H. H. schrieb:
Bob schrieb:
@Freilaufdiode: Der Abschalt(induktions)strom erwischt die Diode in
Sperrrichtung, ja?
Ganz im Gegenteil, der Strom soll ja weiter fließen können.
Sonst hieße sie ja auch eher Sperr- als Freilauf-Diode. Und
dazu müßten Spulen anders funktionieren, als sie es tun...
Man könnte sagen:
Die Diode heißt /deshalb/ Freilaufdiode, weil sie eine "freie
Bahn" für den weiterfließen "müssenden(*)" Strom bietet/ihm
einen "freien Weiter-Lauf" (den sog. Freilaufpfad) gewährt.
Der Strom fließt dazu "im Kreis durch Diode und Spule", bis
er endlich als Verlustleistung [also thermisch, und zwar in
allen Widerstands-Anteilen im Stromflußpfad - ob "gewollte"
(= Rs als Bauteile) oder parasitäre (z.B. PCB-Leitungs-R)]
"sich frei TOT-laufen ;-) hat können".
Ergebnis: Ursprungszustand vor dem Anlegen der U_Betrieb.
{Eben unabhängig davon, ob Motor oder ganz einfache L.}
H. H. schrieb:
Der Anlaufstrom des Motors wird bei über 1A liegen, es sei denn man
unternimmt per Software (PWM) etwas dagegen.
L von Motoren ist beim Einschalten zumeist relativ gering.
Abh. vom Motor sogar "praktisch fast gar nicht vorhanden"
- nur der ("parasitäre") Spulen-R begrenzt nennenswert den
Einschalt- bzw. Blockier-Strom... Jedoch je effizienter der
Motor, desto kleiner ist dieser R gegenüber dem Wert der L.
Und deshalb ist beim Einschalten der Strom erst mal viel
(evtl. 2-5fach) oder teils extrem viel (10-50fach) höher.
BRAUCHEN tut man diesen höheren (bzw. vollen) Strom nur bei
Anwendungen, wo das hohe (bzw. volle) Drehmoment notwendig - Einschalten_unter_voller_Belastung wäre so ein Fall. Und
ansonsten reicht halt sehr häufig auch "sanftes Anfahren".
Nun kann an Motoren (oder div. Ls) auch /gepulste/ U gelegt
werden (PWM / sonstige passende Modulationsart). Weil sie
-durch ihre Eigenschaft als "Stromspeicher/-glätter"- die
Pulse trotzdem in einen glatte(re)n Stromfluß umwandeln.
Und Hinz schlug daher vor, den Endstufen-T immer anfangs
erst mal mit schmäleren, relativ "langsam" in der Breite
ansteigenden Ansteuer-Pulsen einer PWM zu "füttern", damit
das einen deutlich höheren Einschalt- als (Dauer)Betriebs-
Strom verhindere.
(btw./ *:
Die vom T auf die Spule durchgeschaltete Spannung (sobald
"unten verbunden" aka "lowside geschaltet" liegt U_Betrieb
an ihr) hatte sie zu einem bestimmten Stromfluß angeregt.
Man könnte da sagen: "Auf diesen Strom(fluß)wert GELADEN."
Weil man Spulen durch anlegen einer DC-Spannung genauso auf
einen Stromwert /aufladen/ kann wie man Kondensatoren durch
Stromfluß auf einen bestimmten Spannungswert auflädt.
Würde man diesen Stromfluß in der Spule ganz einfach "HART
unterbrechen" (/bei dem aufgeladenen Kondensator entspräche
das dem "Gegenteil": "HART (niederohmigst) kurzschließen"),
quittierte sie das durch SELBSTINDUKTION = hohe Spannung
(/er das durch hohen Kurzschlußstrom).
L und C verhalten sich bzgl. U und I gerade gegensätzlich.)