Lithium Akkus mit PWM entladen oder sollte es Konstantstrom sein.

OP #7566894
Lesenswert?

Hallo zusammen,

Kurze Frage: Schadet es Lithiumakkus, speziell LiFePO4, wenn sie anstatt mit konstantem Strom mit PWM entladen werden? Max Entladestrom bei PWM mit 100% PWM-ein, also wenn die MOSFETs dauerhaft durchgeschaltet wären, wäre so 0,5 C. (Ist die vom Hersteller empfohlene max Lade und Entladestromstärke)

Danke für Eure Meinungen und viele Grüße Karl

(Firma: matzetronics) #7566934
Lesenswert?

Karl-alfred R. schrieb:

speziell LiFePO4,

Da wir die öfter in unseren alten E-Autos verwenden (auch mit Bürstenmotoren und Curtis Controller) und dabei auch mal 2-3C aus den Zellen ziehen (100Ah - 300Ah), scheint das problemlos zu sein. Ich persönlich fahre zwar mit Blei-Säure, aber genug Leute haben ihre Autos auf dicke LiFePo4 Zellen umgerüstet - ohne Probleme. Curtis taktet mit etwa 15kHz PWM.

(Firma: matzetronics) #7566984
Lesenswert?

Karl-alfred R. schrieb:

Matthias, werden in diesen PWM Leistungselektroniken nicht Spannung und/Strom geglättet, so dass die Akkus scheinbar mit konstantem Strom entladen werden?

Nein, das würde technisch gar nicht möglich sein. Mein Auto z.B. hat einen dicken 10kW Gabelstaplermotor und zieht beim Anfahren auch mal so 250A bei 60V. Das kann kein Kondensator glätten oder auffangen oder er wäre so gross wie ein Bierfass. .

OP #7567051
Lesenswert?

Manfred P. Ich überlege, ob es möglich ist, einen 48V- Heizstab an einen 9,6 kWh Pylontech PV Speicher anzuschließen und die Leistung mit paar ordentlichen N- Kanal MOSFETs mittels PWM zu steuern um PV Überschüsse zu speichern, ohne dass es durch den Wechselrichter hindurch muss. Wäre verlustärmer und würde den Wechselrichter schonen.

Gast #7567112
Lesenswert?

Prinzipiell halte ich es für eine gute Idee, den Wechselrichter nur da zu benutzen, wo er wirklich gebraucht wird. Man könnte auch die ganze Beleuchtung auf Akkuspannung umbauen.

Allerdings muss sich das auch lohnen.

Bei meinen Lampen dürfte der Schuss nach hinten los gehen, weil spezielle Lampen um ein vielfaches teurer sind, als die die ich habe. Außerdem kostet der Umbau.

Bei der Heizung bin ich weniger sicher. Wärme brauche ich hauptsächlich im Winter, wo die PV Anlage kaum Energie liefert. Im Sommer könnte ich mit der überschüssigen PV Energie immerhin mein Duschwasser erwärmen. Allerdings macht das Duschen nur 10% der gesamten Heizkosten aus. Lohnt sich der Aufwand des Umbaus dafür wirklich?

Bedenke auch, dass die ganze Elektronik nicht ewig hält. Statt PWM würde ich ehrlich gesagt eher auf einen simplen 2-Punkt Regler setzen. Der dürfte länger halten, und damit die Betriebskosten senken.

#7567398
Lesenswert?

Karl-alfred R. schrieb:

Manfred P. Ich überlege, ob es möglich ist, einen 48V- Heizstab an einen 9,6 kWh Pylontech PV Speicher anzuschließen und die Leistung mit paar ordentlichen N- Kanal MOSFETs mittels PWM zu steuern um PV Überschüsse zu speichern, ohne dass es durch den Wechselrichter hindurch muss.

PWM im Bereich mehrerer Minuten! Auch meine mechanische Mikrowelle macht PWM: 15s heizen, 15s aus.

Du kennst den Ladezustand und heizst eine Weile lang aus dem Akku. Dann Heizung aus, bis per Solar genug Energie nachgeladen wurde. Also schön langsam, Heizen ist träge.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren