Hallo,
Ich versuche ein altes Telespiel von Philips zum Laufen zu bekommen.
Das Bild ist stark am Rauschen und die Farbe fehlt.
Kondensatoren werden noch getauscht, sobald sie bei mir eintreffen.
Sobald ich die Diode BB106 bzw. den T2 berühre, wird das Bild etwas stabiler.
Kam mir jemand sagen, ob die Berühr-Empfindlichkeit einer solchen Diode normal ist?
Habe bisher noch keine Erfahrung mit einer solchen.
T2 ist der Oszillator für den TV-Sender und mit dem Poti an D5 stellt man die Sendefrequenz ein. Das ganze ist also Teil des HF Oszillators und damit sehr berührungs/näherungsempfindlich.
Man beachte den lustigen AM-Modulator für die Videosignale. Da wird einfach der Ausgang des Oszillators gekappt.
Sobald ich die Diode BB106 bzw. den T2 berühre, wird das Bild etwas
stabiler.
Die Spule und die Kapazitätsdiode D5 (BB106) und C12 bilden einen freischwingenden unstabilisierten berührungsempfindlichen Schwingkreis. Mit R1 wird durch einstellbare DC die Kapazität von D5 geändert und somit die Kanalfrequenz (41-68MHz).
Dreh einfach solange an R1 dran rum bis das Bild schön scharf ist!
Da wurde ein NTSC-Bauteil mit Gewalt auf PAL geändert.
Die NTSC-Quarzfrequenz 3,579 MHz versorgt normalerweise auch das Spiele-IC, stattdessen ist dafür ein Oszillator aus zwei NOR-Gattern gebastelt, der mit einem Trimmpoti eingestellt wird. Ein 4,433MHz-Quarz für den PAL-Farbträger kann aber so nicht ersetzt werden.
Die Kapazitätsdiode stellt (ebenfalls über ein Trimmpoti) nur die Frequenz im VHF-Band I ein, das betrifft nur den Tuner des angeschlossenen TV-Empfängers.
Beides eher Murks.
T2 ist der Oszillator für den TV-Sender und mit dem Poti an D5 stellt
man die Sendefrequenz ein. Das ganze ist also Teil des HF Oszillators
und damit sehr berührungs/näherungsempfindlich.
So ist das. Hast du am Fernsehgerät die Sendefrequenz des Telespiels optimal eingestellt (oder umgekehrt? Gen Z weiß gar nicht mehr, dass es so etwas mal gab. Es könnte vielleicht sein, dass durch die Nähe des Fingers die Sendefrequenz näher in die eingestellte Empfangsfrequenz kommt.
Anders gefragt: Was passiert, wenn du den Trimmer R1 vorsichtig verdrehst?
So sollte der Chip für NTSC beschaltet werden, und für die Farbe gab es einen zweiten Chip. Die VHF-Frequenz erzeugt ein Modul im Blechgehäuse, das ist hier nicht genauer gezeigt.
T2 ist der Oszillator für den TV-Sender und mit dem Poti an D5 stellt
man die Sendefrequenz ein. Das ganze ist also Teil des HF Oszillators
und damit sehr berührungs/näherungsempfindlich.
So ist das. Hast du am Fernsehgerät die Sendefrequenz des Telespiels
optimal eingestellt (oder umgekehrt? Gen Z weiß gar nicht mehr, dass es
so etwas mal gab. Es könnte vielleicht sein, dass durch die Nähe des
Fingers die Sendefrequenz näher in die eingestellte Empfangsfrequenz
kommt.
Anders gefragt: Was passiert, wenn du den Trimmer R1 vorsichtig
verdrehst?
Wenn ich an R1 ganz vorsichtig drehe, wird das Bild immer grauer und ist dann vollends weg. In einer bestimmten Poti-Stellung war der Hintergrund kurz blau gewesen. Ab das hielt sich nicht.
Ich habe mit den Potis das bestmöglichste Bild herausgeholt, mehr geht aktuell nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/SCART#Steckerbelegung
Ein FBAS muss aber soweit ich weiß in Luminanz und Chrominanzeingang parallel eingespeist werden, also Pin 15 und 20. Zum Ausprobieren müssten die parallel angeschlossen werden, da sollte nichts kaputtgehen. Allerdings liegen so 2*75 Ohm parallel, das könnte die Helligkeit beeinträchtigen.
Zwei Quarze wären viel zu teuer gewesen, daher muss das Video-Timing mit zwei Gattern erzeugt werden. Immerhin schafft es der Fernseher damit ein stehendes Bild anzuzeigen ohne umzukippen. Da würde ich doch mal dran drehen, also Poti R16.
Kann es sein, dass das Netzgerät einen Brumm in die Schaltung einstreut? Das verspratzelte Bild muss einen Grund haben.
Über die Diode D3 oben rechts wird das VHF-Signal amplitudenmoduliert, das ist auch ziemlich primitiv gemacht. Dort könnte man irgendwie das Videosignal abgreifen.
Du wirst nicht wissen wie man ein wirklich normgerechtes PAL-Signal
erzeugt.
Das musste ja noch kommen :-)
Ich habe 33 Jahre lang professionell Videotechnik entwickelt, und da habe ich tatsächlich auch mal ein FBAS Signal gesehen! Man sollte es nicht glauben. Nur weil ich das mal gesehen habe, glaube ich, durchaus etwas davon zu verstehen.
Man man man, du und deine überheblichen Unterstellungen. Peinlich.
Ich habe 33 Jahre lang professionell Videotechnik entwickelt, und da
habe ich tatsächlich auch mal ein FBAS Signal gesehen! Man sollte es
nicht glauben. Nur weil ich das mal gesehen habe, glaube ich, durchaus
etwas davon zu verstehen.
Man man man, du und deine überheblichen Unterstellungen. Peinlich.
Und du hast nicht gleich gesehen, dass es eine ziemlich gemurkstes Farbsignal ist? Peinlich.
Sehr praktisch, VHF- und Videoausgang auf derselben Koaxbuchse. Dann muss C8 aber ausreichend groß sein, dass auch ein Videosignal noch durchpasst. Ist das wirklich so gedacht?
Alte Röhrenfernseher hatte selten einen Videoeingang, das Chassis lag auf Netzspannung, da konnte man nicht einfach ein DC-gekoppeltes Videosignal einspeisen.
Sehr praktisch, VHF- und Videoausgang auf derselben Koaxbuchse. Dann
muss C8 aber ausreichend groß sein, dass auch ein Videosignal noch
durchpasst. Ist das wirklich so gedacht?
Alte Röhrenfernseher hatte selten einen Videoeingang, das Chassis lag
auf Netzspannung, da konnte man nicht einfach ein DC-gekoppeltes
Videosignal einspeisen.
stimmt, sagt Wikipedia auch
15 Eingang RGB–Rot bzw. S-Video Chrominanz (C)
20 Eingang FBAS-Video (Sync) o. decod. FBAS Video vom Decoder bzw. S-Video Luminanz
also reicht es aus, auf Pin 20 einzuspeisen.
S-Video gab es nicht lange, die billigen Adapter auf FBAS führen beides über Filter zusammen.
Das Videosignal kommt durch 47pF nicht durch, da braucht man schon über 100µF und Klemmdiode. 75 Ohm und spektrale Anteile ab 25 Hz sind recht niederohmig.
Das Videosignal kommt durch 47pF nicht durch, da braucht man schon über
100µF und Klemmdiode. 75 Ohm und spektrale Anteile ab 25 Hz sind recht
niederohmig.
Ich glaube, mit einer Diskussion hier im Forum wird es keine Lösung geben. Du wirst einen Oszi brauchen, um in die Schaltung zu schauen und sehen, was da in Ordnung ist, und was nicht. Ich vermute, dass du keinen Oszi hast und vielleicht auch nicht genug Know-How, um die Schaltung systematisch zu untersuchen. Ich biete dir an, mir das Ding zuzuschicken, dann schaue ich mal. Ich bin selber neugierig. Nur die Versandkosten müsstest du tragen.
Ich glaube, mit einer Diskussion hier im Forum wird es keine Lösung
geben.
Ich habe hingegen den Eindruck, das gar nichts defekt ist. Die Berührungsempfindlichkeit ist geklärt und das etwas nicht funtioniert, hat der TE nicht erwähnt.
PAL Farbe diser Machart wird von heutigen Chips einfach nicht akzeptiert, weil zu viele Regeln verletzt werden.
Danke mal fürs Angebot.
Ich werde erstmal die Kondensatoren tauschen und schauen, ob sich dadurch noch was ändert. Zusätzlich werde ich noch eine Block-Batterie probieren, statt des Netzteils, vielleicht hat das NT wirklich einen Brumm.
Das mit der fehlenden Farbe ist ja geklärt,
jedoch zittert das Bild etwas bzw. ist es manchmal erst vorhanden, wenn man an die besagten Bauteile D5 oder T2 gefasst hat.
Wichtig ist, daß der Fernseher auf VHF 1 eingestellt ist, so weit man das beim neumodischsten Modell mit Sendersuchlauf noch manuell einstellen kann. Eine Kanalanzeige im on screen display müßte allerdings dran sein. Eine Feineinstellung der Empfangsfrequenz wird er aber haben.