Hallo zusammen,
Ich bin bald wieder im Urlaub auf eine Almhütte in den Alpen, und brauche dort Internet. Der Mobilfunkempfang ist sehr schlecht, mit einem normalen Telefon ist gar keine Verbindung Möglich.
Letztes mal hab ich durch mittiges platzieren das Telefons in einem großen, zylindrischen Kochtopf mit Karton-Abstandshaltern immerhin eine "null-Balken" Verbindung hinbekommen, mit der ich ein paar Emails abrufen konnte -- was allerdings auch ewig gedauert hat.
Meine Hoffnung ist nun, dass ich mittels größerer, externer Antennen an einem LTE-Modem eine immerhin halbwegs brauchbare und stabile Verbindung zustande bekommen kann. Zu den umliegenden Mobilfunkmasten besteht allerdings keine Sichtverbindung, diese befinden sich hinter jeweils über einem Kilometer Fels, um den das Signal also irgendwie herumgebeugt bzw. reflektiert werden muss. Zur Verdeutlichung der Situation die angehängte Karte, auf der die Position des zu beschaffenden Empfängers in rot, und alle umliegenden Mobilfunkmasten in Blau markiert sind
Auch noch angehängt ist ein Bild von der Empfänger-Position ins Tal guckend (Zur Orientierung: Der Berg mittig auf dem Bild ist der "Schwanspitz", auf der Karte oben mittig unter dem See)
Das Signal findet seinen Weg also vermutlich durch die paar Bäume, und wird dann am gegenüberliegenden Talhang und eventuell noch weiteren Bergen reflektiert.
Da ich mich mit RF-Angelegenheiten leider nur wenig (eigentlich gar nicht) auskenne, bin ich bei der Wahl der Antennen nun etwas ratlos. Bisher habe ich herausgefunden, dass angesichts der Topographie wohl hauptsächlich die unteren Frequenzbänder (Band 20, 800MHz) in Frage kommen, und, dass dieses Band (20) laut cellmapper.net auch das einzige ist, welches von den naheliegendsten Masten verwendet wird (wie aktuell cellmapper.net ist weiß ich aber nicht, zumindest sind viele auf senderkataster.at eingetragene Masten sind dort nicht verzeichnet).
Daher meine Frage(n) an euch: Was für eine Antenne brauche ich da? Wie viel Gain sollte sie haben? Mehr=besser? Eher was breitbandiges, z.B. Iskra P-58 L700 UNI (Datasheet (Seite 35): https://www.iskra.eu/f/docs/75808/Antenna_Systems_catalogue_web_2017_5.pdf) Oder doch was Schmalbandigeres, z.B. Wittenberg LAT 22 (Datasheet: https://www.wittenberg-antennen.de/data/_uploaded/downloads/Datenbl%C3%A4tter/db-lat22-dou.pdf)? Oder eher eine Patchantenne? Gibt es bei der Auswahl des Modems etwas zu beachten?
Vielen Dank für eure Hilfe, Johannes

