ich habe ein Komerci PS50SWIV Schaltnetzteil (9-15V, 50A) und einen 12V 400W Kfz-Lüfter mit Bürstenmotor, den ich daran betreiben möchte.
Könntet ihr mir helfen, das schöne Qualitätsgerät vor dem Tode zu bewahren?
Ein weiser Mensch hat mir vorgeschlagen, einen 1000 Mikrofarad Kondensator mit einem 0.1 Ohm Vorwiderstand parallel zum Motor zu schalten. Welche Spannungsfestigkeit des Kondensators wäre da notwendig?
Gibt es noch andere sinnvolle Lösungen, vielleicht mit Varistor oder Zenerdiode?
Komerci PS50SWIV Schaltnetzteil (9-15V, 50A) und einen 12V 400W
Kfz-Lüfter mit Bürstenmotor, den ich daran betreiben möchte.
Könntet ihr mir helfen, das schöne Qualitätsgerät vor dem Tode zu
bewahren?
400W aus 12V macht schon 33A Nennstromaufnahme, der Anlaufstrom wird vielleicht 330A erreichen, da wird das Schaltnetzteil abschalten.
Da Motoren deutlich mehr Strom im Anlaufmoment brauchen, und Schaltnetzteile schnell reagieren, müssen sie deutlich überdimensioniert ausgelegt werden, hier eben auf 4kW.
Ein klassisches Trafonetzteil hingegen ist thermisch begrenzt und träge, bei dem reicht die Nennleistung, den Anlaufstrom steckt es so weg (nur nicht dauerrhaftes Blockieren, aber das steckt auch der Motor nicht weg).
Damit dein schwaches Schaltnetzteil nicht überfordert wird reicht kein Spielzeugkondensator, sondern eine PWM Drehzahlregelung mit elektronischer Strombegrenzung, eben auf 50A eingestellt. Der Motor beschleunigt dann langsamer, mehr ist halt nicht drin. Aber das ist unsinnige zusätzliche Elektronik weil du das falsche Netzteil hast.
Oder eben ein Schaltnetzteil (Labornetzteil) mit (einstellbarer) Strombegrenzung, CC statt HiCup. Kann deins aber nicht. Es wäre nicht so viel teurer gewesen.
Ich wäre nicht so ängstlich, mein Labornetzteil benutze ich auch zum Testen von starken Modellbaumotoren und allem anderen Schrott der auf meinem Basteltisch Gestalt annimmt, da soll sich der eingebaute Selbstschutz drum kümmern.
Ein laufender Motor erzeugt keine großen Spannungsspitzen beim Abschalten. Ein stehender Motor schon eher, aber das bisschen Energie schluckt der Kondensator am Ausgang des Netzteils.
Ein laufender Motor erzeugt keine großen Spannungsspitzen beim
Abschalten. Ein stehender Motor schon eher, aber das bisschen Energie
schluckt der Kondensator am Ausgang des Netzteils.
Warum erzeugt ein laufender Motor geringere Spannungsspitzen beim Abschalten?
Er schluckt sie, und geht dabei hopps, oder halt nicht, oder? Also du meinst, das ist ein eher theoretisches Problem und die üblichen Schaltungen können das einfach ab?
Warum erzeugt ein laufender Motor geringere Spannungsspitzen beim
Abschalten?
Die generatorische Spannung ist immer kleiner als die antreibende Spannung.
Die induktive Spannungsüberhöhung tritt NACH dem Abschalter auf, nicht am Netzteil. Und wenn man das Netzteil primär abschaltet, sinkt dessen Spannung nur, es gibt keine Unterbrechung des Motorstromkreises.
Spannungsspitzen durch Induktion, insbesondere beim Abschalten
Beim Abschalten wirkt der Lüfter wie ein Generator und erzeugt eine Spannung, solange er noch nachläuft. Weil das Netzteil diese Spannung aber aushält (es hat grde eben ja noch mehr davon ausgegeben) ergibt sich daraus kein Problem.
Wenn es Probleme mit Überlast beim Anlaufgen gibt, dann mach einfach einen 0,33 Ohm Widerstand vor den Lüfter und überbrücke den nach ein paar Sekunden mit einem Mosfet oder Schütz.
Nochmal:
Beim Abschalten ist NICHT die Generatorspannung das Problem, sondern
der Einfluss der Ankerinduktiviät.
(Und falls es sich um eine Reihenschlussmaschine handeln sollte,
erst recht, wg. grösserer Induktivität und weil sie stromlos -fast-
keine Generatorspannung hat.)
Nochmal:
Beim Abschalten ist NICHT die Generatorspannung das Problem, sondern
der Einfluss der Ankerinduktiviät.
(Und falls es sich um eine Reihenschlussmaschine handeln sollte,
erst recht, wg. grösserer Induktivität und weil sie stromlos -fast-
keine Generatorspannung hat.)
Danke Uwe.
Ich denke es ist ein permanenterregter Motor aber genau hierum ging es mir.