Sim-Karten Router falsch gepolt. Reparierbar?

OP #7534152
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Moin liebes Forum,

interessierter Laie mit erstem Post. Ich habe meinen Router falsch gepolt. Danach rauchte ein kleines Bauteil direkt hinter dem Schalter ab. Ich sah und roch es noch. Glimmte kurz. Ich persönlich hasse es, Teile aller Art einfach wegzuwerfen. Und wollte einmal die Spezialisten fragen: Ist so etwas noch reparierbar? Selbst/ extern? Die Rückseite der Platine sieht fehlerfrei aus. Für meine Laienaugen ist es nur ein kleines Bauteil direkt hinter dem Schalter.

Um Ratschläge wäre ich dankbar,

beste Grüße,

rüdiger

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Gast #7534161
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Schade, dass die Schutzdiode fehlt. Die hätte das Gerät womöglich gerettet. Da die Polyfuse versagt hat, wird wahrscheinlich mehr kaputt sein. Polyfuses brennen normalerweise nicht ab und sind mehrfach verwendbar. Was genau kaputt ist, lässt sich so aus der Ferne nicht einschätzen. Viele Bauteile kann man eh nicht kaufen, insbesondere programmierte Mikrocontroller.

Beitrag #7534163 wurde von einem Moderator gelöscht.
Gast #7534264
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Peter K. schrieb:

ich seh da nur eine verbrannte EMV-Drossel..

Hmm, ja könnte auch sein.

FB5 steht daneben. Das F habe ich als "Fuse" interpretiert. Aber es könnte auch für "Ferrite bead" stehen.

Jedenfalls ist ziemlich blöd, dass die Diode daneben fehlt, denn die hätte die ganze Elektronik dahinter vor Verpolung geschützt (wenn sie dabei nicht durchbrennt).

die mal überbrücken und mit Labornetzteil die 12?V einspeisen, vielleicht hat der Rest überlebt

Den Versuch ist es auf jeden Fall Wert.

#7534367
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Rechts neben dem fehlenden Bauteil sitzt noch ein linearer Spannungsregler im SOT223 Gehäuse (der 3 Beiner mit der kleinen Kühllasche). Ein Stück wird vom Koaxkabel verdeckt. Entzifferbar ist nur 1117. Den gibts als Festspannungsvarianten und durch 2 Widersände beschaltet, in einstellbar. Poste mal dessen genauen Aufdruck. Das ist ein Alleweltsteil, der wäre ebenfalls leicht ersetzbar und ist ebenfalls dafür prädistinert, bei Falschpolung abzurauchen. Miss mal mit dem Durchgangsprüfer, ob der zwischen seinen 3 Beinen niederohmigen Durchgang hat. Wenn das in beiden Richtungen der Fall ist, isser hin.

#7534378
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Rainer W. schrieb:

Mir ist es sowieso ein Rätsel, wie man diesen verpolungssicheren Stecker verpolen kann.

Mit fallen da wenigstens ein paar Möglichkeiten ein:

Universalnetzteil mit Universaladapter verwendet (die kann man ganz wunderbar verpolen: https://i.hood.de/fit-in/396x396/images/4598/45983715.jpg)

In der Grabbelkiste noch ein altes Steckernetzteil aus der Zeit gefunden, bei dem der Außenkontakt positiv ist. So ein Scheiß war 'ne überraschende Zeit lang verbreitet.

Schraubadapter (https://onsec.de/wp-content/uploads/2018/09/AVZ38_1-601x601.jpg) verwendet, Polarität "vermutet".

#7534439
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Harald K. schrieb:

Mit fallen da wenigstens ein paar Möglichkeiten ein: ... Universaladapter ... ... Polarität "vermutet" ...

(prx) A. K. schrieb:

Denn ob Plus innen oder aussen liegt, ist bei Hohlsteckern nicht festgelegt. Meist ist Plus innen, aber...

Eben genau wegen dieser Tücken ist doch beim Rumbasteln mit den Teilen das Erste die Prüfung der Polarität, BEVOR man den Stecker irgendwo rein steckt, falls man nicht ganz sicher ist, dass das anzuschließende Geräte gegen jedwede Misshandlung geschützt ist.

#7534606
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(prx) A. K. schrieb:

Rainer W. schrieb:

wie man diesen verpolungssicheren Stecker verpolen kann.

Der ist nur dann verpolungssicher, wenn man das vorgesehene Netzteil verwendet. Denn ob Plus innen oder aussen liegt, ist bei Hohlsteckern nicht festgelegt. Meist ist Plus innen, aber...

Habe hier sogar noch ein 12VAC Netzteil mit passendem Hohlstecker, von einer Brunnenpumpe rumliegen... also Wechselspannung, das tut dem Gerät auch nicht gut wenn es DC erwartet.

Gast #7534944
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Steve van de Grens schrieb:

Jedenfalls ist ziemlich blöd, dass die Diode daneben fehlt, denn die hätte die ganze Elektronik dahinter vor Verpolung geschützt (wenn sie dabei nicht durchbrennt).

Es ist der Job einer TVS Diode sich zu opfern. Das tut sie zuverlässig mit Kurzschluss. Sieht aus als wäre die entlötet und die Pads gereinigt worden.

Die Chance steht eigentlich ganz gut das außer der FB5 und dem Linearregler AMS1117 bzw. LM1117 bzw. ??1117 nichts kaputt ist.

OP #7534952
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Ich habe nur das Umfeld von Schmauchspuren mit einem Q-Tip befreit. Sonst nix. Heute abend Lötklecks auf die unterbrochene Verbindung bzw. eine simple Leitungsbrücke zur Überbrückung des zerstörten Bauteils? Ich bin auf Reisen in Süd-Spanien. Alle Werkzeuge ausser Elektronik. Multitester aber an Bord. Auch kein Labor-Netzteil. Ich könnte mir aus dem Standard-Netzteil eines mit separater Feinsicherung basteln. Habe diverse Feinsicherungen an Bord.

Gast #7534964
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Ruediger S. schrieb:

Ich habe nur das Umfeld von Schmauchspuren mit einem Q-Tip befreit. Sonst nix.

Dann ist mit Sicherheit mehr kaputt. Irgendwo ist der Strom ja geflossen der FB5 zerstört hat. Mit Glück nur der LDO.

Mess im Diodentest LDO Eingang und LDO Ausgang, jeweils gegen GND. In der einen Richtung sollte etwas >1V bei rauskommen, in der anderen (verpolten) etwas um 0,6V Dioden Vf. Bis die Elkos geladen sind piepts, danach stellt sich der Wert ein.

Misst Du short, ist was im Halbleiter durchlegiert. Schneide den LDO dann raus und messe erneut.

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