Welcher Wert hat dieser Kondensator?

OP #7592140
Lesenswert?

Hallo und guten Abend!

Versuche gerade als Gelegenheitsbastler einen HiFi-Verstärker zu reparieren. U.a. hat es einen Kondensator auf der Phono-Platine in seine Einzelteile zerlegt. Bauform und Farbkennzeichnung sind wie bei einem Widerstand. Die Angabe über dessen Kapazität verstehe ich aber nicht zweifelsfrei, also ob Piko-, Nano, oder Mikrofarad? Die Angaben anderer Kondensatoren sind in Pikofarad angegeben, aber ausgerechnet der betreffende Kondensator hat keine Angabe über die Einheit.

Kann da wer helfen? (-:

Gruß Klaus

Angehängte Dateien:
Gast #7592223
Lesenswert?

Sebastian R. schrieb:

an die Stelle zwischen PE und GND.

Dann hat der Verstärker einen Schuko-anschluß / 3-poliger stecker?

Klaus schrieb:

Kann da wer helfen?

Das Internetz schreibt AIWA, dann auf Englisch gucken

https://en.wikipedia.org/wiki/Ceramic_capacitor

CAP = Capacitor aka Kondensator CERA-SOL = ceramic solid aka festkeramisch aka Kerko im Ggs. zu Elko U = U-Form, aka "stehend" im Ggs. zu axial-"liegend" .01-16 = Kapazität in µF - Spannung in Volt Y = Dielektrikumsart Y5Z nach EIA

einen Hinweis dazu hier: https://www.pollin.de/p/richwell-keramikkondensator-10-nf-100-v-10-201085

Da der C nicht im Nutzsignalweg liegt aka koppelt, sondern evtl parasitären Störkram gegen die Funktionserde oder Masse ableitet aka entkoppelt ist der Wert/Toleranz unkritisch.

War denn dieser Kondensatordefekt vor der optischen Feststellung auch akustisch wahrnehmbar und wie hörte sich das an?

OP #7592489
Lesenswert?

Dann hat der Verstärker einen Schuko-anschluß / 3-poliger stecker?

War denn dieser Kondensatordefekt vor der optischen Feststellung auch akustisch wahrnehmbar und wie hörte sich das an?

Hallo Ralf!

Leider begreife ich die Zitatfunktion nicht richtig. )-:

Es handelt sich um den Verstärker Aiwa XA-950. Den Stecker des Verstärkers nennt man glaube ich EU-Stecker. Er ist flach und in Gummi eingegossen. Das Stromkabel ist ohne Dose am Verstärker durch das Gehäuse hindurch direkt mit dem Transformator verbunden.

Unmittelbar vor dem Kondensatordefekt, konnte ich den Verstärker von gänzlich tot wieder in den Zustand rechter Kanal einwandfrei + linker Kanal hörbar aber mit Verzerrung versetzen. Dann bin ich während der Spannungsmessung eines Endstufentransistors mit der Messspitze versehentlich an den Kühlkörper gekommen. Da sich besagter Kondensatordefekt auf der Phono-Platine befindet, vermute ich, dass es sich akustisch nur im Betrieb mit angeschlossenem Plattenspieler bemerkbar machen würde.

Was es mir, als eh nur Laie, noch viel schwerer macht ist, dass auf dem Schaltplan eigentlich keine Spannungsangaben stehen!!! Zwei, drei Volt-Angaben auf der Frontplatte, aber ansonsten keine Angaben! Das ist das seltsamste Service Manual, das mir je zu Gesicht kam! :-D

Gast #7592889
Lesenswert?

Klaus schrieb:

Farbringe

Die gibts auch bei Kondensatoren. War vlt. eine spätere Version. Das Hauptproblem ist aber nicht der C33, sollte trotzdem ersetzt werden, nachdem der Hauptfehler beseitigt ist.

Klaus schrieb:

Zustand rechter Kanal einwandfrei + linker Kanal hörbar aber mit Verzerrung versetzen. Dann bin ich während der Spannungsmessung eines Endstufentransistors mit der Messspitze versehentlich an den Kühlkörper gekommen

Kanalvergleich war richtig. Falls beide Kanäle jetzt tot, hats die Stromversorgung erwischt.

OP #7592960
Lesenswert?

Ralf schrieb:

Klaus schrieb:

Farbringe

Die gibts auch bei Kondensatoren. War vlt. eine spätere Version. Das Hauptproblem ist aber nicht der C33, sollte trotzdem ersetzt werden, nachdem der Hauptfehler beseitigt ist.

Klaus schrieb:

Zustand rechter Kanal einwandfrei + linker Kanal hörbar aber mit Verzerrung versetzen. Dann bin ich während der Spannungsmessung eines Endstufentransistors mit der Messspitze versehentlich an den Kühlkörper gekommen

Kanalvergleich war richtig. Falls beide Kanäle jetzt tot, hats die Stromversorgung erwischt.

Von den beiden Relais-Klicks nach Anschalten des Verstärkers, schaltet der erste durch, was ja glaube ich die allgemeine Stromversorgung ist. Das zweite Relais, bzw. die beiden Lautsprecherrelais mucksen sich aber nicht, somit bleiben beide Kanäle stumm. Zwischen Trenntrafo und Verstärker sind noch eine 60-Watt Glühbirne und ein Messgerät mit einer Anzeige für Watt und Ampere zwischengeschaltet. So kannn ich sehr gut sehen, dass in der Verstärkerschaltung noch irgendein Kurzschluss sein muß. Da ja im Schaltplan keine Spannungswerte stehen, kann ich den Kurzschluss nicht so leicht eingrenzen.

Gast #7593068
Lesenswert?

Klaus schrieb:

Da ja im Schaltplan keine Spannungswerte stehen, kann ich den Kurzschluss nicht so leicht eingrenzen.

Diagnose totsicher unüberwindliche Wissensdefizite. Bei Kurzschluß ist der Vogel (†) = keine Spannung.

U → 0 U ≈ 0 U ≡ 0

Eingrenzen mit Piepser und Ohmmeter oder mit Sarg und Friedhofsmauer.

Angehängte Dateien:

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren