ich wollte mal nach ein paar Tipps fragen, wie man am besten eine rundgedrehte M3 Linsenkopfschraube löst?
Diese befindet sich an einem 3D Drucker, ziemlich nah an den Laufrollen, daher möchte ich hier nicht mit dem Dremel oder der Sägen herangehen. Auch das Einschlagen eines größeren Sternbits schließe ich eher aus, da hier etwas beschädigt / verbogen werden könnte.
Ich habe schon versucht einen geschliffenen Inbus mit 2K Kleber einzukleben, leider war die Verbindung nicht fest genug um die Schraube zu lösen. Auch mit der Zange bekommt man sie nicht zu fassen.
Vielleicht habt ihr eine andere Idee wie man diese gefahrlos lösen könnte?
Wobei das eigentlich (mit schmaler Trennscheibe Schlitz schneiden) noch die schonendste Variante ist. Man muss nur sicherstellen, das die Späne nicht in die Führung fliegen, oder sie hinterher wieder entfernt werden können.
Wobei das eigentlich (mit schmaler Trennscheibe Schlitz schneiden) noch
die schonendste Variante ist. Man muss nur sicherstellen, das die Späne
nicht in die Führung fliegen, oder sie hinterher wieder entfernt werden
können.
...mit einem Staubsauger kombiniert wohl die sinnvollste Lösung.
Mit einem Saitenschneider senkrecht den Kopf packen. Falls man nicht um den ganzen Kopf kommt, dann nur an einer Seite ansetzen und die andere im verkorksten Inbus.
Klappt eigentlich immer, und bei M3 sowieso.
Wobei das eigentlich (mit schmaler Trennscheibe Schlitz schneiden) noch
die schonendste Variante ist. Man muss nur sicherstellen, das die Späne
nicht in die Führung fliegen, oder sie hinterher wieder entfernt werden
können.
...mit einem Staubsauger kombiniert wohl die sinnvollste Lösung.
Gruß, DerSchmied
Dazu noch krepp an alle kritischen stellen und es geht sehr sehr gut
Danke für die vielen Tipps!
Schraubenausdreher habe ich schon versucht, für den M3 Typ ist leider nicht genügend "Fleisch" vorhanden, der greift leider nicht.
Seitenschneider ist eine gute Idee, leider ist etwas wenig Platz vorhanden, werde ich aber nochmal versuchen.
Zur Not muss ich wirklich zum Dremel greifen, alles Abkleben und einen Schlitz schneiden...
Seitenschneider ist eine gute Idee, leider ist etwas wenig Platz
vorhanden, werde ich aber nochmal versuchen.
Das klappt eigentlich ziemlich gut, solang man genug Platz hat, eine "Klinge" in den rundgedrehten Schraubenkopf, die andere dann am äußeren Rand des Schraubenkopfes anzusetzen.
Am einfachste ist es da eine Bohrung zu setzen und dann mit einem Schraubenausdreher die Schraube lösen. Der Schraubenausdreher ist konisch mit Linksgewinde. Da gibt es unterschiedliche Größen, die zum Bohrloch passen müssen.So sollte das gehen...kann aber zäher sein wenn die Schraube mit Loctite gesichert wurde.
Der Kopf scheint doch "halbrund" zu sein, da wäre außen kein "Anpack"
für eine Seitenschneiderklinge.
Da wühlt sich die "Klinge" schon rein und packt. Hab ich früher auch gedacht, dass die Klinge da nicht packt, bis mir jemand, der wohl nicht wusste dass sie da nicht packt, mir gezeigt hat, dass sie doch packt.
Engineer PZ-58, eine Kombizange mit den Rillen in der falschen Richtung
Die Zange schaut brauchbar aus.Letztendlich geht es mir bei allen Arbeiten darum,dass man den Eingriff nachher nicht sehen kann. Der von mir erwähnte Schraubenausdreher arbeitet recht schonend und ist das Mittel der Wahl bei guten Metallern wenn man nicht Erodieren kann. Viele improvisierte Methoden sind alles andere als schonend.
Es gibt viele Methodenschrauben zu lösen, aber alles eine Frage der Zugänglichkeit.
Man kann erodieren, teilweise ausbohren, komplett ausbohren, man kann vergammelte Löcher zuschweissen ,Stelle abschleifen ,neu bohren und Gewinde
schneiden,danach neu lackieren. Vernieten ginge auch noch.
Hat man mehr Material ,gibt es HeliCoil Gewindeeinsätze oder man kann ausbuchsen. Es kommt wie immer auf den besonderen Fall an welche Methoden in Frage kommen. Danach soll alles picobello sein für das Auge.
Eigentlich wurden schon alle Möglichkeiten aufgezählt.
Kleiner Seitenschneider funktioniert eigentlich immer. Torx Schraubendreher ist eine ebenfalls gebräuchliche Methode.
Wenn beides nicht mehr geht, würde ich nen linksdrehenden 2,5er Bohrer ansetzen (die gibts auch in "billig aber gut genug" für ca. 1 Teuro). Langsam und mit möglichst viel Druck und Gefühl(!) bohren.
Schlitzen mit Dremel dürfte bei M3 und Linsenkopf keine gute Idee sein, beide Kopfhälften haben danach kaum noch Verbindung zum Gewindeteil und brechen ab.
Schraubenkopf entfetten, horizontal legen, am Aussendurchmesser DICHT passende Hülse (oder O-Ring?) aufsetzen, mit wenig 2K Kleber ausgießen, eine Mutter oder Sechskantbolzen bis zur Schaube in den Kleber drücken. Die große Klebefläche überträgt mehr Drehmoment als das eingeklebte Bit.
Sollte alles abreißen, bleibt immer noch ausbohren oder der Dremel.
Am schnellsten wäre irgendeine hohe Hülse als Späneschutz um den Kopf zu kleben und auszubohren.
Nimm einen Bohrer mit 3 mm Durchmesser, und bohre gerade in den Kopf. Wenn der Kopf abgefallen ist, kannst du am demontierten Teil die verbleibende Gewindestange mit der Zange rausdrehen. Das sollte ganz leicht gehen, weil ohne Kopf die Vorspannung weg ist.
Mit Streicheln alleine wird es sicher nicht gehen!
Was genau gefällt dir denn an dem Wort nicht?
Man findet beide Schreibweisen (Saitenschneider und Seitenschneider)
recht häufig.
Ich habe für mich beschlossen das der Ursprung in der Saite von
Musikinstrumenten liegt.
Der Streit ist doch so alt wie die Werkzeugmacherei selbst. Ein Mechanikermeister (der Musikerei so fern wie nur möglich) sagte mir irgendwann "Das Ding schneidet nicht mit der Seite, es schneidet Saiten".
War für mich plausibel genug, es zu glauben, obwohl ich vorher auch eher beim Seitenschneider war.
Ich habe für mich beschlossen das der Ursprung in der Saite von
Musikinstrumenten liegt.
Nuja, der Wortherkunft nach schneidet das Ding tatsächlich seitlich, also /Seiten/Schneider. Im Gegensatz zur Beisszange, die vorne schneidet. Die dann aber folgerichtig /Vorn/ oder /Front/Schneider heißen müßte. Was sie aber nicht tut, allenfalls Kneifzange ist noch gebräuchlich. Wobei:
Man könnte es noch auf die Spitze treiben und fragen wie sich das nun bei der Kombizange verhält.
Andererseits gibt es bei Seitenschneidern noch das Prädikat "Pianodraht", wo wir wieder folgerichtig bei Saitenschneider wären.
Die deutsche Sprache ist nunmal eigentümlich, ich fände es begrüßenswerter allgemein auf modische Anglizismen zu verzichten, die sind ihr abträglicher als dieses einzelne "a".
Was nichts daran ändert dass es verschiedene Werkzeuge sind.
Sehe ich genauso. Mit einem Seitenschneider schneidet man normalerweise nur Kupferdrähte. Wenn ich sehe, daß jemand mit meinem Seitenschneider an Stahldrähte geht, dann gibt es etwas auf die Nase.
Ein Saitenschneider sieht zwar erst mal so ähnlich aus, ist aber für Stahldrähte gedacht und hat massivere Schneiden.
Die deutsche Sprache ist nunmal eigentümlich, ich fände es
begrüßenswerter allgemein auf modische Anglizismen zu verzichten, die
sind ihr abträglicher als dieses einzelne "a".
Was nichts daran ändert dass es verschiedene Werkzeuge sind.
Sehe ich genauso. Mit einem Seitenschneider schneidet man normalerweise
nur Kupferdrähte. Wenn ich sehe, daß jemand mit meinem Seitenschneider
an Stahldrähte geht, dann gibt es etwas auf die Nase.
Ein Saitenschneider sieht zwar erst mal so ähnlich aus, ist aber für
Stahldrähte gedacht und hat massivere Schneiden.
Dann wäre ja die Schreibweise mit a erst Recht die richtige. Wenn der Seitenschneider schon kein Stahldraht schneiden kann, dann muss man wohl an den Schraubenkopf mit einem Saitenschneider ;-)
Was mich noch interessiert ist, was es offenbar in manchen Gegenden von Deutschland für Würste gibt, die man mit einem Saitenschneider schneiden muss.
Was mich noch interessiert ist, was es offenbar in manchen Gegenden von
Deutschland für Würste gibt, die man mit einem Saitenschneider schneiden
muss.
Interessanter Ansatz. Wurst im "Saitling" ist eine Wurst im Schafsdarm. Nun waren die Saiten für Zupfinstrumente vormals tatsächlich welche aus Gedärm, und werden heute noch Saiten genannt. Nur - "Saitenschneider" gab's seinerzeit sicherlich noch nicht.
Nuja, der Wortherkunft nach schneidet das Ding tatsächlich seitlich,
also /Seiten/Schneider. Im Gegensatz zur Beisszange, die vorne
schneidet. Die dann aber folgerichtig /Vorn/ oder /Front/Schneider
heißen müßte. Was sie aber nicht tut, allenfalls Kneifzange ist noch
gebräuchlich. Wobei:
"Vornschneider" ist allgemein üblich, außer bei Hausfrauen. Genau genomnen handelt es sich um den Oberbegriff, der auch Monier-, Rabitz-, Kneif' und Beißzangen umfasst. Ausgenommen sind üblicherweise Nagelknipser, aber nur die aus dem Badezimmer.
Interessanter Ansatz. Wurst im "Saitling" ist eine Wurst im Schafsdarm.
Nun waren die Saiten für Zupfinstrumente vormals tatsächlich welche aus
Gedärm, und werden heute noch Saiten genannt.
Ich vermute, dass die Etymologie von der Saite zum Saitling führte.
Spaßig ist auch die Verwendung von Katzendarm, auch "Cargut" genannt, obwohl zuletzt wohl eher aus Bovidendärmen hergestellt - und daher seit 20 Jahren in der Humanmedizin verboten.
Katzen, die gut autofahren? Was es so alles gibt! Sollte wohl "Catgut" heißen, was eigentlich nichts mit Katzen zu tun hat, sondern eher mit cattle (Vieh).
Mit einem Saitenschneider senkrecht den Kopf packen. Falls man nicht um
den ganzen Kopf kommt, dann nur an einer Seite ansetzen und die andere
im verkorksten Inbus.
Klappt eigentlich immer, und bei M3 sowieso.
mit einer gripzange hat man wohl die meiste kraft, muß halt geschickt angesetzt werden. noch geschickter muß man mit dem seitenschneider eben genau die durchmesser-schnittpunkte am schraubenrand treffen. dann erstmal nur kerben einkneifen und dann das drehen versuchen.
mit salzsäure als flußmittel könnte man etwas lötzinn an/in die schraube bringen und etwas anderes daran löten.
aber eigentlich haut man auf eine schraube erstmal mit dem hammer, ordentlich, aber eben nicht zuviel, daß sie insgesamt bescheid weiß. es soll wohl kaltverschweißung oä lösen. dann geht es oft ganz recht leicht.
ich benütze auch mit dreieckigem pyramidenstumpf angschliffene feile den imbus zu ersetzen. oder einen schlitzschraubenzieher mit keilförmigen seitenflanken (quasi angeschärft), die aber nach vorne keilförmig zulaufend sind. also dolchförmig und eben vorne stumpf damit es in die seiten greift.
wenn man denn ein schleifgerät hat, einfach.
ich kenne auch noch schneiddraht aus einer ziegelei. und versuche einen draht nicht einfach durchzukneifen, es gibt dann immer eine scharfe quetschschneide, sondern mache nur ringförmig eine sollbruchkerbe und knicke dann ab, angenehmer.
Ein geeigneter Schraubenausdreher kann helfen, sofern man sich beim Arbeiten damit nicht zu ungeschickt anstellt. Teil mit Schraube darin so auf einen Tisch o.ä. legen, daß man senkrecht von oben ansetzen und viel Druck aufbringen kann, dann hat das Linksgewinde des Schraubenausdrehers eine Chance, sich in den Schraubenkopf zu schneiden.