ACS712 Hysterese

#7707844
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Der ACS712x05B, den ich verwendet scheint eine magnetische Hysterese zu haben.

Bei 0 Strom sollte der Offset bei der Hälfte der Versorgungsspannung liegen. Lege ich +2 Amper an, liegt der 0 Level auch nach dem Ein- und Ausschalten bei

2.576 V

Lege ich -2 Amper an, liegt der 0 Level auch nach dem Ein- und Ausschalten bei

2.469 V

Bei einer Stromempfindlichkeit laut Datenblatt von 185mV/A macht das 0.57838A Unterschied im Messergebnis. Hat jemand schon was ähnliches beobachtet?

Datenblatt: https://www.allegromicro.com/en/products/sense/current-sensor-ics/zero-to-fifty-amp-integrated-conductor-sensor-ics/acs712

Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #7707924
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Christoph M. schrieb:

wenn eine Spule (in dem Fall 1.6Ohm, ~3mH) per Kabelberührung an den Sensor geschaltet wird

Irgendwie kann ich mir davon kein Bild machen. Und ich habe da normalerweise viel Phantasie. Zeig doch mal in einem Schaltplan, was du da wie verschaltest.

Danach hat sich jeweils abhängig von der letzten Polarität der Null-Offset geändert.

Ändert sich der Offset auch, wenn du unterschiedlich starke Ströme in die selbe Richtung fließen lässt?

Wie sieht der Aufbau aus? Ist magnetisierbares MAterial in der Nähe?

Christoph M. schrieb:

+2 Amper

Die Amper ist ein Fluss im schönen bayerischen Alpenvorland.

Das Ampere (sprich Ooohpär mit enttäuschtem Oooh) ist die Einheit für den elektrischen Strom.

Wenn du da Probleme hast, dann kannst du auch 2 A schreiben, denn Ampere wird durch ein A abgekürzt.

#7707938
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Mal einen Magneten an das Platinchen halten. Insbesondere die Schraubklemme könnte magnetisch sein.

Uhh .. das könnte der entscheidende Hinweis sein. Der Sensor ist direkt neben dem Blech einer Feldspule des Bastelmotors:

https://www.mikrocontroller.net/attachment/640044/2024-07-09_L298Motorsteuerung.png

Wahrscheinlich magnetisiert sich das Blech. Die Magnetisierung hält sich dann im Motorblech und irritiert den Sensor beim nächsten Einschalten ..

#7708070
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Jetzt habe ich noch mal ein paar Untersuchungen gemacht.
Die Frage war: Ist der Sensor bezüglich des Erdmagnetfelds (knapp 50uT) empfindlich?
Dazu habe ich den Sensor waagrecht und senkrecht am Ende einer Alustange gedreht. Fazit: am Anfang sah es so aus, als wenn das Erdmagnetfeld ein paar Millivolt Einfluss hat, aber es waren wohl die Kabel.
Wenn man aber in 10cm Abstand eine kleine Nedymstange (4 Rundmagnete, 3mm Dicke, 5mm Durchmesser) senkrecht dem Chip annähert, ist ein Unterschied von 4mV (RC Tiefpass 10k,10nF am Ausgang) detektierbar. Um einen mechanischen Kompass um ca. 90° zu drehen, brauche ich mit den selben Magneten eine ähnlich Distanz, deshalb vermute ich, dass die Sensorempfindlichkeit in der Größe des Erdmagnetfeldes liegt. Vermutlich gibt es aber eine interne Kompensation, die homogene Magnetfelder kompensiert.
Wenn ich den Sensor weit weg vom Blech des Bastelmotors platziere, änder sich der Einfluss deutlich, sodass die These des magnetisierten Bleches wohl richtig sein dürfte.

Vielleicht kann mal jemand ähnliches mit dem Sensor probieren und meine Ergebnisse bestätigen.

#7708347
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Wo liegt der Offset, wenn du deinen Aufbau mit einem abnehmenden Wechselgeld entmagnetisierst?

Ich denke, das ist irrelevant. Wie schon erwähnt, kommt der Offset vom nahestehende Blech des Motors.
Fazit: Sensor immer weit weg von Motoren, Lautsprechern oder Transformatoren platzieren.

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