wegen der sanften Steuerungsmethode nicht leicht vorkommen.

https://www.amazon.in/Gilmour-Electronic-Water-Timer-Black/dp/B01N1UOHJK

https://www.ebay.com/itm/275557434021

Heute fiel mir übrigens zufällig nach Jahren wieder so ein Ding (Bild) für $5 in die Hände. Läuft mit zwei AA Zellen und hat Programmierfähigkeit. Sieht ungebraucht aus.

Es lohnt sich also in solchen Geschäften immer die Augen offen zuhalten. Vielleicht gibt es auch in der Bucht oder Kleinanzeigen ähnliche Schnäppchen bei Euch.

Mein Vorschlag:

Kaufe, suche so etwas Ähnliches und steuere es nach Adaptierung über Deine eigene Elektronik. Da hast Du 0-100% Kontrolle. Wenn Du die Zeit zwischen den Endstellungen misst, dann bist Du in der Lage auch Zwischenstellungen grob zu extrapolieren.

Ist nur ein Gedanke der mir kam.

VG, Gerhard

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#7404277
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Meine Bewässerungssteuerung macht zur Vermeidung des "Wasserhammers" beim Öffnen und Schließen eine kurze PWM-Rampe. Vorteil: Es funktioniert dann mit den regulären AUF/ZU-Ventilen. Im Betrieb eine teilweise Öffnung ermöglichen zu wollen, deutet vermutlich eher auf falsche Dimensionierung oder einen fehlenden Druckminderer in diesem Bewässerungsstrang hin.

#7404285
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Johannes schrieb:

Das Problem sind die Druckstöße in den Leitungen. Ich möchte gerne ein Ventil, dass sich langsamer öffnet oder Zwischenstufen hat, damit die Zunahme vom Leitungsdruck etwas sanfter von Statten geht.

Was meinst Du mit Öffnen? Den druckstoß gibt es eigentlich nur beim Schließen. Weil die bewegte Wassermenge aprupt gestoppt wird.

Eigentlich ist das Aufgabe des Ventilherstellers, hier einen guten Übergang zu designen. Das ist z.b. auch bei badamaturen wichtig. Und der Grund warum zum absperren oft keine Kugelventile verwendet werden.

#7404420
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Wenn es dir nur um den Druckstoss geht gibt es min. 4 Ansätze:

KISS Lösung (keep it simple & stupid) Billig 15 m PVC Gartenschlauch sind ausreichend elastisch und wabbeln die Druckstossspitze weg.

KISS Lösung (keep it simple & stupid) Luft ist eine gute Feder. Setz einen Windkessel. Der ist billig, hat keine Teile die sich bewegen und die Kombination aus Strom und Wasser ist umschifft. Als Windkessel eignet sich ein kleiner Ausgleichsbehälter, gebraucht geht auch, hauptsache die Butylblase ist noch dicht.

GaWaSCH Lösung: Nimm NC Magnetventile mit degessiver Feder. Die schliessen dann lang langsam und sanft. Bei Honeywell oder Danfoss findet man soetwas. Bei BongoChinakrachern eher selten.

Elektroniker Lösung: Stellventile mit stetigen Ventilmotoren setzen. Zu jedem Ventil also 24VADC Versorgung und 0-10V Signal legen und Ventilgänge mit Regelkurven ansteuern und gegeneinander sperren ....

Your Choice.

#7404931
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Ich hatte damals auch nach vernünftigen Ventilen gesucht, allerdings eher weil sich viele nur durch eine Federkraft schließen. Diese Feder muss beim Öffnungsvorgang gespannt werden. Wird aber der Öffnungsvorgang aus welchem Grund auch immer abgebrochen, schließt das Ventil nicht mehr vollständig...

Ich bin dann bei dem Hersteller US Solid gelandet. Eigentlich nur ein Chinese, aber die Servo-Ventile machen einen sehr wertigen Eindruck und gibt es auch in vielen verschiedenen Varianten, z.B. 2-Wire mit/ohne Auto close, 3- und 4-wire und mit/ohne manuellem Override. Die Servoventile öffnen und schließen dementsprechend auch schön geschmeidig

https://ussolid.de/motorized-ball-valve-1-2-stainless-steel-electrical-ball-valve-with-full-port-9-24v-ac-dc-and-3-wire-setup-by-u-s-solid.html/

https://www.youtube.com/watch?v=lwDTBmDIZEg (frag mich nicht warum das Ventil im Video so laut ist, meine sind flüsterleise)

#7404941
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Als Windkessel eignet sich ein kleiner Ausgleichsbehälter, gebraucht geht auch, hauptsache die Butylblase ist noch dicht.

Vorsicht mit den Ausgleichsbehältern für Heizungen! Die sind nur für kleine Betriebsdrücke geeignet - Nicht für Wasserleitungen und nicht für einen hydraulischen Stoß.

#7405419
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Hans schrieb:

Als Windkessel eignet sich ein kleiner Ausgleichsbehälter, gebraucht geht auch, hauptsache die Butylblase ist noch dicht.

Vorsicht mit den Ausgleichsbehältern für Heizungen! Die sind nur für kleine Betriebsdrücke geeignet -

Die bekommst du auch in PN6, PN10 und PN13…. Wenn man etwas höheres Haus hat (soll ausserhab von Einfamilienhausen vorkommen) hat man höheren Druck.

Nicht für Wasserleitungen

Ja das Wasser schmeckt dann evtl. nach Butyl. DVGW Kennzeichen hat man nicht. Es geht um Pflanzenbewässerung,

und nicht für einen hydraulischen

Dann nimm Behälter für Hydrophoranlagen die sind a) genau dafür gebaut b) Trinkwassersicher (nur halt auch teurer).

#7405450
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Musik og F. schrieb:

... Setz einen Windkessel. Der ist billig, hat keine Teile die sich bewegen und die Kombination aus Strom und Wasser ist umschifft. Als Windkessel eignet sich ein kleiner Ausgleichsbehälter, gebraucht geht auch, hauptsache die Butylblase ist noch dicht.

Gegen Wasserschlag braucht man kein großes Volumen. Da reicht ein gewöhnlicher Wasserschlagdämpfer, wie man ihn käuflich erwerben kann.

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