Ersatz für BF556C

OP #7618237
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Hallo zusammen,

ich bin bei der Suche nach einem Ersatzteil über dieses Forum gestolpert. Leider bin ich nicht besonders vertraut mit elektronischen Bauteilen, daher fällt es mir schwer, das richtige Bauteil bei den E-Discountern zu finden. Das Bauteil wird in einer Modelleisenbahnlok verwendet und steuert dort eine LED. Laut dem Bauplan sollte es sich um einen BF556C handeln.

Ich habe das alte Datenblatt im Netz gefunden:

VDS ±30 V

VGSoff ID = 200 μA;

VDS = 15 V −0.5 - −7.5 V IDSS drain current VGS = 0 V; VDS = 15 V BF556C 11 - 18 mA

Ptot 250 mW

Kann mir jemand einen passenden Ersatz in SOT-23 nennen, den ich im Netz bestellen kann?

Vielen Dank!

Tobias

#7618258
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Man kann auch nach "BF556C equivalent" suchen, und findet z.B.: https://alltransistors.com/mosfet/transistor.php?transistor=1248 und von da aus https://alltransistors.com/mosfet/crsearch.php?&struct=FET&polarity=N&pd=0.25&uds=30&id=0.007&rds=1000&caps=SOT23&cf=on

Nicht wundern, dass da meistens "MOSFET" steht, obwohl es ein junction-FET "JFET" ist. Ein paar JFET stehen auch in der Liste. Die anderen einfach ignorieren, Computer sind doof.

(Firma: Jasinski) #7618263
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Tobias O. schrieb:

Das Bauteil wird in einer Modelleisenbahnlok verwendet und steuert dort eine LED. Laut dem Bauplan sollte es sich um einen BF556C handeln.

Ist er kaputtgegangen oder geht es nur um irgendwelche Umbaumaßnahmen? Das ist ein JFET und man kann diese Transistoren durchaus auch als eine einfache Konstantstromquelle verwenden – deswegen wäre es gut, sich den Schaltplanauszug anzuschauen, um herausfinden zu können, wie er dort genau beschaltet ist, um die LED zu steuern. Sollte er dort wirklich nur als eine simple Konstanstromquelle fungieren, wäre es möglich, ihn durch ein anderes SMD-Bauteil zu ersetzen, welches nur zwei Anschlüsse hat.

OP #7618288
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Es handelt sich um eine ältere Roco-Lok, die der ÖBB-Serie 1020 angehört. Diese wurde mit einer "Tauschplatine" für einen Digitaldecoder ausgestattet. Ich habe die Lokomotive gebraucht erworben und festgestellt, dass eine LED nicht funktioniert. Beim Durchmessen der Platine stellte ich fest, dass das Bauteil BF556C fehlt. An drei anderen LEDs, die funktionieren, ist dieses Bauteil vorhanden.

Im Schaltplan ist die LED an RVL angeschlossen, das ist der zweite BF556C von links. Die LED habe ich natürlich mit externer Stromversorgung getestet.

Vielen Dank für eure Unterstützung! Ich bin wirklich erstaunt, wie schnell hier geantwortet wird!

Angehängte Dateien:
#7618289
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Tobias O. schrieb:

Beim Durchmessen der Platine stellte ich fest, dass das Bauteil BF556C fehlt. An drei anderen LEDs, die funktionieren, ist dieses Bauteil vorhanden.

Die Transistoren arbeiten als Konstantstromquelle für die LEDs. Dem BF556C entspricht der BF513 (mit weniger UDSmax). Man kann aber auch andere JFETs mit weniger IDss nehmen und den Source-Widerstand anpassen.

(Firma: Jasinski) #7618315
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Tobias O. schrieb:

Im Schaltplan ist die LED an RVL angeschlossen, das ist der zweite BF556C von links.

Wenn man nicht viel oder kaum Ahnung von Elektronik hat, dann am besten nach diesem BF556C suchen und ihn dort wieder einlöten – das ist die sicherste Variante, sofern die Schaltungsteile dort wirklich alles Zwillinge sind. Wenn man etwas Ahnung hat, kann man sich einen Ersatz als THT oder SMD aussuchen, man muss dann aber auf den Typ des Transistors, auf seine Anschlussbelegung und Kennlinien beim Suchen achten, das ist nicht so trivial wie bei einer Suche nach einem Widerstand oder Kondensator – ein externer Testaufbau, um das alles herausfinden zu können, wird dann wahrscheinlich vonnöten und auch sinnvoll sein, um sich die vielen Lötvorgänge auf der Platine der Lok und das wiederholte Auseinanderbauen derer zu ersparen; möglicherweise muss man auch die anderen noch vorhandenen BF556C ersetzen, wenn man LED-Paare in der Lok hat, wo die LEDs dann – unabhängig von der Betriebsspannung – exakt gleich hell leuchten müssen. Wenn man mehr Ahnung von Elektronik hat, könnte man hier – nachdem man sich mit entsprechenden Messungen und einem Oszilloskop vergewissert hat, dass das hier problemlos geht – alle diese Teile möglicherweise vollständig ersetzen, um schaltungstechnisch alles vereinfachen und obendrein noch deutlich kleiner gestalten zu können – in so einem Fall hättest Du hier vermutlich gar nicht erst geposten, sondern es schon längst selbst getan. Es gibt also viele Wege hier – man muss jetzt nur die eigenen Fähigkeiten richtig einschätzen und sich für etwas Passendes für einen selbst entscheiden.

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