kennt jemand ein Modul für die Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit von 1-2m in der Ebene (Höhe egal) für GPS oder Galileo? Es darf auch einige Minuten zur Bestimmung brauchen, wenn es nicht mehr bewegt wird (Beschleuigungssensoren) soll die genaue Position bestimmt werden.
Ist aber nicht ganz billig, das Modul kostet ab ca. 130,-
Der Preis ist schon etwas zu hoch, ganz so genau muß es nicht sein. Da die Geräte auch gestohlen werden können sollte der Modulpreis max. bei 50€ liegen.
Ich hatte noch vergessen, es sollte auch bei -20Grad noch funktionieren.
Ach, ab einem Modulpreis von 51€ traut sich kein Langfinger und Ganove
daran?
Was soll diese Aussage? Der Gesamtpreis des Gerätes darf einen bestimmten Wert nicht übersteigen, weil der Diebstahl in diesem Fall leider mit kalkuliert werden muß und es nicht nur um eins geht, sondern ca. 50 Geräte.
Günstige GPS-Module gibts natürlich auch schon ab 10...15€, aber aus denen kommt m.W. lediglich ein bereits "fertiger" NMEA-Datenstrom per UART/RS232, den du dann noch parsen musst (Lib). Damit kommst du auf irgendwas um die 2...5m Genauigkeit.
Günstige GPS-Module gibts natürlich auch schon ab 10...15€, aber aus
... Damit kommst du auf irgendwas um die 2...5m Genauigkeit.
billig gibts bei Ali für 3€, aber die möchte ich eben nicht haben.
@roehrmond: Es werden NiMh-Akkus werden, eben wegen des Temperaturbereiches.
Es geht darum den Punkt (Gerät) in Besipiel einer der beiden Linen eindeutig zuzuordnen. Diese Linien sind etwa 4m auseinander. Freie Sicht ist vorhanden.
kennt jemand ein Modul für die Positionsbestimmung mit einer Genauigkeit
von 1-2m in der Ebene (Höhe egal) für GPS oder Galileo?
Such mal nach "Precise Point Positioning" (PPP)
Du brauchst dazu Referenzdaten von einem Empfängernetzwerk, online oder für offline Korrektur.
Hast du geprüft, ob EGNOS für deine Anforderungen reicht?
Oder du brauchst Stunden, um vernünftige Schätzwerte für die Position zu bekommen.
Als vor über 30 Jahren die ersten GPS-Geräte auf Segelbooten aufkamen, mit der damaligen Steinzeitempfängertechnik und einer offiziell genannten Genauigkeit von an die 100m, konnten man mit denen nach einem Tagestörn schon erkennen, ob man im Hafen wieder in der selben Box lag, oder eine daneben.
Die Genauigkeit der Empfänger hat sich seitdem signifikant verbessert.
Die Genauigkeit der Empfänger hat sich seitdem signifikant verbessert.
Die von Dir beschriebene Ungenauigkeit von 100 Metern hatte in erster Linie damit zu tun, dass GPS für Zivilisten absichtlich nur verschlechtert empfangen werden konnte (im Gegensatz zu US-amerikanischen Nutzern des Militärs). Erst seit 2000 steht die volle Nutzung auch Zivilisten zur Verfügung.
Die Genauigkeit der Empfänger hat sich seitdem signifikant verbessert.
Die von Dir beschriebene Ungenauigkeit von 100 Metern hatte in erster
Linie damit zu tun, dass GPS für Zivilisten absichtlich nur
verschlechtert empfangen werden konnte (im Gegensatz zu
US-amerikanischen Nutzern des Militärs). Erst seit 2000 steht die volle
Nutzung auch Zivilisten zur Verfügung.
In Wirklichkeit wurde die absichtliche Ungenauigkeit auch vorher nicht
eingeschaltet. Das Signal hatte immer die volle Genauigkeit.
Ach was. Warum haben Europa, Russland und China den milliardenschweren Aufwand für ein eigenes Ortungssystem betrieben, wenn doch bereits ein vollständiges Netz vorhanden war?
Als vor über 30 Jahren die ersten GPS-Geräte auf Segelbooten aufkamen,
mit der damaligen Steinzeitempfängertechnik und einer offiziell
genannten Genauigkeit von an die 100m, konnten man mit denen nach einem
Tagestörn schon erkennen, ob man im Hafen wieder in der selben Box lag,
oder eine daneben.
Die hohe Ungenauigkeit lag nicht an der "damaligen Steinzeitempfängertechnik", sondern an der Aussendung durch die Satelliten. Die Signale wurden am 2. Mai 2000 umgeschaltet.
In Wirklichkeit wurde die absichtliche Ungenauigkeit auch vorher nicht
eingeschaltet. Das Signal hatte immer die volle Genauigkeit.
Unsinn
Natürlich war sie auf den zivil nutzbaren Signalen vorher eingeschaltet oder wieso sollen sich deiner Meinung nach die mit zivilen Empfängern bestimmbaren Positionen am 2000-05-02 schlagartig um etwa einen Faktor 10 verbessert haben?
Die Aussagen von Leuten auf https://www.gps.gov/ dürften schon halbwegs
zutreffend sein.
Falls meine Aussage nicht richtig rüber kam: GPS war früher durch SA ungenau, die von Dir verlinkte Seite stimmt mit dem überein was die Timenuts Leute schreiben.
Bewegt sich das Gerät, und mit welcher Geschwindigkeit?
Es geht um die Position nach der Bewegung, es steht dann still (Schankungen nur im cm-Bereich durch Wind). Ich kann also ein paar Minuten die Messungen mitteln.
Es geht um die Position nach der Bewegung, es steht dann still
(Schankungen nur im cm-Bereich durch Wind). Ich kann also ein paar
Minuten die Messungen mitteln.
Durch Mitteln über ein paar Minuten bei guten Bedingungen wird sich die Position vermutlich innerhalb der gewünschten Grenze befinden.
Allerdings hat die Ionosphäre den größten Einfluss auf die Genauigkeit und ohne Korrekturdaten kann eine weitere Messung ein paar Stunden später ein Ergebnis liefern dass von der vorherigen Messungen um mehr als die gewünschte Grenze abweicht (auch wenn man jedesmal gemittelt hat).
Allerdings hat die Ionosphäre den größten Einfluss auf die Genauigkeit
und ohne Korrekturdaten kann eine weitere Messung ein paar Stunden
später ein Ergebnis liefern
Korrekturdaten für die Ausbreitung in der Ionosphäre liefert EGNOS (oder welches SBAS auch immer) dem Empfänger frei Haus. Er muss nur die Ohren aufsperren.
Korrekturdaten für die Ausbreitung in der Ionosphäre liefert EGNOS (oder
welches SBAS auch immer) dem Empfänger frei Haus. Er muss nur die Ohren
aufsperren.
Für die gewünschte Genauigkeit sind Korrekturdaten einer Station in der Nähe der Messung entscheidend (Größenordnung nicht mehr als 100 km Abstand).
Siehe Bild, aus "GPS und GNSS: Grundlagen der Ortung und Navigation mit Satelliten" von uBlox, Version Oktober 2011.
In der Beschreibung zum NEO M9N geben sie bei Nutzung von EGNOS 1.5 m CEP für die horizontale Genauigkeit der Position an, d.h. 50% der Positionen liegen in diesem Kreis. Daraus schließe ich, dass das für das gesamte Einzugsgebiet von EGNOS gilt, egal wie weit die nächste RIMS entfernt ist.
https://content.u-blox.com/sites/default/files/NEO-M9N_ProductSummary_UBX-19027207.pdf
Vielen Dank an der regen Teilnahme. Fasse ich das jetzt richtig zusammen:
Empfänger kann günstig sein, wenn die Korrekturdaten in der Nachbearbeitung richtig verarbeitet werden? Dazu muß der Empfänger aber vermutlich Rohdaten ausgeben, ich eine Internetverbindung haben und ich brauche erst noch ein Mathestudium um das alles zu verarbeiten.
Ich nehme einfach 5 Minuten alle Positionsdaten zusammen und mittle die, dann habe ich auch meine gewünschte Genauigkeit.
Empfänger kann günstig sein, wenn die Korrekturdaten in der
Nachbearbeitung richtig verarbeitet werden? Dazu muß der Empfänger aber
vermutlich Rohdaten ausgeben, ich eine Internetverbindung haben und ich
brauche erst noch ein Mathestudium um das alles zu verarbeiten.
Rohdaten ausgeben können viele GPS Module. Die Frage ist ob Du problemlos an die Daten kommst. Falls ja kann z.B. RTKLIB die Auswertung machen, das kann auch nachträglich gemacht werden (Post-Processing) wenn die Position nicht sofort zum Messzeitpunkt bestimmt werden muss.
Ich nehme einfach 5 Minuten alle Positionsdaten zusammen und mittle
die, dann habe ich auch meine gewünschte Genauigkeit.
Die Daten rauschen nicht nur, sondern driften auch durch die Gegen, je nach dem, wo die einzelnen Satelliten gerade stehen und wie der Zustand der Ionosphäre auf den Signalwegen ist. Außerdem bewegen sich die GPS Satelliten am Himmel nicht sonderlich schnell. Eine Mittelung über 5 Min hilft nur gegen das Rauschen bei der Positionsbestimmung.
Die Daten rauschen nicht nur, sondern driften auch durch die Gegen, je
nach dem, wo die einzelnen Satelliten gerade stehen und wie der Zustand
der Ionosphäre auf den Signalwegen ist.
Allerdings sollte man von im Abstand von einigen Metern platzierten Empfängern erwarten, dass sich der Weg durch die Ionosphäre nicht allzu sehr unterscheidet. Und ebenso würde ich erwarten, dass der zum gleichen Satellit näher stehende Empfänger im ermittelten Ergebnis nicht weiter weg steht. Also mal angenommen, beide Empfänger verwenden die gleiche Technik und bei gleichem Zeitpunkt auch die gleichen Sats.
Allerdings sollte man von im Abstand von einigen Metern platzierten
Empfängern erwarten, die sich der Weg durch die Ionosphäre nicht allzu
sehr unterscheidet.
Eben - beide empfangen die Signale etwa mit den gleichen systematischen Zeitfehlern.
Weshalb ich oben schon die Frage anregte, ob denn wirklich eine hochgenaue absolute Positionierung erforderlich ist, oder ob eine gute relative Positionierung ausreicht.
die ublox geben soweit ich mich erinnere bei Abrufen der richtigen Datensätze auch eine Schätzung der Zuverlässigkeit des aktuellen Datensatzes ab, bestimmt nach Satelliten, Signalstärke oder nicht ausreichendem Endergebnis etc..
Ist der Empfang von Galileo bei modernen Empfängern und Navigeräten
eigentlich inzwischen Standard?
Standard ist mittlerweile dass GPS/QZSS, BDS und Galileo in einem Modul unterstützt werden. Eventuell auch noch GLONASS.
Dazu, wenn man es denn bezahlen will, mehr als 100 gleichzeitige Empfangskanäle. Bei, glaube ich, aktuell 160 Kanälen (vier Satellitensysteme, 10 Satelliten pro System gleichzeitig sichtbar, vier Frequenzen pro Satellit) die man für die maximal mögliche Genauigkeit bräuchte, kann man bei modernen Modulen nicht klagen.
Das heißt jetzt nicht, dass jedes Billighandy aus China das kann. Und es heißt nicht, dass es dir was hilft wenn du in einer Gegend bist in der massiv gestört wird https://gpsjam.org. Wobei nicht klar ist welche gestörten Satellitensysteme denn genau in dies Karte eingehen.
Ist der Empfang von Galileo bei modernen Empfängern und Navigeräten
eigentlich inzwischen Standard?
Standard ist mittlerweile dass GPS/QZSS, BDS und Galileo in einem Modul
unterstützt werden. Eventuell auch noch GLONASS.
Dazu, wenn man es denn bezahlen will, mehr als 100 gleichzeitige
Empfangskanäle. Bei, glaube ich, aktuell 160 Kanälen (vier
Satellitensysteme, 10 Satelliten pro System gleichzeitig sichtbar, vier
Frequenzen pro Satellit) die man für die maximal mögliche Genauigkeit
bräuchte, kann man bei modernen Modulen nicht klagen.
Das heißt jetzt nicht, dass jedes Billighandy aus China das kann. Und es
heißt nicht, dass es dir was hilft wenn du in einer Gegend bist in der
massiv gestört wird https://gpsjam.org. Wobei nicht klar ist welche
gestörten Satellitensysteme denn genau in dies Karte eingehen.
Eigentlich suche ich nur ein modernes, bezahlbares Navi, welches
"Fahrspurgenauigkeit" bietet. Navis darf man ja, im Gegensatz zu
"Handys" auch während der Autofahrt bedienen.
Eigentlich suche ich nur ein modernes, bezahlbares Navi, welches
"Fahrspurgenauigkeit" bietet. Navis darf man ja, im Gegensatz zu
"Handys" auch während der Autofahrt bedienen.
Dann mache einen eigenen Thread auf anstatt diesen zu kapern!
Das Therma "Fahrspurgenauigkeit" ist eine andere Baustelle, alle üblichen PKW-Mobilnavis haben eine Straßenkarte und rasten auf die nächstgelegene Straße.
Wetterbedingte Ungenauigkeiten kann ich damit sogar sehen, wenn ich außerorts an einer Ampel mit Bypass für die Rechtsabbieger stehe - das sind bis ca. 10 Meter.
HDOP sagt nichts über die Genauigkeit der Position, sondern liefert eine Aussage über die Streuung der Werte auf Grund der Geometrie der vom Empfänger ausgewertet Satelliten.
Eigentlich suche ich nur ein modernes, bezahlbares Navi, welches
"Fahrspurgenauigkeit" bietet. Navis darf man ja, im Gegensatz zu
"Handys" auch während der Autofahrt bedienen.
Das machen "moderne" Navis lediglich mit Mutmaßungen, nicht mit genauen Messungen.
Weshalb ich oben schon die Frage anregte, ob denn wirklich eine
hochgenaue absolute Positionierung erforderlich ist, oder ob eine gute
relative Positionierung ausreicht.
Ich nehme mal an, dass der TO nicht versteht, was Du meinst. Deshalb kommt da auch keine Antwort.