Luftqualität messen

Gast #6616312
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Also ich könnte mir vorstellen das man dafür die Messkammer von einem 
Rauchmelder zweckentfremden könnte. Die arbeitet nach dem 
Streulicht-Prinzip. Also eine dunkle Kammer mit LED und einem Empfänger, 
alle Stoffe in der Luft welche das licht der LED reflektieren, werden 
vom Sensor als Wert erfasst. Da hast du zumindest alles in der Luft was 
Licht reflektiert.

Ansonsten ist die Definition "Luftqualität" sehr schwammig und du 
könntest dir sehr sehr viele verschieden Gas CO2 CO Feuchtigkeit was 
auch immer Sensoren kaufen.
Gast #6616317
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Na, was denn?
Feinstaub, VOC, CO2, Temperatur, Feuchte, Taupunkt sind wohl die 
Klassiker... Dann noch ein paar andere Substanzen, die in Gebäuden 
vorkommen können... Formaldehyd und so...

BMP280 für Temperatur, Feuchte
SHT11 - der Klassiker für Feinstaub (outdoor; scheint mir ok) / hab mir 
einen Sensirion SPS30 bestellt - mal gucken ob der was taugt (China 
Versandzeiten...) / Habe einen SMPX7xxx hier - scheint mir viel zu hoch 
zu messen (indoor)
MH-Z19 für CO2 - macht einen guten Eindruck - muss aber durchlaufen, da 
die ersten 30 Sekunden nach Einschalten wirre Werte... hab ich 
rausgeschmissen wegen Batteriebetrieb. Ist aber wieder in Planung für 
einen Netzbetribenen Knoten
CCS811 für eCO2 und eTVOV (rechned die Werte - hab ich rausgeschmissen, 
da im Batteriebetrieb bei mir nicht brauchbar (zu lange Einlaufzeit)

Andere musste halt selber suchen; die sind bei mir weiter hinten auf der 
Liste...
Gast #6616333
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Homer schrieb:
> Ich meinte einen CO2 Sensor

Dann nim den MH-Z19. Beruht auf dem DNIR-Prinzip (Infrarot Licht 
Absobtion). Ist hinreichend genau. Fängt bei 400ppm an = CO2-Gehalt von 
Frischluft.

Homer schrieb
> geringen Sauerstoffanteil
Da gibt es meines Wissens nach nur elektrochemische Sensoren. Nicht 
extra genau und nach 2-3 Jahren verbraucht. Ist eher irrelevant solange 
Du nicht mit Stickstoff oder anderen, Sauerstoff verdrängenden Gasen 
hantierst. WIrst den Unterschied nicht auswerten können.
Gast #6616484
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Kevin M. schrieb:
> Jedenfalls nicht wie ein Gassensor, oder wie glaubst du mit Streuung Gas
> Messen zu können? Es gibt ein ähnlich aussehendes Verfahren für Gas
> (NDIR) das basiert aber auf Absorption.

Also ich habe ziemlich genau beschrieben was man damit messen kann. Als 
ich meinen Text verfasst haben war die Antworten das Gas gemessen werden 
sollte noch nicht da. Sondern die Frage nach der Luftqualität.

Man kann man mit alles messen was Licht reflektiert, und diese Sensoren 
geben einen Analogwert aus je nachdem wie viel in der Luft ist was Licht 
reflektiert. Von Gas war von mir niemals die Rede.

Also hat man einfach nur meinen Text nicht richtig gelesen.
#6616804
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Schau mal nach dem PMS7003, der per Laserstreuung arbeitet und für das 
kleine Geld sehr gut ist. Gemessen werden PM1, PM2,5 und PM10. Sprich 
Partikel <1µm, <2,5µm und <10µ. Genauer gesagt wird die Anzahl der 
Partikel in diesen Größenklassen gemessen.

Gibt es als Sensormodul alleine für ~15€ und fertig aufgebaut mit 
Display und µC für ~30€. Der Versand aus China, gekauft bei Banggood, 
dauerte nur etwa eine Woche.

Die Genauigkeit liegt bis hinauf zu 1000µg/m³ bei +-10%, bei höheren 
Konzentrationen wird diese schlechter, wobei der Hersteller da keine 
quantitative Aussage darüber liefert.

https://www.banggood.com/PM1_0-PM2_5-PM10-Detector-Module-Air-Quality-Dust-Sensor-Tester-with-2_8-Inch-LCD-Display-for-Monitoring-Home-Office-Car-Tools-p-1588436.html?cur_warehouse=CN&rmmds=search
Gast #6618061
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Die ganze IAQ-Sensoren sind größtenteils Mist.

Grund:

1. Der Wert ist relativ. D.h. der IAQ Wert hängt von der Initialisierung 
ab

2. Alle Sensoren haben massive Probleme mit wechselnder 
Luftfeuchtigkeit. Das äußert sich in einem Offset. Selbst Bosch mit 
seiner BSEC-Firmware hat das Problem nicht gelöst.

Hat man beide Variablen im Griff, lässt sich da was reisen.
Gast #6618975
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Schon mal auf die Idee gekommen bei Youtube "Arduino" und "Gassensor" 
einzugeben ?????
Hunderte Videos mit Sketches...Bauanleitungen...taugen Alle nur als 
Näherungsgedöns - aber was willst du von 5 Euro Sensoren erwarten ?
Mit nem Fernglas siehst du auch Sterne....Kriegst du für 10 Euro beim 
Chinesen.... Wenn du aber was ordentliches willst (was hat Hubble 
gekostet ???)
Ich baue Grad einen Multidetektor, betonung auf Detektor - nicht 
Messgerät !
Für:
CH4  H2 LPG CL2 C2H50H CO NH4  C3H6OSO2   C6H6 C3H8  C4H10   C7H8  H2S 
NH3

der soll nur Warnungen ausgeben wenn gesundheitsgefährdend und explosiv
bevor jetzt wieder gefragt wird ...die Grenzen kann man im Wiki lesen ! 
und die Formeln auch...
#7662007
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#7663138
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dfddd schrieb:

Alle Sensoren haben massive Probleme mit wechselnder Luftfeuchtigkeit. Das äußert sich in einem Offset. Selbst Bosch mit seiner BSEC-Firmware hat das Problem nicht gelöst.

Der BME280 von Bosch zeigt bei mir genaue (verglichen mit einer Kachelmann-Station) Luftdruckwerte, aber anscheinend viel zu hohe Feuchtigkeitswerte. Es wird ein Verfahren beschrieben, mit dem man nacheichen können soll, aber dazu muss der Sensor stundenlang in den Backofen. Kann ich bei meinem schon eingebauten Sensor nicht mehr machen. :-(

Ich könnte in der Software einen Offset abziehen, ist das empfehlenswert oder witzlos?

#7698184
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Rolf schrieb:

Der BME280 von Bosch zeigt bei mir genaue (verglichen mit einer Kachelmann-Station) Luftdruckwerte, aber anscheinend viel zu hohe Feuchtigkeitswerte. Es wird ein Verfahren beschrieben, mit dem man nacheichen können soll, aber dazu muss der Sensor stundenlang in den Backofen. Kann ich bei meinem schon eingebauten Sensor nicht mehr machen. :-(

Sofern Du auf den Luftdruck verzichten kannst, nimm einen SHT41 und gut ists. Letzterer hat - wie der SHT3x auch schon - eine Heizung für den Feuchtesensor, die man bei Bedarf zuschalten kann. Interface ist auch I2C.

Paul schrieb:

Wie kann ich den Treiber für den BME680 in den Raspberry installieren?

Die Auswertung des SHT41 ist ganz einfach: Startbyte per I2C zum Sensor senden, je 2 Byte plus CRC für Temperatur und Luftfeuchte vom Sensor zu Rechner lesen (also insgesamt 6 Byte), Formel für Temperatur und Luftfeuchte anwenden. Da braucht es keine extra Treiber.

Angehängte Dateien:
#7698670
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Stephan S. schrieb:

Sofern Du auf den Luftdruck verzichten kannst, nimm einen SHT41 und gut ists. Letzterer hat - wie der SHT3x auch schon - eine Heizung für den Feuchtesensor, die man bei Bedarf zuschalten kann. Interface ist auch I2C.

Das Gerät läuft mit einer CR2032 und misst deswegen nur ganz kurz auf Knopfdruck, um Strom zu sparen. Wann soll ich da heizen?

#7698679
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Rolf schrieb:

Der BME280 von Bosch zeigt bei mir genaue (verglichen mit einer Kachelmann-Station) Luftdruckwerte, aber anscheinend viel zu hohe Feuchtigkeitswerte.

Machst du eine Korrektur der Luftdruck- und Feuchtewerte mit dem internen Temperatursensor? Denn dafür ist der eigentlich da und nicht, um die Umgebungstemperatur zu messen. Dafür sind die Messwerte viel zu hoch! Steht so auch im Datenblatt in den Fußnoten.

#7698693
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DANIEL D. schrieb:

Also ich könnte mir vorstellen das man dafür die Messkammer von einem Rauchmelder zweckentfremden könnte.

CO2 erzeugt kein Streuliicht.

J. S. schrieb:

Schau mal nach dem PMS7003, der per Laserstreuung arbeitet und für das kleine Geld sehr gut ist. Gemessen werden PM1, PM2,5 und PM10. Sprich Partikel <1µm, <2,5µm und <10µ. Genauer gesagt wird die Anzahl der Partikel in diesen Größenklassen gemessen.

Und was hat das mit CO2 zu tun?

#7698699
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Helmut -. schrieb:

Rolf schrieb:

Der BME280 von Bosch zeigt bei mir genaue (verglichen mit einer Kachelmann-Station) Luftdruckwerte, aber anscheinend viel zu hohe Feuchtigkeitswerte.

Machst du eine Korrektur der Luftdruck- und Feuchtewerte mit dem internen Temperatursensor? Denn dafür ist der eigentlich da und nicht, um die Umgebungstemperatur zu messen.

Weil die Temperaturmessung nicht genau ist (die von der DS3231 übrigens auch nicht), messe ich die Umgebungstemperatur zum Anzeigen mit einem TMP117.

Von der Korrektur-Notwendigkeit weiß ich, aber bisher habe ich aus Faulheit einfach die Lib von SparkFun benutzt und weiß nicht genau, was die macht.

Vielleicht sollte ich den im der Bosch-Doku abgedruckten Code nehmen, der korrigiert ja hoffentlich richtig. Muss aber eingescannt werden und man weiß auch nicht, ob Fehler drin sind – ist ja nur ein Mustervorschlag.

#7698724
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Rolf schrieb:

Stephan S. schrieb:

Sofern Du auf den Luftdruck verzichten kannst, nimm einen SHT41 und gut ists. Letzterer hat - wie der SHT3x auch schon - eine Heizung für den Feuchtesensor, die man bei Bedarf zuschalten kann. Interface ist auch I2C.

Das Gerät läuft mit einer CR2032 und misst deswegen nur ganz kurz auf Knopfdruck, um Strom zu sparen. Wann soll ich da heizen?

Heizen ist nur nötig, wenn der Feuchtesensor länger auf 100% steht und deswegen regeneriert werden muss. Ich habe hier einen BME280, der steht seit einigen Wochen auf 100% und müsste eigentlich ausgetauscht werden. Mit der Erwärmung von extern funzt es beim BME280 nicht wirklich gut, der ist sofort wieder auf 100%, da ist der SHT41 um Grössenordnungen besser und die Temperatur stimmt auch, der BME280 ist bezüglich der Temperatur nur ein Schätzeisen.

#7698924
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Homer schrieb:

Also mur geht es darum mittels einem Sensor zu messen ab wann die Luft in einem Raum einen geringen Sauerstoffanteil enthält.

Selbst, wenn Du es schaffst, den Sauerstoffgehalt der Luft von 21% auf 17% zu drücken, (Unterschied zwischen Einatem- und Ausatemluft) zu drücken, würdest Du das kaum bemerken. Beweis: sog. Atemspende. Der Sauerstoffgehalt der Luft ist kein Kriterium für die Luftqualität!

Beitrag #7698940 wurde von einem Moderator gelöscht.

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