Beides braucht ca. 12 Stunden zum Aushärten und klebt genauso gut.
UHU Endfest 300 braucht sehr viel weniger, wenn es warm oder besser, heiß vernetzt wird. Dann kann man schon nach 5 bis 10 Minuten weiterarbeiten. Im Modellbau ist das ein sehr nützliches Feature.
Unterscheiden sollte man aber "UHU Endfest" und "UHU Endfest 300"!
Nur das mit der 300 im Handelsnamen ist heiß vernetzbar mit erhöhter Festigkeit.
Die Preise bei den kleinen Gebinden sind trotzdem überzogen.
Es kommt ja nicht nur auf die Aushärtung an, sondern auch auf die Klebekraft. Ich habe genau dieses Zeug auch daheim, finde es nicht schlecht zum Giessen, aber zum Kleben habe ich es noch nicht verwendet, in Datenblatt und Gebrauchsanweisung steht nichts darüber. Da müsstest Du halt Versuche machen.
Durch einen entsprechend hohen Anteil billigster Füll-/Verdickungsmittel bekommt man aus Epoxy und Härter einen zähflüssigen 2K Kleber, der sich dann auch 1:1 anmischen und sauteuer verkaufen lässt. :-)
Wow, wie lange hast du für die Rrkenntnis gebraucht, Grosspackungen sind odt pro kg billiger als Kleinpackungen, aber in der Abschaffung teurer. Blöd, wenn man innerhalb der Haltbarkeit nur wenig davon braucht und den Rest wegschmeisst.
Ja, wenn UHU als Markenname drauf steht ist es teuer. Man kauft besser ein NoName Produkt. Aber klugerweise dasselbe und nicht wie bei dir 2 mit völlig unterschiedlichem Anwendungszweck.
Stimmt. Stein (der ja beim Schweißen zu flüssiger Lava wird) kann man deutlich länger im Keller lagern, als Schweißdraht. Letzterer korrodiert im Keller weg, Tom.
Bei welcher Art von Schweißen lagerst du die Zusatzwerkstoffe sonst noch so flüssig in Dosen? Wie kommst du darauf, dass das dann gerade bei Stein so wäre, wenn man mal annehmen möchte, dass man tatsächlich Stein schweißen wollte?
Bei welcher Art von Schweißen lagerst du die Zusatzwerkstoffe sonst noch
so flüssig in Dosen?
Die Ausgangsfrage dreht sich um Kleben , da ist der Zusatzwerkstoff flüssig oder pastös.
Was nun besser oder günstiger ist, kann nur beantwortet werden, wenn die Anforderungen und Randbedingungen bekannt sind.
Konkurrierend zu UHU-2K hatten wir mal Henkel Stabilit gekauft, ebenfalls ein Kleber. Beglückte garnicht, weil er weniger elastisch war.
Der kg-Preis ist eine andere Baustelle, meist braucht man kleine Mengen, kaum ein Gramm, da ist der nebensächlich. Betreibt man eine Serienfertigung, sieht das anders aus - dann kommt der Kram aus 1kg-Flaschen und ist auf die Anwendung zugeschnitten.
Im Prüfmittelbau hatten wir 2g-Tütchen eines Indurstrieausrüsters, noch teurer als UHU. Machte trotz des hohen Preises Sinn, keine Sauerei mit den Tuben und immer das exakte Mischungsverhältnis.
Konkurrierend zu UHU-2K hatten wir mal Henkel Stabilit gekauft,
ebenfalls ein Kleber. Beglückte garnicht, weil er weniger elastisch war.
Ist das der mit Pulver statt pastösen Härter? Da hat uns mal ein
Lieferant gesagt, das dieser im Gegensatz zu anderen Klebern nicht
"kriechen" würde. Das war eine Eigenschaft, die beim Verkleben von
Cantilevern sinnvoll war.
Das
https://www.pollin.de/p/wiko-30-minuten-epoxy-200-g-890374
oder das
https://www.pollin.de/p/wiko-5-minuten-epoxy-100g-890196
verwende ich. Das IST Kleber und ersteres liegt dann bei 51.75€/kg.
Auch das Zeug mach ich ab und zu warm (50-60°C) damit es flüssiger wird und auch schneller härtet. Im Chemieunterricht in der Schule wurde uns immer folgender Merksatz eingeprügelt: "Eine Erhöhung der Temperatur um 10K bewirkt eine verdopplung der Reaktionsgeschwindigkeit".
Konkurrierend zu UHU-2K hatten wir mal Henkel Stabilit gekauft,
ebenfalls ein Kleber. Beglückte garnicht, weil er weniger elastisch war.
Ist das der mit Pulver statt pastösen Härter?
Genau der war das, wurde nicht unser Freund.
Da hat uns mal ein
Lieferant gesagt, das dieser im Gegensatz zu anderen Klebern nicht
"kriechen" würde.
Das mag sein. UHU-Plus wird während der Aushärtephase dünnflüssig, dünner als beim Anrühren / Auftrag. Wenn es irgendwelche Ritzen gibt, muß man mit Klebeband absperren.
Auch das Zeug mach ich ab und zu warm (50-60°C) damit es flüssiger wird
und auch schneller härtet. Im Chemieunterricht in der Schule wurde uns
immer folgender Merksatz eingeprügelt: "Eine Erhöhung der Temperatur um
10K bewirkt eine verdopplung der Reaktionsgeschwindigkeit".
Interessanter ist, dass bei Erwärmung auch die Endfestigkeit steigt, zumindest bei UHU-Endfest steht es so auf dem Beipackzettel.
Nun, ich hab das immer gern genommen, wenn nicht unbedingt
höchste Festigkeit gefragt war.
Ich habe nichts dagegen einzuwenden, wenn er die für Dich wichtigen Eigenschaften hatte.
Ist doch gut, dass es verschiedene Produkte gibt und man sich das passende auswählen kann.
Ich sträube mich halt gegen eine Pauschalaussage, dass irgendeine Epoxymasse zum Bruchteil des Preises einer anderen ebenbürtig sein soll. Wie ich gerne sage "es kommt drauf an".
Das eine ist ein Gießharz z.B. für Formguß, das andere ein
Hochleistungsklebstoff. Hier werden also Äpfel mit Birnen verglichen.
Stimmt, das ist sicher nicht das Optimale.
Wenn Ihr preisgünstigeres aber Performates sucht schaut bei den profis rein.
Im (Segel-)Flugzeugbau wird mit Laminierharz, das mit Baumwollflocken angedickt ist, geklebt.
Für nicht personen-tragende Flugzeuge müsst Ihr nicht unbedingt luftfahrt-zugelassenes Harz nehmen. Die regulären Harze sind auch nicht viel schlechter, haben aber bessere Auswahl an unterschiedlich schnellen Härtern.
Zumindest die Lagerfähigkeit von Endfest 300 ist exzellent. Ich habe zwei Tübchen von 1990, die funktionieren noch heute. Da ich damit fast nur kleine Teile klebe, ist eine linsengroße Menge meist schon hoffnungslos zuviel.
Die z.B. für einen abgebrochenen Tassenhenkel nötige Füllmenge im Spalt überschätzt man gerne. :) Aber noch weniger läßt sich praktisch nicht mehr sinnvoll dosieren.
Für den zweistelligen DM-Preis der Packung konnte man damals noch zu zweit in einem einfachen Lokal essen gehen (Schniposa gab es mal für 5 Mark.)
Mittlerweile habe ich noch ältere Packungen wohl aus den 80ern gefunden, die angebrochen entsorgt wurden, wohl weil die Deckel festgeklebt waren (nur durch Aushärten der Komponente, nicht durch Verwechslung). Oder vielleicht auch einfach nur, weil der ursprüngliche Käufer ins Pflegeheim kam und die Enkel die Qualität und vor allem den Wert nicht zu schätzen wußten. ;)
Zwei Kombizangen mit Rundöffnung am Deckel angesetzt, ein kurzer Kampfschrei und die Tuben waren wieder verwendbar und auch noch funktionsfähig. Wobei ich jetzt keine Festigkeitstests der fertigen Klebungen gemacht habe. Das habe ich dafür mal an einem Alublock auf Alugehäuse, geklebt vor 20 Jahren, getan. Ging nur mit Schlosserhammer und Meißel und einigem Zeitaufwand auseinander.
Zumindest die Lagerfähigkeit von Endfest 300 ist exzellent. Ich habe
zwei Tübchen von 1990, die funktionieren noch heute.
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Mittlerweile habe ich noch ältere Packungen wohl aus den 80ern gefunden,
die angebrochen entsorgt wurden, wohl weil die Deckel festgeklebt waren
(nur durch Aushärten der Komponente, nicht durch Verwechslung).
So alt dürften meine auch sein und funktionieren noch.
Der festgesetzte Schraubverschluß passiert beim Härter, der vom Harz bleibt gängig.
Wobei ich jetzt keine Festigkeitstests der fertigen
Klebungen gemacht habe. Das habe ich dafür mal an einem Alublock auf
Alugehäuse, geklebt vor 20 Jahren, getan. Ging nur mit Schlosserhammer
und Meißel und einigem Zeitaufwand auseinander.
Alu kann Wärme ab, damit bekäme man die Klebung schadlos auf. Aber Dir ging's ja um den Test, dann ist mechanische Gewalt passend.
Hoffentlich hast Du noch den Beipackzettel. Das Verhältnis Harz und Härter darf man ändern, um die Festigkeit zu beeinflussen.
In einem anderen Thread wurde mal geschrieben, dass die Rezeptur verändert wurde. Das ganz alte Endfest 300 soll bessere Werte als das aktuelle Endfest haben, aber dürfte angeblich gemäß EU-Regeln nicht mehr an Endverbraucher verkauft werden.