Elko oder anderen Kondesnsator

OP #7693995
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Hallo,

eine Schaltung für Batteriebetrieb (4xAA) ist auf minimalen Stromverbrauch und lange Laufzeit getrimmt. Zieht aber bei einer bestimmten Funktion ganz kurz eine Stromimpuls, was bei leer werdenden Akkus zu einer Fehlfunktion führt. Deshalb kann man nicht die volle Akkukapazität nutzen.

Wenn ich nun einen Elko in der Größe 100µF über die Akkuspannung lege, wie sieht das mit dem Kriechstrom aus? Wäre ja dumm, wenn sich dadurch die Akkulaufzeit des Gerätes verringert, statt verlängert.

Welche Kondensatoren wären bzgl. Kriechstrom zu bevorzugen?

Hans

#7694054
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Leckstrom (leakage current) wäre vielleicht der bessere Begriff, da sollte man dann auch in Datenblättern dazu Angaben finden.

Hans H. schrieb:

Schaltung für Batteriebetrieb (4xAA)

Und wie weit lassen sich Batterien damit auslutschen.

ganz kurz eine Stromimpuls

Stromlieferfähigkeit ist bei Akkus normal besser als bei Batterien.

Deshalb kann man nicht die volle Akkukapazität nutzen.

Das kann dann aber auch an der geringeren Nennspanung von Akkus im Vergleich zu Batterien liegen.

Hans H. schrieb:

Wenn ich nun einen Elko in der Größe 100µF über die Akkuspannung lege

Dann hilft der gegen kurze Spannungseinbrüche bei Stromspitzen, ja. Je näher an den Versorgungsanschlüssen des Teils, das sich am Spannungseinbruch stört (µC?) der Elko platziert wird umso besser.

Ob die 100µF mußt Du ausprobieren oder deutlich mehr Details zu Deinem Gerät, seinem (Spitzen)stromverbrauch und seiner Toleranz ggü. Unterspannung liefern.

Hans H. schrieb:

Welche Kondensatoren wären bzgl. Kriechstrom zu bevorzugen?

Nicht-Elkos ;) die haben i.A. den größten Leckstrom; aber dann wirds halt mit der ausreichenden Kapazität schwierig.

Prinzipiell könntest Du den Elko auch nur bei Bedarf (also erst wenn die Problem wg. der zu schwachen Akkus jeweils beginnen) zuschaltbar machen, dann läßt sich die Betriebsdauer damit noch etwas verlängern und eine Verkürzung ist ausgeschlossen.

#7694057
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Hans H. schrieb:

Wenn ich nun einen Elko in der Größe 100µF über die Akkuspannung lege, wie sieht das mit dem Kriechstrom aus? Wäre ja dumm, wenn sich dadurch die Akkulaufzeit des Gerätes verringert, statt verlängert. Welche Kondensatoren wären bzgl. Kriechstrom zu bevorzugen?

Leckstrom ist auch beim Elko irrelevant, aber 100uF sind witzlos, es sollte wohl deutlich mehr sein.

Wieviel hängt natürlich von all dem ab was du NICHT erzählt hast.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7694080
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Hans H. schrieb:

für Batteriebetrieb (4xAA)

Hans H. schrieb:

100µF über die Akkuspannung lege,

...

Akkulaufzeit

Ein Voodoo-Experte würde Dir hier sagen, dass der Akku Dir versucht mitzuteilen es wäre wieder an der Zeit ihn zu laden.

Wobei jetzt mal angenommen wurde, Du verwendest vier NiMH-Akkus AAA anstelle normaler Zink-Kohle-Batterien AAA. Es könnte statt dessen auch ein Li-Akku von Dir versucht worden sein. Du hast nicht geschrieben, durch was Du das wirklich ersetzt hast.

#7694085
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Ich habe mit Lithiumionenkondensatoren LICs gute Erfahrung für diesen Zweck gemacht. Speziell für Anwendungen mit kurzen Strombedarf und langer Pause, wie z.B Funkmodule.

Man nutzt die volle Kapazität der Batterien. Die Batterien laden den LIC und dieser gibt die Energie ab. Der, mit der Entladung zunehmende Innenwiderstand spielt keine Rolle mehr.

Allerdings benötigt man für zwei AA Alkalibatterien je einen LIC, da die maximale Spannung für diesen Kondsatortyp 3,7V beträgt.

Wenn es der Platz zulässt eine gute Lösung.

Angehängte Dateien:
#7694171
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Gerald K. schrieb:

Ich habe mit Lithiumionenkondensatoren LICs gute Erfahrung für diesen Zweck gemacht

Gehen die nicht unter 2,2V kaputt?

Ich habe den Leckstrom von zwei gebrauchten Elkos bei 6,0V nach 30 Minuten gemessen: ChemiCon LXF 1500µF 6,3V ESR 59mR: 0,4µA nichicon PL(M) 1000µF 35V ESR 29mR?: 0,1µA AA Zellen haben 2000000µAh, da ist die Zusatzentladung gegenüber deren Selbstentladung vernachlässigbar.

#7694299
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Wolf17 schrieb:

Gehen die nicht unter 2,2V kaputt?

Richtig, man sollte sie nicht unter 2,2V betreiben. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Alkalibatterien länger über 1,1V bleiben, da der LIC im Ruhezustand auf die Zellspannung aufgeladen wird. Die Klemmenspannung an alten Batterien wird zu einem großen Teil durch den größer gewordenen Innenwiderstand bestimmt, der auch bei kleinen Strömen einen merkbaren Spannungsabfall bewirkt.

#7694310
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Michael B. schrieb:

Leckstrom ist auch beim Elko irrelevant,

Das deckt sich mit meinen Erfahrungen, Lithium-Primärzellen mit großem Elko halten (fast) ewig.

Hans H. schrieb:

Wenn ich nun einen Elko in der Größe 100µF über die Akkuspannung lege,

Michael B. schrieb:

aber 100uF sind witzlos

Eben, eher 10000 (2x4700µ).

Hans H. schrieb:

wie sieht das mit dem Kriechstrom aus?

Selbst messen?

Ja, habe ich schon getan, als ich mangels Internet noch selbst denken durfte. Batterie - Multimeter - Elko und den Aufbau ein paar Tage liegen lassen. Der Lecksstrom kann zu Beginn durchaus dreisteliige µA betragen, abhängig vom Alter der Elkos und geht dann deutlich runter.

Und mal rechnen, selbst schlechte 10µA mal 8760 Stunden wären nur 88mAh pro Jahr, irrelevant.

#7694323
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Ich finde es ja interesaant, welche Kapazitaeten hier empfohlen werden, ohne den Strom und die Dauer des Impulses der Schaltung mit der ominoesen Funktion zu kennen. Also mal ganz konkret an den TO: Welcher Strom fliesst im Normalfall und welcher Strom fliesst wie lange in diesem speziellen Zustand. Bei welcher Spannung arbeitet die Schaltung noch einwandfrei?

#7694384
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Rainer W. schrieb:

Da könnte man sich viel Arbeit beim Lesen sparen, wenn du das "000000µ" weg lassen würdest. Die SI-Präfixe wurden nicht erfunden, damit dann irgendjemand gefühlte Unmengen von Nullen in irgendwelche Größenangaben einfügt.

Du könntest dir viel sparen, wenn du nicht ständig Meckerbeiträge im Forum abkippst.

Frau zum annörgeln schon verschwunden wegen Dauergenörgle ?

#7694449
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Andreas B. schrieb:

Ich finde es ja interesaant, welche Kapazitaeten hier empfohlen werden, ohne den Strom und die Dauer des Impulses der Schaltung mit der ominoesen Funktion zu kennen.

Genau. bei mir hat z.B. ein 100µ KerKo an 2 kleinen Knopfzellen in einem Seifenspender mit Melodie, die Lebensauer der Knopfzellen locker verdoppelt, weil der Melodiechip nicht mehr abgestürzt ist, bei steigendem Innenwiderstand der Knopfzellen.

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