ich benötige die im Bild links gezeigte Schaltung, also 2 verschiedene Spannungen mit gemeinsamen + Pol.
Um die Zellen nicht ungleichmässig zu entladen, möchte ich diese zweite Spannung (3,6V) über einen Negativregler erzeugen, der von der Gesamtspannung (7,2V) gespeist wird. Ich dachte an einen LM337L. Jedoch fehlt mir das Verständnis, wie ich diese Vorgabeschaltung von Texas Instruments für meine Bedürfnisse integriere..oder denke ich da womöglich falsch, mit dem, was ich vorhabe?
Was gibt es zu erklären..es sind 6 Zellen, die unterschiedlich entladen werden, weil in der Mittelanzapfung eine zweite Last dranhängt.
Laut meinem Verständnis werden die Zellen dadurch unterschiedlich entladen, was bei wiederkehrender Entladung/Ladung zu unterschiedlich geformten Zellen führt (richtig?). Um dies zu vermeiden, möchte ich die Teilspannung -3,6V und die Gesamtspannung -7,2V von der gesamten Batterie beziehen und nicht die Mittelanzapfung verwenden. Ist meine Ansicht nun so richtig?
weil in der Mittelanzapfung eine zweite Last dranhängt.
Wie wäre es, aus den 10,8V mit einem DCDC (Flyback?) die nötigen Spannungen zu erzeugen?
Bei Belastung auf jedem Zweig reicht es u.U. aus, nur einen Zweig zu regeln. Der Andere folgt automatisch in Grenzen, da der Flyback-Speicherdrosseltrafo eben wie ein Trafo wirkt.
danke, das ist mir etwas zu high, bin da kein Profi..
Früher habe ich das mit einem LT1964BYP gemacht, aber den gibt es nicht mehr. Habe leider im Moment nut diese alte Skizze..
Früher habe ich das mit einem LT1964BYP gemacht, aber den gibt es nicht
mehr.
Wie soll man dich bei solchen Behauptungen ernst nehmen?
Weil es die nicht mehr gibt hat Mouser gerade ca. 11000 vom Typ BYP auf Lager die sie verkaufen wollen. Nimmt man andere einstellbare LT1964 hinzu hat Mouser aktuell über 102000 Stück auf Lager. Grob gerechnet.
Richtig erschreckend wie viele es von den Dingern gibt die es angeblich nicht mehr gibt.
Ich dachte an einen LM337L. Jedoch
fehlt mir das Verständnis, wie ich diese Vorgabeschaltung von Texas
Instruments für meine Bedürfnisse integriere..oder denke ich da
womöglich falsch, mit dem, was ich vorhabe?
Nein, das geht schon so. Siehe Bild.
Deine Akkus werden so zwar gleichmäßig entladen, aber eben stärker, denn der LM337 verheizt natürlich einiges: 3.6V * Iout(Pin2).
denn der LM337 verheizt natürlich einiges: 3.6V * Iout(Pin2).
Gerade mal das Datenblatt des LT1964BYP angeschaut: der hat ja einen sehr geringen Eigenverbrauch (typ. 30µA) - mit dem LM337 hast du in Ruhe schon mal 5mA Eigenverbrauch - macht nochmal 18mW. Der kommt natürlich noch dazu ...
Du willst eine Schaltung mit einer negativen Betriebsspannung
versorgen, also + ist Masse? Es gibt für diesen Fall extra
Negativspannungsregler. Siehe hier:
Ist richtig, er will doch eine auf Masse bezogene
negative Betriebsspannung erzeugen. Also Masse = +.
Er will eine auf den Pluspol bezogene negative Spannung erzeugen.
In seinem Ausgangsbild (links) ist nicht mal eine Masse definiert. Braucht man auch nicht (nur z.B. bei Spice-Simulationen).
Und an welchem Knoten man final die Masse definiert, ist der Schaltung egal, ebenso, wenn keine festgelegt ist.
Beim Verständnis der Schaltung ist es meist hilfreich.
Ist richtig, er will doch eine auf Masse bezogene
negative Betriebsspannung erzeugen. Also Masse = +.
Er will eine auf den Pluspol bezogene negative Spannung erzeugen.
In seinem Ausgangsbild (links) ist nicht mal eine Masse definiert.
Braucht man auch nicht (nur z.B. bei Spice-Simulationen).
Und an welchem Knoten man final die Masse definiert, ist der Schaltung
egal, ebenso, wenn keine festgelegt ist.
Beim Verständnis der Schaltung ist es meist hilfreich.
Ich könnt' ja wetten, dass der TO was ganz anderes will...
Oft braucht man eine bipolare Versorgungsspannung, will aber nur eine Batterie verbauen. Dann macht es Sinn, dass man sich eine virtuelle Masse schafft. Manchmal reicht dazu ein Spannungsteiler, manchmal nimmt man besser einen (anders nutzlos "rumliegenden") OP.
Macht man das Ganze per Stabi, muss man zwingend beachten, ob die neu geschaffene Spannungsquelle Strom liefern oder aufnehmen muss - oder gar beides. Im einfachsten Fall tut's als Stabi ein Transistor mit Spannungsteiler an der Basis -- aber dazu müsste man halt definitiv wissen, wozu das Ganze gut sein soll.
Fruchtbar wird die Diskussion erst, wenn der TO etwas Info nachschiebt.
das ist für eine ganz einfache Anwendung..eine alte Kamera.
Hier im Bild ist im Zentrum der + Pol, dann folgen 2 Kontaktringe, mit -3,6V und der äussere mit -7,2V.
Dies wurde damals vom Hersteller so realisiert, weil der Belichtungsmesser mit 3,6V läuft und die Kamera mit 7,2V
Ich könnt' ja wetten, dass der TO was ganz anderes will...
Oft braucht man eine bipolare Versorgungsspannung, will aber nur eine
Batterie verbauen. Dann macht es Sinn, dass man sich eine virtuelle
Masse schafft. Manchmal reicht dazu ein Spannungsteiler, manchmal nimmt
man besser einen (anders nutzlos "rumliegenden") OP.
Wenn man eine bipolare Versorgung braucht, dann:
gibt man nicht +, -3.6V und -7.2V an
nimmt man gerne bei OPA-Versorgung, aber dann gibt es selten eine problematische asymmetrische Belastung und dann wird man in dem Fall sicher keinen OPA verwenden für eine künstliche Masse - der Punkt ist ja schon vorhanden in der Mitte zwischen den 6 Zellen!
Klar muss sein, dass diese -3.6V nur Strom gegen (+) liefern können, keinen aufnehmen.
Und klar, es wäre schon interessant, was er mit der Anordnung versorgen will.
Hat ja mit dem Messen nichts zu tun, es hängt nur davon ab, wie die Lasten angeschlossen sind. Vom mittleren Anschluss gibt es mit dem LM337 eben nur einen Stromfluss nach (+).
@Andreas K.
Mich hätte schon interessiert, was du wie an die drei Klemmen angeschlossen hast. Meine Schaltung erfüllt das, was du im Eröffnungspost wissen wolltest.
Ob es im Zusammenhang mit dem zu versorgenden Teil sinnvoll ist, weiß ich nicht.
Das mittlere Potential kann man auch mit dem LM317 bereitstellen, nur damit wird dann nur vom mittleren zum negativen Punkt ein Strom fließen können ...
An den TO: hast du die Kamera mal versucht, mit einer Zelle zu betreiben (also ohne Motor). Musst du dann echt an "+" und "-3.6V" einspeisen, damit sie arbeitet, oder nicht doch an "-7.2V" und "-3.6V"?
Für den Belichtungsmesser können die 3V6 auch mit einer vorgeschalteten 3V3 Z-Diode und einer Schottkydiode erzeugt werden, dann entfällt auch der Querstrom für den Spannungsregler.
wie ich schon geschrieben habe:
7,2V für die Kamera (Motor, etc.)
3,6V für den Belichtungsmesser
das Ganze mit einem gemeinsamen Plus
Da habe ich nicht aufgepasst 😀.
Ist deine Befürchtung (ungleiche Leerung der Zellen) denn überhaupt relevant? Ich hätte vermutet, dass ein Belichtungsmesser im Vergleich zu Kamera und Motor verschwindend wenig Strom benötigt. Dann dürfte die sowieso vorhandene ungleiche Selbstentladung der Zellen und deren nicht identische Kapazität den Effekt zudecken. In dem Fall wäre nämlich dein linkes Bild vom Eröffnungspost völlig ausreichend.
Hast du die Möglichkeit den Strombedarf des Belichtungsmessers und der Kamera gelegentlich mal zu messen?
Ja, ich habe das hier gelesen:
ich hab die Kamera nicht vorort, das mach ich für meinen Kumpel
ja, Klaus, ich wollte das einfach etwas optimieren, ansonsten hätte ich die alte Version lassen können. So hatte es auch der Hersteller gemacht, aber in den Kameraforen wird wohl genau dieses Problem teilweise behandelt und gesagt, dass die Zellen schneller unbrauchbar werden. Keine Ahnuing, was der Belichtungsmesser zieht, kann ich vielleicht mal messen..
Andreas, ich würde auf Kameraforen in dem Zusammenhang (Elektronik) nicht allzu viel geben 😉.
Wenn das tatsächlich eine Rolle spielen sollte, dann könnte man auch nach etwa der Hälfte der Laufzeit einfach die beiden oberen Akkus gegen die beiden unteren austauschen ...
Erfordert halt ein wenig Aufmerksamkeit, wäre aber bezüglich der Verluste die optimale Lösung.
Ich könnt' ja wetten, dass der TO was ganz anderes will...
Oft braucht man eine bipolare Versorgungsspannung, will aber nur eine
Batterie verbauen. Dann macht es Sinn, dass man sich eine virtuelle
Masse schafft. Manchmal reicht dazu ein Spannungsteiler, manchmal nimmt
man besser einen (anders nutzlos "rumliegenden") OP.
Wenn man eine bipolare Versorgung braucht, dann:
gibt man nicht +, -3.6V und -7.2V an
nimmt man gerne bei OPA-Versorgung, aber dann gibt es selten eine
problematische asymmetrische Belastung und dann wird man in dem Fall
sicher keinen OPA verwenden für eine künstliche Masse - der Punkt ist ja
schon vorhanden in der Mitte zwischen den 6 Zellen!
Genau diese Mittelanzapfung ist es, was der TO vermeiden wollte - aus Sorge (begründet oder unbegründet), dass seine Akku-Zellen ungleichmäßig entladen würden.
Es gibt noch andere Fälle, wo eine "künstliche Mittelanzapfung", ergo eine künstliche Masse, notwendig seine kann, so z.B der Betrieb aus einem 9V-Block (6LR61, 6F22 usw - siehe oben "will aber nur eine Batterie verbauen"): besagter (hochohmiger) Spannungsteiler mit einem (anders nutzlos "rumliegenden") OP ist dann nicht die schlechteste Wahl.
In meiner Jugend hatte ich was in der Art als Zusatz für mein 3...25V/1A Netzteil gebastelt, aus einem uA741 und einer nachgeschalteten AB-Gegentakt-Endstufe. Diente mir viel Jahre als "bipolares Labor-Netzteil" -- so lange, bis ich mir was Besseres leisten konnte.
Beides hilft dem TO jetzt nicht direkt (dazu waren auch seine Angaben zu mager -- auch löse ich keine Sonderlocken-Probleme mehr), aber andere Mitleser könnten durchaus davon profitieren.