Folgendes Problem: Yamaha RX797 (schon was älter, aber gute "Werte") seit 15 Jahren gute Dienste, und ja, der kann laut werden... wurde mal getestet mit
2*250 W Musikleistung...
Also: Beim Einschlalten klackert das Einschaltrelais, manchmal bleibt er dann an, alles läuft fein. Habe ihn ein paar Tage nicht ausgeschaltet, alles lief wie immer. Auch auf die FB wird reagiert.
Kenntnisse in E-Technik und Elektronik sind vorhanden, ebenso Messgeräte, nein, nicht Baumarkt, auch ein Philips PM 3217 2*50 MHz Scope (auch alt, geht aber fein...) vorhanden.
Ich tippe auf das Standbynetzteil, wo sollte ich meine Fehlersuche beginnen?
Evtl. ein Kondensator?
Jemand schon ähnliche Probleme?
Schaltplan ist vorhanden.
Für Hilfe würde ich mich sehr freuen. (Ohne Musik ist Kacke!... ...)
Yamaha krankt seit langem an einem unscheinbaren kleinen Hochvoltkondensator, der das Netzteil anschubsen soll. Das ist meist ein (oder 2) kleiner 22nF o.ä. mit 630V Spannungsfestigkeit.
Anbei mal ein Schaltungsauszug des V767/7063/A800. Die eingekringelten C tauschen - das wird bei dir ähnlich aussehen.
Danke für die Info, werde dem auf den Grund gehen, welch Witz, nach 40 mal ein-aus: KLACK, Lautsprecher Relais: Klack! Freigabe... Mucke läuft. Nein keine Gleichspannung an den LautsrecherAugängen, na gut, paar, mV, so 10-20,
kann dann gleich den Ruhestrom abgleichen.
Das Service-Manual ist doch ein wenig undurchsichtig, muß ich mich einarbeiten. Oh, shit...
Dachte auch schon an einen C, komme selber aus der HF-Technik, so ab 4GHz aufwärts... Andere Maschinen, so zum "weit" gucken... Aber auch sehr komplex...
Nochmals DANKE, und so schnelle Antwort.
Ich werde berichten, noch vor Weihnachten, versprochen!
Ich habe dir einen Auszug aus einem anderen Yamaha Teil (R840). Könnte auch so aussehen. Das ist mir schon mehrfach begegnet, weitgehend identisch.
Da wird mit der gezeigten Schaltung um den CD4013 kurzzeitig der Standby-Trafo T1 (unten mitte) eingeschaltet, um den C4 (unten links) wieder aufzuladen - zum Datenerhalt.
Es ist eine interessante Idee für geringen Standbyverbrauch, aber den eingekreisten Kondensator C13 scheint das sehr zu stressen.
Danke für die Info, wenn läuft, alles gut, WENN. Netzteil liefert wohl alle Spannungen, sonst käme ja keine Leistung heraus, eben noch getestet, 8 Ohm an die Lautspecherausgänge, aufgedreht, alles fein, Widerstände haben 25 W... Gut warm voll aufdrehen war nicht... Ah, habe vergessen Spannung zu messen, aber hier wohl irrelevant.
Manual doch sehr unübersichlich, morgen ist ein neuer Tag, muß mich reinfinden...
Danke, habe den C 254 gefunden, hier Gerätjetzt offen, hat 22 nF, nicht gemessen, bin froh, momentan Musik zu haben, das Messen erfolgt morgen, Technik vorhanden. Aber aus dem Schaltplan werde ich nicht so ganz schlau, braucht wohl noch Zeit.
Aber aus dem Schaltplan werde ich nicht so ganz
schlau, braucht wohl noch Zeit.
Das macht, sowit ich weiss, auch nur Yamaha so merkwürdig. Immerhin zeugt das von einer eigenen Entwicklungsabteilung :-)
Wir haben vor langer Zeit rumgerätselt, warum die Dinger nicht starten, bis dann ein helles Köpfchen auf diese Kondensatoren kam, die eigentlich ewig halten und völlig unverdächtig sind.
Aber aus dem Schaltplan werde ich nicht so ganz
schlau,
Wenn ich mich auf meinen Schaltplan beziehe, dann ist es so:
der Kondensator ist Teil das Kondensatornetzteils für die Versorgung vom D-FF CD4013 (IC4).
Über den Optokoppler IC2 wird gemeldet, ob die Sekundärspannung von T1 zu weit abgesunken ist und in dem Fall schaltet der IC4 kurzzeitig den FET Q5 ein. Dadurch wird Trafo T1 bestromt - der Brückengleichrichter wird über T1 auf der DC kurzgeschlossen, so dass Strom fließen kann.
C4 lädt sich auf, IC2 meldet dann wieder genügend Spannung an C4 und der IC4 schaltet den T1 wieder ab.
Das FF wird mit den 50Hz getaktet und der D-Eingang liest den Zustand des Optokopplers.
Mein Kandidat damals hatte immer wieder die eingestellten UKW-Senderfrequenzen und anderes vergessen. Ich dachte zunächst an ein EEPROM, bis ich drauf kam, das das ganze nur im RAM gespeichert wurde.
Vermutlich tut er es trotzdem auch in einem EEPROM speichern, denn wenn man den Netzstecker zieht, dann vergisst er die Sender auch nicht. Und vermutlich macht er es nur, wenn das Netz komplett fehlt und stellt das über den anderen OK (IC3) fest. Das schont das EEPROM ...
Kenntnisse in E-Technik und Elektronik sind vorhanden, ebenso
Messgeräte, nein, nicht Baumarkt, auch ein Philips PM 3217 2*50 MHz
Scope (auch alt, geht aber fein...) vorhanden.
schon mal den Kondensator im Scope gewechselt?
den X2, der gleich hinten am Eingang des Stromkabels sitzt?
Am WE hatte ich dann mal Zeit. Habe den betreffenden C mit einem dicken Wima MKP 0,022nF 1000V ausgetauscht, schwierig dranzukommen, egal... UND: Lüppt!
Vielen Dank an alle die geholfen haben. So habe ich das schöne Gerät wieder reaktiviert. Hat auch schon so manche Party mitgemacht, 2 Ohm Lautsprecher wollte er dann doch nicht. 2*4r parallel... OFF! Fehlerspeicher, ja, soetwas gibt es hier, 16 bit µP drin sagt: OT! over temperature... Aber fein ist er doch. ON/OFF: geht weiter mit weniger dB....
Nochmal Dank an das geballte Wissen hier im Forum!
Hi, warum sollte ich den C im Scope wechseln? den X2, Dieses Gerät hat komplette Netztrennung: 240V auf DC eingebaut, auch mit 12v oder 24 V DC von aussen betreibbar. Schutzklasse 2. Und groß und schwer, Boatanchor! FI/RCD sagt bisher nichts, habe 30 mA am "Basteltisch", alles gut.
Ja, nur ein Philips Scope, bei meinem früheren Arbeitgeber, lange her, kamen sie mit Akku betriebenen Teks, (Tektronix), und das Anfang der 80-er!!!
Frage: Was kostet das Scope: Antwort: für dich unbezahlbar.... Lass es doch einfach mal hier liegen... Ja, war bei der deutschen Marine, GHz Technik. Passiv wie aktiv.
Nee, das 3217 geht fein bisher, braucht ein bizchen bis sich der Strahl horizontal gerichtet hat, aber dann fein, sogar Messungen bis 80 MHz sind möglich, qualitativ natürlich nicht.
Trotzdem würde ich empfehlen, hier einen echten (bzw2) X2-Kondensator mit wenigstens 275Vac einzusetzen. Der ist definitiv selbstheilend und verträgt noch höhere Spannungsspitzen als der 1kV= Typ.
Und auch in dem ist eine vergleichbare Schaltung verbaut.
Yamaha zeichnet den schaltenden FET fälschlicherweise als jFET, es ist aber ein 650V-nMOSFET (2SK3850).
Ich finds ja schon merkwürdig, das Yamaha diesen Serienfehler konsequent durchzieht. Entweder haben die sich vor Jahren mal mit einer Charge von beschi$$enen Kondensatoren eingedeckt und müssen die unbedingt verbauen, oder die Entwicklungsabteilung ist unbelehrbar.
Diese kleinen blauen Dinger sind doch normalerweise unkaputtbar.
Wieso nur Yamaha? Natürlich könnten sie bessere verwenden, aber ganz gefeit von einem Defekt sind keine, die Netzspannung mit all den Transienten aushalten müssen.
In fast allen Kondensatornetzteilen tritt das Problem mehr oder weniger häufig auf. Siehe auch die Senseo-Kaffeemaschinen, obwohl dort spezifizierte X- oder Y-Kondensatoren verbaut sind.
Natürlich könnte man mehr tun aber das kostet auch mehr ...
Weil sowas bei Panasonic/Technics oder Sony eben nicht passiert. Die gehen zwar auch mal kaputt, aber nicht alle an dem gleichen Fehler. Mögl. hängt das mit unseren 230V zusammen, die in Japan nur schwerer zu testen sind. Ansonsten hätten sie da schon längst was geändert.
Weil sowas bei Panasonic/Technics oder Sony eben nicht passiert.
Haben die auch ein Kondensatornetzteil drin für die Standby-Versorgung?
Sonst ist es nicht vergleichbar!
Panasonic und Sony sind auch japanische Firmen. Haben die dann nicht das selbe Problem?
Es ist einfach der falsche Kondensatortyp im Einsatz, vielleicht weil der Kaufmann in der Firma zu viel Macht hat ... 😀. Oder weil es einfach keine Kondensatoren gibt, die 20 Jahre Netzspannung ohne Kapazitätsverlust überleben.
Der Vergleich eines Yamaha Receivers/Amps mit Senseo Kernschrott ist
aber schon etwas weit hergeholt.
Mag sein, ist mir als erstes eingefallen. Es gibt noch andere Geräte mit Kondensatornetzteilen oder Cs an Netzspannung und die sind typischerweise genau an der Stelle ebenso gefährdet und fallen aus.
Man hätte auch die Anlaufkondensatoren von Motoren nennen können ...
Oder weil es einfach
keine Kondensatoren gibt, die 20 Jahre Netzspannung ohne
Kapazitätsverlust überleben.
Das scheint der Wahrheit recht nahe zu kommen.
Ich habe hier gelegentlich Motorsteuerungen "zu Gast", auf denen zur Entstörung ein X-Kondensator (Arcotronics/Vishay R46, 1µF 275V) zwischen N und L verbaut ist. Das Alter der Teile liegt zwischen 5 und 15 Jahren.
Bei grob geschätzt 30% liegt die Kapazität unter 800nF. Schwerpunkt liegt bei 380 bis 650nF mit einem Ausreißer bei 17nF.
Guten Tag in die Runde, hätte nicht gedacht das so ein shit-c soviel Input verursacht!
Nun ist alles GANZ NEU!: Höret: gestern gegen Mittag kam eine FA um in meiner Wohnung defekte HeizkörperVentile zu wechseln. (einmal eingedreht kommt der Zapfen nicht mehr heraus, also bleibt der Heizkörper kalt) In der Küche und im Schlafzimmer klappte das wunderbar, 2 Minuten, fertig. Wir haben eine Gas-Zentralheizung, 8 Parteien.. JETZT KÜDDET!!! In meinem Wohnzimmer, 32, qm ging der Zapfen des Ventiles nach Schließung auch nicht mehr raus, Vorlauf Heizung bei 60-65 Grad c. Mitarbeiter der Fa kommt, bekam am Heizkörper im WZ das alte Ventil nicht heraus.... Mit so einem komischen Gerät, keine Ahnung wie das heist. Plötzlich ergab sich ein großer Strahl Wasser, heiß aus dem Gerät. Der Mitarbeiter der Heizungsfirma wollte noch unterbrechen, händisch, eh, 65 grad ist heiß! Und alles auf den ca. 80cm entfernten Yamaha. es machte kurz poff, jetzt ist er ganz weg! Und alles nach paar Tagen der Reparatur!
Gott sei dank war einer der Mitarbeiter der Hausverwaltung anwesend.
Sodann direkt getrocknet, 20 Minuten Fön rein, nix.
Na, die Fa habe ich angemailt, 200€ Schaden angeboten, Mal sehen was kommt. ja, es gibt die RX797 für so 150-200 Ocken im Netz. Den defekten können sie mitnehmen.
Momentan nur Musik mit BT, schrecklich!
Und Freitag ist auch nicht.
Was ein Shit! Und so schrecklich ist dieses Gerät nicht, macht ordentlich Dampf, auch mit meinen kleinen JBL und SUBWOOFER einen ordentlichen Sound,
Ich würd' Yamaha nicht mit Sony vergleichen, aber egal. Solche Kondensatoren sterben auch reihenweise in Liebherr Kühlschränken. Und die haben keine Ausrede dass die mit ~230V nicht so vertraut wären.....
Sicher nicht. Die Yamahas sind, abgesehen von dem unbedeutenden Konstruktionsfehler, gute Geräte. Schade, das es so enden musste.
Irgendwie erinnert mich die Geschichte an Meister Röhrich, Eckehard und Werner.
Tja, was soll ich sagen, hatte Sonys, hatte Harman Kardon, habe noch uralten Pioneer MK II, im Schlafzimmer, billige Boxen von Magnat(301), reicht. Aber halt nicht der Wohnzimmer-Sound. Jetzt oute ich mich, meist höre vom Rechner, auch DAB+. Aber Yamaha fehlt halt. Der Punch!