sls löst aus

#7711734
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hallo,

ich habe - wegen pv - nach dem Zähler einen SLS-Schalter installiert. Der löste sofort aus. Eigentlich habe ich eine stabile neuzeitliche Installation (2002). Alles ist über einen FI abgesichert.

Woran kann es liegen, dass der SLS auslöst? Das Teil ist gebraucht gekauft "voll funktionsfähig". Gehen die Dinger öfters kaputt?

Das Teil war relativ warm.

danke für Nachsicht und Unterstützung

#7711748
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Oliver S. schrieb:

Welche Antwort erwartest du denn jetzt?

"Ein Selektiver Hauptleitungsschutzschalter (SLS, SH-Schalter, SHU-Schalter), ist ein besonderer Leitungsschutzschalter, der Selektivitätsanforderungen zu vor- und nachgeschalteten Überstromschutzeinrichtungen genügt. Das bedeutet, dass ein SH-Schalter bei einem Kurzschluss nicht wie andere Leitungsschutzschalter sofort, sondern verzögert abschaltet, wodurch nachgeschaltete Überstromschutzeinrichtungen (Schmelzsicherungen oder normale Leitungsschutzschalter) stets vorher abschalten."(wiki)

Das Ding wird warm. Nachgeschaltete Fi und Sicherungen lösen nicht aus. Meine Schlussfolgerung ist, das Teil ist kaputt. Bevor ich die 150€ für einen nagelneuen ausgebe würde ich gerne wissen, ob meine Schlussfolgerung richtig ist, oder ob es andere Gründe geben kann, warum der 63A-SLS auslöst ohne dass 63Ampere fließen.

#7711764
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Du hast WAS? Gerade bei PV darf der SLS maximal 35A oder in Ausnahmefällen (16mm² Verdrahtung im Zählerkasten) auch 50A sein, niemals 63A. Das war schon der falsche Kauf.

Und JA, der muß defekt sein denn du hast garantiert keine 63A dadurch leiten können ohne daß deine Hauselektrik abgefackelt wäre.

#7711895
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Chris K. schrieb:

Sollte der nicht immer vor dem Zähler sein ?

vor dem Zähler schützt er den Zähler und alles, was danach kommt - danach halt nur was danach kommt. Es gibt die Dinger auch für Hutschiene. Ich denke, nach dem Zähler ist auch zulässig. Zumindest ist es genau so sinnvoll bzw. sinnlos wie nach dem Zähler.

Mani W. schrieb:

Sofort kann nur ein satter Kurzschluss sein...

Ein Kurzschluss war es nicht. Ein paar Minuten ging alles. Dann flog L2 raus. Dachte es läge an der Mikrowelle. Habe dann die Phasen getauscht - war aber ohne Mikrowelle auch nicht besser. Definitiv kaputt.

Mani W. schrieb:

Geiz ist geil?

Im Prinzip ja. Habe jetzt einen 35A-SLS neu bestellt. Ich werde dann ja sehen, was mit dem gebrauchten Sache ist.

#7711951
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Karl K. schrieb:

ich habe - wegen pv - nach dem Zähler einen SLS-Schalter installiert.

Der SLS Schalter ist so konzipiert, dass dieser im Vorzählerbereich verbaut wird. Im Nachzählerbereich reicht eine "normale Sicherung" aus. Eigentlich wird die PV von einer Elektrofirma errichtet. Die sollte den SLS im Vorzählerbereich installieren... warum das nicht gemacht wurde???

Zu den gebrauchten SLS Schalter -> es gibt einige Chargen eines Herstellers die jetzt nach ca. 10 Jahren nicht mehr einschalten und somit definitiv kaputt sind. Im Schalter gibt es zwei Kreise. Ein Hauptkreis und einen Hilfskreis. Nach dem Ausschalten und wieder Einschalten wird nur noch der Hilfskreis eingeschaltet und der Hauptkreis nicht. Dann bei ca. 1..2 A löst der Hilfskreis wieder aus, weil der gesamte Strom nur noch über den Hilfskreis fließt.

Gruß Peter

#7712090
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Peter R. schrieb:

Der SLS Schalter ist so konzipiert, dass dieser im Vorzählerbereich verbaut wird.

Einziger Grund, den sls vor den Zähler zu setzen ist, dass der Zählertausch für die Stadtwerke dann einfacher wird, weil sie nicht an die NH-Sicherungen ran müssen.

Ich gehe jetzt davon aus, dass mein SLS doch nicht kaputt ist. Ich hatte den Anschluss für die Erdung übersehen. Der wird einen Sinn haben, so dass deswegen der SLS ausgelöst hat.

Thomas R. schrieb:

Du hast WAS? Gerade bei PV darf der SLS maximal 35A

35A sind mir ohnehin lieber als 63A - deswegen warte ich, bis der neubestellte SLS da ist.

Aus Fehlern lernt man. War für mich ein lehrreicher thread. Ist mir die 50€ für den falsch bestelten SLS wert.

Danke für die insgesamt hilfreichen Beiträge.

#7712097
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Karl K. schrieb:

Einziger Grund, den sls vor den Zähler zu setzen ist, dass der Zählertausch für die Stadtwerke dann einfacher wird, weil sie nicht an die NH-Sicherungen ran müssen.

Nein, der Grund sind die TABs des Netzbetreibers die das oft vorschreiben. Vorteil ist, dass man damit einen laienbedienbaren Hauptschalter hat, der den Zähler und den kompletten unverplombten Bereich hinter dem Zähler stromlos schaltet.

#7712139
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Karl K. schrieb:

Ich sehe keinen Vorteil darin, dass ich die Anlage vor dem Zähler statt hinter dem Zähler stromlos stellen kann.

Der Netzbetreiber macht die Vorschriften für deinen Zählerschrank. Wenn der es so will, damit auch der angelernte Mitarbeiter den Zähler tauschen kann ... Dann ist das für dich sozusagen Gesetz.

Der Vorteil für dich ist, dass der Netzbetreiber dir ansonsten den Strom abstellt.

#7712172
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Stephan schrieb:

Dann ist das für dich sozusagen Gesetz.

Wir sind uns doch einig, dass der sls vor dem Zähler allein dem Interesse des Netzbetreibers entspricht und dass Netzbetreiber das unterschiedlich handhaben. Wenn der Zähler alle 20Jahre gewechselt wird ist das ohnehin eine sinnfreie Schikane.

Wie mein Netzbetreiber das handhabt weißt du nicht und ich auch nicht. Kann sein dass der Zählerschrank getauscht werden muss, kann sein dass der zuständige Mitarbeiter ein Auge zudrückt, kann sein dass SLS nach dem Zähler zulässig ist.

Was soll ich mir darüber jetzt schon einen Kopf machen. Wir sind in Deutschland, dem Land der ganz, ganz vielen Vorschriften. Wenn man die alle einhalten will kommt man zu nichts anderem mehr.

#7712347
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Karl K. schrieb:

ich habe - wegen pv - nach dem Zähler einen SLS-Schalter installiert.

Und Alle hier wissen wo und wie der von dir verschaltet wurde? Nachtrag: Ach nein, jetzt macht es klick, du hast da einfach mal einen neuartigen Hauptschalter hinter den Zähler, also vor die ganze Anlage gehängt? Ganz schön mutig ....

Der löste sofort aus.

Dafür hatte er sicher einen Grund, und nun hast du den wieder ausgebaut, und wartest auf einen 35A SLS?

Eigentlich habe ich eine stabile neuzeitliche Installation (2002).

typische Laienaussagen, Fachleute würden das Datum u. die Art des Zählers, und die Netzform oder Größe des Anschlusses oder der Kd.Anlage erklären.

Alles ist über einen FI abgesichert.

Ein FI oder eher RCD ist keine Sicherung, sondern ein notwendige und auch nicht mehr neuzeitliche Schutzmaßnahme

Woran kann es liegen, dass der SLS auslöst?

Was ist denn deine Kd-Anlage eigentlich, oder was hinter dem SLS dann hing? Durch pures planloses Zusammenschalten am aktiven Netz passiert sowas öfter. Mit 230V~ ist nicht zu Spaßen, da recht sich sofort jeder Fehler.

Das Teil ist gebraucht gekauft "voll funktionsfähig".

Im Eingangsposting hätte schon die Größe und der Typ, vllt. noch mit Bild hingehört! Man kann so ein Teil aber auch vorher oder auch danach noch prüfen.

Gehen die Dinger öfters kaputt?

Die Frage erübrigt sich bei deinen Fähigkeiten und Kenntnissen, und aus der Ferne sowieso. Mit der Salamitaktik wirst du hier auch nicht froh werden und weiter kommen. Leider

#7712387
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Nevs schrieb:

Mit der Salamitaktik wirst du hier auch nicht froh werden und weiter kommen. Leider

Ich bin doch weitergekommen. Ich weiß jetzt, wo der Fehler war, wie es richtig geht und bekomme die Installation so hin, wie ich sie haben will.

Ich liebe dieses Forum - auch wenn man manchmal gnadenlos runtergemacht wird ist es meist sehr hilfreich.

#7712459
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Karl K. schrieb:

Ich bin doch weitergekommen. Ich weiß jetzt, wo der Fehler war, wie es richtig geht und bekomme die Installation so hin, wie ich sie haben will.

Ach ja, dann zeig mal die Stelle wo das ein ähnlicher Anfrager auch erkennt? Oder deinen Lösungsweg findet?

Karl K. schrieb:

Ich liebe dieses Forum - auch wenn man manchmal gnadenlos runtergemacht wird ist es meist sehr hilfreich.

Das glaube ich dir, u. hätte meinen ganzen Beitrag mir dann auch sparen können. Wo es allerdings hilfreich für dich war, wirst nur du selber wissen. Deine Art zu antworten zeigt mir nun wie du das hier gelöst hast. Es geht wahrscheinlich auch nicht anders hier.

#7712476
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Nevs schrieb:

Das glaube ich dir, u. hätte meinen ganzen Beitrag mir dann auch sparen können. Wo es allerdings hilfreich für dich war, wirst nur du selber wissen. Deine Art zu antworten zeigt mir nun wie du das hier gelöst hast. Es geht wahrscheinlich auch nicht anders hier.

Hast Du mal über Umschulung nachgedacht? Prinzipiell soll die bis ins hohe Alter funktionieren.

#7713066
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Nevs schrieb:

Im Eingangsposting hätte schon die Größe und der Typ, vllt. noch mit Bild hingehört!

12kW Deye-Hybrid + 10kW Speicher, soll erstmal nur als Inselanlage angeschlossen werden. Zwischen Netz und WR soll es keine Verbindung geben. Wenn die Einspeisegenehmigung vorliegt soll das dann umgeklemmt werden. Die hausseitige Verkabelung im Zählerkasten soll komplett neu gemacht werden.

Der Fehler im sls beruhte auf dem fehlenden N-Anschluss - dann kann er nicht funktionieren.

Angehängte Dateien:
#7719323
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Ein SLS baut man normalerweise vor den Zähler ein, wenn man den dazu berechtigt ist!

So nen automatischen China Umschalter würde ich nicht in der Anlage haben wollen und auch sonst sieht der Schrank eher naja aus.

Keine netzzeitige Trennstelle ist übrigens ein Grund den Zählertausch zu verweigern, bei wesentlicher Anlagenänderung.

#7719802
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Sven L. schrieb:

automatischen China Umschalter

Eigentlich kann der Deye Wechselrichter die Trennung vom Netz auch selbst erledigen. Den Umschalter habe ich eingebaut, damit immer eine vollständige Trennung vom Netz sichergestelt ist und damit mir niemand vorwerfen kann, dass ich den Zähler rückwärts laufen lasse. Für die 18€ funktioniert der Umschalter erstaunlich gut.

Zur Zeit produziert die PV-Anlage den Tagesbedarf bis 11Uhr - danach wird abgeriegelt. Ob sich der zusätzliche Aufwand für das Einspeisen überhaupt lohnt, erscheint mir zweifelhaft. So gewaltig ist der Ertrag der 11kWp-Anlage anscheinend nicht.

#7720256
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Flip B. schrieb:

Meine 10kWp-Anlage hat seit 2019 schon über 30.000kWh zu ca. 11ct

11kwp => 11000KWh/anno

Eigenverbrauch mindestens 3000kWh (von ca. 5000) => x0,35€ =1.050€/anno

Rest Einspeisung 8000x0,08= 640€/anno

Kosten der Anlage < 8000€.

Einspeisung wäre schon schön aber rechnen tut sich die Anlage auch ohne. Ist halt die Frage, wie groß der Aufwand für das ganze Genehmigungs-Gedöns ist.

#7720522
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Karl K. schrieb:

Einspeisung wäre schon schön aber rechnen tut sich die Anlage auch ohne. Ist halt die Frage, wie groß der Aufwand für das ganze Genehmigungs-Gedöns ist.

Bei der NetzeBW (für Anlage mit Speicher): -3 Formulare vom Installateur (Fertigmeldung, IBN WR, IBN Speicher) -1 Übersichtsschaltplan der Anlage -Bank- und Steuerdaten -2 Nummern vom MaStaR (WR + Speicher) -Fotos der Anlage und Module

Die Anmeldung des Vorhabens über eine gut gestaltete Klickstrecke.

Ich weiß ja nicht, was hier manche für nen Stundenlohn haben, aber die 3 Dinge, die man selbst beibringen muss, sind schnell erledigt.

Btw: Ein guter Solarteur füllt einem den Papierkram weitgehend aus.

#7779246
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Bedeutet das, daß ich nicht einen Elektriker aus einem anderen Bundensland an meiner Anlage arbeiten lassen darf, wenn er nicht auch in dem Verzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist?

Das kann doch nicht sein, Strom ist doch Strom egal von welchem Netzbetreiber...

Gast #7779258
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Hardy F. schrieb:

Bedeutet das, daß ich nicht einen Elektriker aus einem anderen Bundensland an meiner Anlage arbeiten lassen darf, wenn er nicht auch in dem Verzeichnis des Netzbetreibers eingetragen ist?

Kommt auf Art und Umfang der Arbeiten an. Und dann gibts ja noch den Gasteintrag...

Das kann doch nicht sein, Strom ist doch Strom egal von welchem Netzbetreiber...

Jeder verteidigt sein kleines Herzogtum, und die Handwerkerlobby hilft dabei.

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