Ich danke euch für eure vielen Beiträge! Ihr seid wirklich hilfsbereit.
Noch ein Update zu der Last. Es sind zwei Spulen mit jeweils 85 Ohm Widerstand laut Datenblatt. Diese sind in Reihe geschaltet also 170 Ohm.
Nennstrom je Spule ist 30mA und Indutivität für beide Spulen in Reihe ist 1H.
Sie benötigen tatsächlich einen bipolaren Steuerstrom, da sie von der Neutrallage in 2 Richtungen ausschlagen.
Peter D. schrieb:
Die 9V Blöcke wurden speziell für kleine Transistorradios entwickelt.
Früher waren Transistoren sehr teuer und bei hoher Spannung ist die
Verstärkung höher, d.h. man kommt mit weniger Transistoren aus, Speziell
bei AM/FM-Radios. Die Stromaufnahme lag bei ~20mA. Etwa 0,1W am
Lautsprecher konnte man damit erreichen.
Nur mal so als Info, was man diesen Batterien zumuten kann.
Das mit der 9V Blockbatterie lasse ich dann sein. Danke für die Erklärung zum eigentlichen Verwendungszweck.
Peter D. schrieb:
Ja, eine typische Theoretikerschaltung. Wird in der Praxis so gut wie
nie eingesetzt.
Die Howland Schaltung ist auch vom Tisch.
Nun versuche ich mal zu sammeln.
1. H-Brücke mit PWM-Steuerung
Axel S. schrieb:
In der Praxis würde man das eher mit einer H-Brücke und PWM-Steuerung
machen. Der Strom folgt bei einer ohmschen Last mit kleiner induktiver
Komponente ganz gut der Spannung. Das setzt natürlich voraus, daß beide
Anschlüsse des Ventils floaten. Aber wenn das ganze batterie- oder
akkubetrieben werden soll, kann ja die Steuerung floaten.
Aus dem Servoventil kommen die beiden Enden der in Reihe geschalteten Spulen. Also floaten sie nehme ich an.
PWM-Steuerung klingt nach Microcontroller. Ich würde es gerne einfacher halten wenn es geht.
Gemeint ist diese Schaltung mit den beiden Spulen anstatt Motor?
http://dieelektronikerseite.de/Pics/Lections/H-Bruecke%20-%20Die%20Andersherum-Schaltung%20S04.GIF
2. Zwei OpAmps mit Offset
Achim M. schrieb:
Naja, mit zwei Opamps und beide mit Offset VCC/2 geht's auch ohne
Bipolare Stromversorgung.
Hast du ein Beispiel hierfür?
3. Zwei gegenläufige Spannungsregler
Wolf17 schrieb:
Wie genau muss der Strom sein?
2x LM317: der erste macht 4V, der zweite einstellbar 2-6V, dazwischen
die 40R Spule. Die sieht dann +-2V, macht +-50mA. An beiden LM317
Lastwiderstände für 60mA Grundstrom bestücken.
Der Strom sollte nicht allzu sehr schwanken. Mit dem Servoventil wird der Durchfluss für einen Hydraulikkolben gesteuert. Mit dem Poti dreht man so lange bis der Kolben eine gewisse Position erreicht hat und dort halten soll. Man stellt eher nach Auge ein anstatt streng nach mA.
Die Spulen sollen zwischen die beiden Ausgänge der Spannungsregler kommen?
Sie sind als Stromsenke geeignet?
Ich denke das ist die Antwort:
Christian M. schrieb:
Wolf17 schrieb:
Mit dem vorgeschlagenem TS922 Leistungs-OP statt LM317 geht es auch ohne
die Grundlastwiderstände.
...und könnte dann auch Strom aufnehmen!
Gruss Chregu
Dazu gab es einen Nachtrag und es sieht nach Punkt 4 aus:
Wolf17 schrieb:
Wolf17 schrieb:
Mit dem vorgeschlagenem TS922 Leistungs-OP statt LM317 geht es auch ohne
die Grundlastwiderstände.
4. BTL Bridge Tied Load
Zu diesem Thema gibt es hier einige Beiträge denke ich.
Michael B. schrieb:
40 Ohm und 50mA benotigt +/-2V, das schafft ein TS922 OpAmp auch aus
eineem 9V Block. Schaltung nennt man BTL, bridge tied load
https://www.eeeguide.com/bridge-tied-load-amplifier/
Dein Poti steckt +/-0.1V nach C1 vor R1 hinein. Dazu braucht es eine von
der schwankenden Batteriespannung unabhängige Spannung, ein TL431
liefert 2.5V +9V
|
1k
|
+---+----+--6k2--+
| | | |
+-TL431 4u7 1kPoti-- +/-0.1V
| | |
+----+--6k2--+
|
1k
|
Masse der 9V
Hier wird keine negative Spannung benötigt? Ich probiere die Schaltung mal in einem Simulator aus: https://www.falstad.com/circuit/circuitjs.html
Matthias S. schrieb:
Man kann auch BTL Trieber wie den TDA7072 oder TDA7073 benutzen. Die
sind direkt für Spulenantrieb gedacht, brauchen nur eine Versorgung und
sind eigentlich für Fokus und Tracking sowie Spindelmotoren in optischen
Laufwerken gedacht. Auch ein TDA2822 in Brückenschaltung wäre denkbar.
Sieht laut Datenblatt gut aus, allerdings ist die Beschaffung der TDA7072 etwas schwierig.
Wie könnte so eine Brückenschaltung mit dem TDA2822 aussehen?
Purzel H. schrieb:
Eigentlich sollten 2 Power opamps, welche eine H-Bruecke bilden
genuegen. Allenfalls waeren noch die Anstiegszeiten interessant. Denn
neben dem Ohmschen widerstand gibt's noch ein einduktive komponente,
welche entweder mehr spannung oder mehr Zeit benoetigt. 50mA aus einer
9V Batterie ist nicht ganz der Bringer.
Meinst du soetwas? Also auch Richtung BTL?
http://www.ecircuitcenter.com/Circuits/hbridge/image002.gif
5. Zwei Stromquellen addieren
Peter D. schrieb:
Ja, das klingt gut.
Du baust 2 Stromquellen, eine mit konstant -50mA und eine regelbar
0..100mA.
Die negative Stromquelle kommt dann von der negativen Spannungsversorgung?
Ich klemme die Ausgänge der beiden Stromquellen zusammen, gehe dann über die Last auf GND zurück?
Wie ihr seht bin ich eher Novize bei analogen Schaltungen, ich bitte um Nachsicht. Es gibt aber scheinbar viele Lösungsansätze.