Linearregler im Überstrom?!

(Firma: OpenKNX) #7647040
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Hallo zusammen!

Ich habe die Schaltung aus dem Anhang und dabei das Problem, dass in bestimmten Fällen U10 heiß wird und viel zu viel Strom zieht.

Folgende Bedingungen herschen dabei vor:

  • die Optos U1-U4 sind alle "aus" der entsprechende Elektronikteil wird nicht versorgt
  • die FETs sind noch nicht eingelötet
  • V_LED GND_LED: 24V aus Labornetzteil, Strombegrenzung auf 1A

Schalte ich das Labornetzteil an, zieht die Schaltung 9,5mA @ 24V. die 10V sind stabil. Das ist plausibel, 1,8mA je TLP und etwas Bias Current vom Regler..

Schalte ich das Labornetzteil an und stecke dann erst den Stecker für V_LED, zieht die Schaltung ca. 35mA @24V, der Regler wird heiß und V_FET (eigentlich 10V) ist nur noch 3,5V.

Ich verstehe das nicht - Geht der Regler (https://www.lcsc.com/datasheet/lcsc_datasheet_2304140030_UTC-Unisonic-Tech-78L10G-AB3-R_C75500.pdf) in den Kurzschlussschutz? Aber wenn ja, warum? Über die TLPs kann kein nennenswerter Strom fließen, wie denn? Selbst WENN sie "an" wären, könnten maximal 4mA über die 10k pulldowns gehen.

Schrottregler erwischt? Oder Fehler im Schaltungsdesign oder Komponentenauswahl?

Danke für eure Hilfe...

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(Firma: OpenKNX) #7647152
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Danke erstmal. Die Leitung zum Labornetzteil ist 1m. Sollte ich da grundsätzlich einen kleinen Elko vorsehen um solche Spannungsspitzen abzufangen oder evtl eine TVS ? Der Regler ist bis 30V geratet...

Ob die 3,5V schwingen, muss ich mal ein Oszi dran hängen..

Ja, schwingt, die 3,5 sind der mit dem Multimeter gemessene Mittelwert. Oszibild im Anhang.

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#7647167
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Ing-Dom schrieb:

Ja, schwingt, die 3,5 sind der mit dem Multimeter gemessene Mittelwert. Oszibild im Anhang.

Sieht nach einer 8,3 kHz Schwingung aus (120us Periodendauer) -- je 22uf elko an Ein- und Ausgang des Reglers wäre ein erster Ansatz.

Und dann erneut Oszi-Messung .-)

Ich nehme an Spannungs Rückspeisung (von extern) zum Reglerausgang und evtl. Kurzschlüsse hast Du bereits überprüft.

#7647190
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K. S. schrieb:

Ing-Dom schrieb:

Schalte ich das Labornetzteil an und stecke dann erst den Stecker für V_LED,

Lange Leitungen und nur Kerkos können böse Überschwinger geben, hab schon Peaks bis zum 2-3 fachen der Eingangsspannung gemessen.

Ing-Dom schrieb:

Ich kann das mit den 22uF schon mal probieren, jedoch hab ich dafür eigentlich keinen Platz auf dem fertigen Design...

Linear meint, ein Widerstand tut es auch. In deinem Fall stört auch der Spannungsabfall nicht, eher im Gegenteil.

1
Series resistance between the supply and the LT3042 input also
2
helps stabilize the application; as little as 0.1Ω to 0.5Ω suffices.
3
This impedance dampens the LC tank circuit at the expense of dropout
4
voltage. A better alternative is to use a higher ESR tantalum or
5
electrolytic capacitor at the LT3042 input...
(Firma: OpenKNX) #7647212
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Bauform B. schrieb:

Linear meint, ein Widerstand tut es auch. In deinem Fall stört auch der Spannungsabfall nicht, eher im Gegenteil.

1
Series resistance between the supply and the LT3042 input also
2
> helps stabilize the application; as little as 0.1Ω to 0.5Ω suffices.
3
> This impedance dampens the LC tank circuit at the expense of dropout
4
> voltage. A better alternative is to use a higher ESR tantalum or
5
> electrolytic capacitor at the LT3042 input...

Das wäre natürlich einfach. Spannungsabfall bei 15mA und 1 Ohm wäre ja läppische 0,015V, total irrelevant oder hab ich gerade einen Denkfehler?

(Firma: OpenKNX) #7647216
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Udo S. schrieb:

Bauform B. schrieb:

A better alternative is to use a higher ESR tantalum or electrolytic capacitor at the LT3042 input...

Ohne jetzt in das Datenblatt geschaut zu haben: Ich lese das so, dass am Eingang der Kerko nichts verloren hat und statt dessen ein kleiner Elko hin sollte.

Lese ich aus dem Datenblatt SO nicht raus, kann aber am Empfänger (mir) liegen.

#7647231
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Udo S. schrieb:

Bauform B. schrieb:

A better alternative is to use a higher ESR tantalum or electrolytic capacitor at the LT3042 input...

Ohne jetzt in das Datenblatt geschaut zu haben: Ich lese das so, dass am Eingang der Kerko nichts verloren hat und statt dessen ein kleiner Elko hin sollte.

Nein, gemeint ist Kerko plus Elko, siehe auch

Andrew T. schrieb:

je 22uf elko an Ein- und Ausgang des Reglers wäre ein erster Ansatz.

Ich hab' wohl das Zitat aus dem LT3042-Datenblatt zu stark gekürzt, aber es geht ja darum, statt Elko einen Widerstand zu verwenden. Ich würde dem soviel Ohm spendieren, wie er Verlustleistung verträgt.

#7647234
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Bauform B. schrieb:

Nein, gemeint ist Kerko plus Elko, siehe auch

Andrew T. schrieb:

je 22uf elko an Ein- und Ausgang des Reglers wäre ein erster Ansatz.

Ich hab' wohl das Zitat aus dem LT3042-Datenblatt zu stark gekürzt, aber es geht ja darum, statt Elko einen Widerstand zu verwenden. Ich würde dem soviel Ohm spendieren, wie er Verlustleistung verträgt.

Danke für die Klarstellung. Ich hätte doch erst in das Datenblatt schauen sollen.

#7647718
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Bauform B. schrieb:

Series resistance between the supply and the LT3042 input also

Bauform B. schrieb:

Ich hab' wohl das Zitat aus dem LT3042-Datenblatt zu stark gekürzt,

Das ist komplett sinnlos, weil er einen 78L10 und keinen LT hat! Aber warum solltest Du differenzieren, dass das unterschiedliche Technologien sind.

Udo S. schrieb:

Ohne jetzt in das Datenblatt geschaut zu haben: Ich lese das so, dass am Eingang der Kerko nichts verloren hat und statt dessen ein kleiner Elko hin sollte.

In so ziemlich allen Datenblättern der 78xx ist am Eingang ein kleiner Kondensator um 0,2..0,47µF zu finden. Oh Wunder, damit spielen die Dinger, ich nehme meist Folienkondensatoren. Also nicht nichts verloren.

Ing-Dom schrieb:

Lese ich aus dem Datenblatt SO nicht raus, kann aber am Empfänger (mir) liegen.

DU hast richtig gelesen, aber ein zusätzlicher Elko am Eingang schadet sicher nicht.

Andrew T. schrieb:

irrelevant oder hab ich gerade einen Denkfehler?

Letzteres. LT3042 ist gänzlich anders konzipiert als Dein 78L10.

So ist das. Die Frage bleibt, warum sein 78L10 schwingt, das bin ich von jeglichen 78xx mit zwei kleinen C dran nicht gewohnt.

Tölpelig aufgebaut, falsche Kerkos gegriffen?

(Firma: OpenKNX) #7647881
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es ist sicher noch kein Meister vom Himmel gefallen, aber ne völlig Katastrophe dürfte mein Layout eigentlich nicht sein, oder?

Eingangs-Kerko 470nF C11 ist ein Samsung CL21B474KBFNNNE Der Kerko am Ausgang 100nF C10 ein Yageo CC0805KRX7R9BB104

0805, X7R, 50V.. Standardware.

Habe testhalber mal 10uF auf C11 und 17Ohm Serienwiderstand. Damit ist das Problem weg. Die Lösung gefällt mir aber nicht..

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#7648313
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Hp M. schrieb:

Manfred P. schrieb:

Tölpelig aufgebaut,

Ja, vermutlich ungünstiges Layout. "GND" ist meist kein Supraleiter, und selbst der hätte noch Induktivität.

Versehentlich eine Induktivität zu layouten, die mit den vorhandenen Kondensatoren eine Frequenz von 8kHz erzeugt, halte ich für schwierig.

Ich kann auch nicht erkennen, wo GND mit GND_LED verbunden ist.

Die isolierten Treiber lassen vermuten, dass diese Verbindung unerwünscht ist.

Gruß, Roland

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