Fenster offen - Erkennung (Im Winter)

#7783515
Lesenswert?

Hi,

im Winter hat man ja manchmal Fenster gekippt und vergisst es auch mal zu schließen. Raum kühlt aus. Hatte gedacht, mit wenig Aufwand eine kleine Schaltung in Fensternähe zu kleben.

Anforderung: Falls Fenster geöffnet ist und eine gewisse Zeit vergeht soll dann ein lauter Ton erklingen.

Problem: wie erkennt man geöffnetes Fenster? Möglichkeiten ohne viel Aufwand: a. Schalter der ausgelöst wird wenn Fenster zu/auf geht b. Temperatursensor der ständig misst und nach einer Hysterese schaltet

Tonausgabe dann über Piepser.

Hab ich was wichtiges übersehen / Jemand schon mal sowas gemacht?

Beitrag #7783518 wurde von einem Moderator gelöscht.
#7783537
Lesenswert?

Maik O. schrieb:

Problem: wie erkennt man geöffnetes Fenster? Möglichkeiten ohne viel Aufwand: [...] Hab ich was wichtiges übersehen / Jemand schon mal sowas gemacht?

Gibts billig von der Stange, installiert und eingerichtet in 5min. https://www.kaufland.de/product/502348345/?sid=68926261 Funktioniert auch im Sommer ;-)

Einschränkung: wenn du bisher kein Zigbee-Gateway betreibst kommt das noch on top.

#7783560
Lesenswert?

Helmut -. schrieb:

4 Stück für 57 Euro ist billig? Die gibts für 8 Euro von Sonoff das Stück!

Für mich schon. Aber ehrlich gesagt hab ich einfach den erstbesten Treffer verlinkt. Wenn du direkt in China kaufst gehts noch ne ganze Ecke billiger, aber ich will das Zeugs möglichst immer sofort haben und mich nicht mit Zoll o.Ä. rumärgern.

#7783566
Lesenswert?

Hi!

Maik O. schrieb:

im Winter hat man ja manchmal Fenster gekippt

Ist jetzt keine Antwort auf Deine Wünsche, ich darf Dir trotzdem das "Stoßlüften" bzw. das "Querlüften" empfehlen:

Bei vollständig geöffnetem Fenster (beim Querlüften auch auf der anderen Wohnungsseite) für wenige Minuten "durchlüften". Bei Wind entsprechend kürzer.

Es findet dadurch in Kürze ein erheblicher Austausch der Luft statt; die Wärme innerhalb der Wohnung bleibt im Mauerwerk und im Mobiliar erhalten.

Beim längeren "Kipplüften" findet wenig Luftaustausch, aber einges Wärmeverlust statt.

Ja nach Bedarf und Wunsch nach frischem Sauerstoff (wegen Kochgerüchen, Nikotin, diverse andere Abgase, ...) so alle 3 Stunden für 1 Minute lüften.

Luftqualität top, Wärmeenergieverlust minimalst. Luft ist ein sehr schlechter Wärmeträger.

LG Martin

#7783591
Lesenswert?

Martin S. schrieb:

Bei vollständig geöffnetem Fenster beim Querlüften auch auf der anderen Wohnungsseitefür wenige Minuten "durchlüften".

Und was macht man, wenn auf der anderen Seite nur Wände sind? :-)

Beim längeren "Kipplüften" findet wenig Luftaustausch, aber einges Wärmeverlust statt.

ACK

Ja nach Bedarf und Wunsch nach frischem Sauerstoff (wegen Kochgerüchen, Nikotin, diverse andere Abgase, ...) so alle 3 Stunden für 1 Minute lüften.

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "frischen" Sauerstoff und "verbrauchten" Sauerstoff"? :-)

#7783601
Lesenswert?

Thomas R. schrieb:

Thermoschalter gibt es ab 15°C in NO oder NC. Mit einem Piezo und 9 Volt Batterie in Fensternähe montieren....

Es muß nicht immer "Elektronik" sein ;-))

Und mit einem Reed Kontakt gegen den Fensterflügel zum Ein bzw. Ausschalten. So ein Thermoschalter ist mit 10x30mm recht massiv und ergibt damit eine passende "Lüftungsverzögerung".

Mehr Elektromechanik geht kaum ;-))

Angehängte Dateien:
#7783613
Lesenswert?

Helmut -. schrieb:

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen "frischem" Sauerstoff und "verbrauchtem" Sauerstoff"? :-)

"Frischer" Sauerstoff ist O2, "verbrauchter Sauerstoff" enthält neben O2 geringe Mengen CO2 und einige Geruchsstoffe. Aber den Unterschied verstehe ich auch nicht wirklich. Die 2en muss man sich tiefgestellt vorstellen!

Das meiste ist ja sowieso Stickstoff. Aber es ist so oder so ein weit verbreiteter Irrtum, das "verbrauchte Luft" weniger Sauerstoff enthält. Die Unterschiede sind äusserst gering und der Mensch kommt auch mit 16% O² (die zwei von oben nach unten verschieben) gut zurecht. Was sich allerdings ändert, ist der CO² (die zwei von oben nach unten ver- schieben)-Gehalt. Weshalb das Stosslüften insbesondere im Winter wichtig ist, ist die Verringerung des Feuchtiggehalts (absolute Feuchte) der Luft, um Schimmelbildung zu vermeiden.

(Firma: Hobbytheoretiker) #7783751
Lesenswert?

Maik O. schrieb:

Hab ich was wichtiges übersehen / Jemand schon mal sowas gemacht?

Bisher noch nicht. Es gibt den Weg über Sensorkontakte am Fenster. Bei Kippfenstern gingen sogar Neigesensoren. Wegen der vielen Schiebefenster, wie in USA in anderen Ländern, sind diese nicht so gebräuchlich und nicht preiswert.

Eine einfache Möglichkeit wäre die Messung der Temperaturdifferenz in Bodennähe zur Deckennähe. Denn kalte Luft fällt in der Regel nach unten. Wenn es draußen kalt ist und das Fenster geöffnet sein sollte, kann das alarmieren.

#7784253
Lesenswert?

Harald W. schrieb:

Aber es ist so oder so ein weit verbreiteter Irrtum, das "verbrauchte Luft" weniger Sauerstoff enthält. Die Unterschiede sind äusserst gering und der Mensch kommt auch mit 16% O² (die zwei von oben nach unten verschieben) gut zurecht.

Heißt das, man kann unter einer Plastiktüte nicht ersticken ? Eine Gips-, Kalk-, Zement-Wand läßt wahrscheinlich genügend Sauerstoff durch, aber heute muß ja erstmal alles mit Tiefgrund abgedichtet werden.

#7784268
Lesenswert?

Carypt C. schrieb:

Heißt das, man kann unter einer Plastiktüte nicht ersticken ?

Es ging um "verbrauchte" Luft in Räumen. Was Du als unangenehm wahrnimmst, ist nicht der gesunkene O2-Anteil, sondern der gestiegene CO2-Anteil.

Das macht auch Unfälle mit Stickstoff so gefährlich: Da es keinen erhöhten CO2-Anteil gibt, hast Du kein Erstickungsgefühl als Vorwarnung, sondern kippst einfach um.

#7784283
Lesenswert?

Hmmm schrieb:

Carypt C. schrieb:

Heißt das, man kann unter einer Plastiktüte nicht ersticken ?

Es ging um "verbrauchte" Luft in Räumen. Was Du als unangenehm wahrnimmst, ist nicht der gesunkene O2-Anteil, sondern der gestiegene CO2-Anteil.

Mit ein Grund, die Finger von Sprudelwasser zu lassen und besser zum Bier mit anständiger Schaumkrone zu greifen, wo das CO2 unterm Schaum gefangen bleibt, statt die Raumluft zu "verbrauchen" und die Leute müde macht.

#7784292
Lesenswert?

Carypt C. schrieb:

Heißt das, man kann unter einer Plastiktüte nicht ersticken ? Eine Gips-, Kalk-, Zement-Wand läßt wahrscheinlich genügend Sauerstoff durch, aber heute muß ja erstmal alles mit Tiefgrund abgedichtet werden.

Ein wesentlicher Teil der Einsparungen bei der Gebäudeheizung ist die Herstellung eines möglichst luftdichten Gebäudes. Bei wirklich guten Gebäuden geht es dann nicht mehr ohne Lüftungsanlage zur Aufrechterhaltung des "hygienischen Luftwechsels". Wird früher oder später eine völlig normale Forderung bei Neubauten werden.

Selbst unser Passivhaus hat noch eine Restundichte die ein Ersticken unwahrscheinlich macht ;-))

Aber ohne den Mindestluftwechsel (macht die KWL in Abhängigkeit vom CO2 Gehalt automatisch) wird es tatsächlich recht schnell "stickig".

#7784423
Lesenswert?

Bei Rettungseinsätzen führt die Sauerstoffgabe manchmal zu Atemversagen, weil das CO2-Erkennungssystem dieser Menschen schon ausgefallen ist (weil informations-los) und die Sauerstoff-Pegel-Erkennung übernommen hat, und die meldet alles klar, keine Notwendigkeit mehr zum Atmen.

Das mit dem Stickstoff wußte ich noch nicht.

ich bin dazu übergegangen die Fenster etwas ziehen zu lassen, wie wenn das Tesamoll fehlt.

#7784430
Lesenswert?

Carypt C. schrieb:

Heißt das, man kann unter einer Plastiktüte nicht ersticken ?

Wenn Du das CO2 irgendwie innerhalb der Tüte bindest, kannst Du ziemlich lange in der Tüte überleben. Es gibt Tauchgeräte, die so arbeiten. Erkennen kannst Du das auch an der sog. Atemspende, die gut funktionier, obwohl der Sauerstoff in der Ausatemluft schon deutlich geringer ist.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren