SMD Spule 470 Aufdruck

OP #7466298
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Hallo,

habe ich ein DC/DC Converter der aus 7V-40V DC Spannung eine 5V mit 3A liefert. Würde aber gerne wissen wollen, was die Spule mit der Aufdruck 470 sagt.

Lt. Schaltplan ist es 100µH aber warum steht 470 auf der Spule?

Danke für die Hilfe

Frank

OP #7466336
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Hallo,

danke für die Beiträge.

Nun finde ich auf der Seite von Reichelt 100µH Spule für 0,18€ https://www.reichelt.de/smd-power-induktivitaet-1210-100-h-hita-sci1210ft1x-p245786.html?&trstct=pol_0&nbc=1

aber auch für 2.25€ https://www.reichelt.de/smd-power-induktivitaet-1210-100-h-wue-7447709101-p245806.html?&trstct=pol_0&nbc=1

auf was muss ich da achten?

Danke Frank

#7469286
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https://www.ti.com/lit/ds/symlink/lm2576.pdf Im Datenblatt werden drei Hersteller von Induktivitäten genannt (auf Seite 24 von 46). "SCHOTT, PULSE ENG., RENCO" und ein paar Auswahltipps gegeben.

Als Beispiel der 100µH Typ von pulseelectronics.com: https://www.mouser.de/datasheet/2/447/P596-2903804.pdf das steht sogar schon drüber "Inductors Designed for National’s 50 kHz Simple Switcher™ " der ist allerdings "obsolete".

#7469492
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50 kHz Simple Switcher Ich habe mal die historischen Datenbücher der bitsavers durchsucht: http://www.bitsavers.org/components/national/_dataBooks/1993_National_Power_ICs_Databook.pdf auf Seiten 466 bis 481 (von 796) steht das Datenblatt zum LM2576. Der stammt von 1993 und ist somit dreißig Jahre alt.

Seither hat sich die Halbleitertechnik weiter entwickelt. Statt bipolaren Schalttransistoren nimmt man Mosfets, und die typischen Schaltfrequenzen liegen eher bei 500 kHz oder höher. Letzteres kommt vor allem der Größe der Induktivitäten zugute. Und mit den Mosfets hat sich der Wirkungsgrad verbessert, um eine Zahl zu nennen von 80 auf 90%, oder eine Halbierung der Verlustleistung. Die Induktivitäten selbst konnte man nicht wesentlich verbessern. Der spezifische Widerstand von Kupferlackdraht hat sich nicht geändert. Die drei Hersteller im Datenblatt sind wohl noch dieselben.

#7469508
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Christoph db1uq K. schrieb:

50 kHz Simple Switcher Ich habe mal die historischen Datenbücher der bitsavers durchsucht: http://www.bitsavers.org/components/national/_dataBooks/1993_National_Power_ICs_Databook.pdf auf Seiten 466 bis 481 (von 796) steht das Datenblatt zum LM2576. Der stammt von 1993 und ist somit dreißig Jahre alt.

Richtig, die NS "Simple Switcher" waren damals eine tolle Sache. Hier müsste noch ein DOS-Programm auf der Platte liegen, mit dem man die Bauteile rechnen kann.

Die Berechnung findet sich auch im Internet, und da kann man sehen, dass abhängig von den Spannungen (Ein / Aus) und vom Strom deutlich unterschiedliche Speicherdrosseln verwendet werden.


Schaue mal nach dem MC34063, der dürfte ähnlich alt sein und findet sich noch heute in manchen LED-Lampen. Ebenso wie die LM257x sind das keine Hochfrequenz-Effizienzwunder, aber gutmütig.

#7469939
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ersten Hälfte der 1980er

1982 noch nicht, aber der MC34060 könnte aber ein Vorgänger sein, ab S. 283: http://www.bitsavers.org/components/motorola/_dataBooks/1982_Motorola_Linear_Switchmode_Voltage_Regulator_Handbook.pdf

1988 gab es den jedenfalls, ab S. 598: http://www.bitsavers.org/components/motorola/_dataBooks/1988_Motorola_Linear_and_Interface_Integrated_Circuits.pdf

Es gibt so viele Typen, Mouser listet 22.152 https://www.mouser.de/c/semiconductors/integrated-circuits-ics/power-management-ics/voltage-regulators-voltage-controllers/switching-voltage-regulators/ das gibt es auch eine Spalte "Switching Frequency" Mal geschaut, die höheren sind irgendwelche Suchfehler, z.B. "33MHz" ist die Taktfrequenz des SPI-Bus in dem Typ.

#7470107
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Gast #7470453
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Frank N. schrieb:

Ja aber die Schaltung liefert 3A und es gibt keine mit 3A

Den Chinesen genügt, wenn man da unter ganz bestimmten Bedingungen eine Millisekunde lang 3A raus holen kann.

Merke: Chinesen geben Belastbarkeiten unter ganz anderen Maßstäben an, als wir es in Europa gewohnt sind. Ich halbiere die Zahlen immer, um auf halbwegs glaubhafte Werte zu kommen.

#7470693
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Frank N. schrieb:

habe ich ein DC/DC Converter der aus 7V-40V DC Spannung eine 5V mit 3A liefert.

Für einen LM2576 sieht mir der Gehäuseaufdruck nach Fälschung aus.

˙ɟ uɐɟǝʇs schrieb:

Den Chinesen genügt,

... "Funktion ist ähnlich wie."

Miss mal die Schaltfrequenz, dann passen 47μH auch für den umgelabelten XH2596.

mfg mf

PS. Das Thema der gefälschten LM2576 / XH2596 ist hier im Forum wohl noch nicht bekannt?

Beitrag #7471101 wurde von einem Moderator gelöscht.
Beitrag #7471112 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7471116
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Mir ist wieder eingefallen, wo ich den 78S40 mal gesehen hatte. Elrad-Sonderheft "Special 3" von 1980. Eine der ersten Bauanleitungen für einen DC/DC-Wandler, hier z.B. für Sendeendstufen mit 28V-Transistoren. (Das Platinenfoto geht über zwei Seiten, daher der schräge Knick). Mit Siemens Schalenkern, mehrere dünne Wicklungen parallel geschaltet.

Angehängte Dateien:
#7471118
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Enrico E. schrieb:

Ja, wie hat er das nur gemacht?

https://www.upsidedowntext.com/

ɹǝƃᴉuᴉǝɹɹǝssɐʍlɥɐɹʇS ɹǝuᴉlǝℲ

BTT. Ich hab bisher nur gefälschte LM2576 auf den berüchtigten blauen Platinchen bekommen. Alle schwingen auf 150kHz und nicht bloß 52kHz. Das sind also in Wirklichkeit '2596er.

Die an Times-New-Roman erinnernde Schrift (mit Serifen) auf dem Gehäuse ist ein starkes Indiz für Fälschung.

Angehängt das Datenblatt des XH2596. Der steckt da wahrscheinlich drin, denn TI wäre zu teuer zum Umlabeln...

mfg mf

Angehängte Dateien:
#7499254
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Frank N. schrieb:

ich wollte mir nun ein 47µH bestellen,

Warum ? Du hast doch angeblich eine:

Frank N. schrieb:

habe ich ein DC/DC Converter der aus 7V-40V DC Spannung eine 5V mit 3A liefert. Würde aber gerne wissen wollen, was die Spule mit der Aufdruck 470 sagt.

allerdings gibt es bei der WE

Elektronik mit unterschiedlichen aufbauten. Auf was muss ich hier achten?

Strombelastbarkeit, wurde schon gesagt.

Frank N. schrieb:

Hochvolt Speicherinduktivitäten Gekoppelte Speicherdrosseln

Beides nicht. Normale Speicherdrossel.

Vielleicht:

https://www.mouser.de/ProductDetail/Wurth-Elektronik/74459147

OP #7499264
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Michael B. schrieb:

Beides nicht. Normale Speicherdrossel.

Vielleicht:

https://www.mouser.de/ProductDetail/Wurth-Elektronik/74459147

Aber diese sind nicht Quadratisch sondern rund. Nun bin ich auf der Seite von WE Elektronik. https://www.we-online.com/de/components/products/pbs/power_magnetics/shielded_power_inductors

RDC und RDCmax sind gefragt. Was muss ich da nehmen?

Danke Frank

#7499362
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Auch sollte man das Datenblatt des potentiellen Kandidaten der Speicherdrossel nach der Schaltfrequenz durchsuchen. Mit gewünschten 500 KHz wird man mit einem Modell, das bis 200 KHz speziffiziert ist, nicht glücklich. Ebenso mit Drosseln, die für Netzfilter konzipiert sind. Beides funktioniert zwar "irgendwie", ist aber alles andere als ein Effizienzwunder. Man hat hohe Wirbelstromverluste, die man meist schon an einer sehr warmen Spule bemerkt.

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