Beosound Ouverture Radiofrequenzen

OP #7718347
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Wir haben ein Beosound Ouverture zur Reparatur herein bekommen. Das stand offensichtlich lange Zeit ungenutzt herum. Beim Cassettendeck sind jedenfalls die Riemen hinüber.

ABER: das Radio will FM nur 76 bis 90MHz spielen? Hat sich da etwas auf Japan o.ä. verstellt?

OP #7718618
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Der Prozessor ist angeblich völlig i.O. Alle Tests bestanden, SW 1.2. Jedoch wird manchmal als Tuner 2631 für Europa ausgegeben, manchmal aber auch 2634 für Japan. AUßerdem hört sich das so an als ob das Gerät gar nicht auf FM umschaltet; jedenfalls sind da typische AM Geräusche zu hören, natürlich ohne empfangbare Stationen. Und derzeit ist er im japanischen Band/Tuner "gefangen".

Rätselhaft.

Alle Stecker gezogen und aufgesteckt. Das SM von Elektrotanya ist wenig hilfreich weil extrem schlechte Qualität. Sonst würde ich nach der Umschaltung suchen und ggf händisch festlegen (auf AM ist eh nichts mehr). Aber so?

Hat vielleicht jemand ein besseres Manual mit lesbaren Schaltplänen?

OP #7718634
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Mittlerweile ein besseres SM gefunden das auch lesbar ist. Demnach ist das Gerät tatsächlich auf alle Frequenzen dieser Welt einstellbar, allerdings nur per Jumper. Da sich diese ja nicht verstellt haben können, habe ich jetzt den LC7218 in Verdacht. Der kommuniziert mit dem Hauptprozessor per I2C und teilt diesem per Anfrage auch die gewählte Version mit.

Vermutlich hat der einen Hau und macht alles mögliche. Das IC gibt es noch und ist glücklicherweise SMD mit großem Pitch. Versuchen kann ich es ja mal.

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(Firma: matzetronics) #7718715
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VCL11 schrieb:

Kannst bestenfalls noch auf Matthias S. warten, der hat glaube ich einen Beomaster 3000.

Habe ich, aber der ist von 1971 und hat keine PLL, sondern Varicap Abstimmung.

Allerdings sind die Sanyo PLLs selber zuverlässig, so das ich eher ein Problem mit einem nicht einrastenden VCO vermute. IC2 Pin 7 ist der Ausgang zur Kontrolle des VCO und sollte der Abstimmung folgen, also bei höheren Frequenzen mehr Spannung liefern und bei niedrigen dann weniger. Generell sollte das aber ruhig sein und nicht springen. Springt das wild, könnte entweder die VCO Frequenz nicht zum Phasenvergleicher durchkommen (Bufferstufe T14) oder der VCO so verstellt sein, das er ausserhalb des Abstimmbereiches schwingt.

#7718770
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Thomas R. schrieb:

Vermutlich hat der einen Hau und macht alles mögliche. Das IC gibt es noch und ist glücklicherweise SMD mit großem Pitch. Versuchen kann ich es ja mal.

Die meisten Leute mit blinder Tauschwut fangen bei den Elkos an. scnr

Matthias S. schrieb:

Allerdings sind die Sanyo PLLs selber zuverlässig, so das ich eher ein Problem mit einem nicht einrastenden VCO vermute.

Messen - nicht vermuten

(Firma: matzetronics) #7718944
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Stell ein zweites UKW Radio auf 100,7 Mhz abgestimmt dicht neben den Tuner des B&O. Wenn der B&O auf 90MHz steht, müsstest du seinen VCO als Träger im zweiten Radio hören können. Ich vermute mal, das ihr weder Messempfänger noch ein SDR im Laden habt, um den VCO zu messen? Aber zuerst mal die Umschaltung AM/FM checken.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7718972
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Thomas R. schrieb:

Wir haben ein Beosound Ouverture zur Reparatur herein bekommen. Das stand offensichtlich lange Zeit ungenutzt herum. Beim Cassettendeck sind jedenfalls die Riemen hinüber.

ABER: das Radio will FM nur 76 bis 90MHz spielen? Hat sich da etwas auf Japan o.ä. verstellt?

Ich würde ja nur da Reparieren, was der Kunde in Auftrag gibt. Gehört der Radiobereich auch dazu?

OP #7719306
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●DesIntegrator ●. schrieb:

Thomas R. schrieb:

Wir haben ein Beosound Ouverture zur Reparatur herein bekommen. Das stand offensichtlich lange Zeit ungenutzt herum. Beim Cassettendeck sind jedenfalls die Riemen hinüber.

ABER: das Radio will FM nur 76 bis 90MHz spielen? Hat sich da etwas auf Japan o.ä. verstellt?

Ich würde ja nur da Reparieren, was der Kunde in Auftrag gibt. Gehört der Radiobereich auch dazu?

Guter Punkt denn der Nutzer will hauptsächlich CD und Cassette (Kinderkassetten) hören. Aber der Ehrgeiz....

Nur mal für mein Verständnis von IC3: wenn dieser Baustein mit Jumpern auf den Tunertyp eingestellt werden muß (das Frontend kann vermutlich alles) und dann die Digitalanzeige im Testmodus die falsche Tunerkennung ausgibt muß es doch ein Fehler im PLL Baustein sein? Der Systemprozessor macht sonst ALLES richtig, z.B. die im Bild gezeigte Umschaltung der Eingänge über den Bus. Vermutlich wird die Jumpereinstellung nicht richtig weiter gegeben und der Prozessor tut dann so als wenn da ein anderer Tuner drin wäre?

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(Firma: matzetronics) #7719320
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Thomas R. schrieb:

Vermutlich wird die Jumpereinstellung nicht richtig weiter gegeben und der Prozessor tut dann so als wenn da ein anderer Tuner drin wäre?

Das kann schon sein, das sind, wie z.B. auch die Mono/Stereo Umschaltung oder AM/FM nur GPIOs, die par SPI (kein I²C) vom MC eingelesen werden können.

Natürlich kann es sein, das der Baustein defekt ist. Wäre die erste defekte Sanyo PLL, die mir begegnet, aber ausgeschlossen ist es natürlich nicht. Ich würde aber zuerst schauen, ob die Pegel auf dem SPI Bus plausibel sind und sauber aussehen.

#7719341
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Thomas R. schrieb:

Nur mal für mein Verständnis von IC3: wenn dieser Baustein mit Jumpern auf den Tunertyp eingestellt werden muß (das Frontend kann vermutlich alles) und dann die Digitalanzeige im Testmodus die falsche Tunerkennung ausgibt muß es doch ein Fehler im PLL Baustein sein?

Gefühlt zäumst Du das Pferd von hinten auf.

Eingänge über den Bus. Vermutlich wird die Jumpereinstellung nicht richtig weiter gegeben und der Prozessor tut dann so als wenn da ein anderer Tuner drin wäre?

Ich würde mir mich ja zuerst mal fragen, ob die Jumpereinstellung richtig gelesen wird und wie Eingänge aussehen, wenn vermeintlich jeweils andere Tuner vorgefunden werden.

OP #7719349
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Michael L. schrieb:

Thomas R. schrieb:

Nur mal für mein Verständnis von IC3: wenn dieser Baustein mit Jumpern auf den Tunertyp eingestellt werden muß (das Frontend kann vermutlich alles) und dann die Digitalanzeige im Testmodus die falsche Tunerkennung ausgibt muß es doch ein Fehler im PLL Baustein sein?

Gefühlt zäumst Du das Pferd von hinten auf.

Eingänge über den Bus. Vermutlich wird die Jumpereinstellung nicht richtig weiter gegeben und der Prozessor tut dann so als wenn da ein anderer Tuner drin wäre?

Ich würde mir mich ja zuerst mal fragen, ob die Jumpereinstellung richtig gelesen wird und wie Eingänge aussehen, wenn vermeintlich jeweils andere Tuner vorgefunden werden.

Die Jumper sind doch alle VORHANDEN womit der EU Standard 2631 eingestellt sein dürfte. Und das wurde ja nach einen "General Reset" auch EINMAL richtig angezeigt und völlig normal 87,5 bis 108MHz abstimmbar. Nur ohne jeden Empfang und mit den typischen AM Störungen. Nach dem nächsten Einschalten dann wieder Japan....

Was soll ich da denn da noch testen?

OP #7719571
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CR2450 Batterie war platt. Ersetzt und nach einem Reset ist der Tuner jetzt "EU". Komischerweise steht nichts davon im Manual außer daß man unbedingt den richtigen Batterietyp verwenden soll. Kein Angabe WO die Batterie zu finden ist oder in welchen Intervallen die fällig wäre, nichts.

OP #7719629
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Matthias S. schrieb:

Thomas R. schrieb:

oder in welchen Intervallen die fällig wäre, nichts.

Das soll der Servicemann halt selber ausmessen. Aber das Ding ist mindestens 20 Jahre alt oder auch 30 und da ist es normal, das die Batterie platt ist.

●DesIntegrator ●. schrieb:

Und jetzt läuft das auf europäischem Radioband?

Und - Tut es?

Ja, läuft. Allerdings ist in der Werkstatt schlechter Empfang, der Sendersuchlauf findet nix. Solange die Kiste noch zerlegt ist (warte auf die Ersatzriemen) werde ich wohl warten müssen.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7719648
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Ich hatte kürzlich eine Wildkamera, wo auch eine ganz kleine Knopfzelle verbaut war. Nach Tausch liess sich das Gerät dann auch wieder bedienen. Vorher war zwar das Display an und zeigte das aktuelle Bild der Cam, aber ins Menü kam man nicht.

Mit diesen Batterien zum Speichererhalt ha'm die sich aber mal schön eine nette Quelle der Obsoleszenz geschaffen. Siehe auch Computer.

#7719659
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Thomas R. schrieb:

Ja, läuft. Allerdings ist in der Werkstatt schlechter Empfang, der Sendersuchlauf findet nix. Solange die Kiste noch zerlegt ist (warte auf die Ersatzriemen) werde ich wohl warten müssen.

Ihr habt keinen Antennenanschluss (mehr) in der Werkstatt? Lustig...

Aber eigentlich wollte ich gratulieren!!!

An Batterie habe ich selber beim Mitlesen nicht gedacht. Obwohl ich diverse Fälle z.B. bei Grundig-Geräten aus den 80er Jahren hatte. Da wurden Einstellungen mittels flüchtigem Speicher und Stützakku festgehalten.

Und was soll ich sagen? Im vorletztem Jahr bekam ich einen Grundig Testbildgenerator Typ FG 70S/PLL, der nach dem Einschalten eine Fehlermeldung auf dem Display zeigte. Und was war letztlich die Ursache? Der Akku zum Speichern der Einstellungen (Sendekanal etc.).

Akku ist nicht Batterie, aber das sind NiCd-Akkus gewesen, die sind nach über 30 Jahren fertig.

#7719685
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●DesIntegrator ●. schrieb:

An eine normale Antennenbuchse kann man auch eine Wurfantenne anschliessen.

Das hast du nett umschrieben. Was ist eine Wurfantenne?

1 Stück Draht (1m -> beliebig) durch die Bude geworfen. In einem Bunker oder im Keller wird man wahrscheinlich immer noch nichts hören; ansonsten gibts es zumindest den Nächstliegenden und noch ein paar andere Sender.

73 Wilhelm

#7719714
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●DesIntegrator ●. schrieb:

Bei vielen klappts mit ner Drahtantenne nicht...

Das waren nicht die Schlechtesten. So etwas gab es vor einigen Jahren noch als Faltdipol bei Pollin zu kaufen: 240-Ohm Bandleitung ca. 2m, jeweils am Ende verdrillt, eine Leitung in der Mitte aufgetrennt, ein Stück Bandleitung (beliebige Länge) an jedes offene Ende gelötet; das war dann die Zuleitung. Symmetrischer Eingang, ca. 240 Ohm, das war in den 60er Jahren Standard. Dieses 75-Ohm Koax-Gedönse kam erst später.

73 Wilhelm

#7719732
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●DesIntegrator ●. schrieb:

Damit bekomme sogar ich hier in dieser Kaggerlaggen-Gegend Empfang.

Ich weiß ja nicht, in welcher Gegend Du genau wohnst. Ich lebe im Lauenburgischen, ziemlich nah der Grenze zur Ostzone und 50 km weg von Hamburg. Hier ist das UKW-Band voll, abends mit Dachbodenantenne übersprechen sich einzelne Sender (wofür gibt's eigentlich einen Wellenplan?). Ich krieg's aus allen Ecken: Hamburg, Schleswig-Holstein, Meck-Pomm, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt.

Da ist es mit einer simplen Wurfantenne sogar angenehmer.

(Firma: FULL PALATINSK) Persönliche Seite #7719763
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Rainer Z. schrieb:

●DesIntegrator ●. schrieb:

Damit bekomme sogar ich hier in dieser Kaggerlaggen-Gegend Empfang.

Ich weiß ja nicht, in welcher Gegend Du genau wohnst. Ich lebe im Lauenburgischen, ziemlich nah der Grenze zur Ostzone und 50 km weg von Hamburg.

180Grad entgegengesetzt von HH bei gleicher Entfernung

Gemeint war: Im Vergleich zur grossen Stadt mit der Möglichkeit mit kleinen Stick-Antennen auch TV zu bekommen, isses hier halt ne vergleichsweise tote Gegend.

#7719783
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●DesIntegrator ●. schrieb:

Gemeint war: Im Vergleich zur grossen Stadt mit der Möglichkeit mit kleinen Stick-Antennen auch TV zu bekommen, isses hier halt ne vergleichsweise tote Gegend.

Hätte in der Marschlandschaft bessere Empfangsbedingungen erwartet (natürlich entfernungsbedingt keine Sender aus Meck-Pomm und Sachsen-Anhalt auf UKW).

Gut, ich habe etwas Glück. Bei mir ist Endmoräne (da verfluche ich manchen Hügel beim Radfahren), aber ich habe recht gute Empfangsbedingungen. Freunde/Bekannte, für die ich früher terrestrische Antennen gebaut habe, hatten da teils Probleme mit dem Empfang.

Muss es zum Verständnis noch etwas präzisieren. Endmoräne bedeutet hügelige Landschaft, auch Senken, die mit Wasser gefüllt sind. Die "Lauenburgischen Seen". Also die Topologie sorgt hier für entweder guten oder weniger guten Empfang.

Endmoräne ist der Randbereich der Gletscher aus der letzten Eiszeit. Nur ca. drei Kilometer südlich, also im Südkreis des Herzogtums Lauenburg, ist es platt und sandig ("Hagenower Sandplatte"). Dort werden hauptsächlich Kartoffeln angebaut. :))

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