Suche einen Hochstrom Stecker 1000V DC,1500A

#7424948
Lesenswert?

Hallo,

Ich bin auf der Suche nach einer Steckverbindung für einen Inverter zu einem Motor in einer Testumgebung. Die Anforderungen sind 1000V DC und 1500A dauerhaft. Die Steckverbindung wird nur ohne Last und ohne Spannung betätigt, beim Umbauen bzw. neu Konfigurieren der Testumgebung. Im Moment sind die Kabel mit Kabelschuhen angeschraubt. Das erfordert aber viel Aufwand beim Umbauen, außerdem braucht es dann ein Gehäuse über die Terminals für Berührungsschutz und Schirmung.

Ich habe schon an Stecker für EV Inverter gedacht, schließlich ist das fast die gleiche Anwendung, aber da habe ich nichts mit diesen Anforderungen gefunden.

Vielleicht hat ja jemand eine Idee für ein Produkt oder einen Hersteller von solchen Steckern oder auch einfach eine kreative Lösung.

Danke LG

#7424992
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Vielleicht hat ja jemand eine Idee für ein Produkt oder einen Hersteller von solchen Steckern oder auch einfach eine kreative Lösung.

Ich bin mir nicht sicher ob Du weißt was 1500 Ampere bedeuten...

Weiter bin ich mir nicht sicher ob Du weißt was da multipliziert mit dem Faktor 1000 herauskommt.

Die einzige nicht fest verschraubte Lösung die mir in diesem Leistungsereich geläufig ist, sind die Stromabnehmer der Deutschen Bahn oder die Trenneinrichtungen im Umspannwerk.

Und glaub mir, wenn Du gezwungen bist in deren nähren Bereich ohne der Möglichkeit zur Abschaltung zu Arbeiten, steht da ein ganzer Trupp Spezialisten bereit.

Gruß, DerSchmied

#7424998
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Die einzige nicht fest verschraubte Lösung die mir in diesem Leistungsereich geläufig ist, sind die Stromabnehmer der Deutschen Bahn oder die Trenneinrichtungen im Umspannwerk.

Schau dir mal Stecker für Akkupacks in Elektroautos an. Die sind meistens für 600V+ und bis zu 1000A ausgelegt. Ich bräuchte eben nur ein bisschen mehr. https://www.emobility-engineering.com/high-voltage-connectors/

#7425002
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Schau dir mal Stecker für Akkupacks in Elektroautos an. Die sind meistens für 600V+ und bis zu 1000A ausgelegt.

1.: Die brennen auch gerne mal ab

2.: Sind die nicht zum periodischen Abstöpseln konzipiert

3.: Hast Du spritzendes, flüssiges Metall live noch nicht erleben dürfen, sonst würdest Du nach

4.: "kreativen" Lôsungen nicht fragen weil Du

5.: Der Energie von 1,5 Megawatt etwa respektvoller gegenüber stündest.

Nichts für ungut,

Gruß, DerSchmied

#7425062
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Vielleicht sollte der TO ersma ne fundierte Ausbildung machen bevor er nach den Sternen greift, im Moment glaubt er noch er käme mit der Leiter hoch.

Ich baue diese Konstruktion nicht, ich suche nur nach Lösungen um abzuklären ob dieses Konzept so machbar ist. Wenn ein Stecker dann 1000€ kostet ist per Hand anschrauben vielleicht doch besser.

#7425079
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Ich baue diese Konstruktion nicht, ich suche nur nach Lösungen um abzuklären ob dieses Konzept so machbar ist. Wenn ein Stecker dann 1000€ kostet ist per Hand anschrauben vielleicht doch besser.

In einem Forum für Microcontroller nach Lösungen im Megawatt-Bereich zu fragen ist aber sicher nicht die richtige Herangehensweise.

Mit dieser Leistung kannst im Falle einer Fehlfunktion Menschen einäschern, da kann kein Krematorium noch mithalten. Ist dann wie eine dieser Insektenfallen mit dem blauen Licht beim Bäcker, nur in groß. Da gibt es keine Lösung von der Stange für unter 1000.-€.

Immer noch nichts für ungut,

Gruß, DerSchmied

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7425243
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Ich baue diese Konstruktion nicht, ich suche nur nach Lösungen um abzuklären ob dieses Konzept so machbar ist. Wenn ein Stecker dann 1000€ kostet ist per Hand anschrauben vielleicht doch besser.

Außer dem Stecker benötigt man natürlich auch noch die entsprechende Kupplung oder Buchse. In dieser Leistungsklasse dürfte die Kombination auf jeden Fall deutlich teurer sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind natürlich die möglichen Umwelteinflüsse, d.h. insbesondere auch Feuchtigkeit. Irgendwelche fetten Antriebe in der MW-Klasse stehen üblicherweise nicht in perfekt temperierten trockenen Reinräumen, sondern in dreckigen Werkshallen oder im Außenbereich. Und wenn man Pech hat, kommt auch noch jemand mit dem Hochdruckstrahler vorbei und spritzt das ganze ab. Also benötigen typische Anwendungen eine Schutzart von IP68, IP69K oder besser. Deine Anwendung hört sich aber eher nach einem Prüfstand im Labor an.

Von ODU gibt es Einzelkontakte bis 2400 A in der Baureihe LAMTAC. Ich konnte auf die Schnelle aber keine entsprechenden Steckergehäuse finden. Da ODU sehr viele Produkte individuell konfektioniert, wäre es auf jeden Fall eine Anfrage wert. Deren Vertriebsingenieure haben viel mehr Produkte in der Schublade als auf den Webseiten ersichtlich.

https://odu-connectors.com/de/produkte/elektrische-kontakte/odu-lamtac/

#7425247
Lesenswert?

Andreas S. schrieb:

Ein weiterer wichtiger Punkt sind natürlich die möglichen Umwelteinflüsse, d.h. insbesondere auch Feuchtigkeit. Irgendwelche fetten Antriebe in der MW-Klasse stehen üblicherweise nicht in perfekt temperierten trockenen Reinräumen, sondern in dreckigen Werkshallen oder im Außenbereich. Und wenn man Pech hat, kommt auch noch jemand mit dem Hochdruckstrahler vorbei und spritzt das ganze ab. Also benötigen typische Anwendungen eine Schutzart von IP68, IP69K oder besser. Deine Anwendung hört sich aber eher nach einem Prüfstand im Labor an.

Es geht um einen Motorenprüfstand. Ist also alles Indoor und wird nur von geschulten Technikern betrieben.

#7425263
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Ich bin mir nicht sicher ob Du weißt was 1500 Ampere bedeuten...

Weiter bin ich mir nicht sicher ob Du weißt was da multipliziert mit dem Faktor 1000 herauskommt.

Nimm einen Taschenrechner. Das sind gerade einmal 1.5MW oder 0.0015GW. Auf einem halbwegs anständigen Schiff ist das die Leistung des Bugstrahlers, um vorne ein bisschen zu drücken. Jede bessere Windturbine liefert ein Mehrfaches davon. Dass das nicht über ein Steckbrett mit Arduino läuft, ist wohl jedem (außer dir?) klar.

C. D. schrieb:

Und glaub mir, wenn Du gezwungen bist in deren nähren Bereich ohne der Möglichkeit zur Abschaltung zu Arbeiten, steht da ein ganzer Trupp Spezialisten bereit.

gelesen?

Ange P. schrieb:

Die Steckverbindung wird nur ohne Last und ohne Spannung betätigt ...

#7425270
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Es geht um einen Motorenprüfstand. Ist also alles Indoor und wird nur von geschulten Technikern betrieben.

Und diesen Technikern ist kein Ingenieur der Elektrotechnik vorgesetzt der einschlägige Erfahrung im MW-Bereich hat? Wer hat denn den Motoren-Prüfstand erstellt und abgenommen? Dem Stand selbst werden einige Sicherheitseinrichtungen vorgeschaltet sein; man muß das schon als Einheit betrachten an welcher man nicht nach Belieben einzelne Parameter abändern kann.

Es erscheint mir ein wenig merkwürdig daß hier jemand nach Steckern wie für einen Akku-Pack fragt, nicht wissend welche Begleiterscheinungen das im MW-Bereich sorgt. Der Betreiber solcher Anlagen sollte doch kompetente Ansprechpartner aus der Industrie haben, solche Prüfstände gibt es nicht bei Aldi, und brauchbare Lösungen für die Fragen des TO sicher nicht hier im Forum.

Gruß, DerSchmied

#7425276
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Es erscheint mir ein wenig merkwürdig daß hier jemand nach Steckern wie für einen Akku-Pack fragt, nicht wissend welche Begleiterscheinungen das im MW-Bereich sorgt. Der Betreiber solcher Anlagen sollte doch kompetente Ansprechpartner aus der Industrie haben, solche Prüfstände gibt es nicht bei Aldi, und brauchbare Lösungen für die Fragen des TO sicher nicht hier im Forum.

Ich erwarte mir hier nicht eine finale Lösung, die Normkonform und perfekt ist. Es geht hier rein darum herauszufinden, ob diese Idee mit Steckern möglich ist, bzw. ob es solche am Markt gibt. Ich baue das nicht, die Firma wird das nicht exakt so bauen, es geht hier rein um die Überlegung der Machbarkeit. Und da mir persönlich nur wenige Hersteller bzw. Bezugsquellen bekannt sind, frage ich die Schwarmintelligenz nach ebendiesen.

#7425310
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Ich baue das nicht, die Firma wird das nicht exakt so bauen, es geht hier rein um die Überlegung der Machbarkeit. Und da mir persönlich nur wenige Hersteller bzw. Bezugsquellen bekannt sind, frage ich die Schwarmintelligenz nach ebendiesen.

Na dann, machbar ist alles. Wie schon weiter oben geschrieben wurde, gibt es die Teile aber nicht unbedingt als Katalogware. Da musst du einfach mal bei den üblichen Verdächtigen eine Anfrage starten (bzw. diejenigen, die sich damit auskennen). Da du die ganze Zeit das Thema Kosten überhaupt nicht erwähnt hast, spielen die entweder keine Rolex, oder deine Vorstellungen sind gaaaanz weit weg von der Realität.

Oliver

#7425352
Lesenswert?

Rainer W. schrieb:

Nimm einen Taschenrechner. Das sind gerade einmal 1.5MW

MIR brauchst das nicht ausnandersetzen.

Ange P. schrieb:

Schau dir mal Stecker für Akkupacks in Elektroautos an.

Ange P. schrieb:

Vielleicht hat ja jemand eine Idee [...] oder auch einfach eine kreative Lösung.

Das ist schon sehr unbedarft gedacht. Meine Ausführungen dienten der Anschaulich-Machung der Leistungs-Klasse um die es geht, da hat der TO wenig bis gar keine Erfahrung.

Rainer W. schrieb:

Dass das nicht über ein Steckbrett mit Arduino läuft, ist wohl jedem (außer dir?) klar.

NaNaNa, das laß'mal besser stecken.

Gruß, DerSchmied

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7425469
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Die einzige nicht fest verschraubte Lösung die mir in diesem Leistungsereich geläufig ist, sind die Stromabnehmer der Deutschen Bahn oder die Trenneinrichtungen im Umspannwerk.

Heizungsrohre in Reduzierstücke schieben. Das innere Stück giessen wir mit nem Metall aus. um das äussere Stück kommt Metall drum herum.

Und daraus bauen wir einen Stecker.

BTW

Wieviel "Pins"? wieviel Steckzyklen?

#7425474
Lesenswert?

●DesIntegrator ●. schrieb:

Wieviel "Pins"? wieviel Steckzyklen?

Ein Pin. Also je nach Motorkonfiguration 3 oder 6 Stecker.

Roland P. schrieb:

Vermutlich kommt es bei einem Wechsel eines 1,5MW Motor auf die 5 Schrauben auch nicht mehr an.

Das Problem mit den Kabelschuhen ist, dass man dann zusätzlich ein Gehäuse außen herum für Berührungsschutz und Schirmung braucht.

#7425507
Lesenswert?

Ange P. schrieb:

Wenn ein Stecker dann 1000€ kostet ist per Hand anschrauben vielleicht doch besser.

Darauf wird es wohl rauslaufen. Oder halt mal auf Alibaba kucken. Da gibts gute Specs für kleines Geld. 1000€ kommen mir dafür reichlich unrealistisch vor.

Wenn du aber nur eine / wenige Buchsen und viele Stecker brauchst lässt sich vielleicht was "Basteln".

  • Kupferschienen so 80x25, 200 lang als "Stecker"
  • Buchse so 5 cm vertieft eingebaut mit seitlicher Führung (isoliert)
  • darin unten Cu 100x25, 250 lang als Kontaktfläche
  • oben Stahl 100x8, 250 lang als Kufe ausgeformt; Federn zum Halten werden des Steckens
  • Hydraulik, Kunststoffplatte und harte Federn zum sicheren kontaktieren

Schirmung dann ggf gesondert zum Stecken. Oder metallisierter Griffschutz und irgendwelche leitfähigen Pinsel um die Buchsen.

Das ganze braucht ja anscheinend nur wenig Sicherheit in der Bedienung, die exotische Schirmung und auch keine Wetterfestigkeit.

#7425511
Lesenswert?

Wir haben uns jetzt entschieden, die Harting HPTC Stecker für das Konzept zu verwenden. Sind zwar teuer, der Einkauf ein der Firma wird sich da aber sowieso drum kümmern müssen was Passendes zu besorgen. Immerhin erfüllen sie die Anforderungen und geben uns ein Gefühl für die Größe und Handhabbarkeit.

Beitrag #7425536 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7425922
Lesenswert?

Rote T. schrieb:

Kupferklotz, M16 Gewinde rein, Kabel mit ensprechender Krimpöse, Schraube rein, fertig

In der Praxis untauglich: Es geht um einen Motoren-Prüfstand. Da wird des öfteren umgesteckt: Mit einer Hand das 200mm² Kabel hochhalten, mit der anderen die Schraube ansetzen und schief reindrehen. In Kupfer ist dann nach 5 mal das Gewinde kaputt. Dann braucht man noch eine berührsichere Abdeckung für jede dieser Schraubstellen. Die muss auch wieder verschraubt sein... Schrauben verloren

Ein Stecker ist laienbedienbar, auch ein Hochstromstecker.

(Firma: Funkenflug Industries) #7426173
Lesenswert?

Auf kurze Strecken braucht man für 1kV DC keine Leitungen, da geht wireless doch deutlich mehr als 1500A. Leider ist der Wirkungsgrad bei Wireless-Strom noch nicht besonders hoch und die Lebensdauer der Elektroden hält sich in engen Grenzen - daran forschen wir noch.

#7426189
Lesenswert?

Ich hege seit Anfang an den Verdacht dass mit diesem Thread etwas nicht stimmt.

Am Mittwoch Abend um 20.00 Uhr fragt er nach seinem Stecker hier an.

Am Donnerstag um 15 Uhr schreibt er man habe sich jetzt für Stecker von Harting entschieden.

Am Freitag um 11.45 präsentiert er diese schon fest eingebaut an einer lieblos zusammengespaxten Kiste mit einem 3x1,5 Kabel dran.

Das ist Schwachsinn.

  • Entweder der TO ist tatsächlich ein Troll

  • ihm ist bei seinen 1500 A / 1000 V das Komma verrutscht

  • er hat KEINE AHNUNG was er eigentlich tut

  • tischt uns einen Eintopf aus Träumereien auf

  • oder oder oder

Kann mir keiner erzählen dass er diese Stecker über Nacht beim Pollin bestellt hat. Die Geschichte stinkt von hinten bis vorne.

Gruß, DerSchmied

#7426219
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Ich hege seit Anfang an den Verdacht dass mit diesem Thread etwas nicht stimmt.

Am Mittwoch Abend um 20.00 Uhr fragt er nach seinem Stecker hier an.

Am Donnerstag um 15 Uhr schreibt er man habe sich jetzt für Stecker von Harting entschieden.

Am Freitag um 11.45 präsentiert er diese schon fest eingebaut an einer lieblos zusammengespaxten Kiste mit einem 3x1,5 Kabel dran.

Das ist Schwachsinn.

Kann mir keiner erzählen dass er diese Stecker über Nacht beim Pollin bestellt hat. Die Geschichte stinkt von hinten bis vorne.

Gruß, DerSchmied

Aber Drucken über Nacht ist machbar. Hättest du das Foto genauer angesehen, hättest du bemerkt, dass dies ein Mockup aus dem 3D Drucker ist.

#7426220
Lesenswert?

C. D. schrieb:

Ich hege seit Anfang an den Verdacht dass mit diesem Thread etwas nicht stimmt.

Am Mittwoch Abend um 20.00 Uhr fragt er nach seinem Stecker hier an.

Am Donnerstag um 15 Uhr schreibt er man habe sich jetzt für Stecker von Harting entschieden.

Am Freitag um 11.45 präsentiert er diese schon fest eingebaut an einer lieblos zusammengespaxten Kiste mit einem 3x1,5 Kabel dran.

Das ist Schwachsinn.

  • Entweder der TO ist tatsächlich ein Troll

  • ihm ist bei seinen 1500 A / 1000 V das Komma verrutscht

  • er hat KEINE AHNUNG was er eigentlich tut

  • tischt uns einen Eintopf aus Träumereien auf

  • oder oder oder

Kann mir keiner erzählen dass er diese Stecker über Nacht beim Pollin bestellt hat. Die Geschichte stinkt von hinten bis vorne.

Gruß, DerSchmied

Das ganze war ein Makerthon, ein engineering Projekt über 48h. Es gab eine Challenge von einer Bekannten großen Firma. Die Aufgabe war, einige Optimierungen an einem Inverter für einen Motorenprüfstand zu machen. Unter anderem Kabellänge, einfaches anschließen der Kabel, Zeit um alles aufzubauen und zu konfigurieren. Das Holzkastl ist nur eine Demo um darzustellen wie viel schneller ein Stecker ist, gegenüber einem verschraubten Kabelschuh, für den man erst Mal ein Gehäuse aufschrauben muss. Dafür die vielen Schrauben, um das bei einer Präsentation live zu zeigen.

Der Stecker ist 3D gedruckt. Sollte eigentlich erkennbar sein.

Vielleicht nicht immer so vorschnell urteilen ;)

#7428176
Lesenswert?

Worum geht es hier eigentlich wirklich? 1000 V und 1500 A DC? AC RMS? Beim Strom vielleicht "nur" als Peak Wert? Wenn das echte 4 kHz wären, würde man das eh nicht durch eine Leitung mit vollem Querschnitt bringen wegen Skineffekt.

Aber da von Umrichtern die Rede ist, würde ich mal vermuten, dass die 4 kHz die Schaltfrequenz des Umrichters ist und nur die Störungen dadurch durch die Abschirmung verhindert werden müssen. Bleibt also die Frage: welche Frequenz kann wirklich auftreten? Oder geht es hierbei nur um die DC-Anschlüsse des Wechselrichters?

Wenn es nur um eine Wechselrichter-/Motorkombination geht, spricht man nicht von großen Stückzahlen und einem Prüfstand mit 1,5 MWp Leistung. Der ist so teuer, dass 1000 Euro pro Stecker überhaupt nicht ins Gewicht fallen, das ist keine Größenordnung. Billiger wirst du den Stecker auch nicht bekommen.

Und immer auf die Umgebungsbedingungen achten. Hersteller geben gerne mal die Maximalwerte an, die man aber nur unter bestimmten Bedingungen nutzen kann. Wenn die Umgebung nicht zu warm ist zum Beispiel. Oder sie erreichen nicht mal das. Ist uns bei den hier schon genannten PowerLok Steckern passiert. Das hängt dann auch viel davon ab, wie gut die Crimpung der Leitung ist und was auf der anderen Seite der Leitung an Wärmequelle oder /-senke ist. Bei diesen dicken Kupferleitungen fließt einiges an Wärme längs der Leitung. Wenn man sie nicht gerade mit Wasser kühlen will, wie bei CCS Ladestationen mit hohem Strom, muss man auch den positiven Temperaturkoeffizienten des Kupfers beachten. Wenn die Wärme nicht raus kommt aus der Leitung und sie dadurch zu heiß wird, läuft die Temperatur zwangsweise nach oben weg.

#7428203
Lesenswert?

Zum Glueck wird nie unter Last ein- oder ausgesteckt. Deswegen die Kommunikationskontakte. Da die Belastung zwar gechopt aber trotzdem CW ist , sollte man fuer die Dimensionierung mit Gleichstrom rechnen, das waeren dann etwas 100 Quadrat (je polaritaet), lieber etwas mehr. Theoretisch wuerden auch 40 Quadrat gehen, dann wird das Kabel schoen handwarm, und etwas flexibler.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7428252
Lesenswert?

M. E. schrieb:

Der ist so teuer, dass 1000 Euro pro Stecker überhaupt nicht ins Gewicht fallen, das ist keine Größenordnung. Billiger wirst du den Stecker auch nicht bekommen.

Der TE hat zwar den Hintergrund der Angelegenheit aufgeklärt, aber solch ein Szenario wäre typisch für Uni-Großgeräte. Dort kommt es sehr häufig vor, dass einmalig Drittmittel für die Anschaffung eines Großgeräts bereitgestellt werden, aber für alles, was danach kommt, kaum ein Cent mehr zur Verfügung steht und aus dem normalen Instituts- oder Hochschulhaushalt aufgebracht werden muss. Es kommt sogar häufig vor, dass sich die Universität dann nicht die Kosten für die baulichen Voraussetzungen und/oder den Betrieb leisten kann und das millionenschwere Großgerät verstaubt.

Oder es muss ein neuer Drittmittelantrag mit mehrjährigen Bearbeitungszeit gestellt werden, in dem das neue wissenschaftliche Ziel beschrieben sein muss. Und "vereinfachter Anschluss eines Prüfobjektes" ist kein solches Ziel. Wenn das ganze Arbeitszeit oder Anlagenstillstand bedeutet, hängt die Genehmigung sehr davon ab, ob in den ursprünglichen Antrag nur die Gerätekosten oder auch das Personal enthalten war. Ggf. heißt es dann aus Sicht des Drittmittelgebers: "Was interessieren uns die Personalkosten der Hochschule? Je länger die unproduktiv an irgendwelchen Kabelschuhen herumschrauben müssen, desto weniger Zeit haben sie, um den nächsten lästigen Antrag zu stellen."

Aber auch in Großunternehmen werden insbesondere forschungsnahe Budgets wie in der Planwirtschaft verteilt. Wenn das Geld für eine Kostenstelle aufgebraucht ist, stoppt eben das Projekt bis zum nächsten Geschäftsjahr. Oder der Budgetverantwortliche trickst herum und verschiebt Gelder zwischen Kostenstellen. Ich erlebe es regelmäßig bei Konzernkunden, dass auf unseren Rechnungen bestimmte Formulierungen stehen müssen und andere wiederum nicht stehen dürfen, damit sie über andere Töpfe abgerechnet werden können. Solange das keinen Rechtsverstoß, insbesondere mit steuerlichen Auswirkungen, darstellt, soll mir das recht sein, insbesondere wenn bei solchen Kunden eh alle Abteilungen so herumtricksen.

(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #7428255
Lesenswert?

Purzel H. schrieb:

Theoretisch wuerden auch 40 Quadrat gehen, dann wird das Kabel schoen handwarm, und etwas flexibler.

Ähh, 40 mm² wären für 100 A akzeptabel, aber nicht für 1000 A. Etliche Tabellen gehen leider nur bis 500 mm² und geben dort für Einzelleiter(!) nur 830 A an.

https://www.fingers-welt.de/wiki/index.php/Strombelastbarkeit_von_Einzeladern,_Leitungen_und_Kabel

#7435609
Lesenswert?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren