Als erstes wären Eigentumsverhältnisse und Erlaubnisse einzuholen. Bist
nur Mieter wirds evtl. eine Sachbeschädigung...
Das ist ein guter und wichtiger Hinweis in dem Zusammenhang, aber als erstes würde ich das gerne planen, und mit dem genauen Plan die Erlaubnis einholen, weil es vermutlich einfacher ist, eine Erlaubnis zu bekommen, wenn man nicht komplett planlos wirkt.
Die innere Wand ist aus Sandstein. Die äußeren sind aus Beton. Ob ich daraus schließen kann, dass die innere nichttragend ist, weiß ich nicht.
Ob es die Stabilität so beeinträchtigen kann, wenn bei einer 20cm (inkl. Putz) dicken Wand rechts und links an einer Stelle 4 fehlen, und mit einem schmalen Tunnel verbunden sind, ist die andere Frage.
Auf jeden Fall hat die Wand bereits an mehreren Stellen Unterputzdosen, jedoch noch keine, die direkt gegenüber liegen. Bisher sind alle versetzt angebracht.
Achja: Ich habe mir die Steckdosen in der Wohnung angeschaut und sie scheinen fast zu 100% an solchen Innenwänden angebracht zu sein, nur ganz vereinzelt, wo es vermutlich nicht anders geht, an Außenwänden der Wohnung. In derselben Innenwand, in die ich die Dosen einbringen möchte, sind übrigens 2 Zimmertüren.
Das ist ein guter und wichtiger Hinweis in dem Zusammenhang, aber als
erstes würde ich das gerne planen, und mit dem genauen Plan die
Erlaubnis einholen, weil es vermutlich einfacher ist, eine Erlaubnis zu
bekommen, wenn man nicht komplett planlos wirkt.
Andererseits kannst du ja vorher erstmal fragen, ob es denn überhaupt eine Chance gibt und die konkrete Genehmigung dann mit deinen Plänen einholen. Ansonsten hättest du umsonst geplant.
Da soll ein Netzwerkkabel rein. Ein 10mm Loch/Außendurchmesser vom
Leerrohr sollte dafür reichen.
Aktuelle Netzwerkkabel sind bereits bei ca. 7mm Außendurchmesser, da dürfte 10mm Loch/Außendurchmesser vom Leerrohr unnötig knapp werden. Ich würde da dann eher auf ein größeres Loch gehen oder halt 2 kleinere, weil du evtl. auch 2 Kabel durchstecken willst, wenn du schonmal den Aufwand treibst.
Evtl. eine Dose durch eine Kaiser Elektronik-Dose ersetzen?
Cool! Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt.
Du hast natürlich völlig recht (hab schon ein paar mal Netzwerkleitungen in bestehenden Dosen verlegt), dass die Gefahr bei einem kurzen Kabelweg besteht, dass sehr viel Druck auf das Kabel kommt, bzw. ich die Buchse nicht reinbekomme.
Ich kann mir gut vorstellen, dass Dein Vorschlag die perfekte Lösung für das Problem wäre. Werde ich mir mal anschauen.
Da soll ein Netzwerkkabel rein. Ein 10mm Loch/Außendurchmesser vom
Leerrohr sollte dafür reichen.
Lösung für Ängstliche:
Da bohrst du einfach nur ein 10-mm-Loch durch die Wand und schraubst zwei Aufputz-Steckdosen ein paar Zentimeter daneben. Ist auch einfacher anzuklemmen als im engen Raum der UP-Dosen.
Das juckt jedenfalls die Statik nicht und falls es eine Mietwohnung ist, kannst du das Loch später zugipsen wie ein Dübelloch.
Lösung für Ängstliche:
Da bohrst du einfach nur ein 10-mm-Loch durch die Wand und schraubst
zwei Aufputz-Steckdosen ein paar Zentimeter daneben. Ist auch einfacher
anzuklemmen als im engen Raum der UP-Dosen.
Das juckt jedenfalls die Statik nicht und falls es eine Mietwohnung ist,
kannst du das Loch später zugipsen wie ein Dübelloch.
Das ist sicher eine gute Lösung für viele Menschen. Ein 10mm Loch ist wirklich sehr klein und sollte kein Problem sein. Ich habe in meiner alten Wohnung selbst so eine Lösung gehabt.
In diesem Fall ist aber der Leitungsweg langfristig absolut sinnvoll für die Wohnung und ich persönlich habe eine sehr starke Abneigung gegen dicke Klötzchen an der Wand :) Außerdem habe ich mittlerweile meiner Meinung nach genug Wissen und Werkzeug, um es über Unterputzdosen zu realisieren - bin also nicht mehr ängstlich ;)
Tolle Antwort? Wer schon mal dünne tragende spanische Wand gesehen hat, die von beiden Seiten auf gleicher Höhe mit dicken Leerrohren ihrer Statik beraubt wurde, wird sich gleich an Deine wertvollen Hinweise erinnern?
Die gibt es doch schon 100 Jahre, ohne diese Dosen geht keine
Netzwerkdose UP zu verlegen, wegen der Biegeradien.
Ähm... manches geht ganz sicher... aber ich stimme völlig zu, dass man das stundenlange Herumgeknie und Gefriemle und Finger Wundgeschabe lieber umgeht - zumindest wenn man weiß, wie es geht... Ich wusste es vor ein paar Jahren definitiv nicht, als ich bestehende Unterputzdosen zu Netzwerkdosen umgerüstet habe.
Um es präziser auszuführen: Ich habe tatsächlich die Kabel so abgeschnitten, dass kein Puffer in der Dose ist und sie auf direktem Weg ins Rohr gehen. Somit konnte ich die Biegung umgehen.
m es präziser auszuführen: Ich habe tatsächlich die Kabel so
abgeschnitten, dass kein Puffer in der Dose ist und sie auf direktem Weg
ins Rohr gehen. Somit konnte ich die Biegung umgehen.
Wenn ICH so was machen würde, würden nach dem Abschneiden garantiert 5 mm fehlen. :-(
Wenn beide angrenzende Räume in einer Wohneinheit sind, besteht keine Anforderung an den Brandschutz, auch wenn die Wand allein durch die Bauart mindestens F90 bringt. Statisch wirksam kann die Wand sein, diese punktuelle Schwächung wird aber locker abgetragen (Stichwort Lastdreieck).
Achja: Ich habe mir die Steckdosen in der Wohnung angeschaut und sie
scheinen fast zu 100% an solchen Innenwänden angebracht zu sein, nur
ganz vereinzelt, wo es vermutlich nicht anders geht, an Außenwänden der
Wohnung.
Wie du ja schriebst, sind die Außenwände aus Beton. Technisch gesehen ist es durchaus vernünftig, hier so wenig wie nötig Dosen zu setzen, weil diese bedingt durch ihre Einbautiefe bis in die Lagen der Bewehrung ragen. Folglich müsste man mit nicht unerheblichen Aufwand bei den Schalungsarbeiten der Wände schon die Dosen und Leerrohre berücksichtigen. Kostenoptimiert ordnet man die Dosen dann besser an den Innenwänden an.
Sandstein in den Innenwänden bei einem halbwegs modernen Gebäude das Betonaußenwände hat.
Klingt seltsam.
Rüdiger, meinst du vielleicht Kalksandstein?.
Auch eine Wandstärke von 20cm habe ich noch nicht gesehen.
Mir sind gemauert entweder 12cm + Putz oder 24cm + Putz untergekommen.
Tragend sind eigentlich nur 24er Wände.
In Altbauten kenne ich 12er Mauerwerk mit Holzbalken. Da übernehmen die Balken die tragende Rolle.
Schwerer Kalksandstein hat den akustischen Vorteil, dass man Nachbarn weniger hört. Allerdings würde ich die rechteckigen Aussparungen nicht unbedingt mit dem Meißel herausklopfen seit es Dosen-Bohrer und DAS Fein-Tool (Multimaster) mit Diamant-Einsätzen gibt. https://www.youtube.com/watch?v=XOHy_N8PmTs
Auch eine Wandstärke von 20cm habe ich noch nicht gesehen.
Mit Sicherheit ist Kalksandstein gemeint. Und auch wenn die 20cm einschl. beidseitigem Putzauftrag gemessen wurden, was für eine 17,5er Wand spricht, so gibt es ebenso seit einigen Jahren auch die Kalksandsteine in einer Stärke von 20cm - nur als Nebeninfo.
Allerdings würde ich die rechteckigen Aussparungen nicht
unbedingt mit dem Meißel herausklopfen seit es Dosen-Bohrer und DAS
Fein-Tool (Multimaster) mit Diamant-Einsätzen gibt.
Bei einer vergleichbaren Aufgabenstellung habe ich den großen Winkelschleifer mit einer 200er Scheibe genommen. Ja, das gibt Staub... Wenn sowieso das gesamte Zimmer renoviert wird ist das zu vernachlässigen, andernfalls ist mehrfach Bohren und Zwischenräume ausstemmen deutlich weniger staubintensiv.