Andrew T. schrieb:
Wenn der Anstieg zeitlich besser ist als die untere Grenzfrequenz Deiner
Spule (Datenblatt sollte es stehen), dann ja.
sonst nein.
Die Rogowskispule selbst hat prinzipbedingt keine untere Grenzfrequenz. Das Messsignal entsteht erst durch den Integrator. Dessen Eigenschaften (bzw. dessen Drift) bestimmen die untere Grenzfrequenz.
Wenn der Messaufbau so aussieht, dass vor der Messung ein Reset-Taster gedrückt wird (Integrator entladen) und dann z. B mit einem Speicher-Oszilloskop das Ergebnis verfolgt wird, sollte das so machbar sein, vorausgesetzt, der Op-Amp im Integrator hat ausreichend hohe Slew Rate und ausreichend geringen Bias-Strom.
Für höhere Genauigkeitsanforderungen müsste eine detaillierte Fehlerbetrachtung erfolgen, dazu wissen wir hier zu wenig über die Messanordnung. Dann stellt sich auch die Frage, ob es sinnvoll sein könnte, das Signal der Spule direkt mit einem (ausreichend schnellen) A/D-Wandler abzutasten und die gesamte Auswertung digital vorzunehmen. Das dürfte allerdings eine noch komplexere Fehlerbetrachtung erfordern.
Da: https://www.ti.com/tool/TIDA-01063 gibt's eine Application Note für eine Version mit digitaler Integration. Ich habe sie nur überflogen, man ahnt aber, dass die Sache durchaus anspruchsvoll ist.
@ Falk B. (falk) 22.09.2023 09:18:
Deine Äußerung ist nicht nur überflüssig und der fachlichen Diskussion nicht dienlich, sondern ein widerwärtiges Rumpöbeln. Leider ist das in diesem Forum so eingerissen. Es wäre dringend wünschenswert, wenn die Moderation dies unterbinden würde!