MOSFET als Schalter für höhere DC Spannung

Gast #7685148
Lesenswert?

Hallo liebe Experten, sicher eine ganz einfache Sache für euch: Ich will eine DC Spannung von ca. 220 V DC (von PV Anlage kommend) schalten. Geschaltet werden soll eine ohmsche Last (Heizstab) von ca. 1 KW, der mit dieser Spannung arbeitet. Habe dazu einen MOSFET (N-Kanal) IRFB 4110 zur Verfügung. Dieser kann die Stromstärke leisten, aber hat nur eine VDSS von 100V. Da der MOSFET als Schalter arbeiten soll, sollte VDSS von 100V trotz 220V DC Betreibsspannungt unkritisch sein - oder ? Tut es dieser MOSFET oder meint ihr, der wird in diesem Betrieb zerstört ? Wenn er durch eine potenzielle Überpannung an DS (>100V) zerstört wird, leitet er dann oder sperrt er im kaputten Zustand (unabhängig von VGS) ?

Vielen Dank für jede Antwort und Hinweis Liebe Grüße David

#7685158
Lesenswert?

Da der MOSFET als Schalter arbeiten soll, sollte VDSS von 100V trotz 220V DC Betreibsspannungt unkritisch sein - oder ?

Echt jetzt? Ueberleg doch mal welche Spannung der Mosfet sieht wenn er ausgeschaltet ist. Ausserdem beruecksichtigt man auch einen gewissen Sicherheitspielraum. Deine Heizung ist sicher zu 99% resistiv. Ich wuerde da ueber einen Mosfet mit 400V nachdenken.

Schaltet man sowas nicht eher mit IGBTs?

DAs aenderte sich im laufe der Jahre wo Mosfet immer besser wurden. Ich weiss auch nicht wo da aktuell der Stand der Dinge ist, aber koennte mir schon vorstellen das es mittlerweile auch Mosfet gibt die das koennen.

Vanye

(Firma: Hobbytheoretiker) #7685172
Lesenswert?

David schrieb:

sollte VDSS von 100V trotz 220V DC Betreibsspannungt unkritisch sein - oder ? > Tut es dieser MOSFET oder meint ihr, der wird in diesem Betrieb zerstört ?

Ein einzelner Mosfet ist sicherlich kaputt, wenn das nicht so gedacht war, dass dieser ein Relais schaltet.

Ab vier bis fünf Mosfets in einer speziellen kaskadierten Schaltung ginge so etwas zu realisieren. Aber da hättest Du soviel Zusatzbeschaltung zu realisieren, dass es deutlich billiger wäre bei Mouser mit 20 Euro Verpackungspauschale einen einzelnen passenden Mosfet zu kaufen.

Gast #7685183
Lesenswert?

IRF 740, 400V 10A, 550mOhm

natürlich kann man sowas heute mit Mosfets schalten,

ich würde aber eher einen etwas stärkeren Typen nehmen wie den IRVP360, der hat nur 200mOhm, da ist man dann beim Spannungsabfall ähnlich wie bei einem IGBT unterwegs

IGBT geht natürlich auch, der ist etwas billiger

Gast #7685226
Lesenswert?

David schrieb:

Ich will eine DC Spannung von ca. 220 V DC (von PV Anlage kommend) schalten. Geschaltet werden soll eine ohmsche Last (Heizstab) von ca. 1 KW, der mit dieser Spannung arbeitet.

Nicht schon wieder ein Einspeiseverweigerer.

Und DC mag der Heizstab eh nicht.

Gast #7685244
Lesenswert?

H. H. schrieb:

David schrieb:

Ich will eine DC Spannung von ca. 220 V DC (von PV Anlage kommend) schalten. Geschaltet werden soll eine ohmsche Last (Heizstab) von ca. 1 KW, der mit dieser Spannung arbeitet.

Nicht schon wieder ein Einspeiseverweigerer.

Nicht schon wieder einer, der nichts zur Antwort beiträgt...

Und DC mag der Heizstab eh nicht.

Es ist ein normaler ohmscher Verbraucher, warum soll dieser DC nicht mögen

Beim nächsten Beitrag bitte auf die Frage(n) antworten und keine inkompetenten Klugscheisserkommentare abgeben !

Gast #7685407
Lesenswert?

Felix A. schrieb:

David schrieb:

Und DC mag der Heizstab eh nicht.

Es ist ein normaler ohmscher Verbraucher, warum soll dieser DC nicht mögen

Nimm eine DC-Spannungsquelle und führe die Ausgangsspannung ins Wasser. Schau was mit dem Wasser und den Drähten passiert. Überleg dir, ob das ein Problem sein könnte und ob hhinz wirklich ein inkompetenter Klugscheisser ist.

Denk mal nach, was mit einem im AC Kreis angeschlossenen FI passieren würde, wenn zwischen Wasser und dem Heizstabanschluss (AC Spannung) nur die geringste galvanisceh Kopplung existieren würde. Hier ist es statt AC halt DC, aber es handlet sich dennoch nicht um eine Elektrolyse :-)

Gast #7685428
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Ja, diese Einspeiseverweigerer haben zwar keine Ahnung, aber eine feste Meinung.

Es gibt auch Regionen und Situationen, in denen Einspeisung (über eine gewisse Leistung) nicht erlaubt ist; das hat mit Verweigerung nichts zu tun. Und mit Ahnungslosigkeit auch nicht.

#7685482
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Und DC mag der Heizstab eh nicht.

Bei 220VDC überlebt ein mechanischer Thermostatschalter nur kurz, das muss man mit der Elektronik schalten. Sollte eine Thermosicherung installiert sein, wird die auch nicht für 220VDC spezifiziert sein. Stattdessen kurzschließen mit DC tauglicher Sicherung geht auch nicht, da die PV nicht genügend Strom liefern wird. Gibt es Thermosicherungen, die 220VDC abschalten können? Oder wie könnte man den Schutz DC tauglich ersetzen?

Spricht beim isolierten Heizwiderstand selbst auch was gegen DC?

Gast #7685502
Lesenswert?

Matthias S. schrieb:

H. H. schrieb:

Und DC mag der Heizstab eh nicht.

Das ist nun wirklich eine Urban Legend und ist falsch, es wird durch dauernde Wiederholung auch nicht wahrer.

Es handelt sich um Naturgesetze.

Der Langzeittest an meinem 50l Boiler zeigt keinerlei schädliche Auswirkungen auf Heizstab oder Boiler.

Du betreibst ihn ja weit unter Nennleistung und damit auch weit unter Nenntemperatur.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7685608
Lesenswert?

Felix A. schrieb:

und es werden 5 A DC mit "viel" didt abgeschalten. Kann es irgendwie passieren, dass nicht der Transistor, sondern die PV dabei Schaden nimmt?

Wenn der Spion aus dem Osten durch die Störungen im HF-Bereich schon wieder seine geheimen Befehle empfangen konnte, dann wird bald Schluss sein. ;o)

https://www.br.de/radio/live/bayern2/programm/2024-06-12/3538919/#t=07:09:12

#7685677
Lesenswert?

H. H. schrieb:

Wolf17 schrieb:

Spricht beim isolierten Heizwiderstand selbst auch was gegen DC?

Der Isolator wird bei höheren Temperaturen leitfähig und zersetzt sich dann.

Ist doch gar kein Problem, die nötige AC dafür zu bekommen:

Ein WR hätte auch passende Halbleiter-Schalter schon drin (mit ausr. hoher Sperrspannung & niedrigen Leitverlusten).

(/Warum) Gefällt Dir diese eigentlich doch offensichtliche Lösung nicht, @davidt?

Gast #7686402
Lesenswert?

Alfred B. schrieb:

H. H. schrieb:

Wolf17 schrieb:

Spricht beim isolierten Heizwiderstand selbst auch was gegen DC?

Der Isolator wird bei höheren Temperaturen leitfähig und zersetzt sich dann.

Ist doch gar kein Problem, die nötige AC dafür zu bekommen:

Ein WR hätte auch passende Halbleiter-Schalter schon drin (mit ausr. hoher Sperrspannung & niedrigen Leitverlusten).

(/Warum) Gefällt Dir diese eigentlich doch offensichtliche Lösung nicht, @davidt?

Eine Lösung über WR habe ich aus Kosten- und Aufwandsgründen ausgeschlossen. Mein laufender WR ist ausgelastet mit der PV Leistung, die eingespeist wird. Der Netzbetreiber regelegt den WR sogar bei Sonne oft auf 80% runter, weil ansonsten offenbar das schwache Stromnetz überlastet wird - in der Umgebeung wird offenbar für das schwache Netz schon zu viel eingespeist. Wollte ich dennoch die überschüssige PV Leistung über AC nutzen, dann bräuchte ich u.a. einen Inselwechslerichter oder noch einen "Nulleinspeise"-WR. Das ist mir echt zu teuer.

Gast #7686407
Lesenswert?

Purzel H. schrieb:

Wenn der Rueckspeisetarif niedriger liegt wie der Bezug vom Netz zum Boiler ... sollte man den Boiler zuerst heizen.

Ja, das kommt hinzu. Aber bei mir in der Region ist es noch doller. Hier ist das Stromnetz so schwach ausgelegt, dass der Netzbetreiber die WR oft sogar runterregelt und damit PV Leistung total verpufft.

#7686429
Lesenswert?

David schrieb:

Hier ist das Stromnetz so schwach ausgelegt, dass der Netzbetreiber die WR oft sogar runterregelt und damit PV Leistung total verpufft.

Woher weißt du, dass es am zu schwach ausgelegten Stromnetz liegt. Vielleicht ist ihm dein PV-Strom nur zu teuer. Bei einem - wohlgemerkt - durchschnittlichen Großhandelspreis von 67,67 Euro/MWh (Q1/2024) wäre es für den Netzbetreiber zu manchen Zeiten vielleicht einfach ein vermeidbares Zuschussgeschäft sein, wenn er mehr Strom von dir nähme, als nötig - nennt sich Marktwirtschaft.

#7686434
Lesenswert?

David schrieb:

H. H. schrieb:

David schrieb:

Ich will eine DC Spannung von ca. 220 V DC (von PV Anlage kommend) schalten. Geschaltet werden soll eine ohmsche Last (Heizstab) von ca. 1 KW, der mit dieser Spannung arbeitet.

Und DC mag der Heizstab eh nicht.

Es ist ein normaler ohmscher Verbraucher, warum soll dieser DC nicht mögen

Der Temperaturschalter im Heizstab könnte Probleme mit DC haben.

Hardy

Gast #7686570
Lesenswert?

Matthias S. schrieb:

H. H. schrieb:

Du betreibst ihn ja weit unter Nennleistung und damit auch weit unter Nenntemperatur.

Weniger Nennleistung ja, weniger Temperatur nein. Er benötigt etwas länger zum aufheizen. Das ist ein Naturgesetz, deine andere Behauptung nicht.

AUA! Die Nenntemperatur ist die des Heizleiters!

Gast #7687171
Lesenswert?

Vanye R. schrieb:

Echt jetzt? Ueberleg doch mal welche Spannung der Mosfet sieht wenn er ausgeschaltet ist.

Nach meiner Überlegung komme ich auf 0 Volt , wenn er ausgeschaltet ist. Dann fließt nämlich kein Strom, ohne Strom fällt keine Spannung ab (ist ja keine Spannungsquelle) und damit ist die Drain-Source Spannung = 0 Volt. Ich will den MOSFET ja nicht als Verstärker sondern als Schalter betreiben, der max. nur ein paar Mal pro Tag schaltet.

(Firma: matzetronics) #7687181
Lesenswert?

H. H. schrieb:

AUA! Die Nenntemperatur ist die des Heizleiters!

Ja und? Ich versteh immer noch nicht, was da falsch sein soll? Der Heizstab hat die Temperatur des umgebenden Wassers - und das ist bei allen Heisswassergeräten so.

Hardy F. schrieb:

Der Temperaturschalter im Heizstab könnte Probleme mit DC haben.

Nicht nur 'könnte', sondern er wird Probleme haben und nur Lichtbögen ziehen für ein paar Minuten. Dann ist er kaputt. Man muss mit Halbleitern schalten.

#7687189
Lesenswert?

Matthias S. schrieb:

Ja und? Ich versteh immer noch nicht, was da falsch sein soll? Der Heizstab hat die Temperatur des umgebenden Wassers -

Nein, im inneren des Heizstabes muss es wärmer sein als das Wasser, zumindest solange du Energie ins Wasser reinbekommen möchtest.

David schrieb:

Nach meiner Überlegung komme ich auf 0 Volt , wenn er ausgeschaltet ist. Dann fließt nämlich kein Strom, ohne Strom fällt keine Spannung ab (ist ja keine Spannungsquelle)

Es fällt keine Spannung nach U = R*I ab, aber der (MOS)Fet muss ja die Spannung sperren können. Eine Seite hängt an Plus der Spannungsquelle, die andere an Minus. Wäre hier die Spannung null, wäre auch die Spannung der Quelle null. Stell dir den Fet als Schalter vor. Ist der (ideale) Schalter geschlossen (leitfähig), fließt Strom, aber über dem Schalter fällt keine Spannung ab. Ist der Schalter offen (nicht leitfähig), fließt zwar kein Strom, daher fällt von dieser Seite keine Spannung ab, aber die Quellenspannung liegt an ihm an.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren