Das ist dann wohl ein "imperiales" Trapezgewinde, Bezeichnung
Stub ACME Thread ANSI/ASME
Entziffern kann ich: 7/16-8 stub acme class 4G
Allerdings passt Durchmesser und Steigung nicht zusammen nach dem was mir als Standard über den Weg gelaufen ist. Was es noch mal mit der Class auf sich hatte bekomme ich nicht mehr zusammen...
Bei 7/16 wäre Standard 12 TPI (11,112mm x 2,117mm)
Aber 8 TPI wäre Standard bei 5/8 (15,875mm x 3,175mm)
Mehr informationen findet man z.B. im Machinery's handbook
Kann man anhand dieser bescheidenen Informationen sagen was das für ein
Gewinde ist?
(Damit ich ein passendes Schneideisen dafür besorgen kann)
Man kann jedenfalls sagen, dass du kein Schneideisen für diese amerikanische Trapez-Gewinde zu einem vernünftigen Preis in D bekommen wirst, daher verramscht Pollin ja auch diesen Schrott.
Also wirst du mechanische Fähigkeiten entwickeln müssen, um den Pollin-Motor zu verwenden. Überdrehen bis blanke Achse wobei die gehärtet sein kann, absägen und z.B. 6mm Loch reinbohren und andere Achse mit Loctite648 einkleben, oder absägen bis auf 2cm und Achse mit 11.7mm Innenloch draufkleben oder draufschrumpfen wobei die Welle aussen nicht fluchtend oder masshaltig sein muss eventuell also vorher aussen rund schleifen, ggf. dazu auch das Ende nutzen wenn der Abstand in dem der Motor montiert werden darf egal ist, viele Möglichkeiten, keine elegant
Im oben angehängten Bild steht ja auch "modified"
THREAD? MATERIAL ARE HARDENED? TO PERMIT OPERATION WITH STEEL NUT
7/16-8 STUD ACME RH (MODIFIED) CLASS 4G
Kann man anhand dieser bescheidenen Informationen sagen was das für ein
Gewinde ist?
(Damit ich ein passendes Schneideisen dafür besorgen kann)
Suchst du nun einen /Gewindebohrer/ damit Du Dir eine Art Mutter anfertigen kannst um damit etwas anzutreiben? Schneideisen sind für Außengewinde, wie bei Schrauben eben.
Das Gewinde selbst ist ja schon auf der Welle, und das wird aufgewalzt sein und nicht geschnitten.
Also wirst du mechanische Fähigkeiten entwickeln müssen, um den
Pollin-Motor zu verwenden.
Gut. Man lernt nie aus.
Also wirklich hart ist die Welle nicht.
Mit einer Feile konnte ich sehr gut etwas Material wegnehmen.
Ich denke ich werde einfach mal das vorhandene Gewinde wegfeilen.
(Motor gut befestigen, laufen lassen und Feile an die Welle halten bis das Gewinde weg ist. Dann im zweiten Durchgang schauen dass der Durchmesser überall mehr oder weniger gleich ist. Nein ich habe keine Drehbank.)
Ich denke ich werde einfach mal das vorhandene Gewinde wegfeilen
Äääh, und dann?
Stimmt. Blöde Idee. "Von Hand" kann man da nicht einfach ein neues Gewinde auf die Welle schneiden wenn man das zu bearbeitende Werkstück nicht mal richtig befestigen kann.
Als ich das geschrieben habe hatte ich noch nicht alle genannten Links durchgeschaut.
Das abfeilen wird nicht nötig sein, TR14x4 scheint ja passend zu sein.
Und da findet sich passende Muttern.
Zum Beispiel:
https://www.maedler.de/Article/64477514
Nimm erstmal einen Messchieber zur Hand und miss die Steigung nach. 10 Gewindegänge jeweils von Vorderkante bis Vorderkante und den Außendurchmesser der Welle.
Was auf dem Papier steht muß nicht unbedingt das sein was Du gerade in der Hand hast. Auch bei Pollin gibt's Abweichungen...
Hmm, dann isses tatsächlich was exotisches. Was dem am nächsten käme wäre ein Trapezgewinde 12x3mm, 11,7x3,125 ergibt in Zoll umgerechnet auch nichts vernünftiges. Wird schwierig da was aufzutreiben, hier scheint kein Normteil gängig zu sein.
Wennst günstig ran kommst Versuch es mit einer Mutter 12x3 mm, mit etwas Glück läßt die sich halbwegs leichtgängig draufdrehen.
Werd morgen in meiner Gerümpelkiste mal kramen, könnt sein dass da noch ein Zahnrad ähnlicher Steigung schlummert. Melde mich.
Ein Wunder daß die Amis nicht mehr in Erdhöhlen hausen bei diesen Einheiten. Sehr gut möglich dass Du Recht hast, hatt's nur grob im Kopf überschlagen.
Der Motor soll über das Gewinde eine Mutter verschieben, sie soll nicht nicht festklemmen wie bei einer Schraube wo du auf keinen Fall willst dass sich die Mutter wieder löst, daher Trapezgewinde und nicht 60 Grad Flankenwinkel.
Ein Wunder daß die Amis nicht mehr in Erdhöhlen hausen bei diesen
Einheiten.
Jetzt behaupte aber bitte nicht, dass du so etwas wie 3,175mm praktikabler ist. Eine Angabe auf 4 gültigen Stellen, nur damit die Angabe metrische ist, macht die Sache nicht wirklich besser.
Was hast du gegen eine glatte Größenangabe von 1/8" pro Gewindegang?
Nimm erstmal einen Messchieber zur Hand und miss die Steigung nach. 10
Gewindegänge jeweils von Vorderkante bis Vorderkante
<ironie> Is' ja voll sinnvoll, bei einem imperialen Gewinde die Länge über 10 Gewindegänge zu messen</ironie>
Wäre es nicht naheliegender, die Anzahl der Gewindegänge auf ein Zoll zu zählen?
Das spart den Messschieber und du kommst mit einer Schieblehre aus, die du nicht bei jeder Messung neu einstellen musst ;-)
Ein Wunder daß die Amis nicht mehr in Erdhöhlen hausen bei diesen
Einheiten. Sehr gut möglich dass Du Recht hast, hatt's nur grob im Kopf
überschlagen.
Naja, die Angabe Durchmesser x Steigung ist jetzt bei uns bei den Feingewinden auch sehr gängig. Wo soll da der Unterschied sein, außer, dass du etwas nachdenken musst? Da finde ich eher die number-drills nervig!
So richtig bekloppt sind doch eigentlich wir, wenn wir (wie bei DIN405) metrische Durchmesser mit zölligen Steigungen kombinieren.
Der Motor soll über das Gewinde eine Mutter verschieben, sie soll nicht
nicht festklemmen wie bei einer Schraube wo du auf keinen Fall willst
dass sich die Mutter wieder löst, daher Trapezgewinde und nicht 60 Grad
Flankenwinkel.
Grundlagen der Mechanik...
Na ja, du könntest mir sagen, wo die 4 bei M4 auftaucht.
Weder im empfohlenen Lochdurchmesser noch im Gewinde-Aussendurchmesser, auch nicht im Unterlegscheibenloch oder Muttern-Innendurchmesser, noch beim Gewindeschneiden im Kernlochdurchmesser und nicht beim Vorarbeitsdurchmesser vom Bolzen, auch nicht bei geformten statt geschnittenen Gewinden, und die Schlüsselweite der Mutter oder Grösse des Inbus schon gar nicht, also ein M4 hat alles, aber nirgends 4mm. M4 ist also auch bloss eine number.
Blöderweise hat das klassische Bohrerset nur 4mm Bohrer.
Eine Trapezspindelmutter für arme Leute besteht aus einer Hülse die mit wenig Spiel über die Spindel passt.
In die Wand wird ein Schlitz geschnitten und da rein wird ein Federstahldraht gelegt. Wenn alles richtig passend gebaut wurde, dann läuft der Stahldraht auf halber Höhe in der Trapeznut und die radiale Vorspannung hält die Hülse spielfrei.
Das ist natürlich durch die nahezu punktförmige Berührung des Drahtes nur für geringe Belastung und seltene Verstellung geeignet.
Na ja, du könntest mir sagen, wo die 4 bei M4 auftaucht.
Weder im empfohlenen Lochdurchmesser noch im Gewinde-Aussendurchmesser,
auch nicht im Unterlegscheibenloch oder Muttern-Innendurchmesser, noch
beim Gewindeschneiden im Kernlochdurchmesser und nicht beim
Vorarbeitsdurchmesser vom Bolzen, auch nicht bei geformten statt
geschnittenen Gewinden, und die Schlüsselweite der Mutter oder Grösse
des Inbus schon gar nicht, also ein M4 hat alles, aber nirgends 4mm. M4
ist also auch bloss eine number.
Blöderweise hat das klassische Bohrerset nur 4mm Bohrer.
Hallo Theoretiker,
ich frage mich auch ständig beim Messen von metrischen Gewinden, was für ein Gewinde das jetzt wohl sein könnte. 🤣
Man kann sich, um sich zu profilieren, auch besonders doof anstellen. Schneide doch mal ein Außengewinde in Toleranz 4h und messe den Außendurchmesser, wenn dein Gut-Ring gerade drauf passt.
Ich habe für den Motor mal schnell eine Mutter konstruiert. Gewindesteigung passt auf alle Fälle. Die Durchmesser muss ich prüfen, wenn der Drucker fertig ist...
Das Modell findet ihr hier
https://www.tinkercad.com/things/4cXp4Ok167V-trapezmutter-716-8
(der Formen-Generator Screw Threads ist super anpassbar. Wenn man die Kenndaten des Gewindes kennt, fällt da so ziemlich alles bei ab)
Ich will mit dem Motor einen Fensteröffner fürs Kellerfenster bauen (eine passende Bohrung für ein Gelenk ist ja gegenüber der Spindel schon vorhanden)
Solche Gewinde/Mutter-Konstruktionen sollte man m.E. regelmäßig mit
zähen Fett schmieren. Ansonsten werden die immer schwergängiger.
Teflonfett liegt natürlich bereit.
Der erste Ausdruck war nicht ok, der Innendurchmesser hat nicht gepasst. Den Ausdruck habe ich aber aufgesägt und auf die Trapezgewindespindel drauf gehalten. Die Steigung und das Gewindeprofil haben gepasst. Aktuell ist jetzt bei Tinkercad eine Version mit geschlossenem Rahmen und eine mit einem Schlitz, so dass man die Passung des Gewindes einstellen kann. Ich komme aber erst in den nächsten Tagen zum ausdrucken.