Da ich prüfen will, ob er noch ok ist, habe ich die im Anhang gezeigt Schaltung aufgebaut. Leider fließt laut Labornetzteil kein Anodenstrom, obwohl 180mA Gatestrom fließen. Habe auch die Spannungen direkt am Thyristor mit dem Multimeter gemessen: Gate zu Kathode = 4.8V, Anode zu Kathode = 30V.
Müsste der Thyristor bei dem Gatestrom von 180mA nicht schon längst zünden? Interpretiere ich das Datenblatt falsch oder ist er defekt?
Auffällig ist zudem, dass ich mit dem Diodenprüfer zwischen Gate und Kathode keine Diode, sondern einen kleinen Widerstand (richtungsunabhängig) messe. Ist das normal für Thyristoren?
Auffällig ist zudem, dass ich mit dem Diodenprüfer zwischen Gate und
Kathode keine Diode, sondern einen kleinen Widerstand
(richtungsunabhängig) messe. Ist das normal für Thyristoren?
Auffällig ist zudem, dass ich mit dem Diodenprüfer zwischen Gate und
Kathode keine Diode, sondern einen kleinen Widerstand
(richtungsunabhängig) messe. Ist das normal für Thyristoren?
Dafür braucht man keine zweite Spanung, ich würde es gemäß Anhang aufbauen.
Deine 30V / 100Ohm am Gate sind dreist und unzulässig viel Strom. 180mA passen nicht, da müssten eher 280mA flöießen.
Nach der Verbindung A-G zündet der Thyristor, gleichzeitig geht die Spannung G-A gegen Null. Der Strom durch den 100 Ohm bleibt an, bis die Versorgung abgeklemmt wird oder der Thyristor A-K gebrückt wird.
In der Praxis klemme ich den an mein strombegrenztes Labornetzteil und als Taster dient eine Pinzette.
ok, Danke für die Hinweise. Der Thyristor stammt aus einem alten Schaltnetzteil, habe ich da mal ausgeschlachtet. Ok, dann ist er wohl hin? (Das merkwürdige ist aber, dass ich noch mehr Thyristoren habe, die sich alle ähnlich verhalten). Sind die dann alle kaputt?
Warum schreibt ihr eigentlich immer von Triac? Der MCR69-3G ist doch ein Thyristor?!
Moin,
pardon - Freud'sche Fehlleistung von mir - meine Thyristor und nicht Triac.
Alle Thyristoren gleiches Verhalten?????
Thyristortest ist doch sinpel. Bei einigen Milliampere Gatestrom (PLUS ans Gate, MINUS an die Kathode) muss die Gate-Kathodenspannung im Dioden-üblichen Bereich von 0,7V ± x Liegen. Die Zündspannung MINUS direkt am Thyristor anschließen (Vermeidung von Induktivität im Kathodenzweig).
Bei diesem seltsamen MCR69 können bis zu 30mA notwendig sein, er kann aber auch schon weitaus früher zünden. Es ist eher unüblich, das Gate dauerhaft zu bestromen - man schatet zwischen A und G, womit das Gate nach Zündung stromfrei wird.
(PLUS ans Gate, MINUS an die Kathode)
Genaui deshalb habe ich gestern + und - an die 30V-Quelle gemalt.
muss die Gate-Kathodenspannung im Dioden-üblichen Bereich von 0,7V ± x
Liegen.
Moin,
das Gate von der Anode her zu bestromen ist ein absoluter Kunstfehler.
Der Grund: Die Struktor eines Thyristors ist lateraler Natur. Das heißt, der Zündimpuls benögt etwas Zeit (ns) um die gesamte Fläche des Thyristors leitfähig zu machen. In dieser Phase muß der Zündstrom hinreichend hoch und stabil sein. Wenn der Thyristor durchschaltet und Gatestrom wird von der Anode abgeleitet, sinkt der Gatestrom bereits bevor die Fläche vollständig satt leitet. Dies wird vor allem durch den kapazitiven Verschiebestrom ins Gate durch die fallende Anodenspannungsflanke unterstützt. Bei entsprechender belastung des Thyristors werden dann Teilbereiche der Fläche überhitzt und können durchschlagen. (Dies tritt übrigens auch bei "über Kopf zünden" auf).
Also der Gatestrom soll immer deutlich überdem Datenblatt-Minimalwert sein, und solange stabil sein bis der Thyristor den vollen Strom übernommen hat, also viele Mikrosekunden lang. Dauerstrom ist unschädlich.
In dieser Phase muß der Zündstrom
hinreichend hoch und stabil sein. Wenn der Thyristor durchschaltet und
Gatestrom wird von der Anode abgeleitet, sinkt der Gatestrom bereits
bevor die Fläche vollständig satt leitet.
Wir haben für unsere alten Fahrzeuge eine Schaltung in Kunstharz gegossen, da kann man deutlich einen Widerstand und einen Kondensator sehen.
Wir haben das als Werkzeug, um unsere Thyristoren von Hand zu zünden.
Der Kondensator wird dann wohl aus diesem Grund drin sein.
Wir haben für unsere alten Fahrzeuge eine Schaltung in Kunstharz
gegossen, da kann man deutlich einen Widerstand und einen Kondensator
sehen.
Wir haben das als Werkzeug, um unsere Thyristoren von Hand zu zünden.
Der Kondensator wird dann wohl aus diesem Grund drin sein.
Weil das winzige Dies sind. Männerthyristoren sind viel größer...
Genau! So was ist auch in unseren alten Fahrzeugen verbaut.
Die kannst du nur mit Vorspannung messen. Also am besten im eingebauten Zustand.
Ich hatte noch bevor ich damals mit der Elektronik und dem µC.net anfing, einen Haufen solcher Bauteile weggeworfen.
Heute finde ich das schade.
Moin,
religiöse Ehrfurcht vor einer industriellen Schaltung ist nicht immer angebracht. Auch da soll es Entwickler geben, die nicht immer genau wissen, was ihren Bauelementen guttut.......
So! Hier sind die Bilder meiner "Bombe"
Die Schaltung ist ersichtlich. Gemessen habe ich 350K. Der Kondensator hat 1µF.
Das war mal klarer und wäre sicher besser zu sehen gewesen. Aber ich habe in 37 Jahren die ersten 20 Jahre viel damit gearbeitet.
Moin,
religiöse Ehrfurcht vor einer industriellen Schaltung ist nicht immer
angebracht. Auch da soll es Entwickler geben, die nicht immer genau
wissen, was ihren Bauelementen guttut.......
Ich verstehe also, dass das Problem bei den 'kleinen' TO-220 nicht relevant ist, während 'richtige' extern gezündet werden müssen.
Scheint wie mein Anhang zu sein, weil das Teil gepolt ist.
Ne! Mach mal aus der Diode einen Widerstand, dann stimmt es.
Der Widerstand parallel zum Kondensator soll sicher nur den Kondensator entladen. Der Widerstand in Reihe, der dürfte 2W oder 3W haben können. Der ist ziemlich dick.
Leider habe ich irgendwann die ganzen "Schulungsbriefe" weggeworfen, weil ja alles digital werden sollte. Na ja, viele Versprechen, die dann meistens eher Versprecher waren.
Der Kondensator ist auch auf jeden Fall ungepolt. Die "Bombe" kann man auch verkehrt herum anschließen.