Liebe Community,
wir bauen einen Flyback, eigentlich nichts besonderes von der Topologie her. Der Snubber ist mit einem Snubber bestehend aus schneller Diode, 2 TVS dioden SMAJ100 und einem Serienwiderstand (157Ohm) zum Strommessen aufgebaut. Das Problem: Der Snubber schluckt viel zu viel Energie und wird viel zu heiß, und wir wissen nicht wieso. Irgendwas muss dort grundliegend falsch sein, und ich erhoffe mir in dem Forum hilfe, das zu lösen.
Der Trafo selbst hat eine Streuinduktivität von Roundabout 13µH, der Peakstrom beträgt ca. 1 A. Die Schaltfrequenz beträgt ca. 80kHz. Rechnerisch beträgt die Verlustleistung gemäß der Formel:
P=0.5 Lstreu Ipeak^2*f=~0.5W.
E=0.5 Lstreu Ipeak^2=6.5µJ
Nicht wenig, aber auch nicht gigantisch viel. Rechnerisch müsste das mehr als passen.
Nun kommen wir aber zur Praxis. Der Snubber wird 100°C heiß und wir wissen nicht wieso. Wir haben eine Oszi-Messung gemacht und die Verlustenergie pro Schaltvorgang bestimmt: 38.7µJ. Also viel viel viel viel mehr.
Die Streuinduktivität der Spule haben wir nochmals vermessen, die stimmt. Daher die wichtige Frage: Was haben wir nicht in unserer Energierechnung bedacht, und wie bekommen wir es hin, dass der Snubber nur die Streuinduktivität wegsnubbern muss? Oder habe ich da was in der Theorie übersehen?
Noch ein paar Worte was es vermutlich nicht ist:
-Die Snubberdiode ist eine sehr schnelle Diode, und man sieht auch gut in der Oszi-Messung dass Sie sauber sperrt.
-Die Snubberspannung ist auch nicht zu gering ausgelegt, man sieht ja relativ deutlich, dass es nur im Snubbermoment strom fliest.
Viele Grüße, Michael

