Stepdown Regler Regelbar

OP #7772048
Lesenswert?

Hallo, ich suche den Widerstandswert der im Datenblatt Bild Figur 10a eingezeichnet ist, auf der Basis vom Leistungstransistor? Den ich mit R = U/I berechnen möchte. Welche Werte setze ich für U und I ein? Vielen Dank im voraus

Technische Daten : Meine vorgaben an die Reglerschaltung

Regler: MC34063 U In: 28V DC U Out: 3 – 12V Regelbar I Out: 1,5 – 2A

Angehängte Dateien:
#7772051
Lesenswert?

Elko *. schrieb:

Technische Daten : Meine vorgaben an die Reglerschaltung

Eine ungewöhnliche Schaltung, will man bei 2A wirklich 8W Verlust haben obwohl man einen Schaltregler baut ?

Üblich ist der PNP wenn es schon ein bipolarer sein muss, dann sinken die Verluste auf 3W, wenn die Taktrate niedrig genug ist, eher 10kHz als 30kHz, was wiederum eine grosse und teure Spule erfordert.

Nein, der MC34063 ist zwar ein einfacher Chip, aber eher schlecht geeignet, warum kein LM2596S oder gar MP1584 https://www.monolithicpower.com/en/mp1584.html wie auf diesen Fertigplatinen https://www.ebay.de/itm/375340664282

Angehängte Dateien:
#7772095
Lesenswert?

Das ist ein Pulldown-Widerstand, damit der Leistungstransistor sicher sperrt. Deine Formel wird dir dabei nicht wirklich weiterhelfen.

Irgendwas zwischen 1k und 10k wird wohl funktionieren.

Aber sicher, dass du dir einen 20 Jahre alten Schaltregler antun möchtest?

2A out mit 28V in dürften sehr viele moderne Schaltregler auch ohne ext. Transistor schaffen.

#7772102
Lesenswert?

Elko *. schrieb:

ich suche den Widerstandswert der im Datenblatt Bild Figur 10a eingezeichnet ist, auf der Basis vom Leistungstransistor? Den ich mit R = U/I berechnen möchte. Welche Werte setze ich für U und I ein?

Im Idealfall wäre I=0 denn schließlich fließt dieser Strom vollkommen nutzlos nach GND ab. Der Grund warum man da überhaupt einen Strom fließen lassen will, ist den Leckstrom der beiden internen Transistoren abzuleiten und vielleicht noch die Basis des externen Transistors auszuräumen.

Der Leckstrom liegt laut Datenblatt bei max. 100µA. Sagen wir wir wollen dann an der Basis des externen Transistors max. 0.5V zulassen (damit er auch sicher aus bleibt), dann müssen wir R=0.5V÷100µA=5kΩ wählen. Also 4.7kΩ. In der Einschaltphase liegen dann knapp die 28V an und es fließen knapp 6mA.

Praktisch werden es auch 10kΩ tun. Oder 1kΩ. Wobei an 1kΩ in der Einschaltphase dann knapp 800mW Verlust anfallen würden.

#7772183
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Mit 4k7 wird man kaum über 1kHz Schaltreglerfrequenz kommen.

Viel besser als ein Widerstand zwischen Basis und Masse ist ein JFet mit wenigen mA Idss, z.B. ein BF256A. Man bekommt damit einen weitgehend konstanten Ausräumstrom auch bei kleinen Spannungen an Basis-Emitter. Bei 0,5V fließen noch etwa 2,2mA, während der maximale Strom 5mA ist (siehe Anhang). Mit einem 4k7-Widerstand anstelle des JFet, sinkt der Ausräumstrom dagegen von ~6mA auf ~100µA. Man daher erreicht mit dem JFet wesentlich höhere Schaltfrequenzen.

Angehängte Dateien:
#7772201
Lesenswert?

Aus heutiger Sicht ein gar fürchterliches Bauteil.

Ach, er funktioniert auch auf Lochraster, kostet nix, man hat also immer 10Stk da. Wenn man also zur Generation Anfaenger ohne Bock auf Datenblatt lesen gehoert dann ist der genau richtig.

Klar ich wuerde auch was modernes von Ti/Analog nehmen das mit >1Mhz rumschaltet, aber man muss auch zugeben das dies nur noch gut auf einer guten Platine funktioniert. Sonst jammert der Amateurfunker von Nebenan wieder das ein neue 1Ghz Rigol einen Lattenzaun misst und nur WDR2 einen staerkeren Pegel wie der Nachbar hat. :-D

Vanye

#7772273
Lesenswert?

Peter D. schrieb:

Dafür ist die nötige Drossel umso größer und teurer (220µH).

Naja. So teuer sind Drosseln ja nun auch nicht. Im Zweifelfall hat man die schon in der Bastelkiste liegen. Pollin hatte da jahrelang geeignetes Material im Angebot. Man konnte geeignete Ringkerne früher auch von alten Mainboards bergen. Das oft zu findende gelb/weiße Material (Amidon #26) reicht für den MC34063 allemal.

#7772279
Lesenswert?

Michael B. schrieb:

Axel S. schrieb:

Praktisch werden es auch 10kΩ tun.

Ist halt die Frage, wie lange

Axel S. schrieb:

die Basis des externen Transistors auszuräumen.

dauern darf. Mit 4k7 wird man kaum über 1kHz Schaltreglerfrequenz kommen.

So kritisch ist das nicht. Während der Basis-Ausräumstrom fließt, leitet der Transistor ja noch. Da liegt der Emitter noch nicht auf GND und es fließt dann auch mehr Strom aus der Basis. Wenn man sicher gehen will, schaltet man noch einen Widerstand 100Ω zwischen Basis und Emitter des externen Transistors. So wie das auch intern im Chip gemacht ist.

#7772380
Lesenswert?

Axel S. schrieb:

Man konnte geeignete Ringkerne früher auch von alten Mainboards bergen.

Eh ich da lange mit unbekannten Kernen rumprobiere, kaufe ich lieber Drosseln mit einem Datenblatt.

Man beachte, daß man Drosseln eher reichlich bezüglich Strom dimensionieren sollte, sonst sind sie schnell in der Sättigung. Dann sind auch die ohmschen Verluste geringer und sie werden nicht so heiß. Es ist schon ein großer Unterschied, ob 220µH oder 10µH reichen.

Die modernen Regler haben auch bessere Schutzschaltungen, damit die MOSFETs nicht durchbrennen. Sie gehen bei Überlastung in den Hiccup-Mode.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren