Mir ist in Erinnerung, dass bestimmte ältere Kältemittel nur noch
als recyceltes Material nachgefüllt werden dürfen
Da gab es entsprechende Übergangsfristen, nachdem die alten Kältemittel nicht mehr hergestellt oder importiert werden durften, aber inzwischen dürften die für R22 lange abgelaufen sein. Gerade mal geschaut, recyceltes R22 durfte bis 2015 verwendet werden.
Wenn man mit Kälteanlagen herumbasteln will und keinen Kältemittelschein hat, kann man Teile wie den Verdichter aus diesen alten Anlagen nehmen und R290 (Propan) als Kältemittel verwenden. Die Brennbarkeit und mögliche Bildung explosionsfähiger Luftgemische wenn das Zeug austritt, sollte man dabei aber nicht vergessen. Wenn die alte Anlage noch gefüllt ist, muss man das Kältemittel vor der Zerlegung halt absaugen lassen, das ist nun mal so.
und die Kilopreise insbesonders für die älteren Kältemittel scheinen
ja mit um die 100 Euronen pro Kilo sehr üppig zu sein.
Das ist bei allen Dingen so, die durch irgendwelche Faktoren verknappt werden. Dazu kommt, daß Kältefachbetriebe eine ich nenne es mal sehr wählerische Branche sind, was den Kundenkreis angeht und gerne äußerst fette Gewinne einfahren. Versuch doch mal, eine im Baumarkt gekaufte Split-Klimaanlage durch einen Fachbetrieb in Betrieb nehmen zu lassen, nachdem Du die Montage der Geräte und Leitungen soweit erlaubt bereits selbst durchgeführt hast. Viele Betriebe wollen damit nichts zu tun haben, wenn sie nicht am Verkauf des Geräts und der Montage mitverdienen können.
Ja, aber oft ist bei so alten Anlagen
immer mal eine Verschraubung lose ...
Das kann jeder handhaben wie er möchte und schwarze Schafe gibt's überall, auch unter den Fachkräften. Aber wenn man dabei erwischt wird, dann wird das richtig teuer und Fachkräfte dürfen sich unter Umständen als kleinen Bonus einen neuen Job suchen wenn denen die Erlaubnis zum Umgang mit Kältemitteln entzogen wird. Das sollte man vorher bedenken.
Ich würde sagen einfach erstmal nachfragen was das Absaugen und Entsorgen des R22 kosten würde.