ich habe mir in meiner Freizeit die Benutzung von KiCad beigebracht und habe eine sehr einfache Leiterplatte fertigen lassen, um zu überprüfen, dass ich die Benutzung von KiCad richtig verstanden habe. Dabei handelt es sich um einen nicht-invertierenden Verstärker auf Basis des LM358-OpAmps. Die Schaltung ist im Bild Schaltung.jpg dargestellt. Das Layout der zweilagigen Platine ist in front_layout.jpg und back_layout.jpg dargestellt.
Um zu überprüfen, ob die fertige PCB richtig funktioniert, habe ich mit einem Signalgenerator Sinus-Spannungen mit verschiedenen Frequenzen generiert und mit einem Oszilloskop dann Eingangs- und Ausgangsspannung verglichen. Die Versorgungsspannung wird über zwei geregelte Labornetzteile symmetrisch mit +-12V zur Verfügung gestellt.
Es fällt auf, dass die Verstärkung für Frequenzen um 1 kHz gut funktioniert (R10k_1000Hz.png), aber bei 15 kHz das Ausgangssignal ziemlich verzerrt ist (R10k_15000Hz.png). Es ist auffällig, dass die Verzerrung unsymmetrisch ist (nur bei den Minima der Sinus-Funktion).
Ich habe schon folgende Problemlösungen probiert:
Den ursprünglichen LM358-IC habe ich ausgelötet und gegen einen neuen getauscht, da ich dachte ich hätte den IC vielleicht beim Löten geschädigt. Das Problem hat sich aber nicht geändert.
Ich habe einen Entkoppelkondensator (Keramik, 100 nF) an den OpAmp direkt drangelötet. Das hat am Problem nichts geändert.
Ich habe den Widerstand R1 (ursprünglich 10K) gegen einen 56k-Widerstand getauscht. Das Problem hat sich dadurch quantitativ geändert, aber nicht qualitativ. Man sieht auch hier eine gute Verstärkung bei 1kHz (R56k_1000Hz.png) und gut sichtbare Verzerrungen bei 10kHz (R56k_10000Hz.png).
Ich habe folgende Vermutungen für die Ursache des Problems:
Ich verwenden den LM358 irgendwie falsch und habe was im Datenblatt nicht verstanden.
Auf meiner PCB gibt es irgendwo parasitäre Kapazitäten, die die OpAmp-Schaltung destabilisieren. Mir ist klar, dass das Layout verbesserungswürdig ist, aber bei 15 kHz erwarte ich eigentlich keinen großen Einfluss von Kapazitäten im pF-Bereich.
Der nächste Schritt wäre es denke ich den LM358 gegen einen anderen OpAmp mit ähnlichem PinLayout auszutauschen, allerdings habe ich aktuell keinen derartigen IC zur Verfügung...
ESD-Schäden würde ich ausschließen, da ich durchgehend mit ESD-Erdungsmatte, ESD-Armband und ESD-Pinzette gearbeitet habe.
Hat jemand Ideen, was die Ursache des Problems sein könnte?
Zur Bildbenennung: Die R10K-Bilder zeigen aufgenommene Messungen mit R1 = 10K, die R56k-Bilder zeigen aufgenommene Bilder mit R1 = 56k.
Hat jemand Ideen, was die Ursache des Problems sein könnte?
Der LM358 ist für solche Anwendungen vollkommen ungeeignet. Seine Slew-Rate und Bandbreite sind zu klein und außerdem erzeugt er extrem starke Übernahmeverzerrungen. Nimm einen Audio-OPV wie NE5532/34 oder OPA2134,...
Ich würde den unbenutzten Teil so beschalten, wie in dem vorgeschlagenen Bild! Nur den 10k Widerstand würde ich weglassen und den nicht invertierten Eingang direkt an GND schalten. Denn ich sehe irgendwo nicht ein, dass ich für einen nicht benutzten Operationsverstärker auch noch Bauteile verschwenden muss!
Denn ich sehe irgendwo nicht ein, dass ich für einen nicht benutzten
Operationsverstärker auch noch Bauteile verschwenden muss
Kauf halt einen LM321 (oder besse nicht, weil der allerbilligste der billigen OpAmps für deine Anforderungen ja nicht ausreicht, aber es gibt bessere ebenso als single).
Da ich kein Englisch kann, kannst du ja mal den entscheidenden Satz
raussuchen und übersetzen und hier posten, dann haben wenigstens alle
was davon!
Auf die Dauer ist die Entwicklung von elektronischen Schaltungen ohne
Englischkenntnisse m.E. schwierig bis unmöglich. Zwischenzeitlich
benutzt man Übersetzungsprogramme für englischsprachige Datenblätter.
Ja, mag sein, aber jetzt muss jeder User den Artikel durchwühlen und danach noch evtl. den englischen Übersetzer bedienen.
Wenn der entscheidende Satz aber hier von vorne hetein auf deutsch gepostet würde, dann hätte jeder Leser sofort das Ergebnis.
Ok, das ist definitiv schon mal ein Punkt, den ich falsch umgesetzt habe. Werde ich in Zukunft dran denken. Aber keine Ahnung, ob das jetzt wirklich der Hauptgrund für diese schreckliche Verzerrung ist.
Der LM358 ist für solche Anwendungen vollkommen ungeeignet. Seine
Slew-Rate und Bandbreite sind zu klein und außerdem erzeugt er extrem
starke Übernahmeverzerrungen. Nimm einen Audio-OPV wie NE5532/34 oder
OPA2134,...
Ich habe den OpAmp über Mouser gefunden, indem ich den ersten Eintrag von "Nach Preise sortieren, günstigste Preise oben" gekauft habe :D Hatte dann nur schnell über die Basiswerte im Datenblatt geguckt und gedacht für so eine kleine Spielschaltung wirds schon reichen ¯_(ツ)_/¯
Mit 15 kHz und ±12-V-Versorgung solltest du nicht mehr als ±2 V
probieren.
Interessant. Verstehe ich das richtig, das das Ausgangssignal bei 15 kHz wirklich nur +-2V betragen darf? Ich hatte beim Experimentieren schon festgestellt, dass das Problem bei sehr niedrigen Amplituden verschwindet, aber nicht gedacht, dass das tatsächlich ein Produkt-Feature ist :D
Da hängt ein 1m langes BNC-Kabel dran, und daran dann mein Oszilloskop
mit einer Eingangsimpedanz von 1MOhm || 15 pF.
Ein normales BNC Kabel (hätte normalerweise einen Wellen-
widerstand von 50 Ohm) ist nur bedingt geeignet einem
Oszilloskop ein Signal korrekt zuzuführen. Dafür gibt es
Tastköpfe mit speziellem Kabel.
Auf die Dauer ist die Entwicklung von elektronischen Schaltungen ohne
Englischkenntnisse m.E. schwierig bis unmöglich
Auf die Dauer ist ein Leben ohne Englisch unmöglich.
Aber Englisch ist glücklicherweise nichts anderes als das Deutsch der ausgewanderten Angeln und Sachsen und nicht die alte Sprache der Ureinwohner der Insel die sich in Ortsnamen wie Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch erhalten hat.
Wir sind also am dichtesten dran von allen Ländern der Welt, nun gut, Deutsch gibt es auch noch als Dutch wie es in den Niederlanden gesprochen wird.
Schlimmer wäre es, wenn Chinesisch Weltsprache wäre.
Es wird Zeit, die Dialekte wieder zusammenzuführen, und da Englisch einfach weiterentwickeltes vereinfachtes Deutsch ist, kann man gleich englisch nehmen, und ist Probleme wie Gendern los.
Es wird Zeit, die Dialekte wieder zusammenzuführen,
Achte auf eine gesunde Ernaehrung und viel Sport dann erlebst du es. Ich denke mal in etwa 50Jahren wird dies dank Internet geschafft sein weil es normal geworden ist mit Leuten aus anderen Laendern zu reden und zusammenzuarbeiten.
Ein normales BNC Kabel (hätte normalerweise einen Wellen-
widerstand von 50 Ohm) ist nur bedingt geeignet einem
Oszilloskop ein Signal korrekt zuzuführen.
Naja, man kann es auch übertreiben. Sicher ist im vorliegenden Fall das BNC Kabel nicht das Problem.
Ich habe den OpAmp über Mouser gefunden, indem ich den ersten Eintrag
von "Nach Preise sortieren, günstigste Preise oben" gekauft habe :D
Der LM358 ist so billig, weil er so oft verwendet wird. Und er wird sehr oft verwendet, weil sine Eigenschaften zwar nicht überragend, aber für viele Anwendungen ausreichend sind. Aber viele ist halt nicht für alle.
Nach Preis sortieren ist das korrekte Verfahren, aber erst, nachdem man sich die notwendigen Eigenschaften herausgefiltert hat. (Mouser/DigiKey/etc. haben zwar viele Filter, aber die Hersteller selbst sind da besser.)
unbenutzte Opamps
... keine Ahnung, ob das jetzt wirklich der Hauptgrund für diese
schreckliche Verzerrung ist.
Nein; diese Verzerrungen sind unter diesen Umständen normal.
Verstehe ich das richtig, das das Ausgangssignal bei 15 kHz wirklich nur
+-2V betragen darf?
Dieses Diagramm wurde mit einem Spannungsfolger gemessen, d.h., Eingangs- und Ausgangs-Signal sind gleich. Aber diese Einschränkungen werden vom Ausgang verursacht.
Und ganz spitzfindig: nicht "darf", sondern "kann". Du darfst es versuchen, aber es kommt dann halt kein Signal mit dieser Spannung (oder als Sinus) heraus.
nicht gedacht, dass das tatsächlich ein Produkt-Feature ist
Solche Einschränkungen haben alle Opamps. Oben der TLV9301 (ein CMOS-Ersatz für den LM358); mit Rail-to-Rail-Ausgang sieht die Kurve besser aus und würde deine 15 kHz schaffen, aber wenn du höhere Frequenzen erreichen willst, musst du dir einen Opamp mit höherer Slew Rate heraussuchen.
Auf die Dauer ist die Entwicklung von elektronischen Schaltungen ohne
Englischkenntnisse m.E. schwierig bis unmöglich.
Das war mal so. Heute ist die Entwicklung von elektronischen Schaltungen ohne Chinesischkenntnisse m.E. schwierig und bis in ein paar Jahren unmöglich.
Ein weiterer Vorteil eines Widerstandes: der Pin kann für Fehlerkorrekturen oder Modifikationen wieder einfach von GND getrennt und für andere Zwecke benutzt werden, z.B. wenn man doch einen weiteren OpAmp braucht.
Um noch mal auf das Thema zurückzukommen: LM324 und Konsorten haben, wie bereits erwähnt wurde, eine stark verzerrende Ausgangsstufe.
Bei tiefen Frequenzen wird dies über die Gegenkopplung weitgehend ausgebügelt.
Je tiefer die Frequenz, desto besser.
Aufgrund der bescheidenen Transitfrequenz hat die linearisierende Wirkung der Gegenkopplung bei 15kHz bereits soweit nachgelassen, dass die Verzerrungen auf dem Scope deutlich zu sehen sind.
Von daher sind es nicht Verzerrungen bedingt durch slewrate-Übersteuerungen,
die kommen erst bei höheren Frequenzen zum Tragen.
Deine Verstärkung ist immerhin nur 3-fach, andere Leute mit x10 oder
x100 erleben krasseres.
Uninteressant, hier kommt es eher auf den Ausgangspegel an.
Ein TL072 hat 13V/us, nicht 0.6V/us, und ist keinesfalls ein guter
Audio-OpAmp.
Blödsinn. In der analogen Tontechnik mit Telefunken C4-Compandern wurden tausende TL074 verbaut und haben hervorragende Werte erzielt. Du weißt nicht, welche Deiner älteren CDs mit TL07x im Aufnahmeweg erzeugt wurden.
Hey! Das hat man 1985 aber noch anders gesehen. :-D
Schon ein paar Jahre früher.
Klar, davor galt AC187/188K als audiotauglich.
Wenn deine Ohren so alt sind, mag das passen.
Verbohrter Dickschädel, es kann nicht sein, was Du nicht kennst. Ich habe viele Jahre mit Tonstudiotechnik zu tun gehabt, nicht den Ohren getraut sondern den Kram gemessen.
Der OP ist nur so gut, wie man ihn sachgerecht beschaltet, diese Grenzen beherrschten nur wenige Entwickler.
Interessant. Verstehe ich das richtig, das das Ausgangssignal bei 15
kHz wirklich nur +-2V betragen darf? Ich hatte beim Experimentieren
schon festgestellt, dass das Problem bei sehr niedrigen Amplituden
verschwindet, aber nicht gedacht, dass das tatsächlich ein
Produkt-Feature ist :D
Dann hast Du die Ursache gesehen und leider nicht mit den Daten des OP zusammen gebracht. Da sind die Anstiegsgeschwindigkeit V/µS bzw. Gain/Bandwith-Produkt die Dich limitierenden Faktoren. Ich hätte zum NE5532 oder NE5534 gegriffen, weil ich sie im Bestand habe.
Ein normales BNC Kabel (hätte normalerweise einen Wellen-
widerstand von 50 Ohm) ist nur bedingt geeignet einem
Oszilloskop ein Signal korrekt zuzuführen. Dafür gibt es
Tastköpfe mit speziellem Kabel.
Diese 50 Ohm interessieren hier garnicht, es sind nur 15 kHz, die Quelle ist nierdohmig und das Scope hochohmig. Ein Meter Koax gibt vielleicht 100pF Last, die wird sein Verstärker tolerieren.
Dein "Tastkopf mit speziellem Kabel" ist kein Stück besser. Wenn eine Rückwirkung durch die Meßleitung vermieden werden soll, hilft ein 1:10 Tastkopf, nur mit dem hat man die kapazitve Last von der Backe.
Der 741 hat wenigstens eine ClassAB Endstufe ohne die unsäglichen Übernahmeverzerrungen des LM324/358/321, allerdings mit 0.5V/us auch eine miese slew rate.
The old LM741 looks as though
it would be quite unusable, as its very limited 0.5 V/μs slew rate allows a full output swing
only up to 4.4 kHz.
Horrific as it may now appear, audio paths full of LM741s were quite common in the early
1970s. Entire mixers were built with no other active devices, and what complaints there were
tended to be about noise rather than distortion. The reason for this is that full-level signals at
20 kHz simply do not occur in reality;
Figure 4.19 shows a region between 100 Hz and 4 kHz where distortion rises at 6 dB/octave. This is the result of the usual dominant-pole Miller compensation scheme. When slew limiting begins, the slope increases and THD rises rapidly with frequency.
Ok, das ist definitiv schon mal ein Punkt, den ich falsch umgesetzt
habe. Werde ich in Zukunft dran denken. Aber keine Ahnung, ob das jetzt
wirklich der Hauptgrund für diese schreckliche Verzerrung ist.
Der Gund für die Verzerrungen ist auch in dem o.g. Dokument erkärt (Kapitel 4.4 First Crossover Example).
Da ich kein Englisch kann, kannst du ja mal den entscheidenden Satz
raussuchen und übersetzen und hier posten, dann haben wenigstens alle
was davon!
Soifz, die anderen haben ja schon genug zu den eigentlich notwendigen Englischkenntnissen geschrieben ...
Es geht um den kompletten Absatz 7.1 "Do not connects inputs directly to ground". Also Eingänge nicht direkt an Masse anschließen, sondern immer nur über strombegrenzende Widerstände.
Bei Power-Up(Power-Down könnten sonst unter ungünstigen Umständen Ströme über die Eingangsschutzdioden (gegen V+ und V-) fleißen, die das Bauteil beschädigen. Wenn du das Auftreten so einer Situation natürlich absolut auschließen kannst, dann nur zu, spar dir den Widerstand.
In der Elrad gab es einen Artikel, der erklärte auch, warum die Verzerrungen des nicht-invertierenden zum invertierenden Operationsverstärker unterschiedlich ausfallen. Welche Variante besser sei, weiss ich heute nicht mehr.
Normalerweise ist der invertierende besser, weil dort keine Gleichtaktaussteuerung der Eingangsstufe auftritt, aber ob das bei dem LM358 noch eine Rolle spielt...
Es geht um den kompletten Absatz 7.1 "Do not connects inputs directly to
ground". Also Eingänge nicht direkt an Masse anschließen, sondern immer
nur über strombegrenzende Widerstände.
Macht das bei einem invertierenden Verstärker wirklich jemand so mit dem nichtinvertierenden Eingang?
Normalerweise ist der invertierende besser, weil dort keine
Gleichtaktaussteuerung der Eingangsstufe auftritt, aber ob das bei dem
LM358 noch eine Rolle spielt...
Beim LM358 ist der Bias-Strom der Basis-Strom der PNPs, also abhängig von der Spannung. Bei CMOS-Eingängen ist der Eingangs-Strom praktisch nur ein Leckstrom durch die ESD-Dioden und extrem klein, und wird normalerweise ignoriert.
Bei den meisten Rail-to-Rail-Eingängen gibt es beim Wechsel zwischen den NPN- und PNP- (oder N-Channel- und P-Channel-)Transistoren einen Sprung. Aber für einen invertierenden Verstärker braucht man kein R2R, und der LM358 hat es auch nicht (wenn man zu nahe an die positive Versorgung kommt, funktioniert er überhaupt nicht mehr; normalerweise ist das der erste Fehler, den Anfänger machen).
Es geht um den kompletten Absatz 7.1 "Do not connects inputs directly to
ground". Also Eingänge nicht direkt an Masse anschließen, sondern immer
nur über strombegrenzende Widerstände.
Macht das bei einem invertierenden Verstärker wirklich jemand so mit dem
nichtinvertierenden Eingang?
Gefahr besteht nur, wenn die Eingangsspannungen beim Ein-/Auschalten jenseits der Versorgungsspannungen liegen können. Bei den meisten Schaltungen ist dies nicht der Fall, und beim nichtinvertierenden Eingang eines invertierenden Verstärkers erst recht nicht.
Die Application Note sagt:
However, during power up, power down, or supply faults, the GND pin may
become positive. If this occurs then a grounded input pin will have
potentially damaging current flow due to the input diode. Even if the GND
pin is also grounded, such as in single supply applications, there is a
possibility that the input ground will be negative relative to the op
amp’s internal ground node. Ground differences occur when there is poor
layout or high current transients, ∆i/∆t.
Jemand, der ein schlechtes Layout produziert oder hohe hochfrequente Ströme durch den GND in der Nähe eines Opamps jagt, der achtet auch nicht auf die Eingangsströme. Deshalb diese kompromisslose Empfehlung eines Widerstandes. Wer weiß, warum, kann diese Empfehlung missachten.
Es geht um den kompletten Absatz 7.1 "Do not connects inputs directly to
ground". Also Eingänge nicht direkt an Masse anschließen, sondern immer
nur über strombegrenzende Widerstände.
Macht das bei einem invertierenden Verstärker wirklich jemand so mit dem
nichtinvertierenden Eingang?
Ich erinnere OP-Ausfälle an Analog-Mischpulten aus den 70ern, wo OP-amps in Invertier-Beschaltung ausgefallen waren. Das waren immer welche, wo der non-inv Eingang direkt mit GND verbunden war.
Macht das bei einem invertierenden Verstärker wirklich jemand so mit dem
nichtinvertierenden Eingang?
Ich erinnere OP-Ausfälle an Analog-Mischpulten aus den 70ern, wo OP-amps
in Invertier-Beschaltung ausgefallen waren. Das waren immer welche, wo
der non-inv Eingang direkt mit GND verbunden war.
Ursache:
1
2
o--+ +--+--|>|--+-Reg-+-------+
3
| | | | | | |
4
~ S:S | C | | -R-+--(-R-+
5
| | | | | | | | |
6
o--+ +--(-------+--+--(----(-|+\ |
7
| | | | | | >-+--
8
| C | Last +-|-/
9
| | | | |
10
+--|<|--+-Reg-+-------+
Bei dieser Schaltung kann, wenn im Einschaltmoment eine positive Halbwelle vorliegt, auch die negative Versorgungsspannung über die Last ins positive gezogen werden, so dass der Eingang des OpAmp negativ gegenüber dem negativen Versorgungsspannungsanschluss wird, mit allem Strom der über Last fliesst.
Da lohnen die 10k.
Beim LM358 mit Eingang direkt verbunden mit V- kann das nie passieren
Bei dieser Schaltung kann, wenn im Einschaltmoment eine positive
Halbwelle vorliegt, auch die negative Versorgungsspannung über die Last
ins positive gezogen werden, so dass der Eingang des OpAmp negativ
gegenüber dem negativen Versorgungsspannungsanschluss wird, mit allem
Strom der über Last fliesst.
Immer wenn ich positive und negative Versorgung habe, mache ich Dioden dran, die dafür sorgen, daß die positive Versorgung nicht allzu negativ und die negative nicht allzu positiv wird. Brauche ich da noch immer einen Widerstand zwischen dem nichtinvertierendem Eingang eines invertierenden Verstärkers und GND?
Nein, wenn ich EINEN OpAmp brauche, kommt kein Doppel- oder Vierfach-Op
auf das Board - wozu?
Wenn ich EINEN OP brauche, aber nur Doppel-OPs in der Schublade habe, werde ich einen dieser einbauen. Es geht um Bastler-Einzelstücke, nicht um kostenoptimierte Serie!
Das ändert natürlich nichts daran, dass die Eigenschaften zur Anwendung passen müssen.
Naja, die + Zeichen sollen Verbindung zweier Leitungen im Schaltbild symbolisieren, die Klammer ( soll keine Verbindung bedeuten, also im bogen darüber verlegt. Reg ist dann ein positiver oder negativer Festspannungsregler. Dort wo C in der Mitte steht, soll es ein Kondensator sein, am wahrscheinlichsten ein Elko.
So macht man das, wenn man auf dem IBM-XT mit Hercules-Karte nur die ASCII-Zeichen zur Verfügung hat.
kann mal wieder nur den Kopf schütteln, welcher Ton herrscht.
@David: darf ich Dich nach Deinem Background fragen? Du arbeitest mit KiCad, lässt Platinen fertigen, hast ESD-Schutz-Zeugs zu Hause und bestellst bei Mouser. Aber alleine die fehlenden Kondesatoren auf der Platine lassen erahnen, dass Du noch keine so umfangreichen Erfahrungen in der Schaltungsentwicklung hast, besonders nicht in analoger. Wie passt das zusammen? Und bevor jetzt wieder das bashing los geht: ich meine die Frage ernst, denn das war einer meiner ersten Gedanken, als ich den Threadstart gelesen habe.
Aber auch noch was zu Thema: ich entwickle auch schon recht lange Analogelektronik. Und mir war das mit dem R an den Eingang des unbenutzten OPs unbekannt <schäm>. Also vielen Dank für die entsprechenden Hinweise!
Mein Tipp: in Zukunft nicht unbedingt nach dem billigsten Bauteil suchen, sondern nach dem, das in möglichst vielen Anwendungen einsetzbar ist, bei "erträglichem" Preis. Heute sind OPs im Verhältnis zu ihren Daten "saubillig" im Vergleich zu früher.
Nein, wenn ich EINEN OpAmp brauche, kommt kein Doppel- oder Vierfach-Op
auf das Board - wozu?
Wenn ich EINEN OP brauche, aber nur Doppel-OPs in der Schublade habe,
werde ich einen dieser einbauen.
Nun, in dem Fall würde ich aber eher die beiden Verstärker mit jeweils
geringerer Einzel- aber gleicher Gesamtverstärkung hintereinander
schalten. Dann wären vermutlich auch die Verzerrungen etwas kleiner.
Das ändert natürlich nichts daran, dass die Eigenschaften
zur Anwendung passen müssen.
Leude, gewöhnt euch mal an, anständige Schaltpläne zu zeichnen! Bei dem
Hieroglypenkram verstehe ich wieder nichts.
Dann hast Du ja schon zwei Dysfunktionalitäten - kein Englisch, kein Verständnis für ASCII-Art - wie soll es mit Elektronik bei Dir nur weitergehen ...
Ich gebe zu, Laberkopps Zeichnung ist rechts etwas verunglückt, aber das lässt sich ja im Geiste wieder zurechtrücken ...
Nun, in dem Fall würde ich aber eher die beiden Verstärker mit jeweils
geringerer Einzel- aber gleicher Gesamtverstärkung hintereinander
schalten. Dann wären vermutlich auch die Verzerrungen etwas kleiner.
An den beiden hier vorliegenden Problemen (begrenzte Slew-Rate und Übernahmeverzerrungen) ändert das gar nichts. Es wird lediglich die Bandbreite erhöht, was hier (f=15kHz, A=12) aber keine Vorteile bringt.
Also, ich kenne den LM358 nur als Komparator.
H. H. schrieb im Beitrag #7821125:
Und den zweiten Opamp nicht so stillegen, sondern richtig.
Und Verbindung des ungenutzten Teils Pin 7 mit Pin 6,
bei nur einfacher Spannungsversorgung Pin 4 mit Pin 5 an GND.
Bei Vee wie im Bild im ersten Post, dann Pin 5 an GND.
Klar, davor galt AC187/188K als audiotauglich.
Willst Du etwa meinen Signalverfolger-Verstärker beleidigen?
Der klingt als UKW-Küchenradio-Verstärker Meilen besser als die DAB+-Quäkradios mit eingebautem Universalchip.
Nur die Sache mit dem Ruhestrom-Wegwandern wird im Sommer etwas kritischer.
Zum Batteriesparen auf 5 mA und mit Netzbetrieb darfs a bisserl mehr sein.
Da habe ich die Sache mit den Verzerrungen selber in der Hand.
Um noch mal auf das Thema zurückzukommen: LM324 und Konsorten haben, wie
bereits erwähnt wurde, eine stark verzerrende Ausgangsstufe.
Bei tiefen Frequenzen wird dies über die Gegenkopplung weitgehend
ausgebügelt.
Je tiefer die Frequenz, desto besser.
Aufgrund der bescheidenen Transitfrequenz hat die linearisierende
Wirkung der Gegenkopplung bei 15kHz bereits soweit nachgelassen, dass
die Verzerrungen auf dem Scope deutlich zu sehen sind.
Von daher sind es nicht Verzerrungen bedingt durch
slewrate-Übersteuerungen,
die kommen erst bei höheren Frequenzen zum Tragen.