Alexander K. schrieb:
Ich könnte mir vorstellen (...)
Sich etwas vorstellen ist schön, nur wird es einen in diesem Fall nicht real weiterbringen – man muss etwas tun, man muss mit entsprechenden Geräten (Multimeter, Kapazitätsmessgerät, Oszilloskop etc) den Fehler, die defekten Bauteile und die Ursache schon suchen. Ein großes theoretisches Wissen (jemand kennt viele Bauteile und weiß auch wie sie funktionieren) wird aber in der Regel in solchen Fällen auch nicht weiterhelfen, auch irgendwelche Fernanleitungen und Ferndiagonosen sind oft sinnlos, denn man muss eine gewisse Praxis bei der Fehlersuche eines Geräts haben, meistens oft auch eine ganz spezielle, differenzierte, die eine bestimmte Art von Geräten beinhaltet, und am Anfang muss es jemand (der Meister, Guru, Magier, Schamane oder wie auch immer man solche Leute manchmal nennt) einem vor Ort zeigen wie es geht – ohne diese anfänglichen, vielen Unterweisungen mit Zeigen wird man über eine gewisse Schwelle, wo man sich dann neue Erkenntnisse selbst (schon ohne diesen Meister) beibringen kann, leider nicht hinauskommen können. Wenn man diese Lehrphase durch den anleitenden Meister nicht genossen hat, ist man quasi blind wie ein Laie den Elementen ausgeliefert und verhält sich dann genauso bei der Fehlersuche. Man könnte aber auch versuchen, das durch Fleiß zu kompensieren oder zumindest den Versuch unternehmen, es damit zu schaffen, indem man alle Bauteile nach und nach überprüft, teilweise testweise tauscht und so ausschließt. Es sind nicht besonders viele Teile hier im Vergleich zu z.B. einem Fernsehgerät oder PC-Board – d.h. die Chancen stehen eigentlich nicht schlecht, dass man es findet, vorausgesetzt man weiß, wie die Teile überprüft werden müssen – manche kann man z.B. in der Schaltung messen, andere wiederum nicht, noch andere lassen sich gar nicht mit einem Multimeter überprüfen. Es gibt allerdings auch schwer auffindbare Fehler, wie beispielsweise einen Kupferbruch, manchmal auch in Innenlagen, wo dann auch der beste scheitern bzw. aufgeben muss. In so einem Fall bleibt dann nichts anderes übrig als – Zitat – „eine gute Platine” nehmen.