dies ist mein erster Beitrag in diesem Forum, welches mir als Gast schon
oft bei kleineren elektronischen Problemen weitergeholfen hat.
Cool, dass solch eine Expertise für die breite Masse zugänglich ist. :)
Aber jetzt habe ich ein Problem mit einer exklusiven Gartenleuchte. Die
Hauptfunktion ist durch 8 LEDs gegeben. Leider bleiben 5 davon
allmählich dunkel und die Lichtleistung der "funktionierenden" schätze
ich auf 10% des Anfangswertes. Kurzum diese müssen ausgetauscht werden.
Genauso exklusiv wie die Gartenleuchte ist der Preis der Ersatzteile.
Daher würde ich die Module gerne selbst austauschen. Aber die Auswahl
ist so groß und unübersichtlich daher wende ich mich an die Expertise
dieses Forums um folgende Fragen zu stellen. Bilder habe ich diesem
Thread angehängt. Die Farbtemperatur war ziemlich kalt, ca. 5600K
Wie finde ich Ersatz für diese LEDs?
Wie finde ich die passenden Optiken oder besser, ist die Anbringung
normiert und ich kann die alten Optiken weiter verwenden?
Wie bekomme ich die LEDs vom Blech?
Welchen Kleber ist zu empfehlen um neue anzubringen. (Alle
Temperaturen übers Jahr)
Oder Kennt jemand die von der Firma verbauten LEDs? Und hat einen Link
für mich?
Ich danke vielmals für alle Tipps und Infos im Voraus
Mir scheint, dass die Wärme der LEDs nur an ein Blech im Innern der Lampe abgegeben wird und sich dann dort staut. Wenn ich damit Recht habe, würde ich die Lampe lieber auswechseln anstatt zu reparieren, denn sie wird immer wieder ausfallen.
Genauso exklusiv wie die Gartenleuchte ist der Preis der Ersatzteile
Erstaunlich für eine so wenig durchdachte Konstruktion.
Du brauchst LEDs mit dieser Sternförmigen Platine, die mindestens 2 Watt vertragen (3 Watt ist eine gängige Größe), mit knapp unter 6,2 Volt Betriebsspannung und dem richtigen Farbton (auf den Fotos nicht erkennbar). Diese Bauform ist selten geworden.
Welchen Kleber ist zu empfehlen um neue anzubringen
Einen, der Wärme leiten kann. Oder Wärmeleitpaste und Schrauben.
Vielleicht schaffe ich es Kühlkörper auf die Rückseite
zu montieren um so die Oberfläche zu erhöhen.
Die helfenr nur, wenn sie außerhalb der Lampe sitzen und innen gut mit dem Blech Kontakt haben.
Wegen des Temperaturgradienten würde ich 2W oder 3W LED auf
gleicher Platte nehmen und nur mit 1W betreiben.
Die Lampe hat 8 LED und ist mit 15 Watt beschriftet, ebenso das Netzteil. Macht 2 Watt pro LED. 1 Watt LEDs würden durchbrennen.
Wenn man LED mit niedrigerer Betriebsspannung (3 Volt) verwendet, dann kommt man auf passende 1 Watt, aber dann leuchten sie auffällig dunkler, als die anderen.
Mir scheint, dass die Wärme der LEDs nur an ein Blech im Innern der
Lampe abgegeben wird und sich dann dort staut.
Wenn die vorhandenen LEDs an Wärmestau gestorben sind, wäre vielleicht eine Option, den Strom durch die LEDs zu reduzieren (z.B. durch Parallelschalten von zwei LED-Ketten, Vorwiderstände zur Stromverteilung nicht vergessen).
Sie müssen mit dem Hintergrundblech mit Wärmeleitkleber (oder Schrauben)
verbunden sein damit sie nicht an Überhitzung kaputt gehen.
Für einen vollflächigen Kontakt kommen Schrauben alleine nicht in Frage. Und spezieller Wärmeleitkleber muss es auch nicht sein. Wichtig ist, dass die Kleberschicht dünn ist, um einen sonst vorhandener Luftspalt vollflächig zu überbrückt. Dickeres Blech würde die Wärme der LEDs sicher besser in die Fläche verteilen, aber das wäre dann wohl ein größerer Umbau.
Herstellergarantie gibt es zu den Leuchten nicht mehr?
Die Lampe hat 8 LED und ist mit 15 Watt beschriftet,
Das dachte ich auch, habe aber dann gestutzt, weil es Lampen gibt mit 8 LED und einer 15W Halogenbirne.
Das Netzteil hat 0,35mA und kann 8-50V. 8 LED a 3V sind 24V und 8 doppel-LED hätten 48V. Glaube nicht, dass das so knapp ausgelegt wurde.
Zum Teil haben neuere LED eine bessere Lichtausbeute, die mit der halben Leistung betrieben sogar noch etwas besser ist. Daher kann er 2W einfache LED problemlos verbauen.
Wenn man LED mit niedrigerer Betriebsspannung (3 Volt) verwendet, dann
kommt man auf passende 1 Watt, aber dann leuchten sie auffällig dunkler,
als die anderen.
Die Versorgung ist eine Konstantstromquelle mit 350mA. Da ist die Vorwärtsspannung der LEDs in relativ weiten Grenzen egal.
Wenn, dann muss man z.B. 3W LEDs verwenden, die bei 350mA dann mit etwa nur 1/3 ihrer Nennleistung betrieben würden.
Andere Option:
Widerstände parallel zu den LEDs könnten einen Teil des Stromes übernehmen und damit die LEDs entlasten, auch wenn dadurch die Heizleistung im Gehäuse insgesamt nicht kleiner wird. Das wäre aber eine einfach umsetzbare Variante.
Um welche Lampen geht es überhaupt? Geht es um verschiedene Typen?
Jedenfalls sind die Netzteile in 20240805_110312_1_.jpg und 20240805_113029_2_.jpg verschieden.
Ist gar ein falsches verbaut und Schuld an dem LED-Tot?
Wenn die vorhandenen LEDs an Wärmestau gestorben sind, wäre vielleicht
eine Option, den Strom durch die LEDs zu reduzieren (z.B. durch
Parallelschalten von zwei LED-Ketten, Vorwiderstände zur Stromverteilung
nicht vergessen).
Oder man tauscht alleLEDs gegen welche für 3V 350mA aus (die originalen haben 6V 350mA), dann hat die Lampe insgesamt nur noch 7 Watt und wird weniger warm. Das Netzteil käme damit zurecht, da es eine variable Ausgangsspannung (8..50V) liefert.
Jedenfalls sind die Netzteile in 20240805_110312_1_.jpg und
20240805_113029_2_.jpg verschieden.
Das ganze sieht etwas aus wie eine Zahnspange. Es handelt sich lediglich um ein Netzteil. Dieses ist unter dem Blech direkt auf der anderen Seite des Typenschilds des Leuchtenherstellers.
Oder man tauscht alle LEDs gegen welche für 3V 350mA aus (die originalen
haben 6V 350mA), dann hat die Lampe insgesamt nur noch 7 Watt und wird
weniger warm. Das Netzteil käme damit zurecht, da es eine variable
Ausgangsspannung (8..50V) liefert.
Super Idee. Ich denke wirklich, wir haben ein Problem beim Wärmemanagement. Die Leuchte ist jetzt 11 Jahre alt bei ca. 8 Std. Stunden am Tag. Sind ungefähr 32000 Betriebsstunden. Die Lichtleistung hat aber bereits vor 3 Jahren bei weitem keine 70% mehr erreicht. Jetzt kenne ich die Daten der verbauten LEDs leider nicht aber für eine Leuchte die für den öffentlichen Bereich konzipiert wurde, kann man ja bestimmt bei 50000h noch 70% Lichtleisting erwarten.
Die Breite des Sterns habe ich auch vermessen, es sind exakt 2cm zwischen den parallelen Kanten.
Hat jemand von euch eine Idee wie es mit den Optiken aussieht? Meint ihr, die könnten auf die neuen LED-Module passen. Ich erinnere mich, dass das Leuchtbild wirklich schön war am Anfang und würde dies gerne wieder herstellen.
Vielen Dank an alle für die sehr nützlichen Tipps bisher.
Zum Teil haben neuere LED eine bessere Lichtausbeute, die mit der halben
Leistung betrieben sogar noch etwas besser ist.
Da das Auge ein logarithmisches Helligkeitsempfinden hat, dürfte mit 8W statt 16W, neueren LED mit besseren Wirkungsgrad die zu erreichende Lumenzahl nicht 50% betragen sondern eher im Bereich von 70...80% liegen. Das Bild zeigt, bei halber Leistung sinkt die Lumenzahl weniger.
https://www.led-tech.de/de/7x-Samsung-LM281B-Square-15-High-Performance-5700k
Ich empfehle dir von LED-Tech die verlinkten rechteckigen Alukernplatinen mit 7x Samsung LEDs drauf.
Ich habe die mit 4000K, einem sehr schönen Neutralweiß.
Diese Platinen sind preisWERT :-)
Die Platinen werden in Deutschland bestückt und die Datenblätter sind keine Märchenbücher, sondern halten, was sie versprechen.
Weiterhin haben die darauf verbauten LEDs einen hohen Wirkungsgrad, so das bei gleicher Leistung mehr Licht und damit weniger Abwärme rauskommt. Außerdem lassen sich 7 Midpower-LEDs einfacher entwärmen, als eine einzige punktförmige LED.
Zwar passen die verbauten aufsteckbaren Linsen nicht auf die andere Bauform, aber die flachen LEDs haben eine größere aktive Fläche, als die kleinen Punktstrahler. Von daher sollte das trotzdem passen.
Im Gegensatz zum Klugs* habe ich keine Bedenken, Schrauben zu verwenden, habe ich mit größeren COBs mehrfach gemacht. Wird aber fummelig, für den Seoul-Stern wären es wohl M2,5 oder gar M2.
Ist aber eigentlich egal, Deine Leuchte hat eine große Fläche, da lassen sich fast beliebige COB-LEDs einbauen.
Weiterhin haben die darauf verbauten LEDs einen hohen Wirkungsgrad, so
das bei gleicher Leistung mehr Licht und damit weniger Abwärme
rauskommt.
Die 5 oder 10 Prozent bringen nicht viel.
Das halte ich für ein Gerücht. Die von mir verlinkten Samsungs haben um die 150 lm/W, die Seouls sind im verlinkten Angebot mit 91-118 lm/W angegeben. Die Samsungplatinen brauchst du bei 1W (350 mA) garnicht weiter kühlen, wenn es keinen Wärmestau gibt.
Im Gegensatz zum Klugs* habe ich keine Bedenken, Schrauben zu verwenden,
Beim TO halten Kunststoffnieten den Chip fest. Das mit den Muttern auf der Rückseite wird ein Gefummel oder Du zerlegst die Leuchte ganz um besser dran zu kommen.
Aber der TO könnte dahinter ein Alublechstück mit passenden Löchern mit Gewinde setzten, das auch der noch um die Biegung nachgebogen ist. Das wirkt zugleich als zusätzliche Wärmebleitung.
Wenn das keine Schmelzzapfen sind, also kein Loch im Blech ist, dann waeren die Plaettchen nur mit (Heiss-) Kleber hingekleckst. Wenn dazwischen auch keine Waermeleitpaste zu finden ist, dann das waere thermisch ganz schoen schlecht gebaut.
Die Plastikteile mit den Linsen lassen sich vielleicht mit ein paar Kleckser klarem Silikon und Heisskleber ausrichten.
Herstellergarantie gibt es zu den Leuchten nicht mehr?
Leider nein, aber es gibt ein Retrofit-LED Modul. Neben einem wahrscheinlich hohen Preis wird dadurch, da universell in alle Formen einsetzbar, kein besseres Wärmemangagement zu erwarten sein.
Ich empfehle dir von LED-Tech die verlinkten rechteckigen
Alukernplatinen mit 7x Samsung LEDs drauf.
Vielen Dank, ich denke, ich probiere es mal mit diesen. Hier befinden wir uns in Verbindung mit dem vorhandenen Netzteil am unteren Ende des Leistungsbereich.
Auf dem Stern steht doch Seoul Z-Led N?! Oder hab ich was übersehn?
Neues Modell, 20% weniger Strom (oder so), fertig?
Vielen Dank. In der Tat. Aber dann müsste ich das Netzteil austauschen oder zwei LED Ketten parallel schalten, oder?
Hat vielleicht noch jemand einen Tipp für einen Wärmeleitfähigen Kleber, der sich wieder, beispielsweise mit Hilfe eines Heißluftföhns, gut lösen lässt. Oder sind da alle gut. :)
Vielen Dank ins Forum und allen Beteiligten für die Antworten.
Und das kostenlos und in eurer Freizeit. Echt top.
Man schraubt das Netzteil auf und ändert die stromerkennung auf -20%, das ist ziemlich einfach
Man macht sich Alu Späne und vermischt die mit Epoxid als Wärmeleitkleber oder man macht Wärmeleitpaste vom PC-Zubehör in die Mitte und einige Punkte Epoxid an die Seite oder man nimmt selbstklebende Wärmeleitpads
Man macht sich Alu Späne und vermischt die mit Epoxid als
Wärmeleitkleber
Aluspäne sind viel zu grob!
Ganz normaler Epoxidkleber reicht eigentlich gut aus, sofern man die Kleberschicht möglichst dünn macht. Wer dünnflüssigen Epoxykleber hat, der kann Zinkoxid untermischen, das gibts sogar noch beim Apotheker.
Ich würde auf der Gegenseite der Laschen noch kleine Rippenkühlkörper aufkleben.
Ja in dem Moment wo ich geschrieben habe habe ich mir schon gedacht dass dann jeder an irgendwas abgefeiltes denkt aber ich meine wirklich feines Alu Pulver.
Ich würde auf der Gegenseite der Laschen noch kleine Rippenkühlkörper
aufkleben.
Der selbstgemischte Wärmeleitkleber wäre was für die Kühlung zwischen Blech und Kühlkörper. Wie würdet ihr das Mischverhältnis wählen? Umso mehr Pulver, umso weniger isolierende Harzmatrix zwischen den Kristallkörnern.
Vielen Dank. In der Tat. Aber dann müsste ich das Netzteil austauschen
oder zwei LED Ketten parallel schalten, oder?
Kannst auch nur eine mit 3V / 700mA einbauen und nur mit 350mA betreiben. Wenn die alten zwischen 70...90 Lumen/Watt, also als DoppelLED auf dem Plättchen 140...180 Lumen/Watt hatten und diese als neue um die 130...160 Lumen/Watt, fällt der Unterschied klein aus und musst nichts am Netzteil ändern (und wieder dicht bekommen, weil es draußen hängt).
Ganz normaler Epoxidkleber reicht eigentlich gut aus, sofern man die
Kleberschicht möglichst dünn macht.
Es wird Wärmeleitkleber verkauft, der scheinbar umetikettierte Schraubensicherung ist. Ich würde eher an die Bohrmaschine gehen und Schrauben verwenden.