Fehlermöglichkeiten bei digitalen Trinkwaserzähler

#7758827
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Trotz wunderschöner Beschreibung eines digitalen Trinkwasserzählers sollen während 14 Tagen Abwesenheit ca. 3000 Liter Wasser verbraucht worden sein? Es war keiner da, es gibt keine Pfützen und keine tropfenden Verbraucher.

Hat jemand Erfahrung mit digitalen Wasserzählern? Es wird beim Multical21 mit dem Dopplerprinzip auf Piezobasis gemessen (Skizze) und über LCD ein Wert mit 3 Stellen hinter dem Komma "genau" angezeigt. Hat die Doppler-Schaltung durch Schmutz oder die SW versagt? Erfahrung?

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#7759065
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Lu schrieb:

Hat die Doppler-Schaltung durch Schmutz oder die SW versagt?

Dopplermessung braucht Streuung der Schallwellen.

Vielleicht ist der Sensor falsch eingebaut, so dass

  • die Schallwellenausbreitung gestört ist
  • Störungen durch andere Schallquellen auftreten
  • die Durchfluss einer Zirkulationsleitung mit gemessen wird Oder er ist defekt.

Was misst der Sensor, wenn man ihn nur an einem Stück wassergefülltem Rohr in der Ecke stehen hat - getrennt von der Wasserleitung? Was misst der Sensor, wenn du wirklich Wasser verbrauchst?

Thorsten M. schrieb:

Je nach Einbauposition (Garten?) kann das ein kleines, bisher unbemerktes Leck sein...

Der Verbrauch entspricht fast 10 Litern pro Stunde. Für einen gut feuchten Fleck sollte das auch im Garten reichen, wenn die Leitung das nicht per Tröpfchenberieselung gleichmäßig über den halben Garten verteilt.

Kurz - ohne Fakten zur Einbausituation und Vergleichsmessungen ist das Kaffeesatzleserei.

p.s.

Lu schrieb:

Es wird ... über LCD ein Wert mit 3 Stellen hinter dem Komma "genau" angezeigt.

Der akkumulierte Verbrauch wird mit einer AUFLÖSUNG von 3 Stellen angezeigt. Wie GENAU der Zähler abhängig von der Strömungsgeschwindigkeit misst (oder angeblich messen soll), sollte das Datenblatt verraten. Angezeigt wird das Wasservolumen, d.h. der Wert hängt auch noch von der Betriebsdauer ab.

#7759383
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Rüdiger B. schrieb:

Also einen Wireless M-Bus Adapter kaufen ist billiger ?

Sagt wer?

Wer lieber 15 Euro für Pfusch statt 50 Euro für die richtige Lösung ausgibt kann das ja gerne tun. So einer macht wahrscheinlich auch Screenshots von seinem Bildschirm, indem er seinen Monitor fotografiert, eine KI für die Texterkennung darauf ansetzt und das Ergebnis per Mail verschickt.

#7759568
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Harald K. schrieb:

Das ist irgendein Bastelding

Nicht halb so viel Gebastel wie der Vorschlag, der hier kam:

Rüdiger B. schrieb:

Kauf dir eine ESP32-CAM zum Ablesen und loggen de Zählerstandes. Es gibt eine KI Bilderkennung dafür. https://haus-automatisierung.com/hardware/2021/12/19/wasserzaehler-esp-cam.html

Harald K. schrieb:

aber kein MBus-Zähler.

Du meinst die schreiben das nur hin, verkaufen aber was anderes? Mag sein - ich habe keinen Wasserzähler mit WirelessMBus, deshalb brauche ich keinen Empfänger. Aber Du scheinst dich da genau auszukennen, im Zweifel komme ich auf dich zurück.

#7759642
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Heinz R. schrieb:

habe ich jetzt einen eigenen S0-Zähler

Bisher hatte ich gehofft, dass der vom Messstellenbetreiber verplombt eingebaute Hauszähler Multical 21 eigentlich genau ist, wenn er ein Prüfzertifikat besitzt. https://www.kamstrup.com/de-de/wasserzaehlerloesungen/intelligente-wasserzaehler/meters/multical-21 Jedenfalls waren im Haus keine Wasserpfützen und kein defektes Spülkastenventil. Aber 3000 Liter Verbrauch bei 2 Wochen Abwesenheit sind mir rätselhaft. Nun werde ich sofort die Wasserwerke kontaktieren, ob sie auslesen und den Zähler tauschen.

#7759648
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naja, 3000l sind ca. 20€ - ich würde mich da erst mal selber auf die Fehlersuche machen, wegen mir ach mal 1000L zapfen

Nimm eine große Kiste, Messbecher aus der Küche, füll den auf, mach einen Strich dran

Dann wiederholt die Kiste auffüllen

Ich glaube ja eh nicht so recht dran:

Misst ein Zähler bei 1000l Verbrauch 1300l - mag sein Aber das er bei gar kein Verbrauch 3000l misst - merkwürdig

#7760075
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Bei einem historischen Wasserzähler hätte man sofort am laufenden Rädchen jeden Wassertropfen erkannt, der digitale zeigt nur Liter/m³ an.

Rainer W. schrieb:

Ohne die Einbausituation zu kennen, bleibt es Rumraterei.

Da ist das Bild vom waagerechten Einbauort. Übrigens dürfte dieser Zähler auch so verdreht eingebaut werden, dass man ihn ablesen kann lt. Hersteller. Es ist der einzige Wasserzähler und der Wert wurde vor und nach dem Urlaub am LCD-Display abgelesen. Differenz ca. 3m³

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#7760201
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Lu schrieb:

Liter/m³

Ich denke man hat immer 1000l pro Kubikmeter.

Hast du mal ausprobiert was passiert wenn du den Haupthahn ein/zwei Stunden abdrehst. Wurde ja schon vorgeschlagen.

Lu schrieb:

Jedenfalls waren im Haus keine Wasserpfützen und kein defektes Spülkastenventil. Aber 3000 Liter Verbrauch bei 2 Wochen Abwesenheit sind mir rätselhaft.

Dir wurden einige Rückfragen gestellt, die du nicht beantwortet hast. Sicher dass nirgends ein Wasserhahn nicht komplett abgedreht war? Sicher dass nicht eine Toilettenspülung nicht richtig geschlossen hatte? Sicher dass kein Aussenwasserhahn da ist oder gar eine automatische Bewässerung und das Wasser im Garten verschwindet?

In all diesen Fällen und evt. noch anderen siehst du keine Pfütze. Und niemand kann das von hier aus sehen, das kannst nur du selbst prüfen.

Wobei eine nicht dicht schließende Klospülung kann nach dem ersten Spülvorgang nach dem Urlaub wieder dicht sein, wenn das nur ein Stückchen Kalkablagerung war, das sich in den Spülventilsitz geklemmt hatte.

#7760259
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Udo S. schrieb:

Dir wurden einige Rückfragen gestellt, die du nicht beantwortet hast.

1.> Sicher dass nirgends ein Wasserhahn nicht komplett abgedreht war? 2.> Sicher dass nicht eine Toilettenspülung nicht richtig geschlossen hatte? 3.> Sicher dass kein Aussenwasserhahn da ist oder gar eine automatische 4.> Bewässerung und das Wasser im Garten verschwindet?

Danke für die Nachfragen, Antworten anbei 1.zu 2.zu (Beweis: Wasser dunkelblau durch Spülstein) 3.zu (innen abgedreht) 4. nicht vorhanden

#7760282
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Lu schrieb:

Bei einem historischen Wasserzähler hätte man sofort am laufenden Rädchen jeden Wassertropfen erkannt, der digitale zeigt nur Liter/m³ an.

Wenn der "heimliche" Wasserverbrauch so hoch ist, wie du angibst, dann würde man schon nach einer Stunde bei auf Verbrauchertseite abgestellten Hähnen etc. deutliche mehrere Liter ablesen können. Es ist mir völlig unverständlich, warum du diesen simplen Test nicht als allerersten gemacht hast.

#7760362
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Lu schrieb:

Rainer W. schrieb:

Ohne die Einbausituation zu kennen, bleibt es Rumraterei.

Da ist das Bild vom waagerechten Einbauort.

Du hast einen Zähler, der die Wassermenge mit einer Auflösung von einem Liter anzeigt und du hast zwei Absperrhähne. Da kann es doch nicht so schwierig sein, die beiden Hähne für ein paar Stunden zuzudrehen und zu gucken, ob sich der Zählerstand trotzdem ändert. 3000 Liter in 14 Tagen entspricht 9 Litern pro Stunde.

#7762125
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Das oft verschmähte Sicherheitsventil am Rückflußverhinderer der Warmwasserbereitung wurde noch nicht genannt. Das Tückische dabei ist, daß das gerne nicht reproduzierbar ist und ein einziges Mal so ziemlich jede Größenordnung haben kann. Und es gibt keine sichtbaren Wasserschäden.

Eher selten, aber aber auch nicht anekdotisch, ist eine automatische Heizungswassernachfüllung. Wenn der Wärmetauscher durch ist, kommt dort das Sicherheitsventil. Das wäre dann auch ohne Wasserschaden, aber immer und damit schnell nachweisbar.

#8072756
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Auch bei mir trat nach dem Einbau des digitalen Wasserzählers ein massiver Messfehler auf. Ich sollte 400 Liter Wasser pro Tag verbraucht haben. Ehe wieder ganz Schlaue sich anhängen: nein , ich hatte keine irgendwie gearteten Lecks in der Leitung. Aber es stellte sich heraus, dass nach Austausch des KFR-Ventils und nach vierzehn Tagen auch der Austausch des Zählers plötzlich wieder die jahrelang üblichen Normalwerte gemessen wurden. Für 2025 soll ich allerdings wieder etwa 50 Kubikmeter Wasser mehr als jahresüblich verbraucht haben. Der Wasserversorger war nicht bereit, den Fehler zu untersuchen, behauptete, der Wasserzähler sei in Ordnung. Ich bin selbst aktiv geworden, habe festgestellt, dass das KFR-Ventil nicht richtig aufdreht war. Und ich habe den Wasserdruck der Hausleitung von 5 bar auf 3,5 bar reduziert. Seitdem zeigt die Wasseruhr wieder einen normalen jahresüblichen Verbrauch an. Fazit: Entgegen der Beteuerung des Versorgers kann die digitale Wasseruhr völlig falsche Werte anzeigen. Offensichtlich können Einbauten hinter (!!!) der Wasseruhr sehr wohl das Messergebnis verfälschen, was der Versorger vehement bestreitet. Und als Verbraucher bin ich immer der Dumme, der den Fehler beweisen muss, was ich gar nicht kann.

: Bearbeitet durch User
#8072970
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Marek N. schrieb:

In unserer Ferienwohnung bei der Ham Radio in Friedrichshafen hattenn wir LORA-Wasserzähler, aber mit Flügelrad.

Es wird vermutlich eine Li-SOCl2-Batterie drin sein. Damit sind problemlos 15 Jahre und mehr Betrieb möglich.

PS: wMBus- und LoRaWAN-Kommunikation sind verschlüsselt, da kommt man nicht weit mit.

: Bearbeitet durch User
#8073048
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Karl-Heinz S. schrieb:

Für 2025 soll ich allerdings wieder etwa 50 Kubikmeter Wasser mehr als jahresüblich verbraucht haben. Der Wasserversorger war nicht bereit, den Fehler zu untersuchen, behauptete, der Wasserzähler sei in Ordnung. Ich bin selbst aktiv geworden, habe festgestellt, dass das KFR-Ventil nicht richtig aufdreht war. Und ich habe den Wasserdruck der Hausleitung von 5 bar auf 3,5 bar reduziert. Seitdem zeigt die Wasseruhr wieder einen normalen jahresüblichen

14 Tage Urlaub im Ausland und einige m³ wurden gezählt. Leitungen waren dicht. Ja, mein digitaler Wasserzähler wurde kostenpflichtig getauscht und es wurde bei der Prüfung angeblich nichts festgestellt. :-( Den nächsten Fall melde ich dem Eichamt.

#8073137
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Bei meiner Nachbarin war vor ca. 10 Jahren ein sehr ähnliches Problem. Wasserzähler hatte Prüfunf bestanden, sie hat aber trotzdem den "überbrücker" behalten. Kurz danach wieder das Problem.

Es hat sich dann gezeigt, daß die Sicherheitsbaugruppe der Warmwasserbereitung das Problem war: Das Ding hat gelegentlich einfach aufgemacht. Und da das direkt in den Abfluß läuft, war auch nirgndwo Wasser zu sehen...

(Firma: Hobbytheoretiker) #8073154
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Lu schrieb:

Da hat der Hobbytheoretiker nicht gelesen, dass 2 Wochen keiner da war, der Wasser entnehmen konnte.

Für diesen Effekt muss auch keiner da sein. Ein paar "Blasen" im Wasser hinter dem Zähler reichen vollkommen. Der Effekt ist noch optimierbar indem hinter den Zähler und vor dem KFR-Ventil einen Druckausgleichsbehälter drangehängt wird.

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