Hallo, auf der Platine meiner Klimaanlage scheint ein Elko defekt zu sein. Dazu zwei Fragen:
Wie kann man mit halbwegser Sicherheit herausfinden, ob er defekt ist? Der Elko ist nur ganz leicht nach oben gewölbt. Ist das auf jeden Fall ein sicheres Zeichen, dass er der Übeltäter ist (siehe Foto)?
Den exakten Bauteil gibt es nicht mehr. Welche Parameter muss ich beim Ersatz berücksichtigen? Die Spannung und Kapazität ist klar. Sonst noch etwas? Ist die Größe egal? (z.b. 25 statt 30mm Höhe), solange der Pin-Abstand gleich ist?
Das Original hat folgende Aufschrift:
nichicon 105°C
AK (M)
82uF
400V
DUrchmesser ist 22mm, Höhe 30mm
Danke für den Hinweis, Heinrich. Ich war schlampig.
Octopart spuckt drei Ergebnisse mit den gleichen Bauteil-Dimensionen aus, aber alle nicht in stock.
Daher die Frage: Welche Parameter sollten gleich oder ähnlich zum Original sein, und wo kann ich Abstriche machen? Die Spannung sollte natürlich passen - war nicht Absicht;-). Aber wie sieht es mit dem Rest aus?
ist? Der Elko ist nur ganz leicht nach oben gewölbt. Ist das auf jeden
Fall ein sicheres Zeichen, dass er der Übeltäter ist (siehe Foto)?
Ein sicheres Zeichen dafür, daß er die eigentliche Ursache ist, ist das nicht, denn manche Schaltung kann mit so einem Teil durchaus noch ein Stückchen weiterlaufen, ehe es zum Totalausfall kommt (könnte ja auch gleichzeitig ein anderes Teil ausgestiegen sein, welches "übeltäterischer" ist). Es ist aber recht wahrscheinlich, daß der C die Ursache ist, und sollte daher auch bei einer anfänglich flachen Wölbung prophylaktisch ausgetauscht werden.
Der kleine grüne Elko rechts unten sieht auch etwas seltsam aus.
Die Kleinen sind meist eher für Ausfälle ursächlich.
Beziehe in deine Suche auch 450V Elkos mit ein. Da sollten mehr ergebnisse erzielbar sein.
Du meinst einen einmaligen Knall, wenn er kaputt geht?
Wenn ich die Anlage über den Sicherungsautomaten im Zählerkasten einschalte, brennt sofort die Schmelzsicherung auf der Platine durch und es gibt einen deutlich hörbaren Knall (habe ich jetzt dreimal wiederholt). Meinst du den?
Der kleinere Elko sieht für mich eigentlich normal aus, ich glaube, das wirkt nur auf dem Foto so. Auf der Unterseite der Platine sieht man bräunliche Verfärbungen auf der Höhe, wo oben 3 Widerstände sitzen. Können die Schuld sein bzw. wie kann ich deren Funktionstüchtigkeit überprüfen?
Wenn ich die Anlage über den Sicherungsautomaten im Zählerkasten
einschalte, brennt sofort die Schmelzsicherung auf der Platine durch und
es gibt einen deutlich hörbaren Knall (habe ich jetzt dreimal
wiederholt). Meinst du den?
Nein den Knall meinte ich nicht. Wenn der Knall in dem Fall vom Elko käme, hätte der kein Dach mehr. Die kurzzeitigen mehreren Ampere setzen dann einfach ihre Energie frei.
Und hier schreibst Du nun zum ersten mal dass die Sicherung fliegt. Dann hats die Halbleiter der Primärseite zerlegt.
Und wenn da der kleine Elko mit dran ist, hat der auch gelitten.
Die beiden grün markierten Bauteile zeigen immer "1" am Multimeter, egal in welcher Kombination.
Die Widerstände jeweils 1k, 8k bzw. 44k. Was kann ich noch testen?
Ich hab nur gefragt, weil du von Einzahl g4sprochen hast und hier zwei verbaut sind. Wie oben beschrieben: egal, welche Pins ich messe, Multimeter zeigt keinen Durchgang, das gleiche gilt für den Brückengleichrichter...
Ich hab nur gefragt, weil du von Einzahl g4sprochen hast und hier zwei
verbaut sind. Wie oben beschrieben: egal, welche Pins ich messe,
Multimeter zeigt keinen Durchgang, das gleiche gilt für den
Brückengleichrichter...
DU SOLLTEST SCHON GRUNDLEGENDE KENNTNISSE ÜBER DIE BAUTEILE HABEN, wenn du ein Schaltnetzteil reparieren willst.
Messe mal beim entladenen 400V Elko an den beiden Pins, ob Durchgang.
Kein Durchgang am 420V-Elko. Zum Vergleich habe ich bei anderen Elkos gemessen, da zeigt der Ohm-Meter unterschiedliche Werte an. Kein Durchgang bedeutet defekt, richtig?
Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst. Wenn ich dank der Expertise dieses Forums einen defekten Bauteil ermitteln kann und einen (ebenfalls durch Absicherung hier im Forum) passenden Ersatz einlöte, kann ich doch nichts falsch machen, oder? Ich verändere nichts am Schaltkreis...
Ich hab nur gefragt, weil du von Einzahl g4sprochen hast und hier zwei
verbaut sind. Wie oben beschrieben: egal, welche Pins ich messe,
Multimeter zeigt keinen Durchgang, das gleiche gilt für den
Brückengleichrichter...
DU SOLLTEST SCHON GRUNDLEGENDE KENNTNISSE ÜBER DIE BAUTEILE HABEN, wenn
du ein Schaltnetzteil reparieren willst.
Bauelemente haben gewisse Eigenschaften und Anschlüsse.
Ein Gleichrichter z.B. 4 (deine beiden TO230F haben nur 3 und sind KEINE Gleichrichter) die man auf 12 verschiedene Methoden messen jann woraufhin sich 3 verschiedene Messwerte ergeben (wenn das Ding ausgebaut ist, in der Schaltung gibt es noch lustige Elkomesswerte dazu)
Du hast nicht die leiseste Ahnung was gefragt ist, um so ein Schaltnetzteil zu reparieren.
Das ist auch Humbug, ein funktionierende Elko zeigt zuerst 0 Ohm, dann steigt die Anzeige bis OL wobei selbst AutorangeBereichswechsel nichts ändern. Deine Messung passt nicht dazu.
Lass da jemanden ran, der wenigstens grundlegend versteht was er macht.
Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst. Wenn ich dank der
Expertise dieses Forums einen defekten Bauteil ermitteln kann und einen
(ebenfalls durch Absicherung hier im Forum) passenden Ersatz einlöte,
kann ich doch nichts falsch machen, oder? Ich verändere nichts am
Schaltkreis...
Und im Medizinforum lässt du dir Anleitung zur Herztransplantation geben...
Also der Tausch eines Bauteils, der als defekt erkannt wurde, möglicherweise mit lediglich zwei Lötpins, ist nicht ganz mit einer Herz-Op zu vergleichen;-)
Also hilf mir bitte auf die Sprünge, was ich falsch gemacht habe:
Der Brückengleichrichter, den du lila markiert hast, hat 4 Pins. Egal, welche pins ich verbinde, der Ohm-Meter bleibt bei "1". Um Missverständnissen vorzubeugen: Mein MM zeigt "1" statt "OL" für die offene Leitung an.
Wie ist das nun mit den Elkos: Beim großen bleibt auch hier die Anzeige auf "1", also kein Durchgang.
Bedeutet das nun, dass er funktioniert, oder kaputt ist? Alle anderen Elkos zeigen Messwerte an, z.B. einige kOhm, wobei diese Werte ansteigen während der Messung. Nachdem sich alle elkos bis auf den einen so verhalten, dachte ich, er wäre kaputt. @ Thomas S: Was meinst du dazu?
Geh, jetzt seid nicht so: Wenn ich mich immer an diesen Rat gehalten hätte, hätte ich schon einiges an überflüssigem Hardware-Schrott verursacht. Ich habe halt niemanden im Freundeskreis mit entsprechenden Skills...
Mit Diodenmessung ergeben sich Werte um 620,zwischen den beiden
aüßersten Pins (+ und -) etwas weniger. Was sagt mir das?
Daß er entweder kaputt ist, oder du ein anderes Bauteil mitmisst.
Also rauslöten, und dann noch mal in allen Richtungen vermessen (und der dicke C ist sicherlich ohnehin nichts mehr wert, wenn das MM sich bei der Durchgangsmessung anfangs kein bißchen zuckt (in beide Richtungen).
Bedeutet das nun, dass er funktioniert, oder kaputt ist? Alle anderen
Elkos zeigen Messwerte an, z.B. einige kOhm, wobei diese Werte ansteigen
während der Messung. Nachdem sich alle elkos bis auf den einen so
verhalten, dachte ich, er wäre kaputt. @ Thomas S: Was meinst du dazu?
Ein großer Elko mit z.B. 4700uF wenn er vorher längere Zeit keinen Strom gesehen hat zeigt Dir erst was niederohmiges an, und steigt dann stetig bis auf bestenfalls unendlich, also Deine'1' oder OL.
Habe Dir oben geschrieben, Sicherung rein und einschalten, wenn alles im Originalzustand ist.
HALT !!!
Ein Weg zuvor.
Sicherung rein, und mess mit deinem Ohm-Meter (Schätzeisen) mal einfach an den beiden Anschlüssen, wo die Netzspannung dann rein käme. Ob hier etwas messbar wäre. - Berichten - und dann erst einschalten. Bei einem Schaltnetzteil sollte hier der Wert gegen unendlich gehen nach einer Weile.
Deine Messungen an den Elkos auf der Sekundärseite zeigen Dir irgendwas an, weil hier ja alles andere mit dranhängt. Solange Dein Ohmmeter hier nicht Werte nahe 0 (null) anzeigt sollte es passen.
Ein großer Elko mit z.B. 4700uF wenn er vorher längere Zeit keinen Strom
gesehen hat zeigt Dir erst was niederohmiges an, und steigt dann stetig
bis auf bestenfalls unendlich, also Deine'1' oder OL.
Aber wenn er nicht steigt, sondern gleich "1" anzeigt?
Habe Dir oben geschrieben, Sicherung rein und einschalten, wenn alles im
Originalzustand ist.
Hab ich eh schon 3x probiert - es fliegt immer sofort die Schmelzsicherung raus...
Ein Weg zuvor.
Sicherung rein, und mess mit deinem Ohm-Meter (Schätzeisen) mal einfach
an den beiden Anschlüssen, wo die Netzspannung dann rein käme. Ob hier
etwas messbar wäre. - Berichten - und dann erst einschalten. Bei einem
Schaltnetzteil sollte hier der Wert gegen unendlich gehen nach einer
Weile.
Wie ist das nun mit den Elkos: Beim großen bleibt auch hier die
Anzeige auf "1", also kein Durchgang.
Bedeutet das nun, dass er funktioniert, oder kaputt ist? Alle anderen
Elkos zeigen Messwerte an, z.B. einige kOhm, wobei diese Werte ansteigen
während der Messung. Nachdem sich alle elkos bis auf den einen so
verhalten, dachte ich, er wäre kaputt.
Hast du den zu messenden Elko zumindest einseitig ausgelötet?
Denn grundsätzlich gilt:
Messungen in der Schaltung können viele verschiedene Ergebnisse ergeben. Denn mit dem zu messende Bauteil sind meist noch andere Bauteile verbunden, die das Ergebniss beliebig beeinflussen können. Um die Messergebnisse dann bewerten zu können muss man die umgebene Schaltung verstehen und berücksichtigen.
Also das Ergebnis bei einem Elko kann man nicht so ohne weiteres auf einen anderen übertragen.
Ein großer Elko mit z.B. 4700uF wenn er vorher längere Zeit keinen Strom
gesehen hat zeigt Dir erst was niederohmiges an, und steigt dann stetig
bis auf bestenfalls unendlich, also Deine'1' oder OL.
Aber wenn er nicht steigt, sondern gleich "1" anzeigt?
Dann kann es auch sein, dass der Elko noch nicht ganz entladen war.
In dem Fall kannst du vor der Messung den Elko kurzschließen und dann messen (natürlich dann ohne Kurzschluss ;-).
Immerhin ist er kein satter Kurzschluss, war also an der durchgebrannten
Sicherung unschuldig.
Bei 82µF wird am Zwischenkreis mehr als der TNY266 hängen. Und die 420V deuten ja auf eine PFC hin. Aber ohne die komplette Platine zu sehen, von beiden Seiten, ist das alles nur gestochere im Nebel.
Hab ich eh schon 3x probiert - es fliegt immer sofort die
Schmelzsicherung raus...
Um da weiterzukommen hilft eine Strombegrenzung mit einem Vorwiderstand, z.B. mit einer alten Glühbirne. Dann kannst du wenigsten weitermessen, ob da noch irgendwo etwas Spannung ankommt.
Immerhin ist er kein satter Kurzschluss, war also an der durchgebrannten
Sicherung unschuldig.
Nöö, auch ohne satten Kurzschluß kann er schuldig sein. Denn halbkaputte Elkos spielen gern Z-Diode. Zeigen den Kurzschluß also erst bei einigen Volt (5...10V oder so). Mit eine MM ist das also nicht sicher feststellbar.
Nöö, auch ohne satten Kurzschluß kann er schuldig sein. Denn halbkaputte
Elkos spielen gern Z-Diode. Zeigen den Kurzschluß also erst bei einigen
Volt (5...10V oder so). Mit eine MM ist das also nicht sicher
feststellbar.
Bei 400V zeigt er, wenn er ein Problem hat Dir binnen Millisekunden sein Inneres. Du hast anscheinend noch nie einen Todes-Elko gesehen.
Wie Michael B. schon bemerkt hat, soll man manches den Profis überlassen. Die Platine unter Spannung zu vermessen ist mir zu steil. Ich werde die hier am meisten diskutieren Bauteile rauslöten und nichmal getrennt vermessen - vielleicht hilft mir dabei nochmal der eine oder andere. Evtl. besorg ich mir auch alle erhältlichen einfach auf Verdacht. Der Grund für den Aufwand ist, dass es keine Ersatzteile mehr gibt und ich die Platine wegen der Hitze möglichst schnell zum Laufen bringen soll…
Bei 82µF wird am Zwischenkreis mehr als der TNY266 hängen. Und die 420V
deuten ja auf eine PFC hin. Aber ohne die komplette Platine zu sehen,
von beiden Seiten, ist das alles nur gestochere im Nebel.
Ich habe die beiden TO220F in Verdacht, 2 weitere Lasten zu schalten oder einen Gegentakttrafo. Dem Logo nach was von Toshiba.