Nach der Verfügbarkeit des ESP32-P4 sah man im Hause Upton wohl die Notwendigkeit, die Ankündigung der zweiten Generation des hauseigenen Mikrocontrollers vorzuziehen. Neben mehr GPIOs und einem Upgrade der verwendeten ARM-Architektur gibt es die Möglichkeit, die beiden ARM-Kerne “on the fly” durch RISC/V-Cores auf Basis eines hauseigenen Designs zu ersetzen.
RISC/V und ARM im Wechsel
Der RP2040 setzte das von Espressif im ESP32 eingeführte Dual Core-Design unter Nutzung von Cortex-M0-Kernen um. Der neue Chip beschleunigt auf 150MHz und nutzt die Cortex-M33-Architektur – sie bringt eine FPU mit, und trägt so in manchen Einsatzszenarien zu einer erheblichen Performancesteigerung bei. Eine – aus Sicht des Autors interessante – Besonderheit ist, dass sich am Die neben den ARM-Kernen auch zwei als HAZARD3 (engl. für Gefahr bzw Risiko) bezeichnete RISC/V-Kerne befinden. Der Betrieb der beiden Kerne ist dabei allerdings Entweder-Oder:
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Als RISC/V-Kern kommt dabei der unter https://github.com/Wren6991/Hazard3 vom Raspberry Pi-Ingenieur Luke Wren entwickelte HAZARD3 zum Einsatz. Die Abbildungen zeigen die enthaltenen Funktionseinheiten.


Bildquelle: GitHub via https://github.com/Wren6991/Hazard3
Erweiterter Speicherausbau, RP2354 mit integriertem Flashspeicher ante portas
Die umfangreichen Änderungen an der Seriennummer sind unter Anderem der Erweiterung des Arbeitsspeichers geschuldet – die neue Version bringt 520 KB SRAM mit.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/documentation/microcontrollers/silicon.html
Im Rahmen der Ankündigung vermeldet die Raspberry Pi Foundation außerdem, an einer Version mit 128KB am Chip befindlichen Speicher zu arbeiten.

Bildquelle: https://www.raspberrypi.com/products/rp2350/
Mehr Peripheriegeräte dank mehr Gehäuseoptionen
Der originale RP2040 hatte ob des vergleichsweise kleinen Gehäuses nicht sonderlich viele GPIO-Pins. Der Nachfolger behebt dies wie in der obigen Abbildung gezeigt – in der Spezifikation verspricht man folgende Peripherieger#te:
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FreeRTOS nach wie vor im Fokus
Interessant ist auch die Frage, wie sich Raspberry Pi im Bezug auf Betriebssysteme aufstellt. Im Rahmen eines Interviews mit dem im Allgemeinen gut informierten englischen Branchennewsdienst The Register berichtet Upton folgendes:
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Evaluationsboards von Upton und – sofort erhältlich – bei Seeed
Im Hause Upton bietet man logischerweise ein Nachfolgemodell des Pi Pico an – der als Pi Pico 2 bezeichnete Einplatinenrechner ist derzeit allerdings nur vorbestellbar. Interessant ist, dass Seeed unter der als Bildquelle genannten URL derzeit eine alternative Platine anbietet – der Autor hat diese bereits bestellt und wird beim Eintreffen ein Update nachreichen.


Bildquelle: Autor
Dokumentation und Mehr
Wer sich in den Chip einarbeiten will, findet unter der URL https://www.raspberrypi.com/products/rp2350/ Datenblätter und sonstige Dokumentationen. Unter der URL https://datasheets.raspberrypi.com/pico/RPi-Pico-2-PUBLIC-20240708.zip? findet sich derweil die im Cadence-Format vorliegende Schaltung des Pi Pico 2.





