Hallo
J. V. schrieb:
Das Blatt ist zu einem lieblosen Werbeträger verkommen welcher in Zeiten
des Internets keinerlei Daseinsberechtigung mehr hat.
Ist das nicht bei jeder "Elektronik-Fachzeitschrift" seit den frühen 2000er der Fall?!
Selbst die überteuerte Elektor, die eigentlich bei dem Preis vollkommen werbefrei (auch von"Verlagseigenwerbung") sein sollte, ist voll damit.
Ich wunder mich immer noch, wie die Elektor als (letztes deutschsprachiges?) gedrucktes Magazin im Hobbyumfeld durchhalten konnte.
Wirklich alles, was dort seit etwa 15 Jahren verbreitet wird, findet man im Netz, mal ganz abgesehen von den überteuerten Platinen und "Spezialwerkzeugen" oder gar den diversen Seminaren, die sich niemand im Hobbyumfeld leisten kann und will.
Das alles bekommt man deutlich preiswerter mit etwas suchen und warten (Platinen in Auftrag geben) direkt beim "Chinesen" und selbst weitab vom Elektor Verlag Preis bei diversen europäischen Weiterverkäufern, bzw. kostenlos mit nur ein klein wenig Suchen bei Youtube als Videoseminar, bei denen man sogar auf der Couch hingelümmelt teilnehmen kann und meist sein Level auswählen kann.
Michael B. schrieb:
Die müssen die Urheberrechte abwarten, das kann schon msl 80 Jahre
dauern.
Wenn die Eier in der Hose hätten, würden sie ihre Server halt in passenden Staaten aufstellen, denen das Urheberrecht in der Praxis egal ist...
80 Jahre Urheberrecht (mit Möglichkeiten die 80 Jahre Grenze zu verlängern auf das die Erben der Erben die Kuh auch noch Melken)ist einfach nur Krank, aber leider Realität.
Ich (wie jeder Handwerker, Büroarbeiter, Dienstleister, Transporteur,..) kann meine Arbeitsleistung auch nur einmal verkaufen...
Für die "Kreativen" und Abmahnanwälte (besonders Schlimm bei den audiovisuellen Medien im Netz- siehe die diversen Kämpfe und Fallen bei Youtube und Co.) muss es aber dieses Bonbon (neben so vielen weiteren) geben.
20 Jahre ohne irgendwelche Verlängerungsmöglichkeiten und Tricks währen mehr als genug...!
egrator ●. schrieb:
eigentlich können alle Printmedien eingestampft werden.
Die hiesige Lokalzeitung z.B.
Strotzt nur so von Druck-/Rechtschreibfehlern.
Na und ?!
Die Botschaft und Meinung ist das, was wichtig ist und verkauft wird (man muss ihr nicht zustimmen, aber darum werden "Zeitungen" egal ob Print oder Online) gelesen und abonniert.
●DesIntegrator ●. schrieb:
-Die Du im übrigen bei der viel gescholtenen Bild-Zeitung
zumindest nicht wirklich findest.
Liegt wohl an dem großen Anteil kleinkarierter Leser.... der Rechtschreibung wichtiger als guter und fairer Journalismus ohne generelle Schuldweisungen und eine allgemeine Politik schelte (aber nie auch nur ansatzweise eine Publikumsbeschimpfung) ist.
Christoph db1uq K. schrieb:
Und als die "Funkschau" anfing, nur noch über Handies zu schreiben habe
ich die auch abbestellt. Aus Elektor war ich irgendwann rausgewachsen
und habe das Abo gekündigt. Es blieb im wesentlichen bei
Amateurfunkzeitschriften und Vortragsskripten.
Ich hatte zwar nie eine dieser Zeitschriften abonniert, aber gerne ältere (jeweils so ca. 3 Monate alt ganz leicht "kastrierte" der Titel wurde entfernt) als "quasi Neu" für 1/3 oder sogar 1/4 des Preises auf "spezialisierten" Flohmärktständen gekauft.
Und ja die Funkschau war genau aus den gleichen Gründen als Erstes liegen geblieben und von der Elektor habe ich mich -obwohl kostenlos und im zweiten Monat entleihbar - ganz aktuell sind es leider alle Zeitschriften nicht) sogar bei "meiner" Stadtbibliothek verabschiedet und lasse sie nach kurzer Begutachtung (Mit der dummen Hoffnung auf ein Wunder...) liegen.
Den Funkamateur habe ich seit Jahren (bald Jahrzehnten - ab zwei kann man ja die Mehrzahl nutzen) abonniert, muss aber feststellen das immer mehr Informationen, "Anleitungen" Bastelvorschläge teileweise nah an einer 1:1 Kopie im Netz zu finden sind und das eigentlich nur noch journalistische Amateure und immer weniger technische Koriphäen und echte (im guten Sinne) "Super" Spezailisten Beiträge schreiben.
Dass sich an moderne Dinge nicht im Detail(!) Z.B sowas wie:
"Wie funktioniert genau ein echter und genutzter Spachcodec -entwickeln- wir doch mal zusammen einen von null an" oder Erklärungen der Mathematik hinter manch moderner Verfahren und Testhintergründe, usw.
nicht gewagt wird, ist auch traurig - gerade in solchen Punkten könnte ein Printmagazin Vorteile bieten.
Aber ja, sowas zieht sich über viele Ausgaben hin, muss von geeigneten Autoren geschrieben werden ("Hochschulprofessoren", die aber sowas "Grundschülern" beibringen können).
Im analogen GHz Bereich (Sender-Empfängerbau und technische Details mit Berechnungen,...) und bei tiefgehenden Details zu richtigen umfangreichen technischen Test und umfangreichen Messungen bei analogen (KW) Sendeempfängern gab es das mal vor vielen Jahren, allerdings auch nur von wenigen und in der Szene bekannten Autoren, bei "modernen" Digitalen Übertragungsverfahren reicht es leider nur zu erweiterten Grundlagen bei den Modulationsarten und nur sehr Oberfläche Information zu den Codecs, (modernen) Kompressionsverfahren aus.
Wie werden denn genau(!) technisch und mathematisch Signale aus den rauschen herausgeholt? Das verständlich für den "normalen" Funkamateur erklärt wäre z.B. ein echter Bringer.
In "Hochschulsprech" für 1er-Abiturienten in der Mathematik findet man das alles auch Online manchmal sogar als Vorlesungsvideos nur als "normaler" Funkamateur und Hobbyelektroniker (aber auch Facharbeiter im E-Technikumfeld) hat man bedauerlicherweise gar nichts davon...
Ich bin jetzt ein wenig ins OT geraten - aber wen auch der Funkamateur nicht langsam richtig im jetzt ankommt und mehr bietet (Richtige eigene Autoren, und sich nicht auf Hobbyschreiber verlässt, die mal Lust auf Veröffentlichungen haben oder eben auch mal nicht und deren Informationen man letztendlich immer irgendwo kostenlos und aktuell Online findet) tja dann ist es nur eine Frage ob ich zuerst mein Abo kündige oder der Verlag mir (und den wenigen Fanboys) kündigen muss, weil die Zeitschrift nicht mehr produziert wird...