Bauteil Identifikation Gleichrichter

Beitrag #7615068 wurde von einem Moderator gelöscht.
OP #7615273
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Ich würde auch den Fehler lieber finden. Ich habe bereits alle Widerstände, Kondensatoren, Dioden und varistoren durchgemessen und mit einer anderen Platine verglichen. Alles in Ordnung. Das einzige was jetzt noch sein kann sind die paar aktiven Bauteile die da drauf sind und die kann ich schlecht ausmessen.

Die platine kommt aus einem Bosch BSKA 5 Stromaggregat und is für den erregerstrom zuständig. Sie gibt aber keinen erregerstrom aus.

#7615295
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Max schrieb:

und mit einer anderen Platine verglichen. Alle

Sorry, das sind ja wohl Beste Voraussetzungen für eine Fehlersuche und Reparatur, da man Spannungen und Stromverläufe in beiden vergleichen kann.

Ich weiss zwar nicht, wie ein Schaltplan mit UJT und TRIAC zu einer Platine mit LM258 und LM293 passen soll, aber die Schaltung ist primitiv, die Funktion der Baugruppen lässt sich sogar einzeln testen.

Und ja, wenn hinterher der UJT kaputt ist, hat man vielleicht ein Beschaffungsproblem.

Aber es lohnt nicht, vorher alles kaputt zu machen durch sinnloses tauschen.

#7615344
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Max schrieb:

Alles in Ordnung. Das einzige was jetzt noch sein kann sind die paar aktiven Bauteile die da drauf sind und die kann ich schlecht ausmessen.

Sie gibt aber keinen erregerstrom aus.

Vielleicht solltest du nicht nur den Ausgang messen und feststellen "geht nicht", sondern die Signale in der Ansteuerung angucken. Diese Schaltung lebt von aktiven Bauelementen und deren Funktion.

Wenn du wild tauschst und ein defektes Bauelement zieht andere mit in die ewigen Jagdgründe, kann das ein echtes Glücksspiel werden und du versaust dir evtl. auch noch die Platine.

Erste Maßnahme wäre, die Platine mal etwas zu entstauben. V12 (oben rechts) scheint mechanisch mal etwas abbekommen zu haben. Sieht darunter mit den Beinen alles ok aus?

OP #7615392
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Also hier nochmal die ganze Platine und eine leere Platine dazu. Die anschlüsse Z1 und Z2 werden von einer hilfswicklung im Generator mit 230v versorgt. Hier habe ich aber nur 3v AC. F1 und F2 sind die Anschlüsse für die Erregerwicklung, hier habe ich garkeine Spannung.

Ich habe auch einen Schaltplan, der ist allerdings von jemand anderem selbst gezeichnet, keine Garantie dass das alles so stimmt.

Es ist schwierig, das zu testen, da ja garkeine Betriebsspannung anliegt. Das einzige was mir noch eingefallen wäre, wäre die Platine mal an die Steckdose zu hängen (müsste ich aber wahrscheinlich einen trenntrafo dazwischen hängen damits nur noch halb so Lebensgefährlich ist, den hab ich aber nicht)

Angehängte Dateien:
#7615405
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Wenn an einer Schaltung zur Erregerstromregelung nur 3VAC vor einem Gleichrichter (-1,4V) anliegen, glaube ich nicht, dass da relevanter Erregerstron rauskommt. Ich hätte vom Generator erwartet, dass unbelastet durch den Restmagnetismus mehr Spannung rauskommt. -den AC Strom der 3VAC messen. Kurzschluß? -Wicklungswiderstand der Hilfswicklung messen. Durchgebrannt? Draht ab? -Vielleicht defekter/offener Generatorschutzschalter?

#7615426
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Max schrieb:

Der Generator selbst funktioniert 100%, habe den mit meiner älteren Platine getestet da ist alles gut

Schon wieder diese Salamischeiben! Wenn es mit einer alten Platine geht, muss der Fehler auf der neuen sitzen.

F1 wurde hoffentlich eingebaut und geprüft. Offener DC Durchgang F1-F2 muss beidseitig 1,4V messen. Bei offener DC Einspeisung Z1-Z2 mit Labornetzteil +-10V darf kein Strom fließen, dabei muss an F1-F2 die Spannung wieder rauskommen. Dann 100R an F1-F2, jetzt müssen knapp 90mA fließen, dann ist auch K1 gut.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7615447
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Also den grossen Treffer, dass hier jemand sagen konnte, kenne ich und es waren immer nur die zwei Bauteile ..., klappt nicht.

Nachdem es nun auch ein Bild vom Schaltplanversuch gibt, wuerde ich auf das Relais tippen.

Schnappe Dir mal eine 9V Batterie. Die soll dann kurz an F1 F2 gehalten werden, umgedreht ebenfalls, abwechselnd. Mit dem Multimeter an Z1 Z2 die Spannung messen. Danach mal C6 V6 abklappern.

OP #7615834
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Wolf17 schrieb:

F1 wurde hoffentlich eingebaut und geprüft. Offener DC Durchgang F1-F2 muss beidseitig 1,4V messen. Bei offener DC Einspeisung Z1-Z2 mit Labornetzteil +-10V darf kein Strom fließen, dabei muss an F1-F2 die Spannung wieder rauskommen. Dann 100R an F1-F2, jetzt müssen knapp 90mA fließen, dann ist auch K1 gut.

F1 war drin. F1-F2 hat nur in eine richtung einen Durchgang von 1.1V Bei einspeisung von 10V (beide richtungen) fließen 0,8mA, an F1-F2 liegen 9,3V an in beide Richtungen.

OP #7615836
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Dieter D. schrieb:

Schnappe Dir mal eine 9V Batterie. Die soll dann kurz an F1 F2 gehalten werden, umgedreht ebenfalls, abwechselnd. Mit dem Multimeter an Z1 Z2 die Spannung messen. Danach mal C6 V6 abklappern.

Wenn ich an F1 und F2 10V mit 600mA strombegrenzung rein gebe:

Bei + an F1 und - an F2 fließt garkein strom. Bei +an F2 und - an F1 fließen die vollen 600mA, sieht mir stark nach kurzschluss aus. Ich messe auch nur in diese Richtung 1,1V durchgang, in die andere richtung kein durchgang. Der Strom wird in V1-V4 verheizt, die werden deutlich warm. Welche genau warm werden lässt sich nicht so genau erfühlen.

Gerade noch 4 neue Dioden eingebaut, ändert an diesem Verhalten nichts.

#7615899
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Max schrieb:

Bei + an F1 und - an F2 fließt garkein strom. Bei +an F2 und - an F1 fließen die vollen 600mA

Naturlich.

F1+F2 ist auch der AUSGANG, dein Verhalten ist völlig normal für Rückwärts-Einspeisung in einen Gleichrichter, die Betriebsspannung kommt an Z1+Z2 rein und man könnte unabhängig vom Rest die Schaltung mit TRIAC und Relais über Optokoppler testen.

Bitte lass die Schaltung jemanden überprüfen der zumindest ein grundlegendes Verständnis elektronischer Bauteile hat.

OP #7615903
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Michael B. schrieb:

F1+F2 ist auch der AUSGANG, dein Verhalten ist völlig normal für Rückwärts-Einspeisung in einen Gleichrichter, die Betriebsspannung kommt an Z1+Z2 rein und man könnte unabhängig vom Rest die Schaltung mit TRIAC und Relais über Optokoppler testen. Bitte lass die Schaltung jemanden überprüfen der zumindest ein grundlegendes Verständnis elektronischer Bauteile hat.

Ich hab nur das probiert, was Dieter vorgeschlagen hat. Beim zweiten Blick auf die Schaltung ist mir auch klar geworden warum es sich so verhält.

Ich bin gelernter Elektroniker...

#7615919
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Max schrieb:

Bei einspeisung von 10V (beide richtungen) fließen 0,8mA

Die fließen vermutlich über V8. Wie ist dessen Bezeichnung, damit ich in das Datenblatt sehen kann ob das in Ordnung ist? Wurde der schon erneuert? Wie ist der Wert von R3 und der Spannungsabfall an ihm während die 0,8mA fließen?

Bei +-10V an Z1-Z2 und 100R an F1-F2, welcher Strom fließt jeweils und wie ist jeweils die Spannung am 100R?

Wie sind die Typen von V18 und V20?

OP #7616024
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H. H. schrieb:

Ja, hör nur auf unseren oberahnungslosen Maximalposter.

Entschuldige bitte, ich bin erst seit gestern hier dabei. Ich glaube aber nicht dass es schneller zu einer Lösung führt wenn man sich hier auch noch gegenseitig fertig macht.

Ich bin für jeden Tipp dankbar und wer mir nicht helfen möchte muss das auch nicht tun. Ich habe mal das gemessen was er vorgeschlagen hat, ich weiß ja nicht welche Schlüsse er daraus ziehen will.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7616127
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Max schrieb:

145nF, auf dem C steht u15, ich denke das bedeutet 0,15uF. Dann passt der Wert

Theoretisch würde ich das auch so sehen. Bei einer Kaffeemaschine war das bereits zu wenig, aber auf so wenig Reserve (Obsolenz) dürften die Generatoren sicherlich nicht getrimmt sein.

Max schrieb:

Entschuldige bitte, ich bin erst seit gestern hier dabei.

Keine Panik. Der Ton hier ist rauh. Es gibt hier, wie auch im richtigen Leben, Personen, die den Helfererfolg für sich verbuchen möchten.

Es gibt hier durchaus viele, die das besser können als ich, diese warten aber ab und lesen mit, bis sich etwas ergibt, wo ihnen die Erleuchtung kommt. Kleine Schritte verursachen viele Posts.

Die Leistungsschaltungteil funktioniert in der Form, dass zu Beginn durch das Relais auf die Erregungswicklung durchgesteuert wird. Wenn das Feld genügend stark ist und der Generator ausreichend liefert, dann wird diese Verbindung vom Relais unterbrochen und über den parallelen Triac die Versorgung übernommen. Über die Phasenschnitt wird dann der Erregerstrom gesteuert. Die Impulse für den Triac kommen über V8.

V6 C6 stellen in Verbindung mit R6 R22 ein Kondensatornetzteil für den Rest der Schaltung. Denkbar wäre, dass einer der Widerstände hochohmig wurde.

#7616280
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H. H. schrieb:

Z ist die Versorgungswicklung für die Erregung, und F ist der Rotor via Kohlebürsten.

Richtig. Und deshalb muss bei funktionierender Anlaufüberbrückung mit K1 die von der Hilfswicklung an Z eingespeiste Energie abzüglich zwei Diodenstrecken an F wieder rauskommen zur Erregerwicklung.

Ich vermute inzwischen, dass die gemessenen 3VAC vom unerregten Generator an Z doch mit etwa 2VDC an F ausreichen, um einen geringen anfänglichen Erregerstrom fließen zu lassen, was die 3VAC steigen lässt und so fort, bis genügend Hilfsenergie bereitsteht, K1 öffnet und die Regelung mit V7 beginnt.

Solange Max die Messungen mit Z +-10v und 100R an F nicht macht, ist unklar ob K1 niederohmig schließt und V1-4 einwandfrei sind.

Wohin die 0,8mA bei 10V an Z gehen bleibt unklar so lange Spannung an R3 und Widerstand nicht genannt werden. Im BRT12H Datenblatt steht off-state current 0,5-100µA. Auch fehlt noch die Angabe, ob der Koppler schon gewechselt wurde.

OP #7616538
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Wolf17 schrieb:

Solange Max die Messungen mit Z +-10v und 100R an F nicht macht, ist unklar ob K1 niederohmig schließt und V1-4 einwandfrei sind.

100r waren gerade nicht greifbar. Aber ich würde sagen das Relais ist ok.

Den Rest kann ich momentan nicht messen, da ich gestern schon alles ausgelötet habe was ersetzt werden soll.

Angehängte Dateien:
OP #7621212
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Wolf17 schrieb:

Wohin die 0,8mA bei 10V an Z gehen bleibt unklar so lange Spannung an R3 und Widerstand nicht genannt werden. Im BRT12H Datenblatt steht off-state current 0,5-100µA. Auch fehlt noch die Angabe, ob der Koppler schon gewechselt wurde.

Ich habe jetzt alle Kondensatoren und aktiven bauteile erneuert. Die 0,8mA sind nach wie vor da. Über R3 messe ich keine Spannung. Der Optokoppler wurde dementsprechend auch gewechselt.

OP #7621267
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So jetzt tut sich zumindest etwas. Nachdem ich der Erregerwicklung eine kleine "Starthilfe" mit einer Knopfzelle gegeben habe, passiert das was auf dem Video zu sehen ist.

Das Relais schaltet immer wieder und fällt dann wieder ab.

Wäre es möglich dass ich zu wenig Restmagnetismus im Generator habe? Vielleicht sollte ich eine größere Hilfsspannung als Starthilfe anlegen.

Für mich sieht es so aus als könnte die Hilfswicklung nicht genug Strom für die Erregung zur Verfügung stellen.

https://youtube.com/shorts/HutBs-4PZTs?si=c1Ps1Ht7jT68uxKG

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