An der Hausfrauenuni Hagen kann man schon seit Ewigkeiten nur noch seichtes Palaver hören. Nicht gegendergemainstreamte und mit teuren Laborpraktika einhergehende Elektrotechnik mit Männeranteilen um die 95% hatte im Kampf um Fördermittel keine Chance und musste zugunsten von ungleich wichtigeren Fächern wie Kulturwissenschaft und Soziologie eingestampft werden.
Die andere Uni im Ruhrpott hatte ich mir angeschaut, aber die Vertiefungsmöglichkeiten entsprechen nicht meinen Interessen. Ostunis wie Chemnitz oder Dresden sind zwar anspruchsvoll, bieten jedoch zumeist keine besonders modernen Vertiefungsrichtungen an. Wenn man schon auf Anstellungsmöglichkeiten im Ausland schielt, wird einem klar, dass man mit klassischen Vertiefungsrichtungen wie deutscher Windmühlen-Energietechnik, Hochfrequenztechnik oder Kommunikationstechnik nicht viel wird anfangen können. Zukünftige Fortschritte werden an der Schnittstelle zwischen ML, Robotik und eingebetteten Systemen erfolgen, und hier ist die TU München relativ gut aufgestellt. Die Grundlagen der Elektrotechnik habe ich mir schon angeeignet und bin in mittelständischen Unternehmen weitgehend einsatzfähig, nun möchte ich mich für wirklich anspruchsvolle Tätigkeiten in F&E spezialisieren.
Und warum sollte ich mich bei der Frage an Studentenräte, Asta oder sonst was melden? Davon profitiert neben mir erstmal keiner, und ich bezweifle, dass dort überhaupt jemand zu ehrlichen Antworten bereit ist. Hier herrscht wenigstens ein realistischer Umgangston, und ich erhalte keine Bürokraten-Antwort wie:
"An der TU München können alle Studierendinnen* aus einem großen Wahlkatalog ihre Module aussuchen, weshalb eine pauschale Aussage dazu nicht möglich ist. Grüße "