Das frequenzbestimmende Bauteil in den Funkschlüsseln ist typischerweise ein SAW Resonator. Meist sehen die so aus wie das Bauteil u.r. auf deinem Foto.
Das dieses Bauteil sich in der Frequenz verändert ist aber nicht sehr wahrscheinlich. Möglicherweise hat das Funkmodul jetzt aufgrund eines Defektes so wenig Sendeleistung, dass dein rudimentäres Testgerät die Frequenz nicht mehr korrekt messen kann.
Das große schwarze Bauteil auf deinem Foto sieht seltsam rundherum verkrustet aus. Vielleicht ist hier das Problem zu suchen. Das ist jetzt aber Glaskugel...
So sieht übrigens das Funksignal eines älteren BMW-Funkschlüssels der E46 Baureihe auf einem richtigen (noch älteren) Messgerät aus. Da hatten wir ein ähnliches Problem wie du.
Mit der Messung konnten wir HF-Probleme ausschließen.
Hat er ja gemacht, und sie liegt eben fast 7% unter Sollwert.
Nein hat er nicht!
Was er gemacht hat, ist ein HF-Signal mit einer Krücke nachweisen.
Der Nachweis eines modulierten HF-Trägers (siehe auch Beispiel
zum Spektrum eines solchen Senders) ist damit zwar möglich
aber höchst unzuverlässig bzw. ungenau.
Was man machen müsste ist, explizit die Frequenz des Quarzes
bzw. des Quarzoszillators nachzumessen. Und ich möchte fast
drauf wetten dass die Frequenz vom Soll nicht wesentlich
abweicht. YMMV.
Hat er ja gemacht, und sie liegt eben fast 7% unter Sollwert. Ein
seltener Fehler, aber kein unmöglicher.
Ich würde den Quarz messen um ganz sicher zu sein weil ich dem verwendeten Meßgerät nicht so ganz traue. Aber wenn dieses beim funktionierenden Schlüssel die zu erwartenden 868 MHz anzeigt wird es wohl ein defekter Quarz sein.
Aber nicht für den Nachweis ob der Quarz der Schuldige ist.
Der TDA5100 hat eine PLL und einen internen VCO, damit ist
(bei dieser Fehler-Lage) die Wahrscheinlichkeit hoch dass
die PLL nicht fängt und damit der VCO irgendwo "am Anschlag"
liegt (an seiner Frequenzgrenze unten oder oben), wie es der
PLL Designer so schön zu sagen pflegt. Wenn die PLL nicht fängt
könnte eher ein Kondensator (oder ein Widerstand) des Loop-
Filters dafür verantwortlich sein.
Wem meine technischen Details zu PLLs nicht gefallen der darf
dies ruhig öffentlich tun und sachlich dagegen argumentieren.
Ich habe mit PLLs viel zu tun und meine einen gewissen Einblick
dafür zu haben .....
Wem meine technischen Details zu PLLs nicht gefallen der darf
dies ruhig öffentlich tun und sachlich dagegen argumentieren.
Ich habe mit PLLs viel zu tun und meine einen gewissen Einblick
dafür zu haben .....
Der TDA 5100 braucht normalerweise keine externen Komponenten für den Loop Filter (siehe die Reference Designs), die Frage ist ob es bei dieser Schaltung einen gibt. Dann wäre der TDA 5100 defekt, aber wie ich schon geschrieben habe: ich würde den Quarz kontrollieren weil das jetzt ja auch nicht so kompliziert ist (unter der Annahme der TO hat eventuell ein Oszilloskop, den beobachteten Frequenzfehler müßte man auch damit erkennen können).
Ich weiß das dass Messgerät Mist ist , aber mir ging es nur darum um zu schauen ob der Schlüssel irgendwas sendet.
Ich habe kein Oszilloskop, was ich hab ist ein Lötkolben, ein Fluke Multimeter und etwas geschick als Mechaniker 😌
Den Quarz könnte ich preiswert bei eBay bekommen....
Das schwarze längliche Bauteil ist die Antenne...
Was meint ihr aus der Ferne, macht es Sinn den Quarz und ggf. die Antenne zu tauschen oder sind das eher Bauteile die in der Elektronik selten defekt gehen.
Evtl gibt es auch jemand , der sich das Teil mal näher ansehen möchte, gerne gegen einen kleinen Obolus.
Die kleinen Quarze sind eigentlich sehr zuverlässig, fallen selten aus. Möglich ist es aber.
Hattest du schon andere Möglichkeiten ausgeschlossen, wie das Weglaufen des Rolling Code?
Schaue mal im Netz unter Stichwort „BMW Funkschlüssel anlernen“ oder neu programmieren, zusammen mit der Baureihenbezeichnung deines Autos. Das könnte je nach Baureihe auch sehr einfach und ohne weitere Hilfsmittel umsetzbar sein.
Das schwarze rechteckige Teil ist eine Spule für LF (um die 125 kHz) und ist für Keyless Entry und den Notfall-Transponder zuständig (falls die Batterie des Schlüssel leer ist) wie auch hhinz schon geschrieben hat.
Die Antenne für 868 MHz ist eine Leiterbahn auf der Platine, siehe Bild, ein Teil ist auch auf der Seite der Platine mit der LF Antenne (neben der LF Spule/Antenne).
Es ist ja immerhin ein Schlüssel, der im Laufe seines Lebens mal auf Fliesen oder Beton knallt. Quarze sind in dieser Anwendung durchaus gefährdete Bauteile. Einfach mal in einen Quarz reinschauen und nicht mehr wundern.
Der Schlüssel wurde leider vom Vorbesitzer etwas gewaltvoll geöffnet .
Hab nur eine neue Zelle eingelötet aber das Fahrzeug reagiert drauf
nicht.
Er hat also noch nie funktioniert, seit Du ihn hast?
Dann muß er ja auch nicht zu deinem Auto gehören...
Vielleicht hat der Vorbesitzer noch das Original...
Wenn Pin 7 FSKDTA in der Luft hängen sollte und Störungen einfängt, kann der Oszillator auch abweichen.
Das wären zumindest die zwei Pins, vom IC, wo man kritisch hinschauen kann und sollte, weil dafür keine spezielle Meßausrüstung erforderlich ist. Vom Pin bis zum Bauteil sollte man auch mal die Leiterbahn durchpiepsen, ob durch Herunterfallen dort ein kleiner Riß sein könnte.
Wie vielleicht andere hier meinen, sind die Empfehlungen, wo man noch nachsehen sollte, keine Widerrede zu deren Vorschlag. Vor dem Umlöten sollte immer analysiert werden, was schnell und einfach möglich ist.
Den Unsinn vom Oberspinner einfach nicht beachten!
Empfehlung: Nur die Posts, in denen Mitglieder des Forums sich im Ton vergreifen nicht zu beachten. Ansonsten sind viele Ratschläge von den Mitgliedern hilfreich.
Vielleicht interessiert sich ja jemand für das Innenleben des Frequenzmessgerät (CNBJ-501), siehe Anhang. Die Beschriftung des Mikrocontroller ist abgeschliffen, die Beschriftung des 8-Pin ICs (siehe Bild) hat auf die Schnelle nichts sinnvolles ergeben.
Ein kurzer Test (Signalgenerator mit Antenne am Ausgang und CW Signal) zeigt die Grenzen, wenn das Signal empfangen wird ist die Anzeige nicht stabil und schwankt um mehrere MHz (grob geschätzt +/- 5 MHz) um den tatsächlichen Wert. Wird nichts mehr empfangen wird der letzte Wert dauerhaft angezeigt. Dieses Verhalten ist mehr oder weniger über den gesamten Frequenzbereich identisch, dabei spielt der Abstand zur Antenne keine Rolle. Das zeigt sich auch wenn man einen Funkschlüssel misst, die angezeigten Werte schwanken um einige MHz.
Für eine genaue Messung eignet sich das Gerät nicht, für eine grobe Überprüfung reicht es aus. Wenn wie beim TO die Abweichung mehr als 60 MHz beträgt stimmt auf jeden Fall etwas nicht.