Effektivwert einer Rechteckwechselspg. berechnen

OP #834345
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Hallo,

kann mir jemand sagen wie man den Effektivwert einer Rechteckwechselspg 
ausrechnen kann? Im Netzt hab ich nur Sachen gefunden mit Integralen und 
mit denen hab ich leider gar nichts am Hut. Gibts da keinen einfacheren 
Weg?
Meine Spg einen Rechteck mit +6V 1,5ms und -5V 2ms. Periodendauer 3,5ms.

Danke im vorraus.

Gruss

Michael
Gast #834352
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Hallo Michael,
der Effektivwert einer Spannung ist ja der quadratische Mittelwert. Die 
Summe aller quadratischen Messwerte wird durch die Anzahl der Messwerte 
dividiert und daraus die Wurzel gezogen. Also:

1,5ms entsprechen 3/7 der Peridendauer
2ms entsprechen 4/7 der Periodendauer

Daraus ergibt sich 3 * 6² + 4 *(-5)² = 118 + 100 = 218
Das wiederum durch die Anzahl der Messwert, hier 7 -> 218/7 = 31,14
Daraus die Wurzel = 5,58 V

Ich denke das sollte so stimmen.

Gruß
Christian
Gast #834355
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>Meine Spg einen Rechteck mit +6V 1,5ms und -5V 2ms. Periodendauer 3,5ms.

Jomei, dann musst Du doch nur die Gleichung

6 V * 1.5 ms + 5 V * 2 ms  = Ueff * (1.5 ms + 2 ms)

nach Ueff auflösen:

Ueff = (6 V * 1.5 ms + 5 V * 2 ms) / (1.5 ms + 2 ms) = 5.42857 V 
(gerundet).
Gast #834358
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>6 V * 1.5 ms + 5 V * 2 ms  = Ueff * (1.5 ms + 2 ms)

Achtung, das muss ich widerrufen! :-/  Dies ist der arithmetische 
Mittelwert, aber für den Effektivwert muss man den quadratischen 
Mittelwert berechnen.  Siehe Beitrag meines Vorredners.
OP #834367
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Danke.

So in der Art hat ich mir das Gedacht bin aber selber nicht 
draufgekommen.
Bzgl. Arithmetischen Mittelwert den hab ich auch schon ausgerechnet da 
komm ich allerdings auf -0,29 Volt die Spg in t2 sind -5V!!!.Ich hoffe 
das passt dann so.
Zum Effektivwert das ist ja der Wert der eine Gleichspgquelle in einem 
ohmschen Widerstand an Wärme erzeugen würde?

arithmetischer Mittelwert was sagt der eigentlich aus? Die Formel hat 
ich vom Tabellenbuch.
Gast #834376
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Bei Spannungen wird meiner Erfahrung nach nur der quadratische 
Mittelwert, also der Effektivwert benötigt. Denn nur damit lässt sich 
eine Leistungsberechnung durchführen. Ansonsten kommt der quadratische 
Mittelwert in der E-Technik eher selten zur Anwendung.

Den arithmetischen Mittelwert wird z.B. bei der Stromaufnahme von 
irgendwelchen Geräten genutzt. Da ja z.B. batteriebetriebene Geräte im 
Ruhezustand einen sehr geringen Strom und im aktiven Zustand einen 
höheren Strom aufnehmen. Die mittlere Stromaufnahme ist dabei also der 
arithmetische Mittelwert.

Korrigiert mich, wenn ich mich irre...

Christian
Beitrag #7808085 wurde von einem Moderator gelöscht.
(Firma: Siegler-Ingenieurbüro) #7808095
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Hallo Christian, zwar ist es etwas spät, jedoch wollte ich Deinen Rechenfehler korrigieren, denn sonst war Dein Ansatz richtig.

Christian schrieb:

Hallo Michael, der Effektivwert einer Spannung ist ja der quadratische Mittelwert. Die Summe aller quadratischen Messwerte wird durch die Anzahl der Messwerte dividiert und daraus die Wurzel gezogen. Also:

1,5ms entsprechen 3/7 der Peridendauer 2ms entsprechen 4/7 der Periodendauer

Daraus ergibt sich 3 * 6² + 4 *(-5)² = 118 + 100 = 218

Nein: Daraus ergibt sich 108 + 100 = 208.

Das wiederum durch die Anzahl der Messwert, hier 7 -> 218/7 = 31,14

208/7 ~ 29.71

Daraus die Wurzel = 5,58 V

Die Wurzel aus 29.71 ~ 5,45 V

Ich denke das sollte so stimmen.

So jetzt stimmt es.

Gruß Christian

Angehängte Dateien:
#7808732
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Klaus R. schrieb:

Und wer kein digitales Oszilloskop hat

der sollte das kaufen: ohne Oszilloskop ist Elektronik sowieso nur Zeitverschwendung. Besser zwei oder drei Oszilloskope: es gibt verschiedene Aufgaben. Einmal braucht man MSO, ein andermal sollte man erdfrei mit Akku arbeiten usw. Oliver R. schrieb im Beitrag #7808603:

Genau, Wissen und Grundlagen sind überflüssig

Wissen und Grundlagen sind eine Selbstverständlichkeit, die nicht unbedingt noch extra besprochen sein sollte.

(Firma: Siegler-Ingenieurbüro) #7809096
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Lothar M. schrieb:

Robert S. schrieb:

zwar ist es etwas spät

Hut ab, immerhin 17 Jahre nachdem er selber den Fehler und den richtigen Rechenweg gefunden hat, denn

Mj 2. schrieb:

oben ist ein Fehler drin. 108 statt 118. somit ist Ueff 5,45 V :-)

Das war mir schon klar. Diese Frage wird aber dermaßen häufig gestellt, dass ich mir dachte, ein pdf zur Verfügung zu stellen, damit Leute sich das berechnen können, wenn sie es benötigen.

(Firma: Siegler-Ingenieurbüro) #7809098
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Klaus R. schrieb:

Maxim B. schrieb:

Heute braucht man nur ein digitales Oszilloskop. Das Gerät rechnet alles selbst, auch Effektivwert einer Rechteckwechselspannung.

Und wer kein digitales Oszilloskop hat der nimmt LTspice. mfg Klaus

Und auch das kann ich bestätigen. Einfach ein Rechtecksignal mit einer Spannungsquelle erzeugen und mit der CTRL-Taste mit linkem Mausklick auf die Spannung im Diagramm klicken. Dort wird einem Uaverage und Urms angezeigt. Als Anstiegszeit für ein idealisiertes Rechteck sollte man dann aber für trise und tfall sehr kurze Zeiten (0.01ns) eintragen. Lässt man die unausgefüllt, setzt LT-Spice längere Zeiten ein.

#7809482
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Robert S. schrieb:

Der Effektivwert wird je nach Zoom-Einstellung und Wandlerauflösung dann aber mehr oder weniger genau angezeigt!

Heute gibt es schon billige Oszilloskope mit 12 und 14 bit Auflösung. 12 bit Auflösung hat z.B. klassische ICL7107 (+-1999). Ich habe Owon XDS3204AE (~1200 €), in Wirklichkeit hat es 14 bit nur bis 100 MSa/s, weiter nur 8 bit. Aber für die meisten Fälle reicht das aus.

#7809822
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Uwe schrieb:

Klar, Wurzelziehen geht ja mit jedem beliebigem Abakus. ;-)

Nun, zumindest geht es probemlos mit einem Stück Papier und einem Bleistift. Aber vermutlich lernt man heutzutage im Mathe-Unterricht nur noch: "Drücken sie folgenden Knopf" Einem Chinesen, der bei uns im Labor arbeitete war das auch noch zu lang. Er schrieb stattdessen: "Bitte knopfen sie..."

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