DosBox x Codepagemeldung.

OP #7527522
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Hallo, guten Tag.

Ich habe die neue DosBox x geladen.

Beim Starten kommt jetzt immer die Codepage-Meldung.

Was muss ich jetzt bitte reinladen?

Oder wie kann man das bitte Abschalten? Ob ich ja oder nein Drücke , die Meldung erscheint immer.

Danke.

Angehängte Dateien:
#7527875
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Peter B. schrieb:

Wenn ich auf Ja/Nein drücke kommt dieses : Aktive Codepage : 850

Sollte nur kommen, wenn du auf "ja" gedrückt hast. Bei nein eher der unübersetzte/englische Text.

Übersetzt ist das im de_DE.lng - File als Msgid ":SHELL_CMD_CHCP_ACTIVE"

Wie in der Anleitung beschrieben: Du kannst die Sprach- und Länder-Einstellung fix konfigurieren oder als Kommandozeilen-Parameter mitgeben, dann fragt das Programm nicht aufgrund der ausgewählten Codepage nach.

#7528090
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Jens G. schrieb:

Jaja, marginal. In der 850 sind ein Haufen länderspezifische Zeichen drin.

Ja, die aber unter DOS kein Schwein braucht und auch kein Schwein wirklich gebraucht hat. Mit 850 wurden viele Programme verstümmelt dargestellt, weil die von Text-GUIs gerne verwendeten Zeichen zum Darstellen von Rahmen teilweise durch irgendwas anderes ersetzt wurden.

CP437 ist das, was jeder PC von Hause aus unterstützt hat. Das ist der Zeichensatz im Zeichengenerator-EPROM von MDA/CGA etc.

#7528121
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Percy N. schrieb:

Der Rest ist ziemlich anmaßend.

Nö. Der Rest spiegelt jahrzehnte an Erfahrung wieder. Nur eine verschwindend kleine Minderheit brauchte in Deutschland Sonderzeichen, die nicht in CP437 enthalten waren.

Wer nutzte schon "codepage prepare", um eine der alternativen Pixelfont-Dateien (*.cpi) unter DOS zu laden (was eh' nur auf EGA/VGA möglich war?)

Eben. Praktisch niemand.

(Firma: 1984now) #7528691
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Percy N. schrieb:

Und wer ist hinreichend illiterat, um dauerhaft mit CP 437 auszukommen?

Ach so:

Harald K. schrieb:

spiegelt ... wieder.

Nicht nur der. Auch ich bin jederzeit bei allem, was ich unter DOS gemacht habe, problemlos mit CP437 ausgekommen. OK, war natürlich alles nur für DE, maximal für "Europa". Exclusive natürlich dem Osteuropa, wo kyrillisches Alphabet üblich war. Und auch auch exclusive Griechenland. Auch dafür hat 437 nicht gelangt.

Der Trick war: damals haben wir das Programm dorthin (also in die "Problem-Regionen") einfach nur in der englischen Fassung verkauft. Für die natürlich CP437 immer vollkommen ausreichend war...

#7528776
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Ob S. schrieb:

Nicht nur der. Auch ich bin jederzeit bei allem, was ich unter DOS gemacht habe, problemlos mit CP437 ausgekommen. OK, war natürlich alles nur für DE, maximal für "Europa". Exclusive natürlich dem Osteuropa, wo kyrillisches Alphabet üblich war. Und auch auch exclusive Griechenland. Auch dafür hat 437 nicht gelangt.

437 war überhaupt nicht für DE, sondern ganz simpel eine CP mit Standard-ASCII-Zeichen, und einen Haufen Grafikzeichen. War praktisch die (einzige) Standard-CP in den DOS-Anfängen (bzw. wohl schon davor)... 850 war auch eine CP mit Standard-ASCII-Zeichen (wie eigentlich fast jede CP), aber statt Grafik dann länderspezifische Zeichen für Westeuropa, also auch unsere deutschen Umlaute+ß. Griechisch oder kyrillisch oder sonstwas waren dann irgendwelche andere 85x oder vielleicht auch 86x ......

#7528914
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Jens G. schrieb:

also auch unsere deutschen Umlaute+ß.

Die waren alle schon in CP437 enthalten.

Sieh Dir die Tabelle auf https://de.wikipedia.org/wiki/Codepage_850 an.

Die in vielen Programmen (u.a. Borlands TurboVision-Oberflächen, Norton Commander etc.) gerne genutzten Rahmensymbole wurden dadurch teilweise verstümmelt.

PCs wurden schon etliche Jahre verwendet, bevor Graphikkarten mit umprogrammierbaren Zeichengeneratoren auf den Markt kamen; diese PCs waren im Textmodus hardwaremäßig nicht in der Lage, irgendwas anderes als CP437 darzustellen. Das betrifft MDA, CGA und auch "Hercules"-Karten. Auf CGA und Hercules konnte natürlich im Graphikmodus beliebiger Text mit beliebigen Fonts dargestellt werden, das war aber so langsam, daß üblicherweise im Textmodus gearbeitet wurde.

Erst mit EGA und VGA kam die Möglichkeit auf, den Zeichengenerator für den Textmodus umzuprogrammieren, und genau das Feature war notwendig, damit man überhaupt irgendeine andere Codepage als 437 verwenden konnte.

(Firma: 1984now) #7529381
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Harald K. schrieb:

Ob S. schrieb:

Exclusive natürlich dem Osteuropa, wo kyrillisches Alphabet üblich war. Und auch auch exclusive Griechenland. Auch dafür hat 437 nicht gelangt.

Da hätte einem 850 aber auch keinen Schritt weitergebracht.

Natürlich nicht. Da hätte man dann z.B. für Griechenland CP737 verwenden müssen. Da ist dann zwar das griechische Alphabet komplett drinne, dafür fehlten aber eben viele andere der für die Anwendung unverzichtbaren Zeichen.

So ist das halt mit den Codepages, egal ob ANSI oder IBM oder Windows oder was auch immer. Sie enthalten immer viel zuwenig Glyphen. Es ist wohl ein Naturgesetz, dass immer mindestens eins der für deine Anwendung wichtigen fehlt...

Und letztlich ist das sogar in den Zeiten von Unicode nicht wirklich anders: Da fehlt dann halt just in dem vom Endnutzer gewählten Font genau irgendein verschissener Glyph. Es ist halt nur die Chance für solche Probleme erheblich geringer geworden, das ist alles.

Und diese immer noch unvollkommene Lösung wird nur mit enormem Aufwand an Entwicklungsaufwand, Rechenzeit und Speicherplatz erreicht. Aber damit muss man wohl leben. Viele Leute haben sehr lange darüber nachgedacht, aber bisher ist noch niemandem etwas besseres eingefallen.

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