Ich habe hier einen BASBA Wechselrichter 24V 230V 2500W Sinus BaSBa BW-2500-24.
Ein Freund hat versehentlich bei einer Schaltung, Netzspannung über eine der Ausgangssteckdosen geleitet.
Das Gerät springt an, liefert aber keine Ausgangsspannung mehr.
Nachdem ich das Gerät geöffnet habe, habe ich Durchgang an L,N und PE der Ausgangssteckdosen gemessen. Auch die Platinenpunkte für "AC out 1" und "AC out 2" zeigen mir Durchgang an.
Außerdem hat es auf der Eingangsseite eine 20A Keramiksicherung und 5 blaue relativ große 0.1 Ohm
Shunt Widerstände (vermute ich) direkt daneben geschmort. Auf der Platine steht "R1-R5 0.1", also gehe ich davon aus, dass hier 0.1 Ohm gemeint sind. Messen lassen sich die Widerstände nicht mehr, da sie entweder O.L. oder mehrere Kiloohm anzeigen.
(Siehe angehängte Bilder)
Ich werde diese Widerstände und die Sicherung tauschen, glaube aber nicht, dass das wirklich das Problem mit dem Ausgang lösen wird.
Habt ihr eine Idee, wie ich hier schrittweise vorgehen könnte?
Schaltpläne gibt es für die Dinger soweit ich weiß nicht. Ein Oszilloskop wäre für die Fehlersuche vorhanden. Fotos könnte ich gerne bereitstellen.
Ohje... wirf das Gerät wieder zurück zu deinem Freund. Du investierst viel Zeit und Geld und danach kann es sein das der wieder den Geist aufgibt. Die Geräte halten im besten Fall 1-2 Wochen im 100% ED Betrieb.
Ja, da ist die Einspeisung ins Hausnetz wohl nach hinten losgegangen...
Das scheint eine größere Variante der üblichen Chinaböller zu sein. Bei solchen Ereignissen reißt es fast immer die komplette Phasenerkennung und Einspeisung mit weg...
Ein Freund hat versehentlich bei einer Schaltung, Netzspannung über eine
der Ausgangssteckdosen geleitet.
Würde ich an "den Freund" zurückgeben. Alleine schon wegen der Haftung.
Dann dürfte niemand mehr privat irgendwelche Reparaturen für Freunde ausführen, wo sich irgendein Gefahrenpotential verstecken könnte.
Also so gut wie alles..
Wenn die 400V? Zwischenkreiselkos noch ganz sind, alle Halbleiter ab dem Zwischenkreis auslöten und messen, ebenso deren Ansteuerschaltung.
Möglicherweise sind das nur 4 Halbleiter in der Vollbrücke, die den AC 50Hz Sinus mit kHz-PWM nachbildet.
Wenn die 400V? Zwischenkreiselkos noch ganz sind, alle Halbleiter ab dem
Zwischenkreis auslöten und messen, ebenso deren Ansteuerschaltung.
Möglicherweise sind das nur 4 Halbleiter in der Vollbrücke, die den AC
50Hz Sinus mit kHz-PWM nachbildet.
Die Zwischenelkos, das sind die zwei Reihen (13 und 9 Stück jeweils), schwarzer Elksos in der Mitte, oder? Reicht da eine Sichtprüfung oder muss ich auch die ausbauen und testen?
Der kleine Kühlkörper ist in den angehängten Bildern zu sehen.
Wenn die 8 Halbleiter raus sind, die Ansteuerung passiv prüfen, idealerweise mit Kennlinienanzeiger, notfalls Widerstandsmesser. Man hat ja immer einen zweiten Teil zum vergleichen.
Dann einschalten und auf plausible Zwischenkreisspannung an den 500V Elkos testen. VORSICHT, die Spannung ist tötlich und bleibt länger stehen. Vor dem weiterarbeiten auf Abbau warten.
Von den 8 Halbleitern sind wahrscheinlich noch 4 in Ordnung. Die als Vollbrücke einbauen und Wechselrichter mit 100W Last auf Funktion prüfen.
Dann entscheiden ob neue Halbleiter oder wergwerfen angebracht ist.
Was die Z-Diode (18V) und die Keramik Sicherung (20A) angeht, bin ich nicht sicher welche zusätzlichen Charakteristiken ich brauche. Schnell- oder Langsamauslösend, usw.
An den Zwischenkreiselkos liegt nach Aufladung ca 400V an. Der Kurzschluss an den Ausgangssteckdosen ist durch das Herausbauen der IGBTs auch behoben.
Ich hoffe, dass der Wechselrichter nach Austausch der Bauteile wieder funktioniert.
Das Problem ist, dass die Bauteile von außen einwandfrei aussehen.
Hab vor ca 1 Jahr so ein ähnliches Teil repariert. Ein Bekannter hatte es parallel zum Netz angeschlossen. Da waren nur 4 IGBTs defekt.
Hatte neue bei Ali bestellt und bekommen. H. H. (hhinz) hat sie als "Eigenmarke" identifiziert. Haben dennoch funktioniert. Das Teil ist offenbar immer noch im Einsatz.
So edle sind da nicht nötig. Und es dürfen auch Metalloxid sein.
Das Problem ist, dass ich keine finde, die vorrätig sind.
Die Bauform ist ca. 4x15 mm, sie sind blau und die Farbringe lassen sich nicht mehr erkennen. Auf der Platine steht "0.1". Ich bin mal von 3W Ratings ausgegangen.
Was mich etwas irritiert ist, dass ich nur welche mit schwarzer Linie bei der Kathode finde (so wie bei den senkrechten Z-Dioden auf den Fotos). Die, die ich tauschen muss, hat aber einen grünen Streifen (waagerechte Z-Dioden).
Auf der Platine steht "ZMM18HSC"...
und die Keramik Sicherung (20A) angeht, bin ich
nicht sicher welche zusätzlichen Charakteristiken ich brauche. Schnell-
oder Langsamauslösend, usw.
Eine superflinke könnte die IGBTs gerade eben so schützen. Ansonsten
dient die eher dem Brandschutz, und dann darfs auch träge sein.
Sind zwar nicht beige wie die alten aber sollten von den Charakteristiken passen, oder?
Habe nach dem auslöten nochmal ein Foto gemacht.
Ich habe möglicherweise einen oder zwei Pin-Ringe auf der Platine verletzt/abgelötet... Ich hoffe, die entsprechen Ringe auf der Rückseite reichen für einen Kontakt. Kann man sowas reparieren?
Wie entfernt ihr denn das übrige Lötzinn aus dem Löchern? Entlötlitze und Absaugpumpe haben mehr schlecht als recht geholfen.
Temperaturmäßig war ich bei der Lötstation bei 350-380 °C, mit dem Lötkolben habe ich es mit 350°C versucht... Ging relativ schwer trotz der hohen Temperaturen.
Was mich etwas irritiert ist, dass ich nur welche mit schwarzer Linie
bei der Kathode finde (so wie bei den senkrechten Z-Dioden auf den
Fotos). Die, die ich tauschen muss, hat aber einen grünen Streifen
(waagerechte Z-Dioden).
Der Strom ist blind.
Auf der Platine steht "ZMM18HSC"...
Diotec macht halt hellblaue Kringel dran, Vishay schwarze.
Ich habe möglicherweise einen oder zwei Pin-Ringe auf der Platine verletzt/abgelötet... Ich hoffe, die entsprechen Ringe auf der Rückseite reichen für einen Kontakt. Kann man sowas reparieren?
Wie entfernt ihr denn das übrige Lötzinn aus dem Löchern? Entlötlitze und Absaugpumpe haben mehr schlecht als recht geholfen.
Temperaturmäßig war ich bei der Lötstation bei 350-380 °C, mit dem Lötkolben habe ich es mit 350°C versucht... Ging relativ schwer trotz der hohen Temperaturen.
Noch mal eine Frage zu dem Wechselrichtern allgemein.
Das Teil ist mit ~420 Euro ziemlich teuer...
Hier nochmal der Link dazu:
Ich habe möglicherweise einen oder zwei Pin-Ringe auf der Platine
verletzt/abgelötet... Ich hoffe, die entsprechen Ringe auf der Rückseite
reichen für einen Kontakt. Kann man sowas reparieren?
Zeig die Baustelle.
Wie entfernt ihr denn das übrige Lötzinn aus dem Löchern? Entlötlitze
und Absaugpumpe haben mehr schlecht als recht geholfen.
Temperaturmäßig war ich bei der Lötstation bei 350-380 °C, mit dem
Lötkolben habe ich es mit 350°C versucht... Ging relativ schwer trotz
der hohen Temperaturen.
Kurze, dicke Lötspitze nehmen!
Falls ich den nicht zum laufen bekomme, kann ich den nicht mit einem
günstigeren ersetzen? Müsste ich da mit großen Nachteilen rechnen?
Wie entfernt ihr denn das übrige Lötzinn aus dem Löchern? Entlötlitze
und Absaugpumpe haben mehr schlecht als recht geholfen.
Ich halte gerne die Absaugpumpe von einer Seite direkt auf das Loch, von der anderen mit Lötkolben und etwas frischem Lötzinn drauf und nach bedarf etwas erwärmen lassen, dann Pumpe auslösen, fertig. Danach sind die Löcher meist blitzeblank.
Ich habe möglicherweise einen oder zwei Pin-Ringe auf der Platine
verletzt/abgelötet... Ich hoffe, die entsprechen Ringe auf der Rückseite
reichen für einen Kontakt. Kann man sowas reparieren?
Die Ansteuerschaltung mit 2xD und 3xR wird zu mehr als dem Gate eine Verbindung haben. Am besten Schaltplan rauszeichnen. Die Verbindungen bei allen 8 Transistoren von der übriggebliebeneb Durchkontaktierung zur Ansteuerschaltung durchmessen. Auch nochmal nach dem Einlöten.
Fehlende Verbindungen mit dünnem Draht machen.
Auf der Unterseite fehlende Leistungsverbindungen mit 0,8mm Draht machen.