Hi zusammen, habe hier ein defektes LED Netzteil (2x30V Ausgang) von IKEA. Habe gemessen und rausgefunden das an ein N Kanal Mosfet (tf8n80) an Sorce 330V anliegen (Minus). An Drain liegt keine Spannung an. An Ground liegen ebenfalls 0V an, also auch kein Steuersignal und damit kein Pulsen. Das Netzteil startet nicht.
Ground wird über ein Boundary-Mode-PFC-Controller (mp44010) gespeist. An PIN VIN (Stromversorgung des Controllers) messe ich nur 1.5V. Meines erachtens nach sollten dort aber ca. 13V anliegen.
Ich habe den Mosfet und alle Kondensatoren geprüft. Ein 20uF Kondensator war schlecht. Hatte nurnoch die halbe Kapazität. Den habe ich ersetzt. Funktioniert leider trotzdem nicht.
Sonst konnte ich keine Defekte feststellen. Primärsicherung ist heile und es fließt kein hoher Strom (Standby). Könnte der Controller defekt sein? Oder wie könnte ich das am besten feststellen?
Falls Detailbilder erforderlich sind, bitte bescheitgeben.
An
PIN VIN (Stromversorgung des Controllers) messe ich nur 1.5V.
Check mal die Diode D4. Die soll nach dem Starten des Controllers die Speisung übernehmen aus der Hilfswicklung des Trafos. Wenn die Kurzschluss hat, kann sich VIN nicht aufbauen. Ach, und es schadet sicher nicht, den Trafo mal nachzulöten.
Paul schrieb im Beitrag #7717416:
Habe gemessen und rausgefunden das an ein N Kanal Mosfet (tf8n80)
an Sorce 330V anliegen (Minus). An Drain liegt keine Spannung an. An
Ground liegen ebenfalls 0V an, also auch kein Steuersignal und damit
kein Pulsen. Das Netzteil startet nicht.
Ground wird über ein Boundary-Mode-PFC-Controller (mp44010) gespeist.
All dies macht für mich keinen Sinn.
Wenn am drain keine Spannung an liegt, wie kommt dann die volle Primärspannung an die soource?
Und was soll denn der letzte Satz mir sagen?
Wenn am drain keine Spannung an liegt, wie kommt dann die volle
Primärspannung an die soource?
Ich denke, es liegt eine Verwechslung vor. Das wäre ja unmöglich, das sich die Schaltung nach einem Defekt umbaut und D mit S vertauscht :-)
Als letzten Test kannst du VIN mal mit einem auf wenigem mA begrenzten Labornetzteil speisen, das du langsam in Richtung 13V drehst und dabei den Strom beobachtest, den die Schaltung zieht. Das solten nicht mehr als max. etwa 20-50mA sein. Alles dadrüber spricht für einen defekten SMPS Controller.
Das sieht nur auf den Foto so aus. Da ist alles i.o.
Kann mir jemand eine alternative zu den Boundary-Mode-PFC-Controller (mp44010) empfehlen? Ich würde den gern mal tauschen. Leider habe ich nur einen in China gefunden und ich habe keine Lust wieder 1 Monat drauf zu warten.
trenn doch mal den Controller ab von der VIN - ist die 13V dann vorhanden?
wenn ja -> Controller defekt;
wenn nein -> Feinschluss der D4 oder eines MLCC oder Anlaufwiderstände hochohmig
Ground wird über ein Boundary-Mode-PFC-Controller (mp44010) gespeist. An
PIN VIN (Stromversorgung des Controllers) messe ich nur 1.5V. Meines
erachtens nach sollten dort aber ca. 13V anliegen.
Verständnisproblem? GND=Minus vom Netzgleichrichter, sollte an PFC und Hauptregler durchgehend anliegen.
Die im Hauptnetzteil gemessenen 330VDC passen zu 235VAC, wenn die PFC nicht arbeitet.
bei den hochohmigen Widerständen die Leckströme der Diode und der C's
Falls die beiden 150kR in Reihe der Ladewiderstand ist, zur Messung ohne Controller sicherheitshalber besser eine Angstzenerdiode parallel schalten. C3 wird nicht größer wie 50V sein.
bei den hochohmigen Widerständen die Leckströme der Diode und der C's
Falls die beiden 150kR in Reihe der Ladewiderstand ist, zur Messung ohne
Controller sicherheitshalber besser eine Angstzenerdiode parallel
schalten. C3 wird nicht größer wie 50V sein.
trenn doch mal den Controller ab von der VIN - ist die 13V dann
vorhanden?
wenn ja -> Controller defekt;
wenn nein -> Feinschluss der D4 oder eines MLCC oder Anlaufwiderstände
hochohmig
Habe ich gerade probiert. Trotz ausgelöteten Controller liegt nur knapp 1V an.
Die Widerstände habe ich alle geprüft. Die sind alle i.o. Messe jetzt mal die MLCC und Diode 4.
Dann muss nicht unbedingt ein Kurzschluss vorliegen. Ich hatte schon öfter unterbrochene Starterwiderstände als Fehlerursache ausgemacht.Diese sind hochohmig (mehrere 100k), manchmal mehrere in Reihe, und speisen vom +Pol des Hauptelkos den controller.
Es wäre hilfreich bei Bauteilenummern dazuzuschreinen, ob die sich auf das MP44010 Datenblatt oder den Platinenaufdruck bezieht. Bei letzterem habe ich ohne kompletten Schaltplan keine Vorstellung wofur das Bauteil diehnt.
Den handgezeichnetenn Plan erfasst man leichter, wenn Kondensatoren nicht als Widerstande gezeichnet sind, außerdem fehlen die Massen.
Bei den Elkos bitte µF und Volt dazuschreiben.
C3 (500V?) hat wie viel µF und sitzt am MP44010 Vin, oder wo? Wo sitzt der erwähnte MLCC? Wo die D4?
Prinzipiell auch weitere /Vorgänger/ wie L6561 und L6562.
(L6563 und L6564 dagegen nicht, haben 10 oder 14 Pins.)
Allerdings fände man, wenn überhaupt, nur Restbestände -
falls Du also nicht zufällig einen der beiden "auf Halde"
liegen hast, stehen die Chancen nicht besonders dolle,
und irgendwo einen noch sehr gängigen L6565 zu bestellen
wäre das allereinfachste.
Es wäre hilfreich bei Bauteilenummern dazuzuschreinen, ob die sich auf
das MP44010 Datenblatt oder den Platinenaufdruck bezieht. Bei letzterem
habe ich ohne kompletten Schaltplan keine Vorstellung wofur das Bauteil
diehnt.
Den handgezeichnetenn Plan erfasst man leichter, wenn Kondensatoren
nicht als Widerstande gezeichnet sind, außerdem fehlen die Massen.
Bei den Elkos bitte µF und Volt dazuschreiben.
C3 (500V?) hat wie viel µF und sitzt am MP44010 Vin, oder wo? Wo sitzt
der erwähnte MLCC? Wo die D4?
An der Spannungsversorgung VIN des Controllers sitzt keinerlei Elko. C4 und C7 sind unbeschriftete Kerkos. Ich sende hier nochmal den Plan mit Foto. Ich wollte das nur einigermaßen genauso zeichnen wie es auf der Platine aussieht. D4 und C3 bitte ignorieren. Die haben meines Erachtens nichts mit der Spannungsversorgung VIN zu tun. Das hat jemand fälschlicherweise behauptet, weil man es schlecht auf den Foto erkennt.
Den Controller habe ich abgelötet und danach nochmals bei VIN auf der Platine die Spannung gegen GND gemessen. Die liegt genauso wie vorher bei ca. 1V. Also am Controller wird es demzufolge nicht der Fehler liegen. Die Kerkos habe ich auf Schluss geprüft. Die sind alle i.o.
Ich habe vorhin mal die Eisspraymethode probiert. :)
Dabei ist mir aufgefallen das als erstes der mittlere PIN des Mosfets auftaut. Direkt im Anschluss die beiden Widerstände (siehe Foto) R5B und R5A mit jeweils 200KOhm.
Ich löte jetzt als nächstes mal die Widerstände aus und messe sie. Im eingebauten Zustand messe ich jeweils nur 132KOhm.
Es wäre hilfreich bei Bauteilenummern dazuzuschreinen, ob die sich auf
das MP44010 Datenblatt oder den Platinenaufdruck bezieht. Bei letzterem
habe ich ohne kompletten Schaltplan keine Vorstellung wofur das Bauteil
diehnt.
Den handgezeichnetenn Plan erfasst man leichter, wenn Kondensatoren
nicht als Widerstande gezeichnet sind, außerdem fehlen die Massen.
Bei den Elkos bitte µF und Volt dazuschreiben.
C3 (500V?) hat wie viel µF und sitzt am MP44010 Vin, oder wo? Wo sitzt
der erwähnte MLCC? Wo die D4?
R5B und R5A sind i.o. Ich weiß bald nicht mehr weiter.
D4 gehört nicht zur Anlaufschaltung, sieht eher nach RCD am Drain des FETs aus.
der Bereich um D2 und D3 gehört mMn zur Anlaufschaltung, ist nicht genau zu erkennen, Bilder sind zu schlecht - Bilder der gereinigten Platine ohne Spiegelungen wären gut...
ist der Elko an D2 richtig gepolt?
da der Controller vermutlich ok ist, würde ich den wieder einlöten für weitere Messungen - eher den FET weglassen
D4 gehört nicht zur Anlaufschaltung, sieht eher nach RCD am Drain des
FETs aus.
der Bereich um D2 und D3 gehört mMn zur Anlaufschaltung, ist nicht genau
zu erkennen, Bilder sind zu schlecht - Bilder der gereinigten Platine
ohne Spiegelungen wären gut...
ist der Elko an D2 richtig gepolt?
da der Controller vermutlich ok ist, würde ich den wieder einlöten für
weitere Messungen - eher den FET weglassen
Hier die Skizze. An VIN kommt nur 1V Spannung an. Auch bei ausgelöteten FET und Controller.
Schaltplan mit ALLEN Bauteilen der PFC Stufe rauszeichnen. Bitte dabei eine Anordnung wie im MP44010 Datenblatt machen, passende Symbole, Masse unten, Werte beschriften.
Es könnte auch nicht schaden die Platine mit Alkohol und Bürste zu reinigen und scharfe Fotos mit genügend Licht ohne Reflexe zu machen. Dann auch welche der ganzen Platine von oben und unten, damit das Gucklochrätseln endlich ein Ende hat. Und bitte die automatische Reduktion bei den Übersichtsbildern abschalten.
Ich bin übrigends immer noch der Meinung, dass (ohne den 1V Limitfehler) die MLCC C7 ohne die U1 interne ZD25V an 330V/400kR kaputt geht. Einen D4 Überspannungsdurchbruch würde ich auch vermeiden.
Die Kerkos habe ich auf Schluss geprüft. Die sind alle i.o.
Mit Ohmmeter? C7 ohne U1 mit mA strombegrenztem Labornetzteil bis 28V hochdrehen und wenn es bei 1V klemmt mit 200mV Multimeter den Fehlerstromweg anhand des Leiterbahnspannungsabfalls suchen.
Jeden der beiden R5A/B mit Ohmmeter einzeln und noch mal umgepolt messen. Sind alle vier Werte gleich?
Den Controller habe ich abgelötet und danach nochmals bei VIN auf der
Platine die Spannung gegen GND gemessen. Die liegt genauso wie vorher
bei ca. 1V. Also am Controller wird es demzufolge nicht der Fehler
liegen. Die Kerkos habe ich auf Schluss geprüft. Die sind alle i.o.
Nachdem Du nun die 1V gemessen hast, miss mal an dieser Stelle den hier verfügbaren Strom. Wenn die Anlaufwiderstände i.O. sind, müßten hier ein paar 100uA zur Verfügung stehen. Wenn kenn Strom - dann die Anlaufwiderstände tauschen. Scheint mir derzeit durchaus eine wahrscheinliche FehlerUrsache zu sein.
Kein Stützelko an der Controllerversorgung kann nicht sein.
Du hast ihn noch nicht gefunden.
ungefähr, aber von FET-S gehts über R16/R17 1,8 Ohm parallel auf GND und über den R11 auf CS des Controllers
der Bereich um D2+D3 stimmt auch irgendwie nicht
Bei den Dioden kann man absolut nichts erkennen wo die Sperrrichtung ist.
Z.B. D3? Putzen! Erst die Platine, dann die Brille.
Man könnte auch die Diodentestfunktion eines Multimeters nutzen.
Der völlig unkoordinierte "Schaltplan" mit Widerstandskondensatoren, Federbauteilen, fehlenen Massen, falschen Verbindungen (FET-S liegt auf der Platine nicht direkt auf GND)... machen mir keine Lust da Zeit zu investieren.
Ich empfehle die Unterseite groß auszudrucken und alle 0,0 Ohm GND Verbindungen auszupiepsen und schwarz zu markieren. Das hilft beim Schaltplanrauszeichnen, bitte am Datenblattplan orientieren.
Die gestellten Fragen zu R5 und Oberseitenbilder stehen auch noch aus.
Wenigstens ermöglicht die Pixeltiefe ein aufhellen zur besseren Ekennung. (Ränder wegschneiden spart MB)
@ Peter K.
Ich hatte mich mit den Bauteilebezeichnungen anfangs auf das Datenblatt bezogen. Nachdem der OP das nicht übernommen hat, nehme ich auch die Platinenbezeichnungen, obwohl ich ohne Schaltplan dann meist erst rätseln muss, wo das Teil funktional in der Schaltung sitzt.
Wenn meine erbetenen vier Ohmwerte an der Reihenschaltung bei entladenen Kondensatoren gleich sind, müssen beide Widerstände gleich sein. Zu erwarten ist im eingelötetem Zustand viermal irgedwas zwischen 100k-200k.
In solchen Fällen speise ich, natürlich getrennt vom Netz, in den Kontroller mit dem labornetzteil eine Spannung. Beginnend ab 0V, bis max 15V. Und messe die Stromaufnahme. Bis ca 10V sollte die um die 100uA betragen und dann springen auf einen Wert im einstelligen mA-Bereich. Jedenfalls mit eingelötetem controller. Ohne wenige uA (Elko-leckstrom)
Ja, genau. Danke!
Auf Diode 2 steht 5K.
Auf Diode 3 steht T3. An der Seite ist schon ein Stück abgeplatzt. Daher der tausch. Welche könnte ich dafür verwenden?
An VIN kommt nur 1V Spannung an. Auch bei ausgelöteten
FET und Controller.
Damit hast du doch den Weg der Suche stark eingegrenzt.
Warum kommen da nicht >12.4V an?
Im Datenblatt zum Controller ist (Figure 5—Control Flow Chart) doch alles schön dargestellt, was der Controller alles so braucht, um zu starten.