Im 16-seitigen User Manual steht auf Seite 7, was es mit der blauen I-Buchse auf sich hat, man muss einen externen Shunt anschließen, damit das funktioniert.
Unten an dem Gerät befindet sich ein Drehschalter, den man mit einem Schraubendreher betätigt. Dieser muss im normalen Betrieb auf CV stehen.
Oder man baut zwischen der blauen und der schwarzen Buchse eine Brücke, sowas wie Pomona 4115 Shorting Link for Standard Binding Posts
Es fällt aber auf das bei dem Anschlag
des Zeigers in den mV-Bereich wechselt.
Das Analogmeter zeigt die Spannung am Ausgangselko vor dem Schalter SW204 an, am Ausgang nach dem Schalter liegt die Spannung nicht mehr an.
Insofern hat Rüdiger B. (rbruns) 01.11.2023 21:43 recht, dass der Last keine Überspannung abbekommt, wenn man vor dem Ausschalten des Gerätes den Ausgang abschaltet.
Das ist aber nicht im Sinne des Erfinders. Wie Jörg schreibt, stimmt mit dem Kanal 1 etwas nicht. Kanal 2 funktioniert korrekt.
Wurde das Gerät mal "mißhandelt"? Ein Akku ohne serielle Schutzdiode geladen? Oder anderweitig Spannung an die Ausgänge gelegt?
Hohe kapazitive oder induktive Lasten betrieben?
Wie reagiert der Kanal jetzt auf Last?
In welchem Bereich genau lässt sich die Ausgangsspannung einstellen?
In der Simulation sind die B-E-Spannungen etwas hoch, daher ist die Spannung an der VT3-Basis nicht 2.8V wie im Plan angegeben, sondern über 3,3V. Das tut der Funktion keinen Abbruch.
Heute würde man den Trafo mit Anzapfungen versehen, um bei kleinen Ausgangsspannungen die Verlustleistung zu reduzieren. Im Kurzschlussfall werden geschätzt 100W verheizt.
Bei 230V-Netz auf jeden Fall auf 240V klemmen.
Wie funktioniert die Spannungsregelung?
Der Regler versucht, die Spannung an IC2a/+ (R14) auf 0 zu halten. Daran "ziehen" zwei Widerstände:
- R30 (und etwas R11) nach oben mit der Sollwertvorgabe
- R12 nach unten mit dem Minus-Ausgang. Damit am R14 0V anliegen, muss die Ausgangsspannung etwa 6,7 (30/4,5=6,67) mal so groß wie die Sollwertvorgabe sein.
Ist die Ausgangsspannung zu klein (Minus-Ausgang ist im Vergleich zu Regler-Gnd zu hoch), wird der Plus-Eingang des Opamps zu hoch, wird der Ausgang höher, werden die Transistoren stärker leitend --> Ausgangsspannung steigt.
Analog bei Stromregelung:
Ist der Ausgangsstrom zu hoch, wird der Minus-Eingang des IC2b höher, wird der Ausgang niedriger, leiten die Transistoren weniger.
Die Overload-Led und deren Ansteuerung ist nicht in der Simulation. Heute würde man ja D2 und D3 direkt mit hellen effizienten LEDs ersetzen, die bei 2mA schon sehr hell sind. Es fließen 1,6mA.
Es gibt verschiedene Versionen: Elektrotanya und Opweb unterscheiden sich in F101 (1 / 2A versus 2/4A) und D4/R29.
YT-Video hat D4! (direkt über SK1 SKT1/10/11)
Es könnte SW104 (untere Hälfte) defekt sein, dann ist Pin 7 des Control Boards nicht mehr richtig mit dem +Ausgang verbunden (nur noch lose über D4/R29) und die beim diesem Gerät gezeigten Effekte könnten daraus resultieren.
Oder eine andere Leitungs-Unterbrechung?