Erinnert ihr euch noch daran wie es die Solarbranche beschleunigte, als die dieses Jahr die Märchensteuer erlassen bekommen haben? Die Schlaumaier*innen jammern rum, dass sich hier keiner eine WP und Elektroauto kaufen möchte, aber für diesen Strompreis könnte man sich direkt einen Heizlüfter ins Haus stellen, denn das kW Gas, Öl oder Pellets kostet genauso viel wie der Strom dort.
Das kann doch eigentlich nicht funktionieren. Die E-Auto Kritiker hier im Forum sind sich doch alle einig, dass es im Winter zu kalt ist und E-Autos nicht mehr funktionieren.
Ist es denn in Norwegen im Winter wärmer als bei uns?
Aber nur ein Viertel des Stromverbrauchs von Deutschland !
Das stimmt schon. Aber das heisst nicht, dass wir nicht dennoch einen ebensogroßen Autarkiegrad erreichen können. Nur wird bei uns Solar und Windkraft eher die 90% werden müssen und Wasserkraft dann bei 7% herumdümpeln. Das ist ja genau der Punkt, der in den letzten 10 Jahren sträflich vernachlässigt wurde: Der massive Ausbau der Windkraft und deutlich mehr Solaranlagen, vor allem auf Dächern schon vorhandener Gebäude. Aber da gibt es halt dann wieder tausend Regularien, die das verhindern. Letztens im Radio gehört: Da will eine Wohnungsbaugenossenschaft auf ihren Mehrfamilienhäußern mit 4 oder mehr Eingängen PV aufs Dach montieren. Geht nicht, weil zu jedem Hauseingang ein eigener elektrischer Anschluss gehört und man die alle vorher zu einem zusammenfassen muss. Natürlich macht das niemand, weils ausser dem Kabelwerk keinem einen Vorteil verschafft. Es kostet nur Unmengen Geld, für nichts. Tja und macht man das nicht, sondern baut für jeden Eingang eine separate PV Anlage muss man Dachabstände einhalten, was das ganze deutlich ineffizienter macht. Auch ist natürlich die Installation von 4 oder mehr Wechselrichtern inkl. dazugehöriger Verkabelung durchs ganze Haus eben deutlich teurer als das nur einmal zu tun. Aber das Schlusswort lässt hoffen: Man will hier die TAB überarbeiten. Die Frage ist nur, in welchem Zeitraum.
Aber da gibt es halt dann wieder tausend Regularien
Ich kann z.B. meine eigene Anlage, trotz vorhandener TREI Ausbildung, nicht selbst ans Netz nehmen weil:
Ich keine Firma angemeldet habe.
Keine Haftpflicht vorweisen kann.
Kein tausende Euro teures Normenabo habe.
Keinen Messgerätepark habe, der genau dem entspricht, was die Fluke Lobby gerade für toll hält, dafür mindestens alle anderen die das auch können.
Aso und mir der "VDE 4711 Prüfkasten" mit den vielen Schiebern und Anzeigen fehlt.
Dafür darf sich jeder ganz unkompliziert 800W in die Steckdose stecken, was denen aber erst auch nicht so wirklich geschmeckt hat, da Abgriff von Geld!
Ist es denn in Norwegen im Winter wärmer als bei uns?
Der Norden Norwegens liegt zwar in den gleichen Breiten wie Alaska, ist jedoch im besiedelten Bereich an der Küste im Winter nicht viel kälter als Zürich. Der Golfstrom lässt grüssen. Allerdings ist es dunkler.
Wenn ich vom Süden in die Mitte bzw den Norden fahren will führt die wichtigste Straße, die E6, z.B. über Storjord.
Wenn ich danach google finde ich z.B.
https://www.diebestereisezeit.de/norwegen/storjord-2944793/
Zitat: "Storjord hat ein Tundrenklima. Es ist hier das ganze Jahr über kalt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur Storjord beträgt 2°"
Weiter im Süden finde ich z.B. Trones an der A6. Ähnliches Klima.
Verbrenner sind in Norwegen SEHR teuer, das war IMMER so, d. h. es gibt in Norwegen eine einmalige Anmeldesteuer die je nach Modell etwa 25 % bis 50 % des Kaufpreises entsprechen kann, erst darauf kommt noch die Mwst. Wenn also ein (Verbrenner)Auto in Deutschland, für z. B. 17 000 EUR gekauft wird und nach Norwegen importiert wird, kommen dazu etwa 9000 EUR an Steuern. E-Autos sind (noch) von beiden Steuern befreit. Der Hauptunterschied zwischen Norwegen und dem Rest der EU sind die sehr hohen Preise für Autos, die als Luxusgüter angesehen werden. Man könnte also ganz einfach Verbrenner in Deutschland zusätzlich besteuern und so Elektroautos günstiger machen. Der Hauptgrund sind also nicht die Strompreise sondern die hohen Preise für Verbrenner, E-Autos sind einfach um einiges günstiger in Norwegen. Dazu kommt noch, dass E-Autos von der Maut befreit sind, die auf vielen Straßen in Norwegen gilt, E-Autos sehr lange kostenlos parken konnten und es auch kostenlose Lademöglichkeiten gab. Im Schnitt sind E-Autos einfach billiger weil Verbrenner sehr teuer im Kauf und Unterhalt sind. Ein gebrauchter Mercedes GLC als Beispiel ist in etwa 6000 EUR teurer als in Deutschland. Und abgesehen von den tatsächlichen Strompreisen für eine kWh in Norwegen, zahlt man da zwischen 50 und 100 EUR pro Monat an zusätzlichen Kosten der Stromversorgung, also mehrere Hundert EUR pro Jahr auch bei einem Jahresverbrauch von einer Stunde.
Aber nur ein Viertel des Stromverbrauchs von Deutschland !
Bei 6,5 % der Bevölkerung!
Das heißt, daß wir, wenn wir auch wie die Norweger auf mehr Elektro umsteigen werden/wollen, nicht nur 500TWh auf erneuerbare Energien umstellen müßten, sondern langfristig 2000TWh.
Das heißt, daß wir, wenn wir auch wie die Norweger auf mehr Elektro
umsteigen werden/wollen, nicht nur 500TWh auf erneuerbare Energien
umstellen müßten, sondern langfristig 2000TWh.
Oh weh.
Und wir müssen alle, also halt so 80%, an die Küste ziehen und tunlichst nicht durch die Landesmitte fahren, dann wird alles gut.
Das hättest Du mit 2 Minuten googeln selbst herausfinden können.
Eben. Es sind weniger Einwohner pro Fläche und Wasserkraft gibt's da im Überfluss.
Das Geld kommt aber aus dem Verkauf von fossilen Energieträgern, also im Prinzip auch keine astreine Sache. Verbrannt werden die Energieträger trotzdem, nur eben in anderen Ländern und nicht in Norwegen.
Das hättest Du mit 2 Minuten googeln selbst herausfinden können.
Eben.
Das wollte der TO Euch nicht wegnehmen. Beziehungsweise nachvollziehen lassen, ob Ihr ähnliches herausfindet. Hätte er das mit vorgegeben, wäre für Euch eigentlich kaum noch was zur aktiven Beteiligung übrig geblieben.
Vermute übrigens, das der Anstoß dazu aus einer beim Fahren gehörten Radiosendung kam, die wieder mal alles andere als objektiv war.