Hallo,
ich Elektronik-Bereich ist es selbstverständlich zu Halbleitern detailierte Datenblätter zu bekommen. Bei Werkstoffen gibt es diese leider nur sehr selten. BASF ist da zum Glück ein eher positives Beispiel. Ansonsten sieht es recht mau aus.
Fast nie bekommt man zu 3D-Druck-Filament brauchbare Informationen. Bei Polypropylen gibt es 3 Grundvarianten: isotaktisch, syndiotaktisch, ataktisch. Will man PP-Filament bestellen, findet man keine Angabe, welche Variante es ist, bzw. wie das Mischungsverhältnis daraus ist. Auch zum Molekulargewicht gibt es keine Angabe. Es ist zwar meistens gefärbt, aber es steht nichts über den Farbstoff oder anderen Zusätzen dazu.
Bie TPU ist die Situation noch schlimmer. Da gibt es viel mehr Varianten (Ether, Ester; aliphatisch, aromatisch), Zusammensetzungen, Aditive usw. Meist steht nur der Härtgrad da.
Warum ist die Informationslage bei Werkstoffen so schlecht? Werden da einfach die Reste vom Werkstattboden aufgekehrt und eingeschmolzen, mit dem Gedanken: "Die Makerdeppen haben eh keine Ahnung davon."?
Warum gibt es da kaum eine (open source material) Community?