Versuch MIELE W5821 Reparatur Netzteil TNY278GN und mehr

#7726396
Lesenswert?

Hallo liebe Experten, ich bin der Ben und Hobby-Reparateur und meine Mission ist derzeit die Miele W5821 meiner Schwiegermutter wiederzubeleben!

Bin kein Elektronik-Profi, jedoch motivierter Bastler und aus Überzeugung dass eine 12Jahre alte MIELE nicht auf den Müll darf, hoffe ich hier auf gute Ansätze für dieses ZIEL, dafür DANKE!

Fehler: der TNY 278GN auf der Steuerplatine ist explodiert, ebenso einige Leiterbahnen sind angelöst. Daraufhin wurde dieser getauscht , ebenso der 120Ohm Wiederstand und einige Bahnen neu gezogen und verstärkt.

Siehe Da, Maschine lief wieder!

ABER: sobald die Maschine ins Schleudern geht und vermutlich mehr Drehzahl geben möchte kurz Display und Steuerung für ca. 1 Sek aus. Die Kiste springt aber sofort wieder an und das geht das gesamte Programm so.

Meine Schwiegermutter meinte dann beiläufig, stimmt die Wäsche ist schon länger am ende deutlich nasser! Ich leite nun daraus ab, dass entweder ein Steuer-Relais für die Motorsteuerung oder eine "weitere Spannungsversorgung, .... ELKOS zusammen brechen?"

Da die Trommel dennoch dreht und auch das Programm normal reversiert, denke ich nicht, dass die Triacs, Mosfets -> Motorsteuerung gänzlich tot ist. Im Forum lese ich dass es evtl. die 24V Spannung für die Relais zusammen bricht!? ...mhhh die Folge dass evtl. die 24V zu sehr belastet werden wegen defekt Relais oder dass die 24V instabil erzeugt werden wegen Elkos etc?

Ich selbst kann leider nicht die Schaltung im Detail nachvollziehen, da fehlt mir dann die Kompetenz, daher die Frage, welche Bereiche sollte ich unter die Lupe nehmen, bzw. welche Bauteile sind im 24V Strang zu Untersuchen oder auf Verdacht zu tauschen?

viele Grüße! Ben

Angehängte Dateien:
#7729579
Lesenswert?

Ben schrieb:

Gerne, Bilder anbei. (Die verdampfte Kontakte, Brücken und R49 sind wieder vorhanden. Nur die beiden “C” sind noch unklar.

Das scheinen wohl nur Ablock-Cs für zwei Betriebsspannungen zu sein, und liegen parallel zu den beiden Elkos links daneben. Also "eher unwichtig" ;-) Für einen ersten Test kannst du die auch weglassen - sollte auch erstmal funktionieren. Mache ansonsten zwei 100n oder 1µ mit einer Spannungsfestigkeit rein, die mindestens dem der beiden Elkos links daneben entspricht (wird sich schon einer hier finden, der die Spannung aus den Elko-Labels herausdekodieren kann ...). Es kann aber sein, daß die Elkos selbst, und auch der ganze Rest, der von diesen Spannungen versorgt wird, ohnehin pfutsch ist. Wieviel Spannung hast Du denn auf diese Kontakte gegeben?

Gast #7729606
Lesenswert?

Jens G. schrieb:

Mache ansonsten zwei 100n oder 1µ mit einer Spannungsfestigkeit rein, die mindestens dem der beiden Elkos links daneben entspricht (wird sich schon einer hier finden, der die Spannung aus den Elko-Labels herausdekodieren kann ...).

Die Elkos: 10µF/50V und 47µF/16V.

Jens G. schrieb:

Das scheinen wohl nur Ablock-Cs für zwei Betriebsspannungen zu sein, und liegen parallel zu den beiden Elkos links daneben. Also "eher unwichtig" ;-)

ACK, die Platine sollte auch ohne die laufen.

Es wird aber der µC platt sein.

#7729701
Lesenswert?

Danke für die Ansätze, dann werde ich mal die zwei austauschenund aich die Elkos messen, gegebenenfalls tauschen.

Ich werde es vermutlich erst kommende Woche nochmals an der Maschine bei Schwiegermutter testen, da ich die Platine selbst so nicht testen kann, es sei denn ich wüsste welche Betriebsspannung ich wo anlegen könnte… ??? … mhh eigentlich wäre das ein guter Ansatz.

Zu der Frage, welche Spannung ich fälschlicherweise drauf gegeben habe? Leider vermutlich sehr kurz AC-Netzspannung. Die Maschine war zum test noch ohne Front und die Platine hat dummerweise mit dem Netztaster und dem Abgangsstecker zu dieser am Blechgehäuse sich kurz verbunden. So was dämliches ist mir nich nie passiert.

#7729708
Lesenswert?

Ben schrieb:

Zu der Frage, welche Spannung ich fälschlicherweise drauf gegeben habe? Leider vermutlich sehr kurz AC-Netzspannung.

Naja, dann wirste den Rest wohl auch entsorgen können. Die Elkos haben zwar auch eine gewisse begrenzende Wirkung, aber idR. deutlich über ihrer Nennspannung. Und das hat dann wohl der dicke IC (als Bsp.) auch kurz gesehen (zumal das auch noch AC war), was der bestimmt nicht sehr gemocht hat ...

#7729723
Lesenswert?

Ja das kann schon sein. Wenn es denn so ist, dann werde ich wohl die Leiterplatte ersetzen.

Bei dem gesamten Projekt geht’s mir in erster Linie darum die Maschine zu richten, 1. Die steht nich super da, kaum genutzt. 2. Ich nicht akzeptieren kann dass eine Miele mit nur 12 Jahren und wenig gebrauch auf sen Müll geht. 3. Ich viel Zeit schon rein gesteckt habe und die Mühle nich nicht aufgebe! ;-)

Um der Entscheidung sicher zu sein, würde ich jetzt tatsächlich mal die Leiterplatte am Netzteil in Betrieb nehmen, mehr kaputt gehen kann ja nicht.

Welche DC Spannung wird vermutlich bei der LP benötigt?

#7954044
Lesenswert?

Ben schrieb:

sobald die Maschine ins Schleudern geht und vermutlich mehr Drehzahl geben möchte kurz Display und Steuerung für ca. 1 Sek aus. Die Kiste springt aber sofort wieder an und das geht das gesamte Programm so.

Hallo Ben, hab exakt das gleiche Problem. Konntest du das letztendlich irgendwie lösen? Oder jemand anders, der noch einen Ansatz hat, was defekt sein könnte. Vielleicht ein Kondesator?

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren